Overberg

Seltener Vogel: Kapgeier in Overberg

Seltener Vogel: Kapgeier in Overberg

Kapgeier in artenreicher Landschaft „hinterm Berg“

Overberg ist ein Distrikt im Western Cape und bedeutet soviel wie „überm Berg“, weil es von Kapstadt aus gesehen hinter dem Gebirgszug von Hottentots Holland liegt. In dem dünn besiedelten Land werden Getreide und Obst angebaut. Die ursprüngliche Vegetation ist der Fynbos, die Biosphäre mit der weltweit höchsten Artenvielfalt. Zu ihrem Schutz sind einige Naturparks errichtet worden, z.B. der Bontebok Park oder das De Hoop Nature Reserve im Südosten. Hier gibt es noch eine Kolonie der seltenen Kapgeier. Vor der Küste sind Glattwale zu sehen, die sich hier paaren und ihre Jungen aufziehen.



Sehenswürdigkeiten Overberg


Overberg

Hohe Berge, stille Badebuchten

Die Region beginnt rund 100 Kilometer östlich von Kapstadt jenseits der Hottentots Holland und Wemmershoek Berge. Einstmals war dieses Gebiet durch die Berge weitgehend abgeschnitten, daher der Name. 1664 gelang einigen Siedlern die Überquerung der steilen Berge unter größten Mühen zu erklimmen. Erst durch den Sir Lowry's Pass – 1830 eröffnet und nach dem damaligen Gouverneur der Kapkolonie benannt – wurde der Overberg wirklich erschlossen. Für den Besucher interessant sind die herrlichen Küsten mit vielen stillen Badebuchten, langen weißen Sandstränden und einer Reihe von pittoresken Badeorten und Fischerdörfern.


Greyton

Künstlerdorf am Riviersonderend

Das Städtchen liegt am Riviersonderend, dem „Fluss ohne Ende“. Seit der Ankunft der niederländischen Siedler 1854 war Greyton landwirtschaftlich geprägt. In den letzten Jahren haben sich Künstler und wohlhabende Aussteiger aus Kapstadt angesiedelt. Viele historische Gebäude sind aufwändig renoviert, es gibt Kunstgalerien und ein viel beachtetes Musikfestival, das jedes Jahr im Sommer stattfindet. Der Boesmanskloof Trail führt durch die Berge nach McGregor.

Umfulana Route


McGregor

Künstlerdorf mit strohgedeckten Farmhäusern

Das beschauliche Dörfchen 20 Kilometer südlich von Robertson ist einen Ausflug wert. Es wurde 1861 gegründet und hat sich seither wenig verändert. Es gilt als das besterhaltenste Dorf auf dem 19. Jahrhundert in Südafrika. Die weißgetünchten Häuser haben immer noch Strohdächer und sind von Obstwiesen und Weinfeldern umgeben. Künstler und gute Restaurants haben sich niedergelassen. Durch das bergige Hinterland führen einige Wanderwege.


Genadendal

Deutsch-südafrikanischer Zufluchtsort für misshandelte Sklaven

1738 kam der deutsche Missionar Georg Schmidt auf seiner Wanderung durch das Western Cape an den Fluss Riviersonderend, zu deutsch: Fluss ohne Ende. Dort begegnete er den nomadisch lebenden Hessekwa-Khoi und gründete eine Missionsstation, die er Gnadenthal nannte. Doch bald geriet er in Konflikt mit den benachbarten Buren, die sich als Analphabeten daran störten, dass er den Khoi das Lesen beibrachte. Immer mehr misshandelte Sklaven suchten Zuflucht in seiner Mission, sodass Gnadenthal zeitweilig größer war als Kapstadt. 1744 wurde Georg Schmidt unter einem Vorwand aus dem Land gejagt.
Erst 50 Jahre später kamen die böhmischen Brüder zurück und errichteten eine straff organisierte Vorzeigefarm, eine Schule und eine Druckerei, wo zum ersten Mal in Afrikaans gedruckt wurde, der heutigen Nationalsprache Südafrikas.
1995 besuchte Mandela den abgelegenen Ort und erklärte ihn zum Vorbild für das neue Südafrika. Im alten Missionshaus informiert ein Museum über die ergreifende Geschichte. Dort beginnt auch der Genadendal Hiking Trail, der durch die einsame Bergwelt führt.


