Eastern Cape

1000 Kilometer Küste: Eastern Cape

1000 Kilometer Küste: Eastern Cape

1000 Kilometer Küste zwischen Storms River und Natal

Südafrikas Eastern Cape Provinz beginnt östlich des Storms River und reicht bis zum Mtamvuna River an der Grenzue zu KwaZulu-Natal. Dazwischen liegen rund 1000 Kilometer Küste mit zahllosen Stränden, Dörfern und Seebädern sowie die Industriemetropolen Port Elizabeth und East London. Im Norden reicht die Provinz bis weit in das Karoo-Hochland. Mit 170.000 Quadratkilometern ist die Provinz fast halb so groß wie Deutschland, aber nur spärlich besiedelt. Die rund sieben Millionen Einwohner gehören vor allem zum Stamm der Xhosa.



Sehenswürdigkeiten Eastern Cape


Hamburg (Südafrika)

Deutsches Siedlerdorf in „British Kaffraria“

Hamburg (Südafrika) hat knapp 2.000 Einwohner und ist nur über eine zehn Kilometer lange Schotterpiste zu erreichen. Der Ort an der Küste zwischen East London und Port Alfred wurde im 19. Jahrhundert von deutschen Einwanderern gegründet. Zu dieser Zeit fuhren Auswandererschiffe von Hamburg in Deutschland aus nach British Kaffraria, wie man die Gebiete östlich der Kapkolonie nannte. Von den deutschen Siedlern gibt es außer dem Namen nur noch wenige Spuren – außer die Telefonvorwahl: Sie lautet nämlich 040, genau wie die von Hamburg, Deutschland.


East London

Spuren deutscher Vergangenheit

East London wurde 1836 als Militärposten der Briten (Fort Glamorgan) gegründet und diente als Stützpunkt während der Xhosa-Kriege. Der Ort wuchs 1857 mit der Ansiedlung deutscher Söldner, die zuvor in der Britisch-Deutschen Legion des Krimkrieges gedient hatten. Daran erinnern bis heute die vielen deutschen Ortsnamen in der Umgebung. Wichtigster Arbeitgeber ist heute die Daimler AG, die in East London Rechtslenker-Fahrzeuge für den südafrikanischen Markt und andere Länder wie Australien baut. Touristen kommen allerdings eher wegen der schönen weißen Sandstrände.

www.eastlondon.org.za


East London Coast Nature Reserve

Urprünglicher Küstenstreifen nördlich von East London

Das 3000 Hektar große Naturreservat schützt einen ursprünglichen Küstenstreifen zwischen dem Kei River im Nordosten und dem Tylomnqua River im Südwesten. Im HInterland liegen zwei Urwällder. Der Hauptgrund für die Einrichtung einer Naturschutzzone ist die extreme Pflanzenvielfalt, die von eindringender Vegetation aus anderen Erdteilen bedroht ist. Das Küstenreservat ist vor allem ein Paradies für Vögel, von denen es über 300 verschiedene Arten gibt. Zwischen Juli und September werden regelmäßig Wale gesichtet.


Hogsback

Kleinstadt am Rande der Amatola Berge

Die Kleinstadt am Rande der Amatola Berge ist umgeben von ursprünglichen afromontanen Wäldern und Ananasplantagen. Sie verdankt ihre Entstehung dem Hogsback Pass, der lange die einzige Verbindung ins Landesinnere war, aber für Ochsengespanne nur mit äußerster Mühe zu bewältigen war. Im 19. Jahrhundert war Hogsback eine Raststation mit Unterkünften, Wachgelegenheit, Tränke und einer Pferdeauspanne. Heute wird der 600-Einwohner Ort von schwarzafrikanischen Xhosas und weißafrikanischen Nachfahren der Trekkburen bewohnt. Sehenswert ist die anglikanische St. Patrick's Church, die landesweit viele Hochzeiten anzieht. An die Ureinwohner, das Jäger-und Sammlervok der San, erinnern noch einige Felsmalereien, die Bushman Paintings im nördlich gelegenen Hochland.

www.hogsback.co.za


Great Kei River Bridge

Brücke zwischen britischer Kolonie und Xhosa-Land

Die alte Brücke führt über den 320 Kilometer langen Great Kei River, der 60 Kilometer östlich von East London in den Indischen Ozean mündet. Der Fluss ist Namensgeber für die ehemaligen Homelands Transkei („Jenseits des Kei“) und Ciskei („Diesseits des Kei“).


