Settler Country

Küstenregenwald im Settler Country: Kowie Nature Reserve

Küstenregenwald im Settler Country: Kowie Nature Reserve

Dünen und Küstenregenwälder zwischen Kapkolonie und Xhosaland

Anfang des 19. Jahrhunderts kam es am Great Fish River bei Grahamstown zu einer historischen Begegnung. Zum ersten Mal trafen europäische Siedler auf einen Bantu-Stamm, die Xhosa. Fortan markierte der Fluss die Grenze zwischen der britischen Kapkolonie und dem Xhosaland. British Kaffraria wurde wegen ständiger Überfälle der Xhosa jedoch kaum besiedelt, was die Kolonialregierung auf eine Idee brachte. Es gab eine hessische Freiwilligenlegion, die aufseiten Englands im Krimkrieg gekämpft hatte. Warum ihnen nicht statt Sold ein Stück Land in Kaffraria anbieten – samt freier Passage für Frau und Kind? 1857 nahmen über 2000 Söldner das Angebot an. Noch heute zeugen Ortsnamen wie Stutterheim, Hamburg und Berlin von der Epoche. Die Landschaft ist kaum besiedelt, die Bergsavanne noch unzerstört und alles viel ursprünglicher als an der touristisch erschlossenen Garden Route. Endlose Strände und Küstenregenwälder animieren zu Wanderungen. Viele private Wildreservate haben sich angesiedelt. 



Sehenswürdigkeiten Settler Country


Port Alfred

Weite Sandstrände an der Mündung des Kowie River

Die 20.000-Einwohner-Stadt liegt auf halbem Weg zwischen Port Elizabeth und East London. Sie wurde 1820 als Puffer zwischen den britischen Siedlern im Western Cape und dem Volk des Xhosa im Osten gegeründet. Weite Sandstrände, ein paar künstliche Inseln im Mündungsgebiet des Kowie River und ein Yachthafen machen die beschauliche Provinzstadt zu einem beliebten Urlaubsort.


Kenton on Sea

Feinsandiger Strand und kristallklares Wasser

Kenton-on-Sea ist einer der schönsten Badeorte in Südafrika. Der Ortskern liegt an der Mündung zweier Flüsse, dem Kariega River auf der Nordseite und dem Boesmans Rivier auf der Südseite. Beide Flüsse haben ein sandiges Flussbett und führen kristallklares Wasser ins Meer. Die Strände sind feinsandig und breit und in beiden Richtungen nahezu menschenleer. Besonders schön ist der nördliche Strand mit seinen Felsenpools, in denen sich bei Ebbe zahllose kleine Fische, Krabben und sogar Oktopusse tummeln. In den Flüssen lässt sich herrlich und sicher baden.


Grahamstown

Die Stadt rund 60 Kilometer im Hinterland wurde 1812 von Oberst John Graham gegründet. Sie diente zunächst als Militärposten zum Schutz der Siedler gegen die Xhosa, die nach der Ausdehnung der Kap-Kolonie bis hinter den Kei River zurückgedrängt wurden. 1819 wurde der Stützpunkt durch mehrere Tausend Xhosa Krieger auf breiter Front angegriffen und konnte nur mit großer Mühe gehalten werden. Dennoch wurden weitere Siedler mit Landversprechungen ins „Frontier Country“ gelockt, so dass die Überfälle eskalierten. Viele Siedler gaben ihre Farmen auf und zogen nach Grahamstown, das zum Ende des 19. Jahrhunderts zur zweitgrößten Stadt der Kap-Kolonie anwuchs. Heute hat sich rund um die Universität eine lebendige Festival-Szene angesiedelt – mit 15 Festvals im Jahr. 


Alexandria Forest

Urwald und Wanderdünen

Der Küstenregenwald zwischen Alexandria im Norden und dem Indischen Ozean wird auch Langebos genannt. Er gehört zu den wenigen primären Urwäldern Südafrikas. Im Süden geht er in das Alexandria Dune Field über, dessen Wanderdünen zu den größten der Welt gehören. Beide – die Dünen und der Wald – gehören heute zum Woody Cape Nature Reserve, das Teil des Addo Elephants Parks ist. Mehrere Wanderwege führen durch das Gebiet, der längste ist der Alexandria Hiking Trail, der über zwei Tage geht. Der Dassie Trail ist sieben Kilometer lang und dauert etwa zwei Stunden. Er beginnt an den Langebos-Hütten.




Reisebeispiele Settler Country

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