Overberg

Seltener Vogel: Kapgeier in Overberg

Seltener Vogel: Kapgeier in Overberg

Kapgeier in artenreicher Landschaft „hinterm Berg“

Overberg ist ein Distrikt im Western Cape und bedeutet soviel wie „überm Berg“, weil es von Kapstadt aus gesehen hinter dem Gebirgszug von Hottentots Holland liegt. In dem dünn besiedelten Land werden Getreide und Obst angebaut. Die ursprüngliche Vegetation ist der Fynbos, die Biosphäre mit der weltweit höchsten Artenvielfalt. Zu ihrem Schutz sind einige Naturparks errichtet worden, z.B. der Bontebok Park oder das De Hoop Nature Reserve im Südosten. Hier gibt es noch eine Kolonie der seltenen Kapgeier. Vor der Küste sind Glattwale zu sehen, die sich hier paaren und ihre Jungen aufziehen.



Sehenswürdigkeiten Overberg


Agulhas-Nationalpark

Enorme Pflanzenvielfalt an Afrikas südlichstem Punkt

Der Park liegt am Kap Agulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas. Er reicht von Gansbaai im Westen bis nach Stuisbaai im Osten. Zwar wirkt die flache Landschaft auf den ersten Blick etwas öder, aber die Pflanzenvielfalt ist enorm. Mehr als 2.000 Arten kommen vor, davon 100 nirgendwo anders auf der Welt. Ein Weg führt hinter der Küste entlang; manchmal kann man dort Wale vor der Küste sehen.


Bontebok-Nationalpark

Refugium für bedrohte Tiere

Der 1931 zum Schutz der letzten 30 frei lebenden Buntbock-Antilopen gegründete Nationalpark ist mit  20 Quadratkilometern der kleinste unter den südafrikanischen Nationalparks. Die Zahl der Buntböcke wird heute bei 200 gehalten; mehr wären ökologisch nicht zu vertreten. Der Park kann im eigenen Wagen durchfahren werden und beheimatet heute eine Reihe weiterer Antilopenarten. Vor einigen Jahren wurden auch die seltenen Bergzebras eingeführt, von denen inzwischen wieder über 20 dort leben.


Cape Agulhas

Südlichster Punkt Afrikas

Cape Agulhas ist mit 34°50' südlicher Breite der südlichste Punkt Afrikas. Hier – und nicht am Kap der Guten Hoffnung – treffen Indischer und Atlantischer Ozean aufeinander. Aufgrund der vielen Meeresströmungen gehören die Gewässer zu den fischreichsten der Erde. Das Kap wird vom zweitältesten Leuchtturm Südafrikas bewacht. Einige Kilometer nordöstlich liegt das romantische Fischerdorf Hotagterklip, ein beliebtes Motiv südafrikanischer Maler.


Genadendal

Deutsch-südafrikanischer Zufluchtsort für misshandelte Sklaven

1738 kam der deutsche Missionar Georg Schmidt auf seiner Wanderung durch das Western Cape an den Fluss Riviersonderend, zu deutsch: Fluss ohne Ende. Dort begegnete er den nomadisch lebenden Hessekwa-Khoi und gründete eine Missionsstation, die er Gnadenthal nannte. Doch bald geriet er in Konflikt mit den benachbarten Buren, die sich als Analphabeten daran störten, dass er den Khoi das Lesen beibrachte. Immer mehr misshandelte Sklaven suchten Zuflucht in seiner Mission, sodass Gnadenthal zeitweilig größer war als Kapstadt. 1744 wurde Georg Schmidt unter einem Vorwand aus dem Land gejagt.
Erst 50 Jahre später kamen die böhmischen Brüder zurück und errichteten eine straff organisierte Vorzeigefarm, eine Schule und eine Druckerei, wo zum ersten Mal in Afrikaans gedruckt wurde, der heutigen Nationalsprache Südafrikas.
1995 besuchte Mandela den abgelegenen Ort und erklärte ihn zum Vorbild für das neue Südafrika. Im alten Missionshaus informiert ein Museum über die ergreifende Geschichte. Dort beginnt auch der Genadendal Hiking Trail, der durch die einsame Bergwelt führt.


Greyton

Künstlerdorf am Riviersonderend

Das Städtchen liegt am Riviersonderend, dem „Fluss ohne Ende“. Seit der Ankunft der niederländischen Siedler 1854 war Greyton landwirtschaftlich geprägt. In den letzten Jahren haben sich Künstler und wohlhabende Aussteiger aus Kapstadt angesiedelt. Viele historische Gebäude sind aufwändig renoviert, es gibt Kunstgalerien und ein viel beachtetes Musikfestival, das jedes Jahr im Sommer stattfindet. Der Boesmanskloof Trail führt durch die Berge nach McGregor.

Umfulana Route:
www.komoot.de


Heidelberg (Westkap)

Burenstädtchen am Westende der Gardenroute

Die Stadt am Westende der Gardenroute wurde 1855 von der Niederländisch-reformierten Kirche gegründet. Wegen ihrer schönen Lage am Fluss Duivenkos und am Fuß der Langeberge, vor allem zu Ehren des reformierten Heidelberger Katechismus, erhielt die Stadt ihren klingenden Namen. Bis heute beherrscht die leuchtend weiße reformierte Kirche mit einem imposanten Turm das Stadtbild.


