22.02.2009

Südafrikareise von Kristin und Thomas Wolf

Unsere Reise durch Südafrika liegt zwar nun schon eine Weile zurück, dennoch möchten wir es nicht versäumen die Eindrücke unserer Reise vom 23. November – 13. Dezember 2008 in einem Reisebericht festzuhalten:

Zunächst ein Dank an das Umfulana Team, das uns eine tolle Reise mit super Unterkünften zusammengestellt hat. Alle Beschreibungen waren exakt., wir haben alle Unterkünfte direkt gefunden. Die angegebenen Fahrzeiten waren mehr als ausreichend, es blieb immer Zeit für den ein oder anderen Abstecher. Die Unterkünfte waren immer, wie beschrieben und die Gastgeber super freundlich und hilfreich in allen Fragen – durch die Organisation von Umfulana verlief alles so unkompliziert.
Und noch eins: Wir hatten nirgendwo ein unsicheres Gefühl und das Auto hielt ohne Panne 6000 km durch – trotz der vielen km auf unbestigten Wegen in den National Parks. Für uns der schönste und erlebnisreichste Urlaub, den wir je hattten. Wir waren sicherlich nicht das letzte mal mit Umfulana in Südafrika.

Hier nun der Detailbericht:

1. Tag: Johannesburg – Sabie: Alles lief nach Plan, pünktliche Ankuft in Joburg (9.00 Uhr) und unkomplizierte Übernahme des Mietwagens. Gegen 11 Uhr starten wir in Richtung Sabie. Die N12, den direkten Weg Richtung Sabie finden wir zunächst nicht, aber trotz Umwegs über die N4 und einem heftigen Gewitterregen entscheiden wir uns für die landschaftlich schöne Route über Dullstroom und Lydenburg und erreichen die Villa in Sabie gegen 17.30 Uhr. Felix und Ute empfangen uns herzlich. Felix geht abends mit uns die gesamte Reiseroute durch und gibt uns wertvolle Tips für unserem gesamten Urlaub. Von Sabie aus machen wir am ersten Tag einen Ausflug entland der Panoramaroute und am zweiten Tag in den Krüger Park, da wir keine Übernachtung im Krügerpark gebucht hatten. Aber auch ein Tagesausflug in den Krügerpark reicht aus, um wunderschöne Eindrücke über das Wilflife zu bekommen.
Die 3 Übernachtungen in der Villa waren eine wunderschöne Zeit der optimale Einstieg in unseren Urlaub. Allein die Eindrücke aus diesen 3 Tagen, hätten den Urlaub schon komplett gemacht!

4. Tag: Sabie – Piet Retief: Wir hatten uns gegen einen Aufenthalt im Mkhaja Game Reserve (Swasiland) entschieden und dafür von Umfulana 2 Übernachtungen in bei Johann und Gudrun Engelbrecht in Piet Retief gebucht bekommen. Im Nachhinein, die beste Entscheidung unseres Urlaubs, denn die 2 Tage auf der Farm waren die schönsten unseres Urlaubs. Das Zimmer, das Essen und das Ambiente, das Gudrun und ihr Team uns geboten haben, haben wir in keiner weiteren Unterkunft erfahren. Die Farm liegt zwar abseits von jeglichen touristischen Attraktionen, aber gerade das tat uns nach den anstregenden und erlebnisreichen Tagen in Sabie sehr gut. Unser Zimmer "Robins Rest" war in einem separaten Gebäude, das Schlafzimmer mit Terasse direkt zu Schafweide und Pferdekoppel. Alles war so liebevoll und geschmackvoll eingerichtet. Traumhaft! Wir machten einen Ausflug durch die deutschen Siedlungen (Braunschweig, Lüneburg, Augsburg und Hanover) und waren "shoppen" im Ilanga House, einem kleinen Laden mit Kunstgegenständen aus Bali. Johann machte mit uns eine Tour über die Farm, erzählte uns über Schweinezucht, Eukalyptusbaumanbau und das Leben der schwarzen Arbeiter auf der Farm.
Wunderschöne, erlebnisreiche Tage bei Gudrun und Johann Engelbrecht!

