20.12.2010

Südafrikareise von L. und U. Odenthal

Liebe Umfulana Mitarbeiter,

ja wir sind wieder zurück von dieser wunderbaren Rundreise, wenn auch der erste Teil verregneten war. Es war ein unvergessliches Erlebnis, ein Zusammentreffen von unverwechselbaren Landschaften, sehr schönen Unterkünften mit überaus liebevollen, gastfreundlichen Menschen, die uns begegneten, und die immer wieder köstlichen Speisen und Weinen, die uns kredenzt wurden.

1. Tag: Landung in Kapstadt am 09.10.2010 um 8.15 mit BA, wunderschönes Wetter. Das wollen wir unbedingt nutzen und sofort den Tafelberg besuchen. Wir übernehmen das gemietete Auto und suchen mit Hilfe des Navigators unser Hotel in Kapstadt auf, dass wir in der 2. Woche für 4 Nächte als Quartier haben werden. Der Frage, ob wir unser Gepäck dort für einige Stunden abstellen können, weil wir nicht mit unserer ganzen Bagage an der Talstation der Tafelbergbahn parken wollen, stimmt Tania, die Hotelangestellte sofort zu. Die Fahrt mit der Seilbahn ist ein fantastisches Erlebnis. Der Blick von oben auf Kapstadt bleibt unvergesslich. Nach ca. 2 Stunden holen wir unser Gepäck beim Hotel ab und fahren zu unserem 1. Domizil nach Stellenbosch. Fahrtzeit ca. 45 Minuten. Die Unterkunft ist eine im englischen Bürgerhausstil gebaute, wunderschöne Unterkunft mit landestypischen Garten. Wir werden überaus freundlich von Pete empfangen und sitzen zunächst bei Kaffee und Gebäck auf der Veranda. Danach nehmen wir unsere Zimmer in Beschlag. Meine Frau und ich bekommen die Honeymoon Suite mit Hochzeitsbett. Am Abend Spaziergang in die Stadt mit Dinner in Wynhuiz – ausgezeichnet. Pete hatte uns gesagt, wir könnten auch bei Dunkelheit zu Fuß nach Hause gehen, "it is save in Stellenbosch". Das können wir bestätigen!

2. Tag: Hervorragendes englisches Frühstück mit sehr viel Obst und uns unbekannten Früchten. 10.00 Uhr deutschsprachige Stadtführung – geplant 2 Stunden – wir sind sehr wissbegierig – es werden 4 Stunden. Inge van Aarde wird nicht müde, unsere Fragen zu beantworten. Gegen 14.30 fahren wir im strömenden Regen das Wein Estate Warwick an. Sehr schöne, leckere Weine und ein passendes "ploughman platter" Am Abend Dinner in der Stadt. Es regnet immer noch ziemlich, somit beschließen wir mit dem Auto zu fahren. Viele Restaurants haben wegen des schlechten Wetters schon geschlossen, die anderen sind sehr voll. Uns bleibt nur das Restaurant des "Hotel Stellenbosch" Es ist mit dem "Wynhuiz" vom Vorabend nicht zu vergleichen aber o.k.

3. Tag: Abreise zum 2. Quartier. Es ist kühl, ca. 17° – 18°C, aber trocken. Wir machen einen kleinen Umweg über Paarl, wo wir eine ehemalige Schulkameradin von mir besuchen, die seit ca. 40 Jahren in Südafrika lebt. Wir sprechen über Land und Leute, Gott und die Welt und bekommen einen kurzen Einblick über das Leben in Südafrika. Am frühen Nachmittag fahren wir über Franschhoek nach Rouxwil. Franschhoek ist sehr schön gelegen, die Stadt ist sehenswert und in den Bergen gelegen, aber uns ist es zu nass und zu kalt. Nach Kaffee und Kuchen – Weiterfahrt. Ein Landschaftswechsel tritt ein. Wir verlassen die Weinregion und kommen in eine Prärielandschaft, wo Getreide wächst und Grasland vorherrscht. Hier gibt es viele Schafe aber auch auf bewässerten Weiden Rinderzucht. Wir erreichen die Rouxwil Farm mitten im hügeligen Grasland gelegen und werden überaus herzlich von O'nel und Thys begrüßt. Das Quartier ist groß und sehr schön. Kaffee, Tee, Kuchen, Portwein und Wein warten schon auf uns. Wir fühlen uns direkt wohl. Am Abend gegen 19.00 gibt es Abendessen, was wir von zu Hause aus bereits vorbestellt hatten. Wir sitzen zunächst am Kaminfeuer zusammen mit anderen Gästen aus der Schweiz und gleich gibt es Gespräche und einen Erfahrungsaustausch in englisch – deutschem Sprachkonzert. Das drei-gängige Menü ist delikat, der Wein mundet köstlich und die Stimmung mit den anderen Gästen ist wunderbar. O'nel und Thys verstehen es, hervorragende Gastgeber zu sein. Zum Schluss stellt Thys südafrikanische Brandys auf den Tisch, die ich alle drei probieren muss. Vom besten trinke ich ein Gläschen – köstlich und gute Nacht!

