19.10.2012

Südafrikareise von M. D.

Liebe Frau Tiemann,

mein Mann und ich haben die von Ihnen geplante Reise sehr genossen. Sie haben in den für uns möglichen Zeitraum eine sehr durchdachte Reise organisiert. Das schwarze Ringbuch steckte immer im Seitenfach der Autotüre . Es war klar, informativ, mit den Fotos ansprechend gestaltet und half sehr gut, das jeweilige Ziel zu finden. Ab jetzt ist es ein schönes Reiseandenken.
Wir haben uns vor Ort doch noch für ein Navigationsgerät entschieden, es half wenn wir uns verfahren hatten. Von Middelburg zur Abbruchkante nahmen wir den Weg über den Long Tom Pass. In Belfast konnten wir keinen Hinweis auf die R 540 nach Dulstroom entdecken, wir landeten in einem verzweigten Wohngebiet, aus dem uns das Navi dann herausbrachte.
Die Unterkünfte waren alle in Ordnung, die meisten besonders schön, jede auf ihre Art.
Sie fragen nach besonderen Eindrücken, da kommt an erster Stelle doch Sabie Sand mit der Bush Lodge. Die Lodge ist wunderschön in die Landschaft gebaut, und die Pirschfahrten mit Willi waren ein Erlebnis. Er hatte ein ruhige freundlich Art, uns zu informieren und die Tiere zu zeigen, wir hatten das Glück, wirklich sehr viele sehen zu können.
Im Gegensatz dazu hatten wir im Hilltopcamp für unseren Bushwalk einen anstrengenden Führer. Er fühlte sich berufen, uns fast pausenlos darauf hinzuweisen, dass wir uns auf die Natur einlassen sollen und sie umarmen sollen. Dafür bezahlten wir 250 Rand pro Person. Das stand in keinem Verhältnis nach unsrer Meinung. Im Reiseführer war von 60 Rand die Rede, aber das mag ja schon ein paar Jahre her sein.
Nicht vergessen werden wir auch den Abend und die Nacht im Wilderness camp.
Romantisch die Beleuchtung durch die vielen Petroleumleuchten, das Speisen bei Lagerfeuer unter dem großen Baum. Die Luft zum Schlafen war nirgends so angenehm wie in dieser offenen Hütte.
Hermannsburgs Highlights waren Quantas Umsorgung, der Gang durchs Museum, das Baden in Lilani, die Fahrt dahin etwas abenteuerlich, weil kurz vorher ein Erdrutsch von der Straße geschoben worden war, so recht und schlecht.
Stella fuhr mit uns zu einer Siedlung von 3 Zulufrauen, die schöne Töpferwaren herstellen. wir saßen zusammen in der Rundhütte,sahen einer Frau beim Töpfern zu. Stella unterhielt sich auf Zulu und übersetzte uns, alle Frauen und Kinder saßen auf Matten, wir waren zu Besuch. Ich fand diesen Besuch ein Erlebnis, wir hatten Kontakt mit den Zulufrauen in ihrer natürlichen Umgebung. Ich wünsche mir, dass wir Touristen mit unseren Besuchen sie nicht aus dem Gleichgewicht bringen, aber Stella bekommt das sicher hin.
Die grandiosen Landschaften der Drakensberge haben uns gut gefallen.

So wird diese Reise eine schöne Erinnerung für uns bleiben.



Nach Oben