Limpopo

Land der Baobabs: Provinz Limpopo

Land der Baobabs: Provinz Limpopo

Einsame Wildparks und Tee-Plantagen

Die nördlichste Provinz Südafrikas erhielt ihren Namen 2002  nach dem Fluss Limpopo, der die Grenze zu Simbabwe markiert. Im Westen grenzt die Provinz an Botswana und im Osten an Mosambik. Limpopo ist relativ dünn besiedelt. Auf einer Fläche von rund 120.000 Quadratkilometern – das entspricht einem Drittel von Deutschland) leben gut fünf Millionen Einwohner. Das Klima ist subtropisch, die Sommer sind heiß und feucht, die Winter mild. Tropische Früchte und Tee werden angebaut. Die wichtigste Straße ist die N1 (Great North Road), die von Johannesburg nach Harare führt. Der gesamte nördliche Krüger Park gehört zu Limpopo – ebenfalls die Waterberge, wo es einige der schönsten Wildreservate Südafrikas gibt.



Sehenswürdigkeiten Limpopo


Mapungubwe

Endlose Savanne und eine versunkene Kultur

Im Länderdreieck von Botswana, Zimbabwe und Südafrika liegt der Park, der mit seinen Baobab Bäumen, mächtigen Flüssen und schier endloser Savanne zu den interessantesten Südafrikas gehört. Dazu haben auch archäologische Funde beigetragen, die für die Geschichtsschreibung des gesamten Kontinents von Bedeutung sind. In einem Grab hat man ein goldenes Nashorn aus chinesischer Produktion entdeckt, das den frühen afrikanisch-asiatischen Handel mit dem angeblich potenzsteigernden Nashornpulver belegt. Die eigentümlichen Ruinen um den Mapungubwe Hill stammen von einer mindestens 5000 Einwohner zählenden Stadt, die aus unbekannten Gründen vor über 800 Jahren verlassen wurde und mit den rätselhaften Ruins of Zimbabwe in Zusammenhang gebracht wird. Dass der Besucher des Parks mit der Vergangenheit des geheimnisvollen Kontinents konfrontiert wird, liegt aber vor allem an der grandiosen Landschaft, die seit Tausenden von Jahren unverändert ist.


Modjadji Nature Reserve

Urweltliche Pflanzen und Regenköniginnen

Das Reservat nördlich von Tzaneen wurde zum Schutz einer Palmfarn-Art eingerichtet. Bis zu acht Meter wird diese urweltliche Cycadeen-Pflanze hoch. Mehrere Wanderwege führen durch das Reservat, in dem man Gnus und Antilopen sehen kann. Das Reservat gehört zum Gebiet des Lobedu-Stammes, der von einer matriarchalen Dynastie regiert wird. Seit über 500 Jahren herrschen die sogenannten Regenköniginnen, die auch in anderen patriarchalisch regierten Stämmen wegen ihrer Kunst, Regen zu machen, größte Achtung genießen. 


Musina

Nördlichste Stadt Südafrikas

Die nördlichste Stadt Südafrikas liegt an der Grenze zu Simbabwe, die durch den Limpopo Fluss geblidet wird. Der Stamm der Musina (deutsch „Kupfer“) entdeckte vor über tausend Jahren dieses Metall und siedelte hier. Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckten Europäer die großen Kupfervorkommen und gründeten die Stadt Messina, die seit 2003 Musina heißt. 
Südlich der Stadt wurde 1980 das Messina Nature Reserve geschaffen, das der Erhaltung der Affenbrotbäume diente. 


Polokwane

Versorgungszentrum auf dem Weg nach Norden

Die Stadt liegt auf 1300 Metern Höhe an der Hauptstrecke von Johannesburg in Richtung Simbabwe. Sie wurde 1886 vor Voortrekkern gegründet und Pietersburg genannt – in Erinnerung an den Burengeneral Petrus Jacobus Piet Joubert. Die südafrikanische Regierung startete 2002 eine landesweite Umbenennung von Städten, deren Namen an die Apartheidvergangenheit erinnerten. So wurde 2005 auch Pietersburg in Polokwane umbenannt. Heute ist die Stadt mit über über 130.000 Einwohnern ein wichtiges Versorgungszentrum für die Farmen in einem großen Umkreis.