4.Tag: Wiederum ein hervorragendes Frühstück in südafrikanischer Manier. Anschließend fährt Thys mit uns im Jeep über seine Felder und wir bekommen einen groben Überblick über seine 1250 ha Weideland. Er erzählt und zeigt uns viel von seiner Arbeit und nach 2 Stunden haben wir einen kleinen Einblick bekommen, wie es auf einer südafrikanischen Schafsfarm zugeht. Dann geht es nach Hermanes zum Whale Watching. Von einer Klippe oberhalb Hermanes haben wir einen sehr guten Blick auf die Stadt. Wale sieht man von dort aus nicht. Von einem etwas ins Meer hinaus gebauten Platz aus in der Stadt können wir dann eine Menge Tiere beobachten, wie sie Abblasen und wie Buckel und Schwanzflosse auftauchen und wieder im Wasser verschwinden. Wegen der ziemlich hohen Dünung sind die Wale jedoch nicht direkt vor uns auszumachen, sie sind ca. 200 bis 300 Meter vom Ufer entfernt. Mit unseren Ferngläsern können wir die Szene sehr gut beobachten. Für Fotos hätte man jedoch ein gutes Teleobjektiv gebraucht. Da reicht unsere LUMIX nicht aus. Das Wetter ist gut, wir sitzen nach Mittag in der Sonne mit einem guten Kaffee und lassen die Seele baumeln. Gegen 15.00 fahren wir über eine empfohlene Nebenstrecke bis Caledon. Die Talstrecke ist wunderbar. Wir wechseln von Asphalt auf Schotter, doch die verstreut liegenden Farmen rechts und links im Tal bleiben. Zurück auf der N2 fahren wir bis kurz vor unseren Abzweig, wo wir auf Thys' Empfehlung am "Kraut und Rüben Durcheinander Laden" "Dassiesfontain" anhalten und hineingehen. Hier gibt es wirklich alles zu kaufen!! Das Kraut und Rüben Sortiment erschlägt uns förmlich. So etwas haben wir noch nicht gesehen. Es war gut, dort einen Blick hinein geworfen zuhaben. Etwa 10 Km in Richtung Westen auf der N2 finden wir ein neues Wein Estate mit einer interessanten Karte für Wein und Speisen. Wir nehmen einen kleinen Imbiss zu uns, der uns bis zum Abend Dinner bei O'nel auf den Beinen halten soll. Am späten Nachmittag zurück auf der Farm, werden wir sofort mit selbst gebackenem Bananenbrot versorgt. Aber, oh Gott, liebe O'nel es geht nichts mehr rein, und das Dinner am Abend braucht seinen Platz. Wir durften uns am Morgen für das Dinner etwas wünschen. Wir haben uns – natürlich – Lamm gewünscht. Es wird wieder ein köstliches 3 – Gänge Menü aufgefahren. Thys ist allein zu Hause. Die Schweizer sind leider wieder abgereist, die neuen Gäste sind leider noch nicht angekommen. So sitzen wir drei leider alleine an der großen Tafel und genießen wiedermals südafrikanische Köstlichkeiten, von Thys und seiner Küche zubereitet. Wir erzählen noch ziemlich lange mit ihm über das Gesehene des Tages. Heute gibt´s für mich drei verschiedene Gins als Absacker. Nach dem besten gehen wir dann mit Bettschwere zu Bett.

