Maputaland

Fischer in der Kosi Bay

Fischer in der Kosi Bay

Tropisches Dreiländereck von Südafrika, Mosambik und Swasiland

Das Dreiländereck von Südafrika, Mosambik und Swasiland gehört bereits zur tropischen Zone. Infolge seiner Abgeschiedenheit gehört die etwa 10.000 Quadratkilometer große Region zu den am wenigsten erschlossenen Gebieten. Der Indische Ozean ist nur an wenigen Stellen mit dem Auto zu erreichen. Im Inland gibt es einsame Parks, wie den Tembe Elefphant Park, die noch Geheimtipps sind. In den Küstenwäldern legen Schildkröten ihre Eier ab. Eine erstaunliche Vielfalt von Vögeln lebt am Ufer des Mkuze und des Pongola River, ebenso Flusspferde und Krokodile.



Sehenswürdigkeiten Maputaland


Sibaya-See

Vogelparadies am größten Süßwassersee Südafrikas

Der größte natürliche Süßwassersee Südafrikas liegt in KwaZulu-Natal an der Grenze zu Mosambik. Vom Meer wird er nur durch einen zwei Kilometer breiten Streifen getrennt. Vermutlich entstand der See durch eine Lagune, die durch Sandablagerungen vom Meer abgetrennt wurde. Trotz des klaren Wassers sollte man nicht baden gehen. Im Wasser sind Flusspferde und Krokodile. Bis heute ist der See touristisch unerschlossen. Meist trifft man Ornitologen, die von der besonderen Vogelvielfalt fasziniert sind.


Tembe Elephant Park

Abgelegener Park im Dreiländereck

Der drittgrößte Wildpark von KwaZulu Natal liegt im abgelegenen Maputaland, dem Dreiländereck von Südafrika, Swaziland und Mosambik. Hauptattraktion sind die ungewöhnlich stattlichen Elefanten, die zu einer ursprünglich in Mosambik beheimateten Population gehören. Während des Bürgerkriegs in den 1990iger Jahren wurden die Herden stark dezimiert und sind auf mosambikanischer Seite inzwischen ausgestorben. Nur die wenigen Tiere, die sich damals in den Tembe Park geflüchtet haben, haben überlebt und sich inzwischen auf fast 200 Exemplare vermehrt. In dem 500 km² großen Park leben alle Big Fives, daneben auch Nilpferde, Elandantilopen, Giraffen, Hyänen, Gnus und Krokodile. Ornithologen sind begeistert von der Vielfalt der Vogelwelt. Über 340 Arten sind registriert.


Sodwana Bay

Riff mit 1.200 Fischarten

Der Sodwana Bay National Park umfasst vor allem bewaldete Sanddünen. Während der südafrikanischen Schulferien zieht der Park viele Besucher an. Trotz seiner Beliebtheit ist der Park in weiten Teilen ursprünglich. Die majestätischen Feigenbäume im Sumpfwald sind über einen Wanderweg zu erreichen, auf dem man mit etwas Glück den Buschbock, den red Duiker, Stein- und Reedböcke und rote Eichhörnchen sieht. Die Sodwana Bay ist wegen ihrer einzigartigen Riffs ein Geheimtipp für Taucher. Etwa 1200 (!) Fischarten besuchen im Laufe eines Jahres die Bucht. Das Klima ist subtropisch mit heißen feuchten Sommern und milden Wintern. In der Regel bringt eine Brise von der See angenehme Kühlung.


Ndumu Game Reserve

Wildreservat am Pongola-Fluss

Das Wildreservat liegt im Maputaland zwischen der Grenze von Mosambik, dem Pongola Fluss und Tembe Elephant Park. Nirgendwo in Südafrika gibt es eine größere Vogelvielfalt als in der sumpfigen Landschaft von Ndumu: über 430 verschiedene Arten sind registriert. Neben verschiedenen Antilopenarten gibt es Breit- und Spitzmaulnashörner, Flusspferde und Krokodile. Wegen seiner Vielfalt an Insekten zieht der Park viele Forscher an. Geführte Wanderungen und Pirschfahrten im offenen Jeep werden angeboten.


