05.02.2012

Südafrikareise von Gerd zu Jeddeloh

Hallo Frau Thiemann
Vor ca. einer Woche sind wir aus Südafrika zurück und sind mitlerweile auch aklimatisiert, was bei 40 Grad Unterschied (von über 30 auf -10 Grad) nicht so spaßig war.
Aber wir sind zurück mit tollen Eindrücken und Erinnerungen. Dabei fing es alles nicht so klasse an. Wir waren beim Schweizer Hans in Haselview (tolle Unterkunft und perfekter Gastgeber) wo uns ein starkes Regenschauer einen Tag raubte. Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug in den Kruger Park. Wir hatten viel Glück und konnten bis Mittag schon die Big Five abarbeiten. Überhaupt sahen wir erstaunlich viele Tiere. Später erfuhren wir das die Tierwelt wohl von einem Unwetter vor sich hergetrieben wurden. Dieses Schlechtwettergebiet mit unheimlichen Regenfällen erreichte uns dann auch am Nachmittag. In kürzester Zeit liefen alle Senken voll Wasser und kleine Bäche schwollen zu reißenden Flüssen an. Wir fuhren durch Wassersenken bis zum Fluß wo es nicht mehr weiterging. Mit viel Glück erreichten wir diie Unterkunft Skukusa im Kruger Park. Eine Ausfahrt aus dem Park war wegen der Zerstörung zahlreicher Brücken oder den hohen Wasserständen nicht mehr möglich. Das bescherte uns eine Nacht in unserem Auto bzw eine Matratze in der Notunterkunft Schule für unsere Mitreisenden. Eine Nacht im Auto ohne Decken und Matratze ist für über 50-jährige wohl das letzte große Erlebnis. Aber wir haben alles gut überstanden und konnten am nächsten Tag in einem Konvoi den Park über große Umwege verlassen.
Die Bush Lodge mußten wir leider vergessen, sie war in folge des Hochwassers für mehrere Tage nicht erreichbar. Wir wurden umgebucht auf Berg en Dal im Kruger Park.
Hier blieben wir eine Nacht und schoben noch eine weitere privat Game Lodge in Zwasiland ein. Doch vorher genießen wir noch einen Tag in Bucklers Afrika. Eine tolle Unterkunft am Krokodile River, exelentes Frühstück und hervorragender Service.
Sehr stilvoll war auch die Game Lodge Leopard Mountain. Einerseits begeistert die tolle Aussicht und das entspannende Ambiente andererseits werden schon früh morgens noch in der Dunkelheit beginnende Game Drives angeboten. Elefanten, Nashörer, Büffel, Zebras und Giraffen sieht man hier zu hauf. Schön waren hier auch die abendlichen Picknicks im Busch auf der Haube des Range Rovers. Es reichen Wein, Brot und Biltong für eine entspannte Atmosphäre zum Fachsimpeln und zum Erfahrungsaustausch.

Sehr schön war es auch an der Küste bei Durban im Landhaus von Premier Botha. Ein Haus mit viel Geschichte und sehr netten Gastgebern. Wir machen Wandrungen in der Umgebung und baden in der gewaltigen Brandung des indischen Oceans. Schwiegertochter Susanne kommt aus Hamburg und freut sich ebenso wie der Schwiegervater auf den bald kommenden Nachwuchs.
Viele nette Leute lernten wir auch in Hermannsburg und der Unterkunft Morgentau kennen. Erstaunt nahmen wir zur Kenntnis das es in Hermannsburg einen Pastor Bach gab und das Mervin Rabe (ein plattdeutsch sprechender Tourismusmanager) hier sehr bekannt war. Herr Rabe war unser Ansprechpartner in SA, und wir hatten einige unterhaltsame Telefonate mit ihm. Leider wußten wir nicht das er auch platt spricht .Unsere Gastgeberin Quantas erweist sich als hervorragende Köchin und hat als Desingnerin ein Fabel für Dekoration und Kleidung. Sie lebt mit ihrer 105-jährigen Mutter in diesem Haus. Wir sind erstaunt wie sie alles managed und alles spielend unter einen Hut bekommt. Sie organisiert uns noch eine Besichtigung in der Tanin-Fabrik in der Nachbarschaft und organisiert eine Tour zu den Zulus mit Stella.
Zu Stella finden wir einen besonderen Draht und es wird ein wunderschöner Ausflug. Wir besuchen eine Zulu Familie. Die Familie stellt Ton Gefäße in Handarbeit her und bietet diese auch zum Verkauf an. Die Frauen kaufen von der Keramik. Ich werde mit einem Zulu Mann einig mir seine Flitsche (selbstgefertigte Gummiflitsche zur Schlangenabwehr) zu verkaufen. Zum Abschluß des Ausflugs machen wir mit Stella ein Picknick an einem Fluß.

Unsere letzten Tage verbringen wir in der Mountain Lodge. Eine Unterkunft in den Drakensbergen in abgeschiedener Stille. Hier ist es nicht so heiß aber angenehm. Für die letzten zwei Tage wandern wir in den Bergen. Am zweiten Tag geht es für ca. sieben Stunden rauf und runter und durch Flüsse und Wasserfälle. Durchgeschwizt und erschöpft erreichen wir wieder unsere Herberge. Nach einem Bad im schönen Pool und ein riechhaltiges Dinner schlafen wir wie die Murmeltiere.
Am nächsten Tag beginnt unsere Rückreise. Um sa zwei Uhr sind wir wieder in Johannisburg. Die Mietwagenrückgabe ist unproblematisch. Unser Gepäck können wir gleich einschecken, so haben wir noch Zeit für eine Stadtrundfahrt. Wir suchen uns einen Kleinbus mit vertrauenswürdigen Fahrer. Er kutscht uns zwei Stunden durch die Stadt und erzählt und singt. Ein Glücksgriff nach dieser eindrucksvollen Urlaubsreise.

Schöen Dank für die gute Organisation an das gesamt Umfulana Team.

Uta und Gerd zu Jeddeloh



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