12.02.2012

Südafrikareise von Marie-Christine Leppers

Unsere erste Reise nach Südafrika über Weihnachten 2011 und Silvester 2011/2012

Winelands – Cascade Country Manor über die Weihnachtszeit 24.-26.12.2011:
Eine wunderschöne Unterkunft einer netten deutschstämmigen Familie aus Namibia. Zauberhaft angelegter Garten rund um ein großzügiges Haus. Gute Küche, phantastische Weinkarte, liebevoll gedeckte Tische auf toller Terrasse. Der ideale Ort, um sich zu entspannen und zu erholen von den letzten extrem stressigen Vorweihnachtstagen zuhause.
Leider hatten die Weingüter über die Feiertage geschlossen. Ein Grund mehr, nochmals hinzufahren.

Auf der Tour zum Karoo National Park haben wir einen kurzen Stop in Matjesfontein gemacht, den ich jedem, der die N1 entlang fährt, empfehlen kann. Ein denkmal geschütztes englisches Strassendorf. Es lohnt für einen Kaffee oder einen Toast anzuhalten. Man wird versetzt in eine längst vergangene Zeit. (Die Stadtrundfahrt mit einem englischen Doppeldecker dauert 4 Minuten).

Karoo National Park: 26.12.-28.12.2011:
Da wir zum ersten mal in Südafrika unterwegs waren, auf jeden Fall ein lohnender Stop (wir erleben die 1. Safari unseres Lebens), müssen aber nicht noch einmal hier her.

Die Fahrten mit dem Pkw durch diese Landschaft ist sehr beeindruckend. Das Fahren bei Linksverkehr geht erstaunlich gut. Wir würden aber der Vereinfachung wegen bei der nächsten Reise einen Pkw mit Automatik wählen.

Auf dem Weg nach Cradock halten wir in Aberdeen und trinken eine himmlische Limonade in einem plüschigen Café mit einem Wellblechklo, das hinreißend englisch dekoriert ist und essen in Graaff-Reinet ein Stück Kuchen. Alles Orte, durch die wir schlendern und wo man immer wieder vor Erstaunen stehen bleibt.

Cradock, 28.12-30.12.2011:
Unser Hotel ist dieses mal eine Ansammlung von kleinen Häuschen entlang der Market Street. Unser Quartier hat den Namen "Out of Africa" und auch hier staunen wir über die Größe der Wohnung. Wir haben 2 Schlafzimmer, ein großzügiges Bad mit sep. WC, ein Wohnzimmer, einen gedeckten Esstisch und eine Küche mit einer anschließenden Terrasse. Alles ist mit vielen Kleinigkeiten hinreißend dekoriert und eingerichtet.
Wir gehen im Glauben, auf der ganzen Reise nicht noch besser unter zu kommen, aber....
Vorher lassen wir uns mit einem Abendessen und einem Frühstück im Haupthaus verwöhnen. Feines Geschirr, Vollsilber als Besteck – everything very british. Rundgang durch die sehr überschaubaren Sehenswürdigkeiten. Kurzer Abstecher zum Great Fish River, der aber schmutzig und klein ist.

Zum Jahreswechsel nach Addo, 30.12.2011-01.01.2012:
Großartige Unterkunft mit eigener uneinsehbarer Terrasse und eigenem kleinen Pool. Verpflegung vom Feinsten – hier würden wir sofort noch länger bleiben wollen.
Geführte Safari durch den Addo Elephant Parc. Wir sehen überraschend viele Tiere und sind ganz benommen von der Schönheit.

Tsitsikamma National Park Camp, 01.01.-02.01.2012:
Einfache aber spektakulär gelegene Blockhütte. Wir sind begeistert von der gesamten Umgebung, brechen am nächsten morgen zu einem ausgedehnten Spaziergang auf und wären gerne noch länger geblieben (beim nächsten mal denken wir daran, Grillfleisch mitzunehmen).

Wilderness, Hilltop Country Lodge, 02.01.-05.01.2012:
Auf der Gardenroute machen wir halt auf einem Anwesen hoch über dem Strand von Wilderness, den wir vom Bett aus liegend sehen können. Wir können uns nicht satt sehen an der Schönheit dieser Natur und dem Zauber, der überall in der Luft liegt.
Das Quartier eine Wucht und die Gastgeber ganz reizend. Ein absolutes Muß! Hier bekamen wir das allerbeste Frühstück. Allerdings ist der Hinweis in den Reiseunterlagen falsch, dass sich auf dem Gelände ein Fitnessraum befindet – uns hat er nicht gefehlt.

Oudtshoorn, 05.01.-07.01.2012:
Eine ehemalige Straußenfarm. Schöne Bleibe, lustiges Personal.
Hier begeben wir uns das einzige mal, selbstverschuldet, in Gefahr.
Wir beziehen das Zimmer, räumen das Auto komplett aus und wollen am Abend noch auf ein Bier nach Oudtshoorn rein fahren. Alles gut, aber wir nehmen die falsche Ausfallstrasse zurück, sind im Glauben richtig zu sein und verfahren uns komplett. Es ist Nacht, wir haben keine Strassenkarte im Auto und unser Navi hat die letzten GPS-Daten nicht gespeichert. Wir fahren ziemlich lange im Kreis herum, bis wir endlich im Guest House zurück sind.
Die Besichtigung der Straußenfarm war nicht unser Ding, sicherlich Geschmacksache.

Pringle Bay, Wild Olive Guest Lodge, 07.01.-09.01.2012:
So etwas Wunderbares! Wer das Glück hat, von Gloria und Peter Langer verköstigt zu werden, der ist sehr gut dran. Ein zauberhaftes Stück Erde, in zauberhafter Umgebung und reizenden Menschen, die wir gerne noch einmal besuchen möchten.

Kapstadt, Rouge on Rose, 09.01.-13.01.2012:
Und zum Schluss das (fast) Beste. Eine grandiose Stadt, in der man natürlich noch viel mehr Zeit hätte verbringen können. Dank unserer Hotelbesitzer sind wir genau am richtigen Tag auf den Tafelberg und hatten eine Aussicht ganz ohne das berühmte "Handtuch". Sehr zu empfehlen ist es auch, ein Busticket zur Erkundung der Stadt zu erwerben. Alles schön im Doppeldecker erklärt bekommen, überall ohne eigenes Auto hin zu kommen – herrlich!
Die Gastgeber waren sehr hilfreich für alle geplanten Unternehmungen in der Stadt, wir durften das Zimmer am Tag der Abreise bis 17.00 h behalten, man half uns mit allem und es gab zum Frühstück ein wunderbares Müsli mit frischem Obst und Joghurt! Das Zimmer geräumig, die Lage des Hotels fußläufig zur Innenstadt. Genial.

Alles, wirklich alles oben beschriebene ist zur Nachahmung empfohlen.
Wichtig noch für Ängstliche: Ein Navi hilft enorm die auch mal abgelegeneren Quartiere problemlos zu finden und denkt, anders als wir, schon im Vorfeld an einen internationalen Führerschein!

Wir werden sicherlich wieder hin reisen und freuen uns auf die nächste Tour!

Grüße

Marie-Christine Leppers



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