5. Tag: Der Tag beginnt wieder mit einem erstklassigen Frühstück. Danach heißt es Abschied nehmen. Eine tolle Unterkunft, die Landschaft, die Küche aber vor allen Dingen O'nel und Thys, unsere Gastgeber, werden unvergessen bleiben. Ihr Wahlspruch "Arrive as guests – leave as friends" haben wir erlebt. Nun geht es die N2 weiter Richtung Osten. Die Prärielandschaften mit dem dahinter liegenden Küstengebirge begleiten uns über lange Zeit. In Swellendam wird eine Mittagspause eingelegt. Wir parken mitten im Ort und suchen die auffällige, weiße Kirche auf. Leider ist sie verschlossen, aber bei einem Gang durch den Kirchgarten mit vielen weißblühenden Rosen können wir uns ein wenig die lahmen Beine vertreten. Gegenüber der Kirche befindet sich ein kleines Restaurant, dass wir aufsuchen, und wir lassen uns den selbstgebackenem Kuchen bei Kaffee und Tee gut schmecken. Dann geht die Fahrt weiter. Es regnet häufig und das Thermometer zeigt 15°C. Es kommt uns vor wie bei Regenwetter im Sommerurlaub an der Nordsee. Dann lenkt die veränderte Landschaft unsere Aufmerksamkeit wieder auf sie. Plötzlich fahren wir durch Wald, alles ist grün. Aber der Regen bleibt bis Knysna. Wir bemerken bald, dass uns der Navigator zu weit in den Ort hinein führt. Die Koordinaten scheinen nicht genau zu stimmen. Wir finden unsere Unterkunft jedoch sehr schnell. Dort werden wir in Deutsch mit rheinischem Akzent herzlich von Katrin begrüßt. In einem afrikanischen Rundbau unter Strohdach finden wir für 2 Nächte eine sehr schöne Unterkunft. Alles ist bestens und – von oben her scheint alles dicht. Am Abend suchen wir in Knysna die "Waterfront" auf. Katrin hatte uns einen guten Tipp mit dem "Dry Dock gegeben". Von einem städtischen Parkwärter wird uns ein Parkplatz zugewiesen. Im "Dry Dock" sitzen wir warm, essen leckeren Fisch zu Abend und fühlen uns sauwohl – mal wieder bei Sauvignon Blanc . Nachts träumen wir von 30°C warmen Sommerwetter. Das Dach bleibt dicht! Nur am Dachfenster tropft es rein.

6. Tag: Das südafrikanische Frühstück, wieder mit vielen Früchten, ist ausgezeichnet und überaus reichhaltig. Katrin gibt uns ein paar Tipps, was wir nach dem Stadtbesuch machen können. Die Stadt ist schön. Wir meinen hier schon ein wenig mehr auf afrikanischem Kontinent zu sein. Es ist sehr quirlig, viele farbige Menschen, ein afrikanischer Markt am Stadtrand, aber auch Pubs, die an England erinnern. Wenn wir Menschen ansprechen, sind alle wiederum sehr freundlich und uns werden immer herzliche Blicke entgegen geworfen. Anschließend fahren wir zu einer der Heads. Der Eingang zur Lagune wird beidseitig von den Heads flankiert. Toller Ausblick auf die wunderschöne Landschaft, nur leider getrübt durch den Regen. Wir fahren weiter in einen kleinen National Park ähnlichen Küstenstreifen, stellen das Auto ab und unternehmen eine zweistündige Rundwanderung. Der Blick fällt auf eine atemberaubende steile Küstenlandschaft. Wegen des anhaltenden Regens haben sich einige tief abfallende Wasserfälle gebildet. Toll, aber für unsere Augen sind wir nicht in Afrika. Am Abend geht's wieder zur Waterfront. Heute folgen wir einer Empfehlung unserer niederländischen Freunde und suchen das "S34" Fischrestaurant auf. Es ist ausgebucht, somit sind wir froh, dass Katrin uns einen Tisch reserviert hat. Hier finden wir eine überaus umfangreiche Speise – und Weinkarte vor. Ich traue mich sogar Austern zu bestellen – köstlich frisch, wunderbar serviert. Und die folgenden Hauptspeisen sind alle fantastisch. Es herrscht eine fröhliche Stimmung im Lokal. Neben uns sitzen Südafrikaner aus Durban. Wir kommen mit ihnen ins Gespräch und sie empfehlen uns, beim nächsten Südafrikabesuch um diese Jahreszeit nach Durban zu kommen. Dort ist immer Sommer. Abends nach einem Absacker an der kleinen Bar in unserer Unterkunft verkriechen wir uns wieder in unsere warmen Betten.

