14.09.2007

Südafrikareise von Eduard

Sehe geehrter Herr Garstka,
gerne bedanken wir uns für die einzigartig gute Planung der Reise durch Südafrika.
Der kurze Reisebericht:
1.Tag: South Africa Airlines sind für mich eine sehr zu empfehlende Fluglinie. Wir kamen in Johannesburg bei 10C um 8.30 pünktlich an. Nach Passkontrolle etc. konnten wir mit unserem Hiunday um 9.30 Richtung Osten fahren. In der ersten Stadt nach Johannesburg holten wir Geld aus dem Bankautomaten und waren das erste Mal im Leben „die Exoten“!, zwei Weiße unter nur Schwarzen. Das anfänglich unsichere Gefühl, eventuell überfallen zu werden etc. legte sich bald, da die Menschen uns freundlich zu lächelten und auch den Weg zur Bank wiesen. Gegen Abend kamen wir in der Jackalberry Farm an. Wir wurden sehr freundlich aufgenommen, genossen einwunderbares Dinner. Bei ersten Gesprächen konnten wir spezielle Probleme der Arbeitgeber kennen lernen.

2. und 3. Tag: Da es in der Blyde River Canyon brannte, fuhren wir sofort zur Lodge. Wieder ein einmalig schönes Quartier, erstklassiger Service und einmalige Gamefahrten. Wir sahen in Sabie Sand Löwen (schlafend, bei der Abendtoilette, Aufbruch zur Jagd und Beobachtung beim Fressen), Leopard, Gepard, Serval (sehr selten), und natürlich Elefanten, Nashörner, Flusspferde, Giraffen und Antilopen, Gnus (Antilopen, Elefanten, Affen und Nilpferde von der Terrasse unseres Chalets)

4. Tag: Fahrt in den Krügerpark nach Bergen Dal. Auch hier begegneten wir wieder den Big Five. Die interessante und bunte Vogelwelt sollte man nicht vergessen. (Verschiedene Geyerarten, Adler, aber auch bunte Kleinvögel wie Glanzstars, oder der Horntukan, das Umfulana Logo, war häufig zu sehen)

5. 6. und 7. Tag: Fahrt ins Wandercamp und Wanderungen mit guter Führung im Krügerpark. Diese Tage waren sicher ein Höhepunkt der Reise. Wir schliefen in kleinen Hütten, abends Lagerfeuerromantik unter prächtigem Sternenhimmel, tagsüber wunderschöne Naturerlebnisse, einschließlich spannende Löwensichtung. Man wanderte ca. 4 Stunden von 6.30 – 11.00 und nachmittags von 15. 30 – 19.00 (allerdings reine Gehzeit max. 2 Stunden) Diese Wanderung ist leicht zu bewältigen, da man oft stehen bleibt, um den naturkundlichen Ausführungen des Rangers (sehr informativ!) zu lauschen. Die „winterlichen“ Temperaturen im Krügerpark waren am Tag bis zu 310 und nachts ca. 120. Ins Camp braucht man nur die nötigen Sachen mitnehmen. Alles andere bleibt im Bergen Dal Camp. Man wird dort gut verpflegt. (alkoholische Getränke muss man mitbringen, ist aber nicht nötig. Drei Tage ohne Bier oder Wein sind auch gesund!)
Einziger Minuspunkt, für den keiner die Schuld trägt, große Flächen waren verbrannt.

8. 9.Tag: Nur 45 km zur Lodge im Bergregenwald, ein wunderbarer Ort in den Bergen. Wir waren glücklich einmal wieder sattes grün zu sehen. Alles war perfekt. Hier kann man auch einmal allein in den Bergen wandern. Das Gelände ist sehr übersichtlich und man kann sich kaum verlaufen.

10. 11. Tag: Fahrt durch Swaziland zur Leopard Lodge. Die Anlage wieder ein Traum. Im afrikanischen Winter kann es aber auch sehr windig und kühl werden. Die Lodge hat leider keine Heizmöglichkeit, so dass wir bei ca. 130 unser Dinner hatten. (also warme Kleidung mitbringen). In der Lodge hatten wir einen „Umfalanaabend“. Drei Paare, alle aus Deutschland haben über Umfulana gebucht und alle waren über ihre Reiseerlebnisse glücklich und erzählten wie gut Umfalanservice ist.
Nach all den vielen Tieranblicken in Sabi Sand und Krügerpark war die Gamefahrt in der Leopardlodge leider sehr mager.

12. 13. Tag: Hermannsburg, in jeder Beziehung der Höhepunkt für uns. Frau Quanta ist eine perfekte, liebenswerte Gastgeberin. Frühstück und Dinner waren einfach wunderbar. Wir hatten hier viel Glück, auch das Leben der Weißen in Südafrika kennen zu lernen. Wir waren eingeladen, den 101. Geburtstag der Mutter von Frau Quanta mit zu feiern. (Mit Männerchor, Posaunenchor)
Auch hatten wir eine sehr interessante Führung durch das Hermannsburger Missionsmuseum und besuchten die Deutsche Schule in Hermannsburg. Wir konnten uns mit Lehrern und Schülern über die Schulproblem in SA unterhalten.
Der Ausflug nach Msinga mit Herrn Schütte war sehr informativ und interessant. Er hat uns extra in der Leopardlodge angerufen, dass wir den Ausflug einen Tag früher machen, damit wir ein Zulufest erleben können. Dies war nun kein Fest für Touristen, sondern ein Fest des Dorfes..Außer Herrn Schütte und wir, waren nur die Einheimischen beim Feiern. Herr Schütte erzählte uns viel über das Leben und die Sitten der Zulus. Außerdem besuchten wir das Krankenhaus und eine Großfamilie. Die Zeit war leider zu kurz , um noch mehr zu erfahren, da wir noch bei Tageslicht zu Quanta zurückfahren wollten.

14. 15. Tag: Lodge in den Drakensbergen. Diese Lodge war einfach wunderbar. (Das Wohnzimmer hatte sogar einen offenen Kamin) Die Gegend ist herrlich. Auch als alpengewohnter Münchner, staunten wir über die Bergformationen. (Amphitheater) etc. Im Royal Natal Naturpark gibt es wunderbare Wanderwege. Wir wanderten ca. 5 Stunden zum Tukelawasserfall. Die Wanderung war herrlich, der Wasserfall war leider ausgetrocknet

16. 17. 18.. Tag. Bed and Breakfast in Salt Rock. Ich brauche nicht mehr erwähnen, dass wieder alles Bestens war und der Hausherr Ian uns behilflich war, gute Restaurants zu finden, für uns die spannende Walwatchingtour buchte etc. Die Bootsfahrt war sehr abenteuerlich. Wale sahen wir leider nicht, aber sehr viel Delphine.
Wir konnten auch Durban besuchen. Sicherlich eine interessante Multikultimetropole, natürlich mit alten europ. Städten nicht zu vergleichen. Das Treiben in der Greystreet und Victoriamarket ist sehr lebhaft, Die Strandpromenade ist sauber, aber sehr gesichtslos. Hochhäuser reihen sich wie überall auf der Welt aneinander. Allerdings hat Durban sehr viele Parks und die Northcoast ist ab Ballito sehr schön.

19. Tag: Nachmittags Abgabe des Mietwagen (Dauer 2 Minuten) und Flug von Durban über Johannesburg nach München. Wieder äußerst pünktliche Flüge.

Fazit: Die Afrikareise war sehr interessant, wir lernten liebe Menschen kennen, herrliche Natur, rundum ein wunderbarer Urlaub.



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