13.11.2012

Südafrikareise von Peter-Wilhelm Schäfer

Hallo Herr Garstka,

vielen Dank für einen schönen und erlebnisreichen Urlaub in Südafrika!
Zunächst einmal: wie zu erwarten keine wirklich negativen Rückmeldungen.

Farm: ++
hilfsbereit (bot von sich aus die Rückfrage wg. der Tour über den Sani Pass an), sehr nett eingerichtet, sehr schön gelegen

Der Ausflug über den Sani Pass sehr interessant – vor allem, wenn man die Bedingungen auf dieser Seite von Lesotho mit den doch besser werdenden Lebenbedingungen der schwarzen Südafrikaner in den touristisch erschlossenen Gebiten von SA vergleicht.

An der Küste sehr durchwachsenes Wetter – was aber selbst dort Urlaub machende Südafrikaner nicht so erwartet hatten

River Bungalows: +
nett und hilfsbereit (hatte einen Reifen platt gefahren) – der scheinbar schon länger anhaltende Regen hatte das Dach meines Bungalow aber soweit durchgeweicht, daß das Innere recht feucht war – selbst draußen unter dem Dachüberstand blieb es am 2. Tag trotz Sonnenschein feucht – trotzdem sehr schöne Gegend, die auch einen längeren Aufenthalt rechtfertigen würde -wenngleich ein Aufenthalt in der Woche mehr Ruhe verspräche

-leider zu wenig Zeit für das eastern Cape, ein oder zwei geplante Zwischenstops fielen den Auswirkungen der Reifenpanne zum Opfer – in den ländlichen Gegenden aber wirklich wie eine Reise 20 – 30 Jahre zurück-

Beach House: ++
sehr hilfsbereit – die Dame hat noch versucht, mich über Straßensperrungen wg. des Hochwassers zu informieren – glücklicherweise ließ die Polizei bei einer unterspülten Brücke die PKW einzeln durch – sonst hätte ich in Port Alfred übernachten müssen...die Autobahn Richtung Port E. war auch noch gesperrt, als ich Richtung Craddock fuhr...
Das Haus wirklich sehr schön eingerichtet – nur die Alarmanlage hat 2* den Sicherheitsdienst alarmiert – 1* aufgrund meiner mangelnden Kenntnis solcher Dinge und einmal mitten in der Nacht – vielleicht eine Katze o.ä. ... das ist eben der Unterschied zum eher ländlichen Südafrika, da hatte ich nie mehrere Schlüssel und eine Alarmanlage...

Cradock: ++(+)
ich fand dieses für unser Empfinden (im besten Sinne) verschlafene 'Nest' sehr angenehm, die Unterkunft in einem der mit alten Möbeln ausgestatteten Häuschen versetzte einen um etwa ein Jahrhundert zurück – und als großes Plus werden diese Zeugen der Vergangenheit so noch erhalten!

generell mag ich die Karroo mit ihrer herben und recht einsamen Landschaft sehr – es ist aber sicher nichts für Menschen, die das pulsierende Leben suchen...Mountain Zebra N.P. hat mir auch deswegen sehr gut gefallen...zudem konnte ich sogar noch einen Caracal beobachten, was wohl nicht gerade oft vorkommt (vielleicht hatte der Regenguß dafür gesorgt...)

Graaf Reinet: ++, mit einem zusätzlichen + für das Haus
hier noch vielen Dank, daß Sie den Aufenthalt nicht auf einen Sonntag gelegt haben – selbst am Freitag abend war mit einem mal fast alles nicht nur geschlossen, sondern auch noch mit Scherengittern gesichert, was einen deutlichen Kontrast zu dem tagsüber verbreiteten Flair dieser Stadt ausmacht.
Das Haus ist natürlich etwas sehr schönes – hier fand ich auch den Kontrast zu den schlichten Häusern um das Tuishuise herum interessant – etwa so als wenn man bei uns die Arbeiterhäuser von Ende des 19. Jahrhunderts mit einer Fabrikantenvilla der Gründerzeit vergleicht.

Samara: ++ und ein extra + für den Service
wie man es eigentlich generell von den privaten Game Reserves gewohnt ist

Woodall: ++
wirklich schönes setting – vielleicht schon etwas groß

Storms River Mouth: ++ allein schon für die Lage
da nimmt man für zwei Nächte gerne auch die einfachen aber zweckmäßigen Unterkünfte in Kauf

Generell war dies aber auch das Maximum, was in einem Urlaub dieser Kürze unterzubringen war – und wieder mit Anregungen für weitere Aufenthalte -etwa in Lesotho (wenn auch bestimmt nicht auf dieser windgepeitschten Hochfläche..., da habe selbst ich als Sauerländer gefroren) oder Swaziland ... aber auch die Fahrt von Durban durch die Natal Midlands hat wieder Erinnerungen an Hermannsburg geweckt – zudem wurde man (wenn auch unfreiwillig) in die Realität afrikanischer Zeit geholt – bei der Mtata branch von Europcar hatte ich mich wg. des kaputten Reifens gemeldet (und am eastern Cape wollte ich es nicht ohne ausprobieren) – dort wurde mir auch nicht nur weitergeholfen sondern sogar zum Reifenwechseln begleitet, aber alles mit afrikanischer Gelassenheit ... wie ein Ire mal sagte: 'Als Gott die Zeit geschaffen hat, hat er genug davon geschaffen'...

Mit freundlichen Grüßen

Peter-Wilhelm Schäfer



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