11.08.2005

Südafrikareise von Annette Walz/Christof Caspar

Lieber Herr Garstka, liebes Umfulana Team,
bevor sich unser 3-wöchiger Südafrika-Urlaub im November/Dezember 2004 nun sogar bald jährt, wollte ich nun endlich unser feedback zu der tollen Reise fertigschreiben. Außerdem haben wir kürzlich geheiratet und wollen Ende des Jahres unsere Hochzeitsreise nach Neuseeland machen und würden dazu auch gerne wieder auf Umfulana zurückgreifen. Vorab: Wir waren super-zufrieden mit der Organisation von Ihrer Seite, die Unterkünfte haben wir alle problemlos gefunden und haben uns so gut wie alle sehr, sehr gut gefallen, wir hatten keinerlei Probleme unterwegs, haben sehr nette andere Umfulana-Reisende kennengelernt und haben viel von Land und Leuten mitbekommen. Die Reise war wirklich so, wie wir uns das vorgestellt hatten, Südafrika ist ein wunderschönes, sehr beeindruckendes, aber eben auch sehr widersprüchliches Land.

Hier unser feedback zu den Unterkünften:

- Villa Ticino in Sabie:
Sehr schöne Unterkunft, die Gastgeber Felix und Ute super nett und hilfreich mit Tipps nicht nur die Umgebung betreffend, sondern gleich die ganze Reiseroute. Die Tipps von Felix haben uns noch die ganzen 3 Wochen begleitet und alle waren gut!! Sabie ist ein netter kleiner Ort, gut für den Einstieg mit einigen guten Restaurants.

- Elephant Plaints:
Einzigartiges Erlebnis, das wir wohl nie vergessen werden! Die Game Drives mit Gideon und Prince waren spitze, haben die Big Five und noch viel mehr gesehen. Wir hatten das Glück, drei Mal wunderbare Leopardinnen, z.T. auch mit Jungen, zu sehen. Ein richtiges Buschgewitter haben wir unterwegs miterlebt, wir sind zwar trotz Regenumhang klatschnass, aber wohlbehalten wieder im Camp angekommen. Außerdem hatten wir noch eine nähere Begegnung mit einem Elefantenbullen, die wohl keiner, der bei uns im Jeep saß, je vergessen wird...insbesondere den Geruch (eher Gestank) nicht...J. Der Service war sehr nett, insgesamt eine sehr entspannte angenehme Atmosphäre. Unsere Bush Lodge war völlig ok, auch wenn wir aufgrund längeren Stromausfalls eine Nacht leider ohne Klimaanlage und Ventilator schlafen mussten *schwitz* und mit Taschenlampenbeleuchtung geduscht haben. Aber: „Welcome to Africa!“. Die Safari Lodges sind allerdings wirklich wunderschön, wenn unser Budget es das nächste