Pietermaritzburg

Wo Ghandhi aus dem Zug geworfen wurde: Pietermaritzburg

Wo Ghandhi aus dem Zug geworfen wurde: Pietermaritzburg

Britisch anmutende Hauptstadt von KwaZulu Natal

Die Stadt wurde 1839 von Voortrekkern gegründet und nach Piet Retief und Gerrit Maritz benannt. Kurz danach wurde sie von Briten übernommen, was man an Parks, Gärten einigen gut erhaltenen Kolonialbauten merkt. Auf seiner Fahrt von Durban nach Johannesburg wurde Gandhi 1893 bei Pietermaritzburg aus dem Zug geworfen, weil er als Inder in einem für Weiße bestimmten Abteil Platz genommen hatte. Dieses Ereignis hat ihn entscheidend geprägt. Ihm zu Ehren wurde eine Statue vor dem Colonial Building errichtet, Während des Ersten Weltkriegs befand sich in Pietermaritzburg ein Konzentrationslager für deutsche Gefangene aus Deutsch-Südwest-Afrika.



Sehenswürdigkeiten Pietermaritzburg


Wartburg

Deutsche Siedlung in KwaZulu Natal

Die kleine Ortschaft 30 Kilometer nordöstlich von Pietermaritzburg liegt idyllisch inmitten großer Zuckerrohrländereien. Sie wurde im 19. Jahrhundert von Auswanderern aus dem Hannoverschen gegründet. Die meisten waren zweite Söhne, die nach niedersächsichem Erbrecht keinen Anspruch auf den elterlichen Hof hatten, und Arbeitslose. In Natal kamen die deutschen Siedler in der Regel schnell zu Land von ungeahnter Größe, so dass die deutsche Gemeinde von Wartburg und Umgebung florierte. Zwei lutherische Kirchen schmücken den Ort, sonntags findet in der Kirchdorf Gemeinde sogar noch ein deutschsprachiger Gottesdienst statt (um 09:00 Uhr). Die heutigen Bewohner sind größtenteils Nachfahren der Siedler in der 7. Generation und sprechen immer noch Deutsch. 


Natal Midlands

Klein-England im Vorland der Drakensberge

Die sanft gewellte Landschaft zwischen Pietermaritzburg und den Drakensbergen würde man eher dem englischen oder schottischen Bergland zuordnen als dem afrikanischen Kontinent. Tatsächlich wurden die Natal Midlands bis heute von englischen Siedlern erschlossen und geprägt. Zwischen Mooi River und Howick weiden Kühe und Pferde auf saftigen Wiesen. Neben wohlhabenden Farmen und kleinen Ortschaften gibt es Boarding Schools, die es mit jedem englischen Elite-Internat aufnehmen können. Erschlossen wird die Landschaft durch den Midlands Meander. Die Ferienstraße wurde in den 1980er Jahren von lokalen Künstlern ins Leben gerufen und verbindet Museen, Galerien, Farmshops und Restaurants. Informationen unter http://www.midlandsmeander.co.za/

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