Robertson

Obst, Wein, Landschaft

Das Städtchen liegt im Tal des Breede-River vor der Kulisse der Langeberge. Schöne kapholländische Architektur prägt den Ort, aber auch die 6.000 Rosenbüsche und die unzähligen Jacarandabäume. Die Robertson-Weinroute – die älteste und längste des Landes – verbindet 32 Weingüter der Umgebung, die sich meist auf dunkle, schwere Weine und Dessertweine konzentrieren.


Agulhas-Nationalpark

Enorme Pflanzenvielfalt an Afrikas südlichstem Punkt

Der Park liegt am Kap Agulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas. Er reicht von Gansbaai im Westen bis nach Stuisbaai im Osten. Zwar wirkt die flache Landschaft auf den ersten Blick etwas öder, aber die Pflanzenvielfalt ist enorm. Mehr als 2.000 Arten kommen vor, davon 100 nirgendwo anders auf der Welt. Ein Weg führt hinter der Küste entlang; manchmal kann man dort Wale vor der Küste sehen.


Cape Agulhas

Südlichster Punkt Afrikas

Cape Agulhas ist mit 34°50' südlicher Breite der südlichste Punkt Afrikas. Hier – und nicht am Kap der Guten Hoffnung – treffen Indischer und Atlantischer Ozean aufeinander. Aufgrund der vielen Meeresströmungen gehören die Gewässer zu den fischreichsten der Erde. Das Kap wird vom zweitältesten Leuchtturm Südafrikas bewacht. Einige Kilometer nordöstlich liegt das romantische Fischerdorf Hotagterklip, ein beliebtes Motiv südafrikanischer Maler.


Montagu

Viktorianische Puppenhäuser und Heilquellen

Das verträumte Städtchen liegt zwischen den Langebergen im Süden und der großen Karoo im Norden. An der Long Street im Zentrum fühlt man sich um 150 Jahre zurückversetzt.Dort stehen zahlreiche, gut gepflegte kapholländischen und viktorianischen Bauten. Künstler und Kunsthandwerker haben Montagu als Domizil gewählt und tragen zur besonderen Atmosphäre des Ortes bei.Das Klima im Tal ist ideal für Obst- und Weinbau: Apfel-, Birnen und Aprikosenplantagen umgeben die Stadt. Größte Attraktion ist das Thermalbad drei Kilometer vom Ortskern entfernt. Die Heilquellen wurden einst durch einen vorbeiziehenden Voortrekker entdeckt, der seine verletzte Hand in dem 45 Grad Celsius heißen, jodhaltigen Wasser badete und schon nach wenigen Tagen geheilt weiterziehen konnte. Nach einer Überflutung 1981 wurde der gesamte Badkomplex neu errichtet.

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Cogmanskloof

Faltengebirge zwischen Halbwüste und fruchtbarem Land

Die Cogmanskloof ist einer der landschaftlichen Höhepunkte zwischen der fruchtbaren Zone am Kap und der Halbwüste. Das Tal ist ein Faltengebirge, das vor 200 Millionen Jahren unter gewaltigem entstanden ist. Damals haben sich sie Sandsteinplatten aus der Waagerechten verschoben. Heute stehen sie zum Teil sogar senkrecht. Ein Wanderweg führt von Montagu aus durch die eindrucksvolle Bergwildnis. (5 Stunden 13 Kilometer, auf und ab: 910 Meter)

Umfulana Route




Weitere Sehenswürdigkeiten Overberg




Reisebeispiele Overberg

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