Lalibela Game Reserve

40 Säugetierarten und die Big Fives in malariafreiem Wildpark

7.500 Hektar umfasst das private Wildreservat im Westen von Grahamstown, das seit einigen Jahren wieder neben 300 Vogel- und 40 Säugetierarten auch die Big Fives beherbergt. Im Gegensatz zu den Wildparks im Osten Südafrikas ist Lalibela wie alle Tierparks im Eastern Cape malariafrei. Wer seine Reise auf die Kapregion beschränkt, findet hier eine einzigartige Möglichkeit, die großen Tiere Afrikas zu erleben.


Winterberge

Raues Grenzgebirge an der Karoo

Das Gebirgsmassiv ist Teil einer Kette, die sich über die Bankberge und die Sneeuberge weit nach Westen ausdehnt. Die Winterberge, die eine Höhe von 2374 Metern erreichen sind oft schneebedeckt. Einer der wenigen Pässe, die von Nord nach Süd führen, ist der 1860 angelegte Katberg Pass.


Port Elizabeth

Badestrände und milde Nächte in Südafrikas fünftgrößter Stadt

„P.E.“, wie die Stadt von Südafrikanern genannt wird, hat sich von einem kleinen militärischen Außenposten zur fünftgrößten Stadt und einem der größten Häfen des Landes entwickelt. Die Region ist auch Schwerpunkt der südafrikanischen Autoindustrie und wird das „Detroit Südafrikas“ genannt. In der benachbarten Stadt Uitenhage befindet sich ein Werk des Volkswagen-Konzerns – mit rund 6.500 Beschäftigten das größte in ganz Afrika. Urlauber schätzen Port Elizabeth für seine heißen Sommertage, seine Badestrände und die milden tropischen Nächte. 


Somerset East

Verschlafenes Nest in der Halbwüste

1815 wurde im Auftrag der Britischen Armee die Farm Somerset gegründet, die Pferdefutter für die Kavallerie produzieren sollte. Zehn Jahre später entstand dann ein Ort, den man Somerset East nannte, um Verwechslungen mit Somerset West zu vermeiden.  1828 entstand dann die niederländisch-reformierte Kirche, die heute das Wahrzeichen ist und ein kleines Heimatmuseum beherbergt.

www.somerset-east.co.za


Mountain Zebra National Park

Heimat der seltenen Bergzebras

Der Park wurde 1937 gegründet, als es nur noch sechs Bergzebras in der Region gab. Inzwischen haben sich diese kleinen Zebras, die nur in der Kapregion vorkommen, wieder auf über 200 Exemplare vermehrt, so dass jährlich Tiere an andere Parks abgegeben werden können. Daneben gibt es zahlreiche Antilopenarten, Gnus und Wüstenluchse, die sich in den höheren Regionen aufhalten, wo der Wildreichtum am größten ist. Im Sommer kann es sehr heiß werden, während im Winter die Nächte kalt sind.


Mthatha

Hauptstadt der ehemaligen Transkei

Die Siedlung der Thembu, eines Stammes des Xhosa-Volkes, wurde 1879 vom anglikanischen Bischof Richard Calverley als Stadt angelegt. Später wurde sie Umtata genannt und zur Hauptstadt des ehemaligen Homelands Transkei erklärt. Nelson Mandela wuchs in Qunu, rund 20 Kilometer südwestlich von Umtata auf. Daran erinnert das Nelson Mandela National Museum, das zehn Jahre nach seiner Freilassung, eröffnet wurde. Ein Teil des Museums ist in Qunu, ein andere in der Bunga – dem frühere Sitz des ehemaligen Transkei-Parlaments – und ein dritter in Mandelas Geburtsort, Mvezo.

mehr Info


Jeffreys Bay

Badeort und Geheimtipp unter Surfern

Aus dem Fischerdorf, in dem ein Walfänger namens Jeffreys einen kleinen Laden unterhielt, ist inzwischen ein angesagter Ferienort geworden. Das liegt an den endlosen Sandsträndem, die zum Baden und Spazierengehen einladen, aber vor allem an dem Surfspot mit einer langen, schnellen, rechts-brechenden Welle, der zu den besten der Welt gerechnet wird.  Das Jeffreys Bay Shell Museum enthält eine der größten Sammlungen an Meeresmuscheln. Während des Winters können Wale beobachtet werden. In der näheren Umgebung befinden sich die Naturschutzgebiete Kabeljous Nature Reserve und Seekoei River Nature Reserve.