Soutpansberge

Affenbrotbäume in Südafrikas nördlichstem Gebirge

Der Name des nördlichsten Gebirges von Südafrika leitet sich von der Salzpfanne im Westen ab, die seit prähistorischen Zeiten Salz für ihre Bewohner lieferte. Wer von Makhado aus nach Norden in die Berge fährt, folgt einer schmalen, gewundenen Straße bis zum 1.524 Meter hohen Pass, von dem sich ein grandioser Blick bietet. Durch diese Bergwelt führt ein 90 Kilometer langer Wanderweg mit fünf Etappen, von dem man auch einzelne Teilstücke gehen kann. In dem immer warmen Klima der Soutpansberge gedeihen die Baobabs, die in der Mythologie der Einheimischen eine besondere Rolle einnehmen, besonders gut.


Tzaneen

Mangos, Bananen, Tee und Avocados

Der kleine Ort liegt am Fuße der Drakensberge und ist bekannt für sein subtropisches Klima mit warmen, regenreichen Sommern und milden Wintern. In der fruchtbaren Region werden Mangos, Bananen, Orangen und Avocados angebaut. Rund um Tzaneen gibt es Kiefern- und Eukalyptusplantagen sowie Gelb-, Stink- und Eisenholzbäume. Die Gegend ist dicht besiedelt, da es in der Umgebung bis 1994 mehrere Homelands gab.

Nähere Informationen:
www.tzaneeninfo.co.za


Waterberge

Wildreiche Bergsavanne in Limpopo

Die Gebirgszüge der Waterberge sind Regenfänger und daher vegetations- und tierreicher als die Umgebung. Obwohl die wenig berührte Landschaft mit ihren Flüssen, Seen und tiefen Schluchten ausgesprochen reizvoll ist, ist sie touristisch bisher kaum bekannt. Nach einer Phase landwirtschaftlicher Nutzung gibt es wieder einige private Wildreservate, in denen inzwischen auch Großwild beheimatet ist. Diese Parks können es mit dem Krüger Park zwar nicht aufnehmen, was die schiere Größe angeht. Sie sind landschaftlich aber viel schöner und außerdem malariafrei.


Wolkberg Wilderness Area

Seltene Pflanzen- und Tierwelt in feuchtwarmen Tälern

Rund um den 2.127 Meter hohen Ysterkroon liegt ein nahezu unberührtes Gebirgsreservat, die Wolkberg Wilderness Area. Sie umfasst über 22.000 Hektar Land und ist von der Klipdraai Forest Station aus zugänglich. Wegen der Höhe kann das Wetter schnell umschlagen. In den feuchten Tälern gedeihen seltene Pflanzen und Tiere.


Wonderkop Reserve

Land der Säbelantilope mit außerordentlicher Fernsicht

Das Reservat schützt ein Becken von außergewöhnlicher Schönheit, durch das vier Flüsse zum Limpopo River fließen. Die Fernblicke sind außerordentlich: sie reichen über die schier endlose Savanne bis zum Waterberg. Das Reservat wird an seiner Ostseite vom Mogalakwena River und dem Glen Alpine Dam begrenzt. Im Norden grenzt es an das Waterberg Biosphere Reserve. Viele Antilopenarten sind hier zu Hause, auch die Säbelantilope, die anderswo vom Aussterben bedroht ist. Das Reservat gehört der Dorfgemeinschaft von Tlale Ga-Morudu, die es zusammen mit einem privaten Investor betreibt. So können Dorfbewohner eine Arbeit im Tourismus finden und zugleich für Umweltprobleme sensibilisiert werden. 




Reisebeispiele Limpopo

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