7. Tag: Wieder ein herrliches Frühstück. Die Fahrt geht weiter in Richtung Port Elizabeth. Das Wetter bessert sich. Nächster Stopp ist im Tsitsikama National Park die Hängebrücken über den Storms River Mouth. Die Flora hat sich nach dem Regen prächtig entwickelt. Die Hängebrücken sind nach ca. 30min. Fußweg zu erreichen. Es ist recht einfach mit Hilfe der Hängebrücken die Flussmündung zu überqueren – ca. 40 m lang, etwa 7 m über dem Wasser. Dann kehren wir zum Auto zurück es geht weiter an PE vorbei zu unserem nächsten Quartier. Mitten in einer Orangenplantage finden wir eine großartige Unterkunft vor. Die Zimmer sind luxuriös, überaus großzügig, ein frappierender Unterschied zu unserer letzten Bleibe in Knysna. Das nun endlich sonnige Wetter tut sein übriges hinzu. Abends gibt es ein 4 – gängiges köstliches Abendmenü. Das Serviceteam ist erstklassig. Wir sitzen an der offenen Türe, die Abendkühle wird durch Gasöfen verdrängt. Auf unserem Zimmer spielen wir bei einem guten Wein Scrabble bis uns die Augen zufallen.

8. Tag: Wie immer ein herrliches Frühstücksbuffet vom Serviceteam angerichtet. Wir genießen schon wieder! Dann geht es mit einem 9 – Sitzer Jeep auf Safari in den Addo Elephant National Park. Wir sehen lange keine Elefanten, nur kleinere Wildtiere, wie Warzen- schweine, Erdmännchen, Landschildkröten. Frank, unser Wildhüter und Fahrer fragt mehrfach bei seinen Kollegen, ob sie bereits Elefanten gesehen hätten. Sie weisen uns die Richtung. Auf dem Wege dorthin zeigt uns Frank die Stelle, an der er gestern mit seinen Safarigästen 8 Löwen in nur ca. 40 m Entfernung beobachten konnten, die ein Kudu gerissen hatten. Heute war nur noch das Gehörn zu sehen. Dann endlich die erste Elefantenherde! Fantastisch diese großen Tiere in freier Natur so nahe beobachten zu können. Wir sehen bis zum Mittag sicherlich 50 Elefanten, die sich langsam durch das bis zu 4 m hohe Dornengestrüpp hindurchbewegen und genüsslich fressen. Sie beobachten uns und verhalten sich absolut friedlich. Wir sehen kleine und große Tiere. Am besten gefallen uns die Elefantenkinder in den Herden mit ihren noch etwas unbeholfenen Bewegungen. Weiterhin sehen wir Schakale, immer wieder Warzenschweine und viele unbekannte Vögel. Nach einem ausgeprägten Mittagsimbiss verlassen wir den Park wieder und kehren zum Guest House zurück. Den Nachmittag verbringen wir am Pool in der Sonne und wir genießen eine Entspannungsmassage. Abends wieder das leckere Abendmenü. Es war ein sehr schöner Tag.

