Wild Coast

Wild Coast bei Coffee Bay

Wild Coast bei Coffee Bay

Wilde Küste im ehemaligen Homeland

Die wilde Küste gehörte zur Transkei, einem von Südafrika unabhängigen Homeland, das die weiße Regierung für den Stamm der Xhosas geschaffen hatte. Nach dem Ende der Apartheid im Jahr 1994 wurde die Transkei aufgelöst und das Gebiet wieder Teil von Südafrika. Dennoch ist auch heute noch ein Unterschied zum Rest des Landes zu spüren. Die Weißen hatten das Gebiet fast völlig verlassen. Industrie und Tourismus sind nur schwach entwickelt und die traditionelle afrikanische Lebensweise verbreiteter als anderswo. So zählt die Wild Coast auch heute noch zu den einsamsten und unentwickeltesten Küstenregionen der Welt. Wild ist die Küste aber auch wegen der Klippen, Felsen und Wasserfälle sowie der tosenden Brandung.



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Sehenswürdigkeiten Wild Coast

Coffee Bay

Sandstrand, Wald und ein paar Hütten

Der schöne Flecken an der Wild Coast besteht aus ein paar Hütten, einem kleinen Laden und zwei Hotel-Resorst. Ein langer Sandstrand erstreckt sich vor der ausgedehnten grünen Hügellandschaft im Hinterland.
Den Namen erhielt der Ort übrigens, weil hier 1893 ein Schiff strandete, das Kaffeebohnen geladen hatte. Diese wurden an Land gespült, und einige konnten sogar Wurzeln schlagen und zu kleinen Kaffeesträuchern heranwachsen. In dem salzhaltigen Boden konnten die Pflanzen nicht dauerhaft überleben, und so sucht man heute vergebens nach den Kaffeebäumen von Coffee Bay.

Mthatha

Hauptstadt der ehemaligen Transkei

Die Siedlung der Thembu, eines Stammes des Xhosa-Volkes, wurde 1879 vom anglikanischen Bischof Richard Calverley als Stadt angelegt. Später wurde sie Umtata genannt und zur Hauptstadt des ehemaligen Homelands Transkei erklärt. Nelson Mandela wuchs in Qunu, rund 20 Kilometer südwestlich von Umtata auf. Daran erinnert das Nelson Mandela National Museum, das zehn Jahre nach seiner Freilassung, eröffnet wurde. Ein Teil des Museums ist in Qunu, ein andere in der Bunga – dem frühere Sitz des ehemaligen Transkei-Parlaments – und ein dritter in Mandelas Geburtsort, Mvezo.

Mehr Info:
www.sa-venues.com

Port St. Johns

Hippies und Aussteiger an abgelegener Küste

Der einzige Hafen der 1994 aufgelösten Transkei liegt an der Mündung des Umzimvubu Flusses zwischen subtropischen Wäldern. Das Gebiet wurde um 1845 von den Pondos besiedelt und 1878 auf Bitten des Pondo-Häuptlings der britischen Krone unterstellt. Als es 1976 der Transkei zugeschlagen wurde, wurde die Siedlung von den Weißen aufgegeben. Neben den Einheimischen lebt heute ein buntes Völkchen in Port St. Johns, das wegen seiner Abgelegenheit und des warmen Klimas Aussteiger und Alt-Hippies aus aller Welt anzieht. Von den drei Stränden ist der fünf Kilometer vom Ortskern entfernte Second Beach der schönste. Er wird von immergrünen Regenwäldern und wilden Bananenbäumen umgeben.

Qunu

Geburtsort und Grab von Nelson Mandela

Der Xhosa-Dorf 30 Kilometer südwestlich von Mthatha hat nur wenige hundert Einwohner, ist aber weltbekannt als der Geburtsort von Nelson Mandela. In seinem Buch Long Walk to Freedom schreibt, dass der mit Qunu seine glücklichsten Kindheitsmomente verbindet. Nach seinem Rückzug aus der Politik 1999 hatte Mandela hier einen Alterswohnsitz. Dazu gehörten ein Nachbau des letzten Hauses, in dem Mandela inhaftiert war, und eine Villa. Heute gibt es dort eine Zweigstelle des Nelson Mandela Museum. 2011 zog Mandela wieder ganz nach Qunu und wurde hier 2013 beigesetzt.

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