Namaqualand

Oryx und Blumen freuen sich: Namaqualand nach dem Regen

Oryx und Blumen freuen sich: Namaqualand nach dem Regen

Prachtvolle Blumenteppiche nach Frühjahrsregen

Auf den ersten Blick wirkt das Namaqualand öde und menschenfeindlich. Die Niederschläge liegen oft unter 50 mm pro Jahr. Seinen unvergleichlichen Reiz entfaltet das Namaqualand aber, wenn Regen fällt, was meist zwischen August und Oktober passiert. Dann verwandelt sich die Halbwüste in ein prachtvolles Blumenmeer. Besonders geeignete Gebiete zur Blumenschau sind rechts und links der N7, bei Springbok und im Goegab Nature Reserve. Aber auch zu anderen Jahreszeiten ist die Landschaft beeindruckend. Wer Zeit hat, sollte im Zickzack um die N7 herum zwischen Atlantik und der Karoo hin- und herfahren. Wichtig ist, immer genügend Trinkwasser und Benzin zu haben.



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Sehenswürdigkeiten Namaqualand

Goegap Nature Reserve

Oryxantilopen im Blumenmeer

Das kleine Reservat im Osten von Sprinbok gehört zur Sukkulentenkaroo, wo die mittlere Niederschlagsmenge kaum 150 Millimeter je Jahr beträgt. Die Temperaturen sind extrem, im Winter Frost und im Sommer über 40 Grad Celsius. Berge und weite sandige Ebenen wechseln einander ab. Hauptattraktion ist die Wüstenblüte, die im Frühjahr – genügend Winterregen vorausgesetzt – die Ebenen in wahre Blütenmeere mit über 600 verschiedenen Pflanzenarten verwandelt. Hauptblütezeit ist August und September. Es gibt Rundwege für normale PKW und Strecken für 4x4. Die Wege, die man zu Fuß machen kann, sind jedoch beeindruckender. Informationen gibt es im Hesters Malan Wild Flower Garden gibt es Center.

Knersvlakte

Knirschende Steine und 250 endemische Pflanzenarten

Der Name setzt sich zusammen aus den afrikaansen Worten für „knirschen“ und „flach“. Die „Knirschebene“ ist eine Halbwüste, die zu Sukkulenten-Karoo gehört. Sie ist die mit kleinen weißen Quarzsteinchen bedeckt, die knirschten, wenn die Trekkburen mit ihren Ochsenwagen darüberfuhren. Über 1.300 Pflanzenarten haben sich an das raue Klima angepasst, darunger 250 Arten, die nirgendwo anders in der Welt vorkommen. 128 Arten stehen auf der roten Liste der bedrohten Arten. Zurzeit ist der WWF-Südafrika dabei, das Naturschutzgebiet auf 50.000 Hektar zu erweitern und eine durchgehende Verbindung mit anderen Schutzgebieten des Namaqualandes zu erreichen. Ein Teil der Halbwüste gehört zur Farm Moedverloren. Angesichts der Einöde kann man gut nachvollziehen, warum die Besitzer ihr Land so genannt haben.

Namaqua-Nationalpark

Wunderwelt der Sukkulenten

Der über 1.000 Quadratkilometer große Nationalpark schützt die typische Namaqualand-Landschaft mit einer großen Vielzahl von Sukkulenten, von denen manche nirgendwo anders vorkommen. In der Wunderwelt mit mehr als 3.000 verschiedenen Pflanzenarten lebt die Homopus signatus, die kleinste Schildkrötenart der Welt. Wenn im August und September Winterregen fällt, überzieht anschließend ein kilometerweiter Blumenteppich das ansonsten graue bis braune Land. Dann ist auf dem mit einem normalen PKW befahrbaren Rundweg und auf den Wanderwegen auch mit vielen Besuchern zu rechnen, für den Rest des Jahres ist man als Besucher meist alleine mit der Landschaft.

Nähere Informationen:
www.sanparks.org

Springbok

Hauptort des Namaqualandes

Der größte Ort des unwirtlichen Namaqualandes liegt zwischen felsigen Bergen in einer trockenen Gegend und verdankt seine Entstehung den Kupferminen, die 1856 in Betrieb genommen wurden und dem Ort bald einen schlechten Ruf eintrugen. Als ein neuer Magistrat sein Amt aufnahm, bestellte er als erstes einen Stock, um Missetäter zu bestrafen. Heute sind die Minen geschlossen. Dafür ist es ein guter Ausgangspunkt, um das Namaqualand zu erkunden, das sich besonders im August und September in ein prachtvolles Blumenmeer verwandelt. Die ehemalige Synagoge von 1930 ist heute ein Heimatmuseum.

Vredendal

Wo der Frieden zwischen Buren und Hottentotten geschlossen wurde

Schon wenige Jahre nach Gründung der Kapkolonie zogen die ersten Buren mit ihren Ochsenwagen nach Norden. 1668 wurde ihnen von den Khoi San, die sie auch „Hottentotten“ nannten, Vieh gestohlen. Da die Kräfteverhältnisse noch nicht eindeutig waren, lief die Sache auf einen Kompromiss hinaus. Das Tal, in dem der Friede geschlossen wird, heißt seither „Vredendal“. Sehenswert in der Nähe der Matzikama Eco Park, der ein Stück Sukkulentenkarroo schützt und durch den schöne Wanderwege führen.

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