9. Tag: Es geht durch die unbewohnte Halbwüste Richtung Oudtshoorn mitten in der Kleinen Karoo – Straußenland. Die Straße haben wir über lange Strecken für uns alleine. Sie läuft einfach geradeaus, bis sie in einem Endpunkt verschwindet. Hin und wieder sehen wir einen sich bewegenden Punkt, der sich aus diesem Endpunkt herausschält. Er vergrößert sich langsam, dann irgendwann wird es zu einem Auto. Dann erreichen wir irgendwann eine kleine Stadt. Hier gibt es sogar eine Tankstelle. Das war auch bitter nötig, denn wir fahren fast auf Reserve. Bei Beginn der Fahrt hatte der Kalkulator noch Sprit für 260 km angezeigt. Mittags halten wir in Willowmore, ein Kaff mitten in der Halbwüste. Es gibt Geschäfte, Gaststätten und ein Kaffe. Dort kehren wir ein. Die Inhaberin bezeichnet ihr Kaffe als das beste der Kleinen Karoo. Kaffee, Tee und Kuchen sind auch wirklich bestens – alles selbst gemacht. Wir kommen mit ihr ins Plaudern. Wovon die Leute denn hier leben will ich wissen. Von Schafen und den Touristen und einer Ziegelsteinfabrik. Sie ist eine Weiße und stammt aus Rhodesien. Vor über 50 Jahren ist sie mir ihren Eltern hierhin gezogen, und „es ist wunderschön hier“. Wir finden es auch schön hier. Aber wir fahren dann weiter. Die Landschaft ändert sich kaum, hügelig mit Dornengestrüpp, am Horizont immer wieder Berge, an den meisten fahren wir vorüber. Manchmal aber führt die Straße auch quer hindurch – und dann wird es interessant. Dann hat sich die Landschaft geändert. Plötzlich sind wir im Gebirge, aber nur für wenige Kilometer und dann geht’s wieder so wie vorher. Bald erreichen wir Oudtshoorn, dann unsere Straußenfarm. Als wir vorfahren, gibt es wieder ein tolles Hallo. Andre reicht uns zur Begrüßung einen Drink. Südafrikanischer Portwein im Straußenei serviert – köstlich! Die Zimmer sind sehr schön mit Blick auf die Swartberge im Norden. Das Wetter ist heiß! Auto ausräumen und dann gleich zum Pool. Am Abend gibt es Braai, einen südafrikanischer Grillabend. Andre bereitet Straußenfilet zu. Medium – rar so soll es am besten sein. Wir probieren erst einmal Medium und fast Welldone. Medium ist für mich schon zu lange. Welldone ist too dry – trocken. Straußenfleisch hat kein Fett, deswegen geht welldone nicht gut. Dazu gibt es Salat, Gemüse und Kartoffelgratin. Der Wein ist mal wieder hervorragend. Das Super – Dessert schließt den Magen. Wir genießen mal wieder! Der Himmel ist klar. Wir suchen das Kreuz des Südens. Es wird kühl! Eine Jacke bringt Abhilfe.

10. Tag: Super Frühstück! Draußen auf der Terrasse. Gleich machen wir eine Farmbesichtigung, Koos ist unser Führer und er hat wahrlich viel zu erzählen – über die Geschichte und der Besiedelung der Karoo, wie kam es zur Straußenzucht, Straußenzucht damals und heute. Dann fahren wir über einen Teil des Farmgeländes, seine Schilderungen sind sehr beeindruckend, er weiß sehr viel und er kann es auch sehr schön rüberbringen. Er spricht ein langsames Englisch. Die Farm wurde gegründet um 1860 von einem deutschen Siedler namens Keller. Seine Nachfahren – immer noch mit dem Namen Keller – bewirtschaften die Farm heute. Sie hat ca. 5000 Strauße und ist ca. 5000 ha groß. Das wichtigste ist das Inkubatorgebäude. Wir sehen alles, von den Eiern über die schlüpfenden Straußenbabys bis zu den geschlüpften Küken, von denen wir eines in die Hand nehmen dürfen, putzig die Kleinen. Danach geht es in die Stadt Oudtshoorn. Wir suchen ein nettes Gartenlokal auf und laben uns an Bier und anderen Leckereien. Anschließend noch ins Museum, dann Heim an den Pool und nichts mehr!! Abends dann wieder Braai mit Strauß und Lamm und leckeren landestypischen Beilagen. Wir sitzen gemeinsam mit zwei niederländischen Ehepaaren an einem großen Tisch draußen auf der Veranda und genießen mal wieder. Wir unterhalten uns sehr angeregt und es gibt viel Spaß.

