08.06.2008

Südafrikareise von Peter-Wilhelm Schäfer

Hallo Frau Tiemann,

vielen Dank für Ihre Bemühungen im Vorfeld der Reise, die gewählten Unterkünfte trugen wie die Berücksichtigung von Sonderwünschen zu einem tollen Erlebnis bei – eine rundum gelungene Reise, die mir verschiedene Realitäten Südafrikas nahe gebracht haben, diesmal vor allem auch unter historischen Aspekten.

Natürlich war es reines Glück, daß auf dem Flug nach Johannesburg ein schwarzer Angehöriger der Südafrikanischen Marine neben mir saß, die südafrikanischen Tageszeitungen mit ersten Berichten zu den Unruhen in den Townships gaben zusätzlichen Gesprächsstoff – es bestätigte sich hier wie während der ganzen Reise meine Erfahrung, daß Offenheit und Interesse an den jeweiligen Lebensumständen und Ansichten möglichst unterschiedlicher Menschen ein buntes Puzzle von Impressionen
ergibt, das häufig tiefe Einblicke in die gegenwärtige Situation und Stimmung sowie in die historischen Gründe dafür ermöglicht.

Bereits an der ersten Station, der Oranje Guest Farm, wurde zum Brai eingeladen, und mit der Gruppe jüngerer Buren gab es sehr interessante Gespräche zur gegenwärtigen Situation – daneben lud die Stille des Golden Gate Highland National Parks zur Entspannung ein.

Im Giants Castle Camp waren es naturgemäß die Felszeichungen der San, die neben Wanderungen als Höhepunkt zu nennen sind. An dieser Stelle eine Warnung hinsichtlich der dortigen Paviane – bedingt durch menschliches Fehlverhalten hat sich ein beträchtlicher Teil der dortigen Population auf Lebensmitteldiebstahl als Lebensunterhalt spezialisiert – die Tiere kontrollierten alle paar Stunden, ob nicht einer der (unfreiwilligen) menschlichen Lebensmittellieferanten Fenster oder Tür aufgelassen hatte, wobei nicht einmal die Anwesenheit von Menschen direkt abschreckte.

In Wartburg (mit Besichtigung der dortigen Luther-Kirche) und Hermannsburg gab es Einsichten in die gegenwärtige Befindlichkeit der deutschstämmigen Bevölkerung – noch mehr historische Informationen natürlich in der Battlefields-Region um Dundee – hier möchte ich mich für die Auswahl von Penny Farthing als Unterkunft sehr bedanken, die Dame, die dort mittlerweile das Regiment führt, sorgt für das berühmte 'a home away from home' Gefühl!

Der zweite Teil des Urlaubes mit Besuchen von Hluhluwe-Imfolozi und Leopard Mountain bot Gelegenheit zu traditioneller Tier- und Umweltbeobachtung (nein, die Elefanten in Hluhluwe haben immer noch keine Ahnung von der STVO). Hier noch zwei Hinweise:
- das Restaurant im Hilltop Camp ist sehr empfehlenswert, habe derartiges in einem staatlichen Camp noch nie zuvor erlebt
- im Zulu Rhino Reserve gefiel mir persönlich vor allem die Wanderung sehr gut, in diesem Camp darf aber nicht mit einem Big 5-Erlebnis wie in den privaten Lodges im Krüger-Umfeld gerechnet werden – wer derartiges dort sucht, wird enttäuscht.

Als netter Ausklang dann die Übernachtung in Salt Rock – hier noch meinen Dank an Herrn Garstka für das interessante Gespräch.

Resümee: wieder ein toller Urlaub, der auch durch die vielen Tips (-U have to go to Malawi, Zimbabwe.....) zudem wieder Appetit auf zukünftige Reisen in die Region machte!



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