St. Francis Bay

Wellenreiter in der Brandung am Cape St Francis

Der schmucke Ferienort an der Mündung des Kromme Rivers ist architektonisch einmalig in Südafrika, da nahezu alle Häuser reetgedeckt sind – mit Ausnahme des im mediterranen Stil erbauten Hafenviertels. Vom weißen Sandstrand aus kann man den Wellenreitern zusehen, die in der gewaltigen Brandung auf- und abtauchen. Zwischen August bis Oktober kommen Wale und Delfine in Bucht. Rund zehn Kilometer südlich des Ortes liegt das Cape St. Francis mit dem Seal Point Lighthouse. Der markante Leuchturm, den man besichtigen kann, wurde 1878 errichtet, nachdem vielen Schiffen die Riffe vor dem Kap zum Verhängnis geworden waren. Im Cape St Francis Nature Reserve kann man durch die Fynbos Landschaft wandern oder von den Klippen Brandungswellen bestaunen. Die dortige Rettungsstation für Pinguine ist für Besucher offen.


Baviaanskloof

Geheimnisvolles Wildnisgebiet zwischen Gardenroute und Karoo

Zwischen den Kouga- und den Paviansbergen liegt eines der geheimnisvollsten Wildnisgebiete Südafrikas, das „Tal der Paviane“. Das tief eingeschnittene Tal ist auch für Allradfahrzeuge kaum zugänglich. Die Straße ist in schlechtem Zustand, durchquert Flüsse und windet sich in schwindelnde Höhen. Obwohl es sich nach Westen hin weitet und zugänglicher wird, gibt es auch hier nur wenige Farmen. Die Vegetation ist wegen seiner Lage zwischen dem Küstenurwald und der Halbwüste im Landesinneren von unglaublicher Vielfalt und weitgehend noch im Urzustand. Das abgeschiedene Tal bot den letzten San Zuflucht. Die letzten Ureinwohner des Subkontinents haben sich hierher geflüchtet und Felszeichnungen und Gravuren hinterlassen. Majestät und Stille der Wildnis werden allen Besuchern in Erinnerung bleiben.


Aliwal North

Bescheidener Kurort rund um heiße Quellen

Die Stadt wurde 1849 am Ufer des Oranje-Flusses gegründet. In der Umgebung wird hellgrauer Sandstein abgebaut, der auch die Architektur der älteren Häuser und der katholischen Bischofskirche prägt. Wegen der heißen Quellen war die Grenzstadt zwischen Free State und Ostkap ein – wenn auch bescheidener – Kurort. Seit längerem stagnieren die Besucherzahlen jedoch auf niedrigem Niveau. Die Abwanderung in die großen Städte hält an. Wie alle südafrikanischen Städte hatte auch Aliwal-North ein Township, in dem die schwarzen Angestellten wohnten. Heute ist Dukathole eine eigenständige Stadt und um ein vielfaches größer als der Mutterort.

zur Website


Ganora Farm

Fossilmuseum und mineralogischer Spaziergang

Nachdem die Ganora Farm um die Jahrtausendwende verkauft wurde, erkundeten die neuen Besitzer das mehrere tausend Hektar große Gelände. Dabei fanden sie jede Menge prähistorischer Spuren: Fossile von Dinosauriern, Steine die über eine Milliarde Jahre alt sind und Felsgravuren, die die San vor Jahrhunderten hinterlassen haben. Die Funde sind heute in einem kleinen Museum ausgestellt. Wer Interesse hat, kann sich über die Farm führen lassen. 

www.ganora.co.za


Aberdeen (Südafrika)

Saurierspuren und eine Nederlandse Kerk

Das verschlafene Städtchen mit knapp 5.000 Einwohnern döst in der Hitze der Karoo vor der Kulisse der Camdeboo Mountains. Es wurde 1855 durch die Nederlandse Hervormde Kerk gegründet wurden, damit die Landwirte aus der Umgebung keine großen Reisen unternehmen mussten, um die Kommunion empfangen zu können. Bis heute beherrscht die Kirche mit einem Turm von 52 Metern Höhe das Ortsbild. Im Zentrum gibt es ein paar historische Häuser. Im 1.500 Hektar großen Fonteinbos Nature Reserve sind versteinerte Dinosaurierspuren gefunden worden.




Weitere Sehenswürdigkeiten Eastern Cape




Reisebeispiele Eastern Cape

Nach Oben