29.09.2008

Südafrikareise von Monika Löhn und Günther Knabe

Unsere 4. Reise in das südliche Afrika führte uns nach Südafrika: Johannnesburg/ Blyde River Canon/ Privater Park nahe Krüger/ Swaziland/ Lebomboberge/ Indischer Ozean/ Drakensberge/ Johannesburg.

Vorweg ist zu sagen: es war wieder alles sehr gut geplant und organisiert von Umfulana – herzlichen Dank dafür. Wir haben uns sicher gefühlt, und wenn man seinen gesunden Menschenverstand bei allen Aktivitäten einsetzt, ist Südafrika ein genauso sicheres oder unsicheres Reiseland wie Spanien oder Frankreich, nur die Menschen sind herzlicher.

Wir kamen im Winter bei 13°C in Sabie an, ein herzlicher Empfang und viele interessante Infos von Felix in der Unterkunft. Der Ausflug am nächsten Tag in den Blyde River Canon begann mit Lonecreek Wasserfall (beeindruckender als die restlichen), Gods Window im Nebel, Potholes und Rondavels und Pilgrims Rest, da ist die Unterstadt zu bevorzugen, die obere ist zu touristisch überlaufen.
Im Regen fuhren wir am Sonntag durch die Tee/Kaffee- und Bananenplantagen der Hochebene Richtung Krügerpark und quälten uns durch nicht vorhandene Straßen und Schlaglöcher nach Elephant Plains – ein wundervoller Ort zum Relaxen und natürlich, um alle Big Five’s auf den Safaris zu erleben. Von der Terrasse des riesigen Chalets hat man einen schönen Blick zu den Wasserlöchern – und die afrikanische Sonne nebst Sternenhimmel und Milkyway hatte uns wieder.
Wir nahmen schweren Herzens Abschied und quälten uns wieder durch die Baustellen und Pads zum Orpen Gate in den Krügerpark. Wir benötigten durch den Park vom Orpen Gate bis zum Südtor/Crocodile Bridge (nur auf der Hauptstraße) 7 Stunden. Im Gästehaus am Crocodile River gab es ein wundervolles afrikanisches Braai und ganz viele Tipps für die Fahrt nach Swaziland – empfehlenswert ist der Weg Matsumo Piggs Peak, Mbabane bis Mkhaya, zumal man Zeit hat und man auch nicht vor 16:00 Uhr auf dem unwirtlichen Abholplatz zum Camp sein sollte.
Im Mkhaya war es aufregend romantisch, Petroleumlampen, kein Strom, Nashörner schon zum Dinner und die offenen Chalets, in den man die Nyalas auf der Toilette beobachten kann – oder umgekehrt – und die Bushbabies nachts keine Chance zum Schlafen lassen. Auch ein Bushwalk zu den Nashörnern vermisste nichts an Abenteuer. Das Personal ist herzlich und engagiert.
Die nächste Station brachte uns entlang der Lebombo-Berge wieder nach Südafrika in das Paradies der Lodge im Zululand Reserve hoch oben mit Blick in die weite Ebene des Umsunduzi-Rivers. Die Lodge ist ein Traum von Geborgenheit, Ruhe und absoluten Service. Zu empfehlen ist der Ausflug durch Zululand zur Elefantenfütterung – man lernt sehr viel über diese Tiere. Der Abschied von diesem Paradies fiel uns am schwersten
Durch Zuckerrohrfelder und Eukalyptusplantagen fuhren wir in die Zivilisation an den Indischen Ozean nach Salt Rock. Die Jahreszeit ist ungünstig für den Abstecher zum Ozean, da der Wellengang kein Baden zulässt und unser geplanter Ausflug zu den Walen auch nicht möglich war, da die Bootscompany genau zu diesem Zeitpunkt Urlaub hatten. Im B&B haben wir uns nicht sehr wohl gefühlt, da der Besitzer ein unterkühlte Freundlichkeit an den Tag legte und uns sofort als er entdeckte, dass wir ein Flasche Wein abends tranken, 20 Rand abknüpfte, da er selbst Wein verkauft. Außerdem ist der Garten so winzig und mehrere Zimmer gegenüber, dass absolut keine Gemütlichkeit aufkommen wollte.
So fuhren wir ohne Wehmut zu unserer letzten Station – zu empfehlen ist der Weg durch die Meander Midlands, wo man rechts und links der Straße viele Brauereien, Pubs, Käsereien und afrikanisches Handwerk bestaunen kann.
Das Tendele Camp ist ein wunderschönes Camp, bestens ausgestattet und liegt vor der atemberaubenden Kulisse des Amphitheaters der Drakensberge als Ausgangspunkt für Wanderungen. Wir hatten leider nur einen Tag Zeit, mehrere wären besser gewesen, so konnten wir nur eine Wanderung zur Tukela Schlucht (ca. 7 Stunden) unternehmen. An der Rezeption kann man sich auch ganz gut mit Lebensmitteln und Grillfleisch eindecken. Zu empfehlen ist, das gekaufte Holz erst im Backofen zu trocknen, da es feucht ist und im Kamin nur qualmt.
Die letzte Fahrt über den Oliviershoekpass nach Johannesburg verlief problemlos und wir nahmen so Abschied von einem aufregenden Land und hatten Glück, dass die Lufthansa erst 3 Tage später streikte.



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