29.12.2011

Südafrikareise von Tanja Vollmer

Zum zweiten Mal sind wir nun nach Südafrika geflogen und – um es vorweg zu nehmen – wir waren wieder begeistert.
Am Flughafen in Kapstadt wurden wir abgeholt und dann nach Stellenbosch gebracht. Das Guesthouse war superschön und alle sehr freundlich. Wir haben dort 3 Tage verbracht und Stellenbosch ist ein sehr guter Ausgangspunkt für die wine-lands. Man kann über einige Pässe nach Franschoek fahren, Paarl ist nicht allzu weit entfernt.....man kann also so manches Tröpfchen versuchen.
Von Stellenbosch aus sind wir durch die kleine Karoo Richtung Garden Route gefahren, haben uns Robertson und Montague angesehen...und dann "etwas" abgekürzt . Wir sind nicht über Oudtshoorn gefahren sind, sondern nach Heidelberg und dort auf die N2. Es zieht sich doch etwas durch die Karoo. ...
In Wilderness haben wir direkt an der Lagune gewohnt und unsere Gastgeberin war total nett. Sie hat uns Tipps gegeben, wo man am besten essen, was man unternehmen . Wir sind den Kingfisher Trail gegangen und haben den Big Tree besichtigt, waren am Swartvlei-Strand, wo ausser uns keine Menschenseele war. Die Tipps waren allesamt klasse.
Auf dem Rückweg Richtung Kapstadt sind wir einem Umweg über den südlichsten Punkt Afrikas, Cape Agulhas, gefahren. Es ist dort nicht so sehr viel geboten, aber ich denke, man muss schon mal hin, wenn man so nah ist. Für eine Nacht haben wir dann in De Kelders (bei Gansbaai) gewohnt. Von unserem Balkon aus haben wir Wale beobachten können und den phänomenalen Sonnenuntergang – phantastisch. Unsere Gastgeber haben an dem Abend auch gekocht und wir haben uns darauf eingelassen. Es war eine lustige Runde und das Essen einfach klasse. Da waren wir sicher nicht zum letzten Mal.
Am nächsten Tag sind wir dann über Hermanus nach Kapstadt gefahren.
In Kapstadt selbst haben wir uns das Bo Kaap Viertel angeschaut; die bunten Häuschen sind auf jeden Fall ein Photo wert. Wir waren auf dem Markt und haben Souvenirs gekauft und natürlich gehandelt .-)
An zweiten Tag sind wir ans Kap der Guten Hoffnung gefahren über Camps Bay, Hout Bay -> den Chapmans Peak Drive entlang. Für uns ist das eine der schönsten Strassen der Welt, vor allem, wenn das Wetter mitspielt.
Von Kapstadt aus sind wir nach Durban geflogen und haben dort etwas nördlich von Durban, Shaka's Rock,eine Nacht verbracht. Der Ausblick von der Terrasse war wunderschön, direkt auf's Meer.
Am nächsten Tag ging es weiter die Ostküste entlang bis in den St. Lucia Wetlands Park. Wir haben unser Auto auf dem Gelände einer Cashewnuss Plantage geparkt und wurden mit einem 4x4 Landrover abgeholt....was auch gut war, wie sich herausstellte.
Die Fahrt dauerte eine Stunde zur Lodge. Aber das ist es wert. Die Lodge liegt wundervoll und vom Balkon aus kann man das Meer sehen.. Die einzelnen Zimmer bzw. Rondavels sind so perfekt in den Wald "eingebaut", dass man Mühe hat, den Nachbarn zu sehen. Das Programm, welches angeboten wird, reicht von Sundowner am See, bis zur Beobachtung von Schildkröten, die dort nachts ihre Eier ablegen. Uns wurde gesagt, dass das Ganze ein "community project" sei und die Mitarbeiter fast ausnahmlos aus dem nahegelegenen Dorf kommen. Die Cultural Tour hatten wir auch gebucht und im Dorf wurde uns die Schule gezeigt, das Krankenhaus....man konnte spüren, dass die Mitarbeiter sehr stolz auf das sind, was sie machen.
Wir würden jederzeit wieder dort buchen. es war so schön und entspannend – leider hatten wir nur 2 Nächte.