Hemel en Aarde Valley Wine Route

Erstklassige Weine zwischen Himmel und Erde

Zwischen Hermanus und Caledon windet sich die R320 durch ein schönes Tal, in dem mehrere Weingüter und -kellereien liegen. Das Mikroklima mit ist ideal für Weinbau. Auf heiße Tage folgen in der Nacht kühle Brisen vom Meer. Mehrfach ausgezeichnet wurde unter anderem das Gut Spookfontein, wo neben Pinot Noir auch Olivenöl produziert wird. Die meisten Güter bieten Wine Tasting an.


Inverroche Distillery

Gin mit Fynbos-Aroma

Die Brennerei in Stillbay am Indischen Ozean liegt inmitten von Weinbergen, Olivenhainen und den für die Kap-Region typischen Fynbos Pflanzen. Alte Milkwood-Bäume grenzen das Anwesen mit seinem prägnanten, aus typischem Kalkstein gebauten Haupthaus ein. Der Gin, der dort produziert wird, hat einen besonderen Geschmack. Das liegt an der Aromatisierung mit Gewürzen und Kräutern aus dem Fynbos, die außerhalb des Westkaps nirgendwo wachsen.

Zur Website:
www.inverroche.co.za


McGregor

Künstlerdorf mit strohgedeckten Farmhäusern

Das beschauliche Dörfchen 20 Kilometer südlich von Robertson ist einen Ausflug wert. Es wurde 1861 gegründet und hat sich seither wenig verändert. Es gilt als das besterhaltene Dorf aus dem 19. Jahrhundert in Südafrika. Die weißgetünchten Häuser haben immer noch Strohdächer und sind von Obstwiesen und Weinfeldern umgeben. Künstler und gute Restaurants haben sich niedergelassen. Durch das bergige Hinterland führen einige Wanderwege.


Sanbona Wildlife Reserve

Elefanten, Kapbüffel und weiße Löwen am Rande der Kleinen Karoo

Das 54.000 Hektar große Reservat schützt eine einmalig schöne Landschaft am Rande der Kleinen Karoo. Wo bis in die 90er Jahre Rinder weideten, leben heute wieder Elefanten, Kapbüffel, Spitzmaulnashörner und zahlreiche Antilopenarten. Von den über 160 Vogelarten sind besonders die seltenen schwarzen Adler zu nennen. Eine einzigartige Attraktion sind die weißen Löwen, die nirgendwo sonst mehr in freier Wildbahn vorkommen. Gut erhaltene Malereien und Felsgravuren der San, die als Ureinwohner des südlichen Afrikas gelten, zeugen davon, dass das Gebiet seit Jahrtausenden von Menschen besiedelt war.


Sir Lowry's Pass

Passhöhe mit Blick auf die False Bay

Die N2 steigt hinter Gordon's Bay steil an und führt zum 403 Meter hohen Sir Lowry's Pass. Der Pass über die Hottentots Holland Berge wurde 1838 eröffnet und hatte große Bedeutung für die Besiedlung der Overberg Region. Von der Passhöhe hat man einen wundervollen Blick auf die False Bay. Dort ist auch der Einstieg für den Boland Hiking Trail.


Stillbay

Steinzeitfunde an weißen Badestränden

Die Bucht an der Whale Coast zwischen Cape Agulhas und dem Beginn der Garden Route bietet mit weißen Sandstränden und sauberen Gewässern ideale Bedingungen für den Wassersport. Dass die Bucht auch Paläontologen und Archäologen anzieht, liegt an ein paar sensationellen Funden aus der Steinzeit. 1972 wurde das intakte Skelett eines Hottentotten-Strandläufers gefunden, das im Sand nahe der Flussmündung 2000 Jahre unbeschadet überdauert hat. Ein weiteres Kulturerbe sind die von Ebbe und Flut abhängigen Fischfallen, die von den Strandläufern gebaut wurden. Bei Ebbe können die raffinierten Konstruktionen in der Nähe des Hafens oder am Noordkapperspunt auf dem Noordkapper Wanderweg besichtigt werden. 

Nähere Informationen:
www.stilbaaitourism.co.za


Tradouw Pass

Pfad der San über die Langeberge

Der 17 Kilometer lange Pass führt über den schönsten Teil der Langeberge. Der Name ist abgeleitet von dem Khoisan-Wort für „Frau“, was darauf schließen lässt, dass er begangen wurde, längst bevor der bekannte Straßenbaumeister Bains 1873 eine Straße anlegen ließ. Im Frühjahr blühen zahllose Wildblumen. Im Sommer kann man in den Becken der Wasserfälle baden und im Herbst leuchten die Aloes feuerrot.


Warmwaterberge

Heiße Quellen am Rand der Halbwüste

Die Warmwaterberge liegen in der Übergangszone zwischen dem Westkap, wo es im Winter noch regnet, und der Halbwüste Karoo. Auch wenn die Vegetation meist spärlich und vertrocknet erscheint, ist sie extrem vielfältig. Besonders ausgeprägt ist die Vielfalt der Sukkulentenarten.  Ihren Namen haben die Warmwaterberge von den heißen Mineralquellen, die heute zu einem Spa-Betrieb gehören.Dort beginnt auch ein Wanderweg auf die Höhen, wo man mit einer Aussicht bis zu den Langebergen und den Swartbergen belohnt wird.




Weitere Sehenswürdigkeiten Overberg




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