20.10.2007

Südafrikareise von Dennis Kuchheuser

Hallo Tobias,
gerne schicken wir Euch einen Bericht über unsere Südafrika/Mauritius-Reise. Nachdem wir vor einigen Jahren mit Umfulana von Johannesburg nach Kapstadt gereist sind, zog es uns diesmal in den Norden Südafrikas und wieder waren wir begeistert von Landschaften, Tieren und Unterkünften.

1. Blyde River (2 Nächte)
Nachdem wir auf unserem ersten SA-Trip die (übliche und auch empfehlenswerte) Panoramaroute oberhalb des Canyon abgefahren sind, war es sehr interessant den Canyon diesmal von unten zu sehen. Die schöne Lodge liegt auf einer Insel im Blyde River und ist nur über eine Hängebrücke zu erreichen, von der aus man Hippos im Fluss beobachten kann. Die Lodge wird von den Eigentümern Wynand und Marie sehr persönlich geführt. Wir haben viel über Land, Leute und Natur erfahren. Besonders die Bootstour in den Canyon ist empfehlenswert.
Aufgrund der offenen Bauweise der Hütten muss jedoch mit gelegentlichem Besuch von Insekten gerechnet werden, was aber nur für empfindliche Naturen problematisch sein dürfte.

2. Sabie Sand (1 Nacht)
Aufgrund des hohen Preises dieser Privatlodge im Süden des Krüger Park haben wir uns hier auf eine Übernachtung beschränkt. Dieser Aufenthalt war aber auch ein besonderes Erlebnis, dass wir nicht missen wollen. Die Gamedrives sind einfach wahnsinn und wesentlich besser als die von den staatlichen Camps im Krüger Park angebotenen Touren. Die Big Five, insbesondere Löwen und Leoparden aus nächster Nähe, klasse!
Zimmer und Verpflegung waren (natürlich) auch super.

3. Olifants Camp im Krüger Park (2 Nächte)
Nach den geführten Gamedrives in Sabie Sand haben wir uns im Krüger mal selbst auf die Suche nach den Tieren begeben. Auch wenn man dabei natürlich nicht so erfolgreich ist wie in einer Privatlodge, ist dies ein sehr schönes und (preisgünstigeres) Erlebnis. Das Olifants hat zwar nicht die größten und schönsten Hütten aller staatlichen Camps, bestimmt aber die schönste Lage auf einer Anhöhe über dem Olifants River. Im campeigenen Restaurant gibt es für 80 Rand p.P. ein sehr gutes Frühstücksbuffet.

4. Tzaneen (2 Nächte)
Die Gegend um Tzaneen stellt mit ihren grünen Bergen und blauen Stauseen einen wohltuenden Kontrast zum im September doch sehr trockenen Krüger Park dar.
Da die Gegend zu den regenreichsten und kühlsten Südafrikas gehört, sollte eine warme Jacke nicht fehlen. Wir hatten leider an beiden Tagen Nebel und Regen.
Die Unterkunft ist ein nobles Hotel im Kolonialstiel mit toller Lage, sehr gutem Restaurant, Hallenbad und Sauna. Eine gute Empfehlung, auch wenn das Hotel nicht so persönlich geführt ist, wie die anderen Unterkünfte.

5. Mapungubwe (2 Nächte)
Aus Tzaneen ging es in den warmen und fast immer trockenen Norden des Landes in den Mapungubwe Park. Dieser liegt im Dreiländereck Südafika, Zimbabwe, Botswana und ist insbesondere aufgrund seiner Landschaftsformen ein echter Tip: Baobabs, rot schimmernde Felsen und der Zusammenfluß von Limpopo und Shashe – super! Toll ist auch das Leokwe Camp. Es besteht aus großen und komplett eingerichteten Selbstversorgerhütten und einem kleinen Pool in schöner Lage.
Achtung: Das Camp hat keine Einkaufsmöglichkeiten!
Besonders zu empfehlen ist die am Parkeingang zu buchende Heritage Tour. Dies gilt auch für geschichtlich weniger interessierte Gäste, da die Tour in ein für private KfZ gesperrtes Gebiet führt und spektakuläre Ausblicke vom Mapungubwe Hill bietet. Von den Tierbeobachtungesmöglichkeiten im Park sollte man sich allerdings nicht zu viel erhoffen, wir haben jedenfalls nur einige Antilopen und Zebras gesehen. Aus diesem Grunde und da manche Wege nur mit einem Geländewagen befahrbar sind reichen die zwei Übernachtungen auch aus.

