Natal Midlands

Am Midlands Meander

Am Midlands Meander

Klein-England im Vorland der Drakensberge

Die sanft gewellte Landschaft zwischen Pietermaritzburg und den Drakensbergen würde man eher dem englischen oder schottischen Bergland zuordnen als dem afrikanischen Kontinent. Tatsächlich wurden die Natal Midlands bis heute von englischen Siedlern erschlossen und geprägt. Zwischen Mooi River und Howick weiden Kühe und Pferde auf saftigen Wiesen. Neben wohlhabenden Farmen und kleinen Ortschaften gibt es Boarding Schools, die es mit jedem englischen Elite-Internat aufnehmen können. Erschlossen wird die Landschaft durch den Midlands Meander. Die Ferienstraße wurde in den 1980er Jahren von lokalen Künstlern ins Leben gerufen und verbindet Museen, Galerien, Farmshops und kleine Restaurants. 

Nähere Informationen:
www.midlandsmeander.co.za



Sehenswürdigkeiten Natal Midlands


Cathedral Peak

Dreitausender im Giant's Castle Game Reserve

Der über 3.000 Meter hohe Berg im Giant's Castle Game Reserve erinnert an die Spitze einer Kathedrale. An seinem Fuß im schönen Mlambonja-Tal liegt das einsame Cathedral Peak Hotel, wo mehrere Wanderwege beginnen. Der anspruchsvollste führt auf den Cathedral Peak, ist über zehn Kilometer lang und anstrengend. Wer dennoch den Aufstieg wagt, wird mit einem fantastischen Blick belohnt.

Umfulana Route:
www.komoot.de


Grab von Sarie Marais

Die legendäre Voortrekkerfrau starb im Ochsenwagen bei der Geburt ihres elften Kindes.

Am 10. Mai 1840 starb die Voortrekkerfrau Sara Johanna Adriana Maré bei der Geburt ihres elften Kindes in einem Ochsenwagen. Sie wurde an Ort und Stelle beerdigt. Bald jedoch rankten sich Geschichten und Mythen um die schöne Frau. Während des Burenkriegs entstand ein anrührendes Vokslied, das bis heute unter weißen Südafrikanern bekannter ist als die Nationalhymne und in andere Sprachen übersetzt wurde. Auf deutsch wurde es von Helmut Lotti gesungen. 
Im Lied geht es um Sarie Marais, die von ihrem Geliebten, einem Burenkämpfer, vermisst wird. Er hatte sie vor Ausbruch des Kriegs in Mooi River getroffen. Nun will er sie endlich wiedersehen und zwar im alten Transvaal. Doch da sind die Briten, die heimtückischen Krokodilen ähneln und ihn gefangen nehmen wollen.


Howick Falls

Sagenumwobene Wasserfälle

Nahe dem Ort Howick in den Midlands von Natal stürzt der Mngeni River 119 Meter eine senkrechte Felswand hinab. Für viele Zulu ist kwaNogqaza, wie sie die Howick Falls nennen, ein magischer Ort voller Gefahren. Im Becken unterhalb hält sich nämlich das Inkanyamba auf, eine Riesenschlange und entfernte Verwandte vom Loch Ness Monster. Nur der Sangoma darf sich dem Becken nähern. Alle anderen laufen Gefahr gefressen zu werden. Die Touristen scheint das wenig zu beeindrucken. Sie verbinden die Besichtigung der Wasserfälle mit einem Besuch des angrenzenden Umgeni Valley Nature Reserves, wo es Zebras, Antilopen und Giraffen gibt.