Mkhuze Game Reserve

Kontrastreicher Park in Küstennähe

Der Park im abgelegenen Nordosten von KwaZulu Natal schützt auf 40.000 Hektar eine überraschend vielseitige und kontrastreiche Landschaft – von den Abhängen des Lebombo Gebirges im Westen über die sanft hügelige Savanne bis zum Wald- und Sumpfland in der Nähe der Küste. Besonders schön sind zwei natürliche Feuchtbiotope, die von Wasserlilien und Fever Trees (Gelbrindenakazien) gesäumt werden. Nicht weniger als 600 Vogelarten sind hier verzeichnet, mehr als in ganz Europa! Große Populationen von Flusspferden und Krokodilen lassen sich von mehreren Hochständen aus beobachten, ebenso Breit- und Spitzmaulnashörner, Elefanten, Giraffen und Leoparden sowie Gnus und verschiedene Antilopenarten.


Kosi Bay Nature Reserve

Tropische Küste mit enormer Artenvielfalt

Die tropische Küste von Kosi Bay wird durch ein 10.000 Hektar großes Naturreservat geschützt. Im Zentrum liegen vier Seen, die über natürliche Kanälen miteinander verbunden sind und einen schmalen Zugang zum Indischen Ozean haben. Bei Flut wird Salzwasser in die Seen gespült, das sich unterschiedlich stark in den Gewässern verteilt. Aufgrund des unterschiedlichen Salzgehalts ist die Vegetation enorm vielfältig. Seltene Raffia-Palmenwälder, und verschiedene Mangroven wachsen dort ebenso wie Papyrus, Farnbäume, Feigen und zahlreiche Orchideen. Nicht minder groß ist der Artenreichtum im Meer, weshalb Kosi Bay ist auch „das Aquarium“ genannt wird. Schnorchler finden ein Paradies vor. Im Mündungsbereich gibt es ein Korallenriff. Allerdings muss man sich dabei vorZambesi-Haien, Flusspferde und Krokodile in Acht nehmen.


Border Cave

Streiflicht in die frühe Menschheit

Der eindrucksvolle Felsüberhang hoch in den Lebombo-Bergen hat seinen Namen nach der nahen Grenze zu Swasiland. Er gilt mittlerweile einer der wichtigsten archäologischen Fundorte weltweit. Über 69.000 Artefakte belegen, dass die Border Cave seit mindestens 200.000 Jahren von Menschen und seit 110.000 Jahren vom Homo Sapiens bewohnt wurde. Besonders wichtig ist der Lebombo Bone, der mindestens 35.000 Jahre alt ist. Das Wadenbein eines Pavians hat 29 Einkerbungen und ist vermutlich das älteste bekannte Zählinstrument der Menschheit. Ähnliche Knochen wurden vor wenigen Jahren noch von den San in Namibia als Kalender benutzt. 1942 wurde das vollständige Skelett eines Kindes gefunden, dessen rotgefärbte Knochen darauf hindeuten, dass der Leichnam vor der Beerdigung einbalsamiert wurde. 


Pongola

Südafrikas artenreichste Flussaue

Der Pongola entspringt in der Nähe von Wakkerstroom in Mpumalanga auf einer Höhe von 2.200 Metern und fließt durch eine Schlucht in den Lebombobergen nach Osten. Bei Jozini biegt er nach Norden ab und mündet an der Grenze zu Mosambik in den Usutu River. Die Flussaue ist eines der artenreichsten Ökosysteme Südafrikas. Lagunen, Altwasser, Marschen, Wälder, Deiche und Wiesen bieten vielen Tieren einen Lebensraum, darunter Krokodile, Nilpferde, Rötelpelikane und Kobalt-Eisvögel. Der Kampfadler lebt in Flussnähe. 




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