10.08.2009

Südafrikareise von Juergen Basse-Welker

Es war unsere erste Südafrika-Reise, aber sicher nicht unsere letzte. Mit gemischten Gefühlen haben wir diese Reise angetreten: Eine Individual-Reise nur übers Internet gebucht, mitten aus dem Sommer hinein in den südafrikanischen Winter, allerlei gut gemeinten Ratschlägen zur eigenen Sicherheit, usw.

Nach dem ca. 10-stündigen Nachtflug haben wir problemlos den Mietwagen übernommen und dann ging es los ausgestattet mit zwei Reiseführern und GPS. Der Linksverkehr und einige Verkehrsregeln (z.B. Stopp Schilder an Kreuzungen für alle Fahrtrichtungen) waren gewöhnungsbedürftig, ging jedoch besser als gedacht. In der Villa in Sabie haben wir von Felix eine ausführliche Einführung in das afrikanische Leben und dem Blyde-River-Canyon für den nächsten Tag erhalten, aber auch den Winter zum ersten Mal zu spüren bekommen. Im Garten war das Wasser über Nacht gefroren und die Badezimmer, die über keinerlei Heizmöglichkeit verfügen, entsprechend kalt. Nach zwei Tagen ging es weiter in den Kruger Park in das Camp Berg-en-Dal, das zwar einfach aber zweckmässig (und mit Heizung) ausgestattet war und wo wir ausser den vielen Tieren auch den fantastischen Sternenhimmel bewundern konnten. Trotz Warnung und entsprechender Vorsicht ist es den flinken Affen gelungen uns eine Banane zu stibitzen und – wohl in der Hoffnung auf mehr – hatten sie auch unseren Mietwagen in Beschlag genommen.

Weiter ging es nach Swasiland in eine Lodge in fantastischer Lage im traditionellen Beehive Rundbau, leider nur für eine Nacht, so dass keine Zeit für eine längere Wanderung übrigblieb. Am nächsten Tag Weiterfahrt zum unaussprechlichen Hluhluwe-Imfolozi Park ins Hiltop Camp in ein komfortables und grosszügiges Chalet. Der Park ist vor allem für seine Nashörner bekannt, die wir dann auch reichlich und manchmal bedenklich nahe zu sehen bekamen. Die nächsten zwei Stopps konnten gegensätzlicher kaum sein. Zunächst das fast nach westlichem Standard entwickelte Salt Rock bei Ballito und Durban und dann Hermannsburg, einer ehemalige Mission und einer noch heute renommierten deutschen Schule, in der die Zeit von Hundert Jahren stehen geblieben zu sein schien. Der Ausflug mit Vic Schütte und die Gespräche mit Quanta haben viele Einblicke in das südafrikanische Leben vermittelt und einige unserer europäische Meinungen über dieses Land sicher positiv verändert.

Unsere beiden letzten Stationen waren das Moorcraft Manor Country Hotel am Sani Pass und das Camp im Royal Natal National Park. Beide Stationen haben uns wiederum ganz andere Eindrücke vermittelt und sollten vor allem für Afrika-Neulinge nicht fehlen. Wie auf Bestellung gab es am letzten Tag Dauerregen, so dass uns der Abschied nicht ganz so schwer fiel.

Umfulana hat es verstanden, ein ausgesprochen abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen abseits vom Massentourismus und mit sorgfältig ausgewählten Unterkünften. Die Organisation hat perfekt geklappt und die Sicherheit war zu keiner Zeit ein wirkliches Thema. Umfulana können wir uneingeschränkt weiterempfehlen.



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