11. Tag: Rückkehr nach Kapstadt, es geht wieder durch die Halbwüste immer gerade aus. Wenn’s kurvig wird, wird es auch interessant. Dann fahren wir über einen kleinen Pass. Als es wieder talwärts geht, liegt ein grünes Tal unter uns. Wir pausieren in Berrydale und trinken in einem wunderschönen kleinen Kaffe Kaffee, Tee und Cola. Wir sitzen auf der Veranda, klassische Musik erklingt aus Inneren des Gebäudes. Drinnen läuft der Fernseher mit einer Liveübertragung von den Salzburgerfestspielen. Ich staune! Dann sehe ich erst das wahnsinnig tolle Interieur des Kaffes. Der Inhaber, ein sehr freundlicher Mann, hat hier Requisiten der 40-ger 50-ger und 60-ger Jahre zusammen getragen und alles toll in den Gaststuben platziert. Die Wände hängen voll, viele Sideboards und andere Stellmöglichkeiten sind liebevoll dekoriert mit all diesem Zeugs. Mitten drinnen ein langer Tisch, der schon klassisch eingedeckt ist fürs Dinner am Abend. Er erwartet eine Gruppe belgischer Radfahrer. Die Nationalflagge steht schon bereit. Der Garten ist das nächstes bestaunenswertes Detail des Gasthauses, der zwar ein bisschen wild erscheint, aber wunderschön in der Mittagssonne liegt und absolut zu diesem Kleinod passt. Es begeistert uns mal wieder. Die Gästezimmer sind klein aber sind ebenso verlockend und laden ein, eine Nacht hier zu verbringen. Dann geht es weiter Richtung Kapstadt. Die Fahrt dort hin wird hinter Botriver, wo wir über einen beachtlichen Pass fahren, regelrecht spektakulär. In vielen sehr engen Kurven windet sich die N2 über die Berge. Oben angekommen haben wir einen wunderschönen Blick über die Falsebay. Dann geht es ebenso kurvenreich wieder hinunter immer weiter Richtung Kapstadt. Bald sind wir an unserem Guest House angekommen, in dem wir die letzten 4 Nächte bis zu Abreise nach Deutschland zubringen.

12. bis 16. Tag: Das Guest House liegt im Stadtteil Bakoven mit Blick aufs Meer. Es ist sehr schön gelegen und in 4 Ebenen unterteilt. Die unterste Ebene hat einen direkten Zugang zum Garten, der vom Inhaber selbst angelegt wurde und mit sehr viel Aufwand und Geschick gepflegt wird. Leider haben wir von dieser Etage nur beschränkt Ausblick auf den Atlantik. Das Frühstück ist wiederum typisch südafrikanisch; es gibt deutsches Brot. Das Serviceteam ist wiederum sehr freundlich, wir fühlen uns wohl.
Die verbleibenden Tage verbringen wir in Kapstadt und Umgebung. Wir besuchen das Kap Der Guten Hoffnung mit einer Fahrt über Cheapmen’s Peak, wir machen eine Stadtrundfahrt mit der Roten Linie, wir besuchen den Wachwechsel im Castle, natürlich die Waterfront mit einem Besuch beim Oktoberfest im Paulaner. Die Stadt ist immer eine Reise wert. Samstags nachmittags geht’s wieder nach Hause, mit dem Wunsch bald erneut das Land zu besuchen. Wir freuen uns auf diese Rückkehr und hoffen, dass alle Südafrikaner ihr Land so wunderschön erhalten, wie wir es nun verlassen.

Den Mitarbeitern von Umfulana ein herzliches Dankeschön. Alles hat reibungslos geklappt, die aufgesuchten Quartiere waren alle gut bis exzellent, besonders hervorheben möchte ich nochmals, dass wir überall absolut herzlich empfangen, beherbergt und bewirtet wurden.
Mit Ihnen würden wir jederzeit nochmals planen und reisen. Dankeschön!!


Mit herzlichen Grüßen

Liane und Ulrich Odenthal
Edelgard Hoffmann



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