In das Mlambonja Tal

Urweltliche Landschaften, weite Ausblicke

Wer die lange, aber unschwere Tageswanderung macht, wird mit einer urweltlichen Landschaft, Stille und weiten Ausblicken belohnt. Unterwegs wird man kaum Menschen, dafür umso mehr Paviane antreffen. Genügend Wasser und Verpflegung mitnehmen. (6 Stunden, 20 Kilometer, auf und ab: 850 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Kranskop

Großartige Aussicht über den Tugela-Canyon

Der kopfartige Berg ist 1.175 Meter hoch und kaum bekannt. Dabei bietet er einen der großartigsten Ausblicke südlich des Kilimandscharos: rund tausend Meter tiefer sieht man den Tugela durch einem gewaltigen Canyon fließen. Zwar ist der Kranskop nur sehr schwer zu besteigen, jedoch bietet sich fast die gleiche Aussicht auch vom Ende des Pfades, den man vom Parkplatz aus gehen kann. Oft sieht man Adler unter sich kreisen. In der Zulu-Mythologie spielt der Berg eine wichtige Rolle. Demnach gibt es dort eine verbotene Höhle, die sich öffnet und Schutz vor Kannibalen bietet, nur um sich wieder zu schließen und die einzusperren, die er angelockt hatte. 


Kwasizabantu

Von der Missionstation zum „christlichen Konzern“

In den 1980iger Jahren spaltete sich der deutschstämmige Südafrikaner, Erlo Stegen, von seiner lutherischen Gemeinde ab und begann eine evangelikale Mission unter den Zulus. Doch Kwasizabantu („Wo dem Volk gehofen wird“) ist mehr als eine Schule und eine Kirche. Es entstanden landwirtschaftliche Produktionsbetriebe, in denen die Bekehrten Arbeit fanden. In einer Molkerei wird Joghurt nach deutschem Rezept produziert, der inzwischen in ganz Südafrika verkauft wird. Auch das landesweit begehrte Mineralwasser Aquelle stammt aus Kwasizabantu. Die Sonntagsgottesdienst finden in der Halle statt, die mehr als 1000 Menschen fassen kann. So ist auf der kleinen Missionsstation ein Konzern geworden, dem allerdings wegen seines totalitären Anspruchs auf das Leben seiner Arbeiter sektenhafte Praktiken vorgeworfen werden. Wer auf der R74 landeinwärts fährt, sieht den Ort auf der Rechten Seite liegen.

Nähere Informationen:
www.ksb.org.za


Ladysmith

Burenstadt und Heimat von Black Mambazo

Die Stadt mit 60.000 Einwohnern wurde 1847 von Buren gegründet, aber schon kurz danach unter britische Verwaltung gestellt. Die neuen Machthaber nannten sie nach Juana Smith, der schönen spanischen Ehefrau des damaligen Kap-Gouverneurs. Im Burenkrieg wurde Ladysmith 118 Tage von aufständischen Buren belagert, ohne dass das Britische Empire eine Antwort darauf finden konnte. Daran erinnern  „Castor“ und „Pollux“, zwei Kanonen vor dem historischen Rathaus. 1993 hat die Hindu-Gemeinde dem indischen Unabhängigkeitshelden Mahatma Gandhi, der einige Jahre in Südafrika verbracht hatte, ein Denkmal errichtet. Berühmtester Sohn der Stadt ist aber Joseph Shabalala, der die A-Capella-Gruppe, Black Mambazo, gegründet hat und sie mit Paul Simon zusammen weltberühmt machte.


Luthuli Museum

Friedensnobelpreisträger und Mandela-Freund

Chief Luthuli war einer der visionären Führer des ANC, die ihrer Zeit weit voraus waren. Mit seinem Kampf für Demokratie und gegen Rassismus war er für Nelson Mandela ein Vorbild und väterlicher Freund. Er wurde 1907 als Sohn eines schwarzen Missionars der Sieben-Tage-Adventisten im heutigen Zimbabwe geboren. Für die Methodistische Kirche kam er als Lehrer nach Pietermaritzburg, wo er in den ANC eintrat. 1960 wurde er als erster Schwarzer mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sein bescheidenes Wohnhaus in Groutville ist heute ein Museum, das typisch ist für die spannungsreiche Erinnerungskultur Südafrikas und einen Besuch lohnt.

