Johannesburg

Nelson Mandela Brücke in Johannesburg

Nelson Mandela Brücke in Johannesburg

Vitalste Stadt Südafrikas mit krassen Gegensätzen

Schon vom Flugzeug aus ist der erste Eindruck zwiespältig: Die hoch aufragende, dicht gedrängte Skyline der City ist von Bungalows, grünen Gärten und glitzernden Swimmingpools umgeben. Rauchschwaden in der Ferne zeigen unzweideutig an, dass in den Townships Müll verbrannt und auf offenem Feuer gekocht wird.
Johannesburg ist die vitalste Stadt Südafrikas mit krassen Gegensätzen. „Egoli“ – „Stadt des Goldes“ heißt sie bei den Schwarzen. Mit dem Gold hat alles angefangen – doch dem verschwenderischen Reichtum stehen die Armen, Kranken und Hilflosen gegenüber, die das Elend in die Stadt gespült hat. In Johannesburg spiegelt sich der schillernde Alltag des ganzen Kontinents wider – mit seinem Glanz und seiner Würde, mit seiner Buntheit und seinem Elend. Es stimmt nachdenklich, wenn man nach einem Besuch der Waterfront (ein aus dem Boden gestampftes Einkaufs- und Vergnügungsparadies samt integriertem künstlichen See) mit einem Sozialarbeiter durch Soweto spaziert und mit Leuten spricht, deren Wohnsitz aus einer Matratze auf dem Bürgersteig besteht.



Sehenswürdigkeiten Johannesburg


MuseuMAfricA

Südafrikanische Kultur in Geschichte und Gegenwart

Das ehemalige Africana Museum zeigt südafrikanische Kultur in Geschichte und Gegenwart. Die Ausstellung Sounds of the City präsentiert Musikstile aus Johannesburg seit den 1950iger Jahren. Tried for treason (Hochverrat) heißt die Abteilung, die sich mit der Geschichte Nelson Mandelas befasst. Das Rock Art Museum dokumentiert die Felszeichnungen der San, wie man die Ureinwohner des südlichen Afrikas nannte. 
Dem Museum gegenüber liegt dem Market Theatre Complex mit Cafés, Restaurants, Galerien und Buchhandlungen.

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Neighbourgoods Market in Braamfontein

Originelle Stände mit hausgemachten Produkten

Jeden Samstag findet der Neighbourgoods Market in Braamfontein statt, wo originelle Stände mit Buffalo-Mozzarella, hausgemachtem Bier, Pökelfleisch und Schokoladen zwei ganze Etagen eines ehemaligen Industriegebäudes füllen. Nach dem Einkauf kann man auf dem Dach des Hauses den tollen Blick auf die Skyline von Johannesburg bei einem Kaffee oder Glas Wein genießen.

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Gold Reef City

Freizeitpark auf ehemaliger Goldmine

Der Freizeitpark steht auf dem Gelände einer ehemaligen Goldmine. Zwischen 1894 und 1982 wurden dort etwa 1,4 Millionen Kilogramm Gold gefördert. Rings um die Werkstätten und den Förderturm entstand ein Vergnügungspark, der die Goldgräberstimmung am Witwatersrand um 1900 zum Thema hat. Die Mitarbeiter sind in Kostümen der Zeit gekleidet und die Gebäude sowie ein Jahrmarkt dem Stil der Zeit nachempfunden. Neben den üblichen Vergnügungen wie Wildwasserfahrten und Achterbahnen kann man in die Mine etwa 200 Meter unter Tage einfahren oder im Goldgräber-Museum dem Gießen von Goldbarren zuschauen.

Gegenüber von Gold Reef City liegt das Apartheidsmuseum, das unbedingt sehenswert ist.

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Apartheid Museum

Das 2001 eröffnete Museum dokumentiert das System der Apartheid – von den frühen Anfängen ab 1948, über ihre Entwicklung bis zu ihrer Beendigung 1994 und der sich anschließenden Aufarbeitung. Dabei wird auch der geschichtliche und politische internationale Kontext der Apartheid erläutert. Es ist das einzige Museum, das ausschließlich der Apartheid gewidmet ist. Neben einzelnen Ausstellungsstücken erfolgt die Dokumentation anhand von zahlreichen Texten, Fotografien, Plakaten und Filmen. Schwerpunkte sind die Auflösung des Johannesburger Stadtteils Sophiatown 1955 bis 1963 und der Schüleraufstand in Soweto 1976.

www.apartheidmuseum.org


Soweto

Arbeiter, Jazzmusiker und Drogenbosse in Südafrikas größtem Township

Keiner weiß genau, wieviel Menschen heute in Soweto wohnen. Die Schätzungen schwanken zwischen zwei und vier Millionen. Heute ein Stadtteil von Johannesburg, war Soweto während der Apartheid das größte aller südafrikanischen Townships. Schwarze durften sich damals nicht ohne Genehmigung in weißen Städten aufhalten, sondern hatten grundsätzlich in ihren Homelands zu wohnen. Andrerseits kam die Wirtschaft ohne die billigen Arbeitskräfte nicht aus. So entstand im Laufe der Zeit neben jeder Stadt und Industrieanlage ein eigenes Township für schwarze Arbeiter. Im South Western Township of Johannesburg (SoWeTo) formierte sich der Widerstand gegen die Apartheid. Nelson und Winnie Mandela waren hier zu Hause; 1976 brach der Schüleraufstand aus, der blutig niedergeschossen wurde und den Freiheitskampf in eine neue Phase führte. 
Soweto ist bis heute eine faszinierende Welt für sich, in der es Squatter Camps, aber auch Millionäre gibt, wo aus Müll gebaute Hütten stehen, aber auch die Villen der Drogenbosse.
Wer Soweto besichtigen will, sollte dies aus Sicherheitsgründen in einer Gruppe tun. Auf Wunsch vermitteln wir Führungen.




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