6. Wilderness / Soutpansberge (2 Nächte)
Die abenteuerliche Anfahrt zum Camp (10 Km über einen für normale PKW gerade noch so befahrbaren Weg) ist mehr als lohnend. Das im Venda-Stil erbaute Camp bietet tolle Hütten, hervorragendes Essen und eine sehr persönliche Betreuung durch die Gastgeber und Angestellten. Besonders toll ist die Lage von Pool und Restaurant, da man von hier aus die Tiere in der darunterliegenden Ebene beobachten kann. Im Park gibt es 10 verschiedene Wanderungen, die man aufgrund der Beschilderung ohne Führer machen kann. Mit etwas Glück sieht man dabei auch Gnus, Giraffen und Rhinos. Das Camp bietet sich insbesondere wegen der Wandermöglichkeiten auch für einen längeren Aufenthalt an. Empfehlenswert wären dann die extrem großen und luxuriösen Selbstversorgerhütten.

7. Mabula Game Reserve / Waterberge
Das absolute Highlight zum Ende der Reise:
Diese 5-Sterne Unterkunft ist wirklich der Hammer. Jede der vier Hütten ist individuell gestaltet und wie auch das Haupthaus toll eingerichtet und verziert. Die Hütten verfügen über Aussenduschen und -badewannen, z.T. auch Whirlpools. Das Honeymoon Chalet sogar über ein Bett im Freien.
Das von Koch Tshabo (Ich hoffe, man schreibt es so...) gezauberte Essen ist ebenso toll wie die Gamedrives, die nur von Sabi Sand übertroffen wurden. Man könnte es hier viel länger aushalten.

8. Mauritius (6 Nächte)
Wir hätten nie gedacht, dass es uns mal schwer fallen würde nach Mauritius zu reisen, aber Südafrika war einfach zu schön. Dennoch waren die 5 Tage Mauritius ein guter Ausklang.
Das Hotel liegt an der Ostküste der Insel und entspricht dem von den Balearen oder Kanaren gewohnten Drei-Sterne-Standard.
Der große Vorteil des Hotels ist der tägliche kostenfreie Bootstransfer vom Hotel zur Ile aux Cerfs (20 Minuten). Die Ile aux Cerfs verfügt über tolle Bademöglichkeiten (laut Reiseführer die schönsten Strände von Mauritius) und ist auf Ihrer – dem Meer abgewandten – Westseite sogar windgeschützt. Nachteilig ist, dass das letzte Boot zurück schon um 16.00 Uhr ablegt und der hoteleigene Strand aufgrund des beständig starken Windes an Mauritius Ostküste kaum nutzbar ist.
Es lohnt sich auf jeden Fall den Strandurlaub für eine Tour in den landschaftlich schönen Südwesten der Insel zu unterbrechen (Wasserfälle, Schluchten, Berge).
Die im Hotel angebotenen organisierten Ausflüge sind sehr teuer. Stattdessen empfiehlt es sich am Taxistand 200 Meter vor dem Hotel ein Taxi für ca. 60 € pro Tag zu buchen. Billiger ist man auch mit einem Mietwagen nicht unterwegs und man ist sicher, alle Sehenswürdigkeiten zu finden.

Nochmals vielen Dank an Umfulana für die Organisation diese tollen Reise.

Gaby und Dennis



Nach Oben