Nähere Informationen:
www.luthulimuseum.org.za


Main Cave

„Bushman“-Museum in ehemals bewohnter Höhe

Eine halbe Stunde zu Fuß vom Camp am Giant's Castle liegt eine Höhle, die über Jahrtausende von San bewohnt war. Die Ureinwohner Südafrikas haben entsprechend viel Zeichnungen und Felsgravuren hinterlassen. Heute gibt es dort ein einfaches Museum, das immer noch „Bushman-Museum“ genannt wird. Im Shop kann man Curios und afrikanisches Kunstgewerbe kaufen.


Maphumulo

Streusiedlung von Zulukraals auf einem Aussichtsberg

Die typische Streusiedlung aus Zulukraals liegt auf einem Bergrücken zwischen zwei Canyons. Im Norden hat der zweitgrößte Fluss Südafrikas, der Tugela, in Jahrmillionen eine gewaltige Schlucht gegraben, dem der Umvoti Canyon im Süden kaum nachsteht. Wer auf der R74 landeinwärts fährt, hat immer wieder wundervolle Ausblicke in beide Richtungen. Allerdings zieht wegen der Nähe zum Indischen Ozean und der großen Höhe am Nachmittag meist dichter Nebel auf. Dann sollte man nicht viel schneller als Schritttempo fahren – auch wegen der enormen Schlaglöcher und der Fußgänger auf der Fahrbahn, die unvermittelt auftauchen können.


Ndedema Gorge

Felszeichnungen in schwer zugänglicher Schlucht

Das Tal ist nur zu Fuß zu erkunden. Man erreicht es von Mike's Pass, der bereits schöne Ausblicke eröffnet. Die fünf Kilometer lange Schlucht ist vor allem wegen der vielen Felszeichnungen der San bemerkenswert. Allerdings sind sie nicht einfach zu finden, so dass man sich im Hotel am besten nach einem Führer erkundigt. 

Umfulana Route:
www.komoot.de


Ndlondlo Reptile Park

Krokodile, Leguane und Echsen

Der Reptilienpark bei Ballito zeigt die Schönheit der Reptilien und zugleich ihre Gefährlichkeit. Dabei wird vor allem an die Kinder gedacht, die mit den Tieren in Berührung kommen können. Zu sehen sind unter anderem die seltenen Warane, eine Schuppenkriechtierart, die bis zu 1,5 Metern lang wird, Leguane, Echsen, verschiedene Schildkröten- und Froscharten.

Nähere Informationen:
www.ndlondloreptilepark.co.za


Rund um das Gxalingenwa-Tal

Weite Blicke, schattige Wälder und ein Wasserbecken im Fluss

Die Wanderung beginnt am Sani Pass Hotel und geht zunächst bergab zur Sani Lodge. Von dort steigt man auf einen Bergrücken gen Westen, der schöne Aussichten auf den Sani Pass bietet. Schließlich führt der Weg an den Gxalingenwa-Fluss, wo man sich in einem Wasserbecken erfrischen kann. Der Rückweg (hier nicht eingezeichnet) führt über einen schmalen Pfad flussabwärts durch einen Wald bis zum Sani Pass Hotel. (Entfernung: 13,7 Kilometer, Zeit: 5 Stunden, auf und ab: 500 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de


Salt Rock

Entspannter Ferienort mit Gezeitenschwimmbad

In der Nähe von Ballito liegt Salt Rock – eine Feriensiedlung, mit entspannter Urlaubsatmosphäre, auch für die Bevölkerung. Der Name Salt Rock stammt aus den Tagen von König Shaka, dessen Mägde getrocknetes Salz bei Ebbe sammelten. Das Salz wurde für den Handel mit den Siedlern genutzt. Der Strand bietet einige gute Stellen zum Angeln aber auch wundervolle Riffe. Am Hauptstrand gibt es Lifeguards und ein großes Gezeitenschwimmbad, in dem Kinder bei Flut sicher schwimmen können.