6. Tag: Piet Retief – Hluhluwe: Die Fahrt ins Hilltop Camp im Hluhluwe Park ging schnell und ohne Probleme, sodass wir noch am selben Nachmittag unsere erste private Safari machen können. Die Unterkunft war sauber und mit allem ausgestattet, was man braucht. Nach den kulinarischen Genüssen bei Gudrun können wir jeodoch dem Buffetrestaurant im Camp, das zudem noch relativ teuer ist nicht viel abgewinnen. Den geplanten Morning Walk konnten wir leider nicht machen, da es an diesem Tag keine Walks gab. Also buchen wir eine Morning Tour mit einem der Safari Jeeps. Die Tour war einerseits super, da man aus dem Jeep einen besseren Blick hat als aus dem PKW. Allerdings war die Tour mit 220 Rd. pro Person recht teuer und sehr viel gesehen haben wir nicht. Auf unserer anschließenden Tour im eigenen Auto, sahen wir dann auch die Löwen, die wir im Krüger Park leider nicht sahen.
Der Aufenthalt im Hluhluwe hat sich auf jeden Fall gelohnt und war eine gute Alternative zum Krüger Park.

8. Tag: Wir verlassen das Hilltop Camp um 6 Uhr ohne Frühstück, da uns Felix empfohlen hatte gleich früh eine Bootsfahrt in St. Lucia zu machen. Tatsächlich sind wir bereits um 8.30 Uhr mit einem Boot auf dem St. Lucia River unterwegs und gähnen mit den Nilpferden um die Wette. Auch die Krokodile liegen noch etwas verschlafen am Ufer und lassen sich durch die Touristen nicht stören. Nach einem English Breakfast noch ein kruzer Ausflug zum Strand. Den Plan, baden zu gehen, geben wir auf als neben uns ein anderer Tourist anfängt auf Haie zu angeln.
Gegen 12 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Hermansburg zu Quanta. Die ehemalige Missionsfarm finden wir ohne Probleme gegen 16 Uhr und Quanta organisiert uns noch eine private Führung im Deutschen Museum. Frau von Fink erzählt uns über die Änfänge deutscher Missionare in Südafrika. Beim Abendessen am großen Tischen lernen wir noch Vic kennen, einen shottischen Turbineningenieur, der bereits über 30 Jahre in Südafrika lebt. Er und Quanta erzählen viel über das Zusammenleben von Schwarzen und weißen und bereiten uns damit auf die Erlebnisse des Folgetages mit Vic Schütte kennen. Dieser Tag mit Vic Schütte bringt uns den Zulus so nah, wie den ganzen Urlaub nicht mehr. VIc Schütte zeigt uns eine Schule, ein Krankenhaus, ein Zulu-Dorf und geht mit uns zu einer Samgoma. Er erzählt uns über Aids-Problem, das Gesundheitswesen, das sich als überaus modern erweist, und das Bildungssystem.


10. Tag: Hermansburg – Drakensberge: TIPP: Am Morgen unserer Abreise aus Hermansburg empfiehlt uns Quanta noch einen Abstecher nach Liliani, wo wir in heißen Schwefelquellen baden können. Allein die fahrt in dieses Zulu Tal ist ein Erlebnis und vermittelt noch einmal ganz neue landschaftliche Eindrücke von Südafrika.
Durch diesen Ausflug und den anschließenden Einkauf konmmen wir gerade noch rechtzeitig (kurz vor 16 Uhr) im Park Camp der Drakenberge an. Für das Camp sollte man bereits in Greytown einkaufen und nicht in Bergville oder Ladysmith, wie von Umfulana empfohlen. Das Camp ist super schön gelegen und hat einen herrlichen Blick auf das Amphitheater. Geweckt wurden wir am ersten Morgen durch einen Baboon-Angriff auf unser Haus. Unsere für diesen Tag geplante Wanderung mussten wir wegen eines heftigen Berggewitters vorzeitig abbrechen. Gern wären wir daher noch einen Tag länger geblieben.

12. Tag: Drakensberge – Ladybrand: TIPP: Gefrühstückt haben wir nicht im Camp, sondern in Little Switzerland im Coyote Cafe. Durch den Golden Gate Park geht es dann nach Ladybrand ins Cranberry Cottage. Wir kommen bereits gegen 13 Uhr an und fahren daher kurz nach Maseru (Lesotho). Wir entschließen uns jedoch nicht anzuhalten und fahren auf direktem Weg zurück nach Ladybrand. Das Zimmer war super schön, mit Kamin, an dem wir es uns nach dem Abendessen noch gemütlich machen. Das Abendessen war sehr gut und preiswert.
Der Aufenthalt im Cranberry Cottage war insgesamt nicht so persönlich, wie in anderen Unterkünften, aber das Zimmer und die Gartenanlage waren wundervoll.

