Limpopo

Land der Baobabs: Provinz Limpopo

Land der Baobabs: Provinz Limpopo

Einsame Wildparks und Tee-Plantagen

Die nördlichste Provinz Südafrikas erhielt ihren Namen 2002  nach dem Fluss Limpopo, der die Grenze zu Simbabwe markiert. Im Westen grenzt die Provinz an Botswana und im Osten an Mosambik. Limpopo ist relativ dünn besiedelt. Auf einer Fläche von rund 120.000 Quadratkilometern – das entspricht einem Drittel von Deutschland) leben gut fünf Millionen Einwohner. Das Klima ist subtropisch, die Sommer sind heiß und feucht, die Winter mild. Tropische Früchte und Tee werden angebaut. Die wichtigste Straße ist die N1 (Great North Road), die von Johannesburg nach Harare führt. Der gesamte nördliche Krüger Park gehört zu Limpopo – ebenfalls die Waterberge, wo es einige der schönsten Wildreservate Südafrikas gibt.



Sehenswürdigkeiten Limpopo


Soutpansberge

Affenbrotbäume in Südafrikas nördlichstem Gebirge

Der Name des nördlichsten Gebirges von Südafrika leitet sich von der Salzpfanne im Westen ab, die seit prähistorischen Zeiten Salz für ihre Bewohner lieferte. Wer von Makhado aus nach Norden in die Berge fährt, folgt einer schmalen, gewundenen Straße bis zum 1.524 Meter hohen Pass, von dem sich ein grandioser Blick bietet. Durch diese Bergwelt führt ein 90 Kilometer langer Wanderweg mit fünf Etappen, von dem man auch einzelne Teilstücke gehen kann. In dem immer warmen Klima der Soutpansberge gedeihen die Baobabs, die in der Mythologie der Einheimischen eine besondere Rolle einnehmen, besonders gut.


Polokwane

Versorgungszentrum auf dem Weg nach Norden

Die Stadt liegt auf 1300 Metern Höhe an der Hauptstrecke von Johannesburg in Richtung Simbabwe. Sie wurde 1886 vor Voortrekkern gegründet und Pietersburg genannt – in Erinnerung an den Burengeneral Petrus Jacobus Piet Joubert. Die südafrikanische Regierung startete 2002 eine landesweite Umbenennung von Städten, deren Namen an die Apartheidvergangenheit erinnerten. So wurde 2005 auch Pietersburg in Polokwane umbenannt. Heute ist die Stadt mit über über 130.000 Einwohnern ein wichtiges Versorgungszentrum für die Farmen in einem großen Umkreis.


Wonderkop Reserve

Land der Säbelantilope mit außerordentlicher Fernsicht

Das Reservat schützt ein Becken von außergewöhnlicher Schönheit, durch das vier Flüsse zum Limpopo River fließen. Die Fernblicke sind außerordentlich: sie reichen über die schier endlose Savanne bis zum Waterberg. Das Reservat wird an seiner Ostseite vom Mogalakwena River und dem Glen Alpine Dam begrenzt. Im Norden grenzt es an das Waterberg Biosphere Reserve. Viele Antilopenarten sind hier zu Hause, auch die Säbelantilope, die anderswo vom Aussterben bedroht ist. Das Reservat gehört der Dorfgemeinschaft von Tlale Ga-Morudu, die es zusammen mit einem privaten Investor betreibt. So können Dorfbewohner eine Arbeit im Tourismus finden und zugleich für Umweltprobleme sensibilisiert werden. 


Tzaneen

Mangos, Bananen, Tee und Avocados

Der kleine Ort liegt am Fuße der Drakensberge und ist bekannt für sein subtropisches Klima mit warmen, regenreichen Sommern und milden Wintern. In der fruchtbaren Region werden Mangos, Bananen, Orangen und Avocados angebaut. Rund um Tzaneen gibt es Kiefern- und Eukalyptusplantagen sowie Gelb-, Stink- und Eisenholzbäume. Die Gegend ist dicht besiedelt, da es in der Umgebung bis 1994 mehrere Homelands gab.

www.tzaneeninfo.co.za


Modjadji Nature Reserve

Urweltliche Pflanzen und Regenköniginnen

Das Reservat nördlich von Tzaneen wurde zum Schutz einer Palmfarn-Art eingerichtet. Bis zu acht Meter wird diese urweltliche Cycadeen-Pflanze hoch. Mehrere Wanderwege führen durch das Reservat, in dem man Gnus und Antilopen sehen kann. Das Reservat gehört zum Gebiet des Lobedu-Stammes, der von einer matriarchalen Dynastie regiert wird. Seit über 500 Jahren herrschen die sogenannten Regenköniginnen, die auch in anderen patriarchalisch regierten Stämmen wegen ihrer Kunst, Regen zu machen, größte Achtung genießen. 


Wolkberg Wilderness Area

Seltene Pflanzen- und Tierwelt in feuchtwarmen Tälern

Rund um den 2.127 Meter hohen Ysterkroon liegt ein nahezu unberührtes Gebirgsreservat, die Wolkberg Wilderness Area. Sie umfasst über 22.000 Hektar Land und ist von der Klipdraai Forest Station aus zugänglich. Wegen der Höhe kann das Wetter schnell umschlagen. In den feuchten Tälern gedeihen seltene Pflanzen und Tiere.