Mehr Info:
www.southafrica.to


Sani Pass

Vom Fluchtweg der San zum spektakulären Allradpass

Der Sani Pass hat seinen Namen von dem südafrikanischen Urvolk der San erhalten, die hier vor ihren weißen und schwarzen Verfolgern in die unwegsame Bergwildnis von Lesotho geflüchtet sind. Über viele hundert Kilometer ist der spektakuläre Pass die einzige Verbindung zwischen Südafrika und Lesotho. Die letzten acht Kilometer sind nur mit Allradwagen zu befahren. Geführte Tagesausflüge zum Sani Pass können über die Unterkünfte vor Ort gebucht werden.

Mehr Info:
www.mountainpassessouthafrica.co.za


The Capture Site

Wo Mandela verhaftet wurde

Am 5. August 1962 wurde Nelson Mandela auf der R103 bei Howick verhaftet. Er war als Fahrer verkleidet und fuhr von Durban nach Johannesburg. 50 Jahre später wurde an der Stelle ein Denkmal errichtet. Es besteht aus 50 Stahlsäulen zwischen sechs und neun Metern Höhe, die aus einem bestimmten Blickwinkel das Portrait Mandelas ergeben.
Ein – zur Zeit noch – kleines Museum informiert über den Werdegang Mandelas und seiner Weggefährten. 

Nähere Informationen:
www.thecapturesite.co.za


Thompson's Bay

Meeresschwimmbecken im Indischen Ozean

Normalerweise ist es nicht ungefährlich, im Indischen Ozean zu schwimmen. Nur an besonderen Stränden an der Dolphin Coast gibt es Hainetze. Hinzu kommen gefährliche Unterströmungen, daher sollte man immer einen Strandabschnitt mit Lifeguards wählen. Ein gute Möglichkeit im Salzwasser zu schwimmen bietet das geschützte Meeresschwimmbecken in der Thompson's Bay bei Shaka's Rock. Von dort kann aus man auch schöne Strandspaziergänge machen.


UShaka Marine World

Aquarium und Freizeitpark

Der Freizeitpark in Durban ist das touristische Zentrum der Stadt. Dort gibt es eines der größten Aquarien der Welt mit 32 Becken, in denen von Seepferdchen bis zu Haien die unterschiedlichsten Meerestiere zu sehen sind. Nebenan ist der Village Walk, ein (kommerzialisierter) Rundweg durch einen Afrika-Themenbereich mit Restaurants, Cafés und anderen Läden. Dort kann man auch Wal- und Delfin Safaris per Boot buchen.

Zur Website:
www.ushakamarineworld.co.za


Weenen Nature Reserve

Abgelegenes Wildreservat in der Dornensavanne

Der Naturpark liegt weitab aller Touristenrouten. Mit nur 5.000 Hektar kann es zwar nicht mit den großen Parks im Zululand konkurrieren, dafür zeichnet es sich durch Vielfalt, große Wilddichte und landschaftliche Schönheit aus. Eine gut zu befahrene Piste führt durch Grasland, lichte Akazienwälder und Dornensavanne. Dabei kann man Nashörner, Giraffen, Hyänen, Schakale und Stachelschweine sehen, dazu verschiedene Antilopenarten wie den Buschbock, den Riedbock und das Steinböckchen. 


Zur Giant's Hut

Wandern an der „Burg des Riesen“

Die Tageswanderung ist die schönste im Schatten des Giant's Castle. Sie führt über Bergrücken mit spektakulärer Fernsicht in Richtung des Hauptkamms. Unterwegs begegnet man Pavianen und Antilopen. Das Reservat ist das einzige Habitat  für Bartgeier (Lämmergeier) in Südafrika. Auf halbem Weg steht die Giant's Hut, eine unbewirtschaftete Hütte. (Entfernung: 20 Kilometer, Zeit: 6:30 Stunden, auf und ab: 700 Meter)

Umfulana Route:
www.komoot.de




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