Von dort aus ging es dann nach Swasiland. Es ist eine Erfahrung für sich, die Grenze von Südafrika nach Swasiland zu überqueren. Es ging aber alles recht flott und nun haben wir einen Stempel von Swasiland im Pass.
Vor dem Mkhaya Game Reserve wurden wir wieder abgeholt und nach einer Fahrt durch das Reserve zu unserer Unterkunft gebracht. Mein erster Gedanke war – Flucht. Ich wusste von der Reisebeschreibung, dass es im Camp nur Petroleumlampen gibt und auch, dass das Rondavel, welches wir gebucht hatten, "offen" ist. Aber lesen und dann sehen sind zwei Paar Stiefel. Ich dachte, dass ich kein Auge zu tun würde in der Nacht. Aber erst einmal gab es Abendessen. das gab es auch im Schein von zahlreichen Petroleumlampen und es war klasse. Danach wurden wir zu unserem "Zimmer" begleitet und dort hatte man schon 5 Lampen auf der Aussenmauer für uns aufgestellt. Ins Bett bin ich mit dem Gedanken ins Bett, dass ich eine schlaflose Nacht haben würde. Tja, es kommt oft anders als man denkt. Ich habe wunderbar geschlafen. Die Geräusche der Tiere in der Nacht....nur am Anfang ein wenig "gewöhnungsbedürftig". Ich würde es jederzeit wieder buchen!! Am Morgen wurden wir mit Tee und Muffin für eine Safariausfahrt geweckt. Mit einer warmen Dusche, von der aus man natürlich auch raus schauen konnte, wurden die Lebensgeister geweckt und los ging's. Wir haben zahlreiche Antilopenarten gesehen, darunter auch die seltene Tsessebee, Elefanten, Nashörner, Giraffen, Nilpferde....
Nach dem Frühstück ging es für uns weiter Richtung Kruger Park. Wieder haben wir die Grenze passiert und haben uns noch überlegt, einen Abstecher nach Mozambique zu machen, welches nur ca. 50 km entfernt war. Aber, wir wollten ja in den Park.
Dort sind wir dann stundenlag umhergefahren und haben auch dort Elefanten gesehen, Zebras, Schildkröten, Nashörner, Mangusten, Affen....
Unser Übernachtung im Kruger Park war in einer Art Ferienpark (zumindest erinnerte uns das Ganze an Holland). Wir hatten eine Grillstelle dabei und so gab es an dem Abend Braai.
Am nächsten Tag sind wir aus dem Kruger Park raus und ins private reserve "sabi sands".
In der Lodge waren wir nun zum zweiten Mal und waren wieder begeistert.
Morgens eine Ausfahrt, dann die Wahl zwischen 1 Stunde durchs Gelände streifen mit einem Ranger oder aber mit dem Wagen zurück ins Camp. Wir hatten uns für den "Spaziergang" entschieden und prompt eine Speikobra gesichtet. Ich glaube, so unbeweglich stand von uns 6 noch keiner. Aber zu jeder Zeit hatten der Ranger und der Spurensucher die Situation unter Kontrolle. Uns wurden auch die kleinen Tiere gezeigt wie Spinnen, Käfer und auch die Blumen und Bäume erklärt.
Nach dem Frühstück hatten wir Freizeit bis zum Mittagessen und dann ging es um 16h schon zur nächsten Ausfahrt. Wir haben ein Chamäleon gesehen, Löwen, einen Wüstenluchs, Schakale, Hyänen....
Am Abreisetage haben wir die Morgenausfahrt noch mitgemacht und sind nach dem Frühstück Richtung Blyde River Canyon aufgebrochen. Das muss man gesehen haben, denn die Aussichtspunkte sind grandios. Man hat einen tollen Blick über den Canyon.
Dann mussten wir aber weiter nach Johannesburg, wo unser Flug um Mitternacht gen Heimat ging.
Wir waren sicher nicht zum letzten Mal in Südafrika und wir sind immer wieder über die tollen Guesthouses, Lodges, Camps begeistet. Bisher ware wir mit allen zufrieden und fruen uns schon auf die nächste Reise mit Umfulana.



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