13. Tag: Ladybrand – Graff Reinet: Die längste Route unserer Reise erledigen wir schneller als gedacht. TIPP: In Aliwal North machen wir Pause in einem wunderschönen Coffeeshop mit einzigartiger Gartenanlage im englischen Stil. Kurz hinter dem Ortseingang von Aliwal links ausgeschildert in eine unbefestigte Einfahrt reinfahren! Bereits 14.30 Uhr sind wir Graff Reinet und freunden uns sofort mit George, dem Papagei der historischen Villa, an.
Nico empfiehlt uns einen Ausflug ins Valley of Desolation. Wir wandern den Lizzard Trail entlang, der seinem Namen alle Ehre macht, und sehen in der Dämmerung noch einmal Springböcke, Zebras und eine Riesenechse, die sich zischend ins hohe Gras zurückzieht. Der eine Nachmittag in Graff Reinet war mit Sicherheit zu wenig. Eine Nacht mehr, wäre sicherlich gut gewesen. Die Nacht in der historischen Villa war super schön, herrliches Zimmer und super Nette, diesmal britische Gastgeber.

14. Tag: Graff Reinet – Knysna: Felix hatte uns eine andere Route, als die von Umfulana vorgegebene, empfohlen. So fuhren wir die R75 Richtung Uitenhage und machten Mittags Rast in Jeffreys Bay. Anschließend noch ein Ausflug nach Cape Francis, machten diesen Tag zu einem traumhaften Sommererlebnis mit strahlenblauem Himmel und weißem Sand. Leider hatten wir unsere Badesachen ganz unten im Gepäck und verzichteten daher, auf ein Bad im Meer, obwohl die Versuchung sehr große war! Die von Felix empfohlene Route abseits der N2 von Stromsriver nach Natures Valley konnten wir leider nicht nehmen, da die Straße gesperrt war.
Die Lodge in Knysna, wo uns der Ex-Kölner Joachim herzlich empfing, erreichten wir ohne Probleme und exakt nach der Wegbeschreibung von Umfulana gegen 18 Uhr. Joachim überzeugte uns, dass der von Felix empfohlenen Tagesausflug für den nächsten Tag zwar wunderschön, aber angesichts des heißen Wetters und der 4500 km, die wir bis zu diesem Zeitpunkt schon zurückgelegt hatten, zu anstrengend sein würde. So unternahmen wir einen kurzen Spaziergang im Regenwald, nördlich vom Knysna, wanderten dann auf und unter dem East Head entlang und machten einen Bummel mit Eisessen im Zentrum von Knysna und erfüllten uns gingen zum Abschluss des Tages noch zum Strand nach Buffels Bay, wo wir endlich auch Baden gingen! Die Lodge war zwar in ihrer Ausstattung etwas einfacher als die anderen B&Bs, aber gerade diese Einfachheit und die unbeschwerte sorglose Art von Joachim und Katrin machten den Aufenthalt in Knysna sehr angenehm.

16. Tag: Knysna – Kapstadt: Wir entschieden uns für die Route durch die Kleine Karoo entlang der R62. Eine super Entscheidung, denn während die N2 aufgrund der Küstennähe in dichten Wolken hing, war im Hinterland herrlichstes Sommerwetter. Wir fuhren durch herrliche Berglanschaften, Obstplantagen und Weinberge. TIPP: Zum Mittag kehrten wir in Barrydale im Coffee Shop "The Blue Cow" ein. Herrlich an einem kleinen Teich gelegen, mit selbstgemachtem Kuchen und Marmeladen – ein kleines Idyll!
Kapstadt und das Guesthouse in Higgovale erreichten wir (auch wieder aufgrund der exakten Beschreibung von Umfulana) gegen 18.00 Uhr. Auch hier ein super Zimmer, tolle Atmosphäre!
Auch für Kapstadt hatte uns Felix Tagesausflüge empfohlen. So waren wir am ersten Tag auf der Kap Halbinsel, am zweiten Tag in der Weinregion und am dritten Tag, dann auch in Kapstadt unterwegs.

19. Tag: Kapstadt – Berlin: TIPP: Falls man einen Flug am Abend habt, dann am Abreisetag das Auto in ein Parkhaus an der Waterfront stellen (Tip von Felix). Von dort geht auch der Bus für die Sightseeing Tours los, der auch am Tafelberg und in der Camps Bay hält. Die Tour gibt einen super Überblick über die Stadt und ihre Attraktionen und lässt genügend Zeit, an der einen oder anderen Stelle auszusteigen.
Von der Waterfront benötigt man nur 30 Minuten bis zum Car Rental Drop Off am Flughafen.

Herzliche Grüße an alle zukünftigen Südafrikareisenden.

Kristin und Thomas Wolf



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