Mapungubwe

Endlose Savanne und eine versunkene Kultur

Im Länderdreieck von Botswana, Zimbabwe und Südafrika liegt der Park, der mit seinen Baobab Bäumen, mächtigen Flüssen und schier endloser Savanne zu den interessantesten Südafrikas gehört. Dazu haben auch archäologische Funde beigetragen, die für die Geschichtsschreibung des gesamten Kontinents von Bedeutung sind. In einem Grab hat man ein goldenes Nashorn aus chinesischer Produktion entdeckt, das den frühen afrikanisch-asiatischen Handel mit dem angeblich potenzsteigernden Nashornpulver belegt. Die eigentümlichen Ruinen um den Mapungubwe Hill stammen von einer mindestens 5000 Einwohner zählenden Stadt, die aus unbekannten Gründen vor über 800 Jahren verlassen wurde und mit den rätselhaften Ruins of Zimbabwe in Zusammenhang gebracht wird. Dass der Besucher des Parks mit der Vergangenheit des geheimnisvollen Kontinents konfrontiert wird, liegt aber vor allem an der grandiosen Landschaft, die seit Tausenden von Jahren unverändert ist.


Musina

Nördlichste Stadt Südafrikas

Die nördlichste Stadt Südafrikas liegt an der Grenze zu Simbabwe, die durch den Limpopo Fluss geblidet wird. Der Stamm der Musina (deutsch „Kupfer“) entdeckte vor über tausend Jahren dieses Metall und siedelte hier. Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckten Europäer die großen Kupfervorkommen und gründeten die Stadt Messina, die seit 2003 Musina heißt. 
Südlich der Stadt wurde 1980 das Messina Nature Reserve geschaffen, das der Erhaltung der Affenbrotbäume diente. 


Waterberge

Wildreiche Bergsavanne in Limpopo

Die Gebirgszüge der Waterberge sind Regenfänger und daher vegetations- und tierreicher als die Umgebung. Obwohl die wenig berührte Landschaft mit ihren Flüssen, Seen und tiefen Schluchten ausgesprochen reizvoll ist, ist sie touristisch bisher kaum bekannt. Nach einer Phase landwirtschaftlicher Nutzung gibt es wieder einige private Wildreservate, in denen inzwischen auch Großwild beheimatet ist. Diese Parks können es mit dem Krüger Park zwar nicht aufnehmen, was die schiere Größe angeht. Sie sind landschaftlich aber viel schöner und außerdem malariafrei.


Punda Maria

Park Camp am Rand der Kalahari

Das kleine Camp ist das nördlichste im Krüger Park und gehört landschaftlich schon zu den Ausläufern der Kalahari. Es gibt weniger Wild als im Süden des Parks. Dafür ist die Vogelwelt umso vielfältiger. Außerdem trifft man die Nyala Antilope häufiger an als im Süden. 
Restaurant, Café und Tankstelle sind vorhanden.


Modimolle

Burenstädtchen am Nyl

In den 1860iger Jahren fanden nördlich des Limpopo einen kleinen Bach, von dem sie annahmen, dass es sich um den Nil handelte. Erst später stellte sich heraus, das der „Nyl“ ein Nebenfluss des Limpopo war. Da hatten sie ihre Siedlung aber bereits Nylstroom genannt. 1889 wurde eine Kirche gebaut, die heute das älteste erhaltene Kirchengebäude zwischen der Sahara und Pretoria ist. 1898 wurde der Ort an das Eisenbahnnetz, von Pretoria kommend, angeschlossen. Im Zweiten Burenkrieg wurde die Kirche als Krankenhaus genutzt. Die Briten bauten hier in den Burenkriegen ein Konzentrationslager für Frauen und Kinder, von denen 544 starben.  2002 wurde der Name nach Modimolle geändert.


Krüger Nationalpark: Pafuri-Region

400 Vogel- und 100 Säugetierarten in magischer Landschaft

Die Region im abgelegenen Grenzgebiet zwischen Zimbabwe, Mosambik und Südafrika ist besonders reichhaltig. Pflanzen und Tiere erinnern schon an Zentralafrika – etwa die Affenbrotbäume, die hier bis zu 50% größer werden als anderswo im südlichen Afrika. Fieberbäume ragen aus den lichten Mopanewälder heraus, die von Schluchten und majestätischen Bergen begrenzt werden. Die Heimat von über 400 Vogel- und 100 Säugetierarten ist auch paläontoloisch hochinteressant. Schon vor 2 Millionen Jahren lebte hier der Homo habilis. Feuersteine, Handäxte und Werkzeuge belegen, dass Pafuri während der gesamten Steinzeit bewohnt war. 


Shingwedzi

Treffpunkt von Elefanten, Büffeln und Pavianen

Das Camp am Shingwedzi-River ist das größte im Norden des Krüger Nationalparks. Es hat ein schönes Restaurant über dem Fluss. Auf der Straße nach Punda Maria trifft man häufig Elefanten, Büffel und Paviane; selbst die seltenen Wildhunde und die scheuen Leoparden sind oft zu sehen. Laden, Restaurant und Tankstelle sind vorhanden.


Bela-Bela

Heiße Quellen in Limpopo

Bis 2002 hieß die Stadt in der Provinz Limpopo Warmbad – nach den heißen Quellen, die dort im 19. Jahrhundert entdeckt wurden. Auch der neue Name bezieht sich auf die Thermalquelle. „Bela“ bedeut in der Sotho-Sprache „kochend“. Etwa 22.000 Liter Wasser, das 53 Grad warm ist, strömen pro Stunde aus der Quelle. Das Quellwasser enthält viel Natriumchlorid, Calciumcarbonat und andere Salze, die für die Behandlung von Rheuma als förderlich angesehen werden. Heute gibt es dort ein Erlebnisbad.

www.belabela.gov.za/




Weitere Sehenswürdigkeiten Limpopo




Reisebeispiele Limpopo

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