31.10.2008

Südafrikareise von Reinhard Fischer

Unsere 21-tägige Reise führte uns (4 Erwachsene, 2 vierjährige Kinder) von Johannesburg in die Drakensberge, quer durch Kwazulu Natal nach Hluhluwe-Umfolozi und weiter an die Küste nördlich von Durban. Von Durban flogen wir für eine Woche nach Kapstadt und in die Winelands.

Die Reise war erlebnisreich und erholsam zugleich. Die Unterkünfte waren von Umfulana wie immer gut gewählt. Die meisten halten einen ja für verrückt, mit kleinen Kindern nach Südafrika zu fliegen, aber wenn man auch etwas Spielzeit einplant, funktioniert das richtig gut. Und Südafrika ist ein wirklich tolles Reiseland mit unheimlich freundlichen, offenen Menschen aller Hautfarben.

1.– 3. Tag: Unser erstes Ziel war eine Mountain Lodge in den Drakensbergen mit Blick auf das Amphietheater. Am ersten Tag hat es leider bei ca. 14° Grad geregnet. Wir haben trotzdem eine kleine Wanderung gemacht. Ein Gewitter hat uns dann zur vorzeitigen Umkehr gezwungen. Die nächsten beiden Tage hatten wir mehr Glück mit dem Wetter, sodass die Kinder noch reiten und wir eine größere Wanderung machen konnten. Die Wanderwege sind sehr gut markiert. Es gibt sowohl kurze, als auch lange Wanderungen, die man geführt oder auf eigene Faust machen kann. Den tollen Pool konnten wir leider nicht nutzen, So schön war dann das Wetter auch wieder nicht. Die Lodge besticht durch ihre tolle Lage und ganz besonders durch das ausgezeichnete Essen. Jeder Gang des Abendessens war Spitzenklasse. Wir hatten zu dritt ein Häuschen mit zwei großen Schlafzimmern, zwei Bädern und einem schönen großen Wohnzimmer. Leider war es bei den etwas niedrigeren Temperaturen nicht richtig warm zu bekommen. Die Betreiber waren freundlich, aber ein persönlicher Kontakt ist nicht zustandegekommen.

4. und 5. Tag: Die zweite Etappe unserer Reise führte uns hinein ins Zululand, in eine Zulu Lodge. Die Lage ist wirklich traumhaft. Die Rundhütten sind an den Hang gebaut, so dass man einen tollen Blick über das Tal hat. Auch der Pool und das Haupthaus sind richtig schön gemacht. Die Mahlzeiten, z. T. zulutypisches Essen, nehmen alle Gäste mit den Betreibern gemeinsam an einem langen Tisch ein. So trifft man Leute aus aller Welt und erlebt so manchen interessanten Abend.

6. und 7. Tag: Besonders schön fanden es die Kinder bei Quanta in Morgentau. Endlich jemand der deutsch spricht und ein riesiger Garten. Quanta hat wirklich alles dafür getan, dass sich vor allem auch die Kinder wohlfühlen. Es gab sogar einen extra Kindertisch mit lustigem Geschirr und Lasagne. Quanta ist eine sehr herzliche Gastgeberin kümmert sich sehr um ihre Gäste und dekoriert alles mit viel, viel Liebe. Mit Vic Schütte haben wir das Krankenhaus in Tugela Ferry und eine Zulufamilie mit einer Menge Kindern besucht, die gar nicht genug von den beiden blonden Kindern bekommen konnten. Meine Tochter wurde mir regelrecht vom Arm gerissen und jedes Mädchen wollte sie mal tragen und mit ihr fotografiert werden.

8. bis 12. Tag: Vor unserer Reise hatten wir ja etwas Skrupel. Ein Camp in Umfulozi, ohne Zaun, mit Kindern. Aber der Aufenthalt in Mpila war klasse. Beim Frühstück Warzenschweine direkt vor der Terasse, die sich in einem kleinen Schlammloch suhlen, den ganzen Tag Impalas und Nyalas, beim Abendessen direkt vor dem Fenster ein Elefant, der dem Baum neben dem Haus ziemlich zusetzt. Ein weiteres Erlebnis für die Erwachsenen war die Fußsafari. Den Tieren ohne schützendes Auto zu begegnen ist nochmal was ganz anderes. Unser Chalet für 7 Leute hatte ein recht hübsch und wohl auch ziemlich neu eingerichtetes Wohnzimmer, eine funktionelle Küche mit Strom-Kühlschrank und Gasbackofen und –herd. Die Schlafzimmer, das Bad und die Türen wirken allerdings sehr renovierungsbefürftig.

13. bis 15. Tag: Zurück in der Zivilisation, dort, wo die Südafrikaner ihren Badurlaub verbringen. Wir haben nicht wie gebucht im B&B übernachtet. Jenny und Ian haben ganz in der Nähe ein Haus gekauft, in dem sie uns zwei Wohnungen mit gut ausgestatteter Küche zur Verfügung gestellt haben. Das Haus hat einen eigenen kleinen Pool, ein Grill ist vorhanden und man sieht direkt aufs Meer. Mit den Kindern war das eine tolle Alternative. Zum Frühstück sind wir die paar hundert Meter bis zum Saffron House gelaufen. Jenny, Ian und auch ihr vierjähriger Sohn Jack waren gute Gastgeber, bei denen wir uns wohl gefühlt haben.

16. bis 18. Tag: Bei Mina und Barry im Guest House in Kapstadt waren wir nun schon zum fünften Mal, d. h. man kommt eher zu alten Freunden als in ein B & B. An dieser Unterkunft scheiden sich wohl die Geister. Entweder man liebt es oder man findet es schrecklich. Etwas eng ist es schon, aber Mina und Barry sind so liebe Menschen, die einen in jedem Punkt gut beraten. In Kapstadt haben wir dieses Mal zum ersten Mal eine Führung durch das Malayenviertel gemacht. Das war ganz interessant, zumal uns unsere Führerin zum Abschluss in ihrem Hause mit Tee und Selbstgebackenem bewirtet hat.

19. bis 21. Tag: Zum Schluss fuhren wir noch für 3 Tage nach Paarl. Eine kleine Wein- und Käseprobe auf Fairview, Gepardenstreicheln in Spier und ein afrikanisches Mittagessen auf einer Plattform in den Bäumen des Moyo haben unseren Urlaub abgerundet. In Paarl haben wir auf einem Weingut übernachtet und wir waren begeistert. Wir hatten zwei nebeneinander liegende zweistöckigeWohnungen mit Himmelbett unter dem Dach. Yvonne und Daan haben hier richtig was auf die Beine gestellt. Den kleinen Pool im Garten und den Whirlpool haben wir ausgiebig genutzt. Jetzt ist gerade auch noch ein neuer größerer Pool und ein größerer Frühstücksraum mit großem Tisch und Sitzecke fertig geworden. Wenn man sich eine Kleinigkeit zu Essen machen will, kann man die Küche mitbenutzen. So grundlegende Dinge wie Essig, Öl und Gewürze sind vorhanden. Für die Kinder gab es in einer Ecke des Gartens ein riesiges Trampolin. Zum Frühstück hat Yvonne auf Wunsch unserer Tochter extra Nutella besorgt und auch sonst waren die Beiden in jeder Hinsicht hilfsbereite, nette und unterhaltsame Gastgeber.



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