Lesotho

Abgeschieden: Kraal in Lesotho

Abgeschieden: Kraal in Lesotho

Mittelalterliche Lebensformen auf dem „Dach Südafrikas“

Der selbständige Zwergstaat inmitten der Republik Südafrika begeistert mit seiner Bergwildnis, die bis 3.500 Meter hoch aufragt. Auf dem schwer zugänglichen „Dach Südafrikas“ haben sich mittelalterliche Lebensformen erhalten. Das Königreich, das 1966 seine Unabhängigkeit erhielt, war über Jahrtausende vom Volk der San bewohnt, wovon viele Höhlen- und Felsmalereien Zeugnis ablegen. Unter dem Druck der vordrängenden Zulus haben dann Nguni Völker die San verdrängt. Für die Durchquerung des Berglands im Osten und Süden ist ein Geländewagen unumgänglich. Besonders im Sommer (Oktober bis März) können manche Pisten zeitweilig unpassierbar werden. Wer sich aber dem (kalkulierbaren) Abenteuer einer Lesotho Reise aussetzt, wird seine Bergwildnis in unvergesslicher Erinnerung behalten.



Sehenswürdigkeiten Lesotho


Ladybrand

Tor nach Lesotho

Die die nach der deutschstämmigen Catharina Frederica Brand benannte Kleinstadt liegt auf einer Höhe fast 1600 Metern an der Grenze zu Lesotho. Gegründet wurde sie 1867 von Voortrekkern, die das Gebiet gegen die Basotho absichern wollten. Funde von Fossilien und Felsgravuren in den Höhlen der Umgebung belegen allerdings, dass die Gegend seit mindestens 50.000 Jahren von Menschen besiedelt ist. Heute liegt Ladybrand an der Maloti Drakensberg Road, einer Ferienstraße, die durch die dramatische Landschaft an der Grenze zu Lesotho führt. Wegen der vielen Pendler aus Lesotho wird Ladybrand scherzhaft auch „capital of Lesotho“ genannt.

www.sa-venues.com/attractionsfs/ladybrand.php


Sani Pass

Vom Fluchtweg der San zum spektakulären Allradpass

Der Sani Pass hat seinen Namen von dem südafrikanischen Urvolk der San erhalten, die hier vor ihren weißen und schwarzen Verfolgern in die unwegsame Bergwildnis von Lesotho geflüchtet sind. Über viele hundert Kilometer ist der spektakuläre Pass die einzige Verbindung zwischen Südafrika und Lesotho. Die letzen acht Kilometer sind nur mit Allradwagen zu befahren. Geführte Tagesausflüge zum Sani Pass können über die Unterkünfte vor Ort gebucht werden.

mehr Info


Tsehlanyane National Park

Wildwasserbäche in Gras- und Felslandschaft

Der 5.000 Hektar große Park liegt tief in den Maluti-Bergen am Fuß des Holomo Pass. Mit 1940 bis 3112 m.ü.M. liegt er größtenteils in der supalpinen Vegetationszone. Die Landschaft ist vielseitig und abwechslungsreich: Grashänge, wild zerklüftete Felsformationen, aber auch einige der wenigen verbliebenen Urwälder in Lesotho gehören dazu. Die Flussufer sind mit Bergbambus bewachsen. 24 kleinere Säugetierarten sind registriert, darunter die afrikanische Wildkatze, Schakale und Paviane. Wegen der Abwesenheit von Raubtieren kann man ohne Begleitung auf den bezeichneten Wegen durch den Park wandern oder in den Felsbecken der Wildwasserbäche baden. Die Szenerie sorgt dabei immer wieder für überwältigende Fotomotive.


Mont-Aux-Sources

Wo die größten Flüsse Südafrikas entspringen

Der Berg über dem Amphitheater wurde durch einen französischen Missionar benannt, der die Region 1836 besuchte. Die Spitze des Berges ist flach und erreicht eine Höhe von 3.282 Metern. Auf dem „Quellenberg“ entspringen tatsächlich die größten Flüsse Südafrikas: Der Vaal, nach dem das nordöstliche Südafrika Transvaal hieß, der Orange River, der in den Atlantischen Ozean fließt, und der Tugela, der in den Indischen Ozean an der Ostküste Südafrikas mündet. Nur sieben Kilometer von der Quelle entfernt stürzt der Tuguela 947 Meter über mehrere Wasserfälle in den Royal-Natal-Nationalpark. Damit ist er der zweitlängste Wasserfall der Welt.
Die flachen Gipfel des Mont-Aux-Sources sind über den Sentinel Car Park nahe Witsieshoek auf einem einfachen Wanderweg und mehrere Kettenleitern erreichbar.

Umfulana Route


Tugela Falls

Höchste Wasserfälle Südafrikas

Die Wanderung führt vom Thendele Camp durch das Tugela-Tal flussaufwärts. Dabei kommt man in die spektakuläre Tugela-Gorge. Der in den gps-Daten enthaltene Zielpunkt ist noch nicht das Ende der Wanderung – zu den Fällen sollte man noch ein ganzes Stück laufen und über Felsen, Leitern und Steigeisen klettern. Dafür wird man auch mit ganz phantastischen Aussichten auf das Amphitheater belohnt. Also wer zu früh umkehrt, verpasst einige schöne Kletterpassagen und tolle Blickwinkel, kurz: Das beste der Tour. (Hin und zurück: 5 Stunden, 12 Kilometer, auf und ab 420 Meter)

Umfulana Route


In das Mlambonja Tal

Urweltliche Landschaften, weite Ausblicke

Wer die lange, aber unschwere Tageswanderung macht, wird mit einer urweltlichen Landschaft, Stille und weiten Ausblicken belohnt. Unterwegs wird man kaum Menschen, dafür umso mehr Paviane antreffen. Genügend Wasser und Verpflegung mitnehmen. (6 Stunden, 20 Kilometer, auf und ab: 850 Meter)

Umfulana Route


Police Helmet

Schöne Aussicht vom „Polizeihelm“

Die Wanderung führt vom Thendele Camp auf einen Aussichtsberg, der tatsächlich einem altertümlichen Polizeihelm ähnelt. Zum Schluss ist der Weg etwas ausgesetzt.

Umfulana Route


Cathedral Peak

Dreitausender im Giant's Castle Game Reserve

Der über 3.000 Meter hohe Berg im Giant's Castle Game Reserve erinnert an die Spitze einer Kathedrale. An seinem Fuß im schönen Mlambonja-Tal liegt das einsame Cathedral Peak Hotel, wo mehrere Wanderwege beginnen. Der anspruchsvollste führt auf den Cathedral Peak, ist über zehn Kilometer lang und anstrengend. Wer dennoch den Aufstieg wagt, wird mit einem fantastischen Blick belohnt.

Umfulana Route




Weitere Sehenswürdigkeiten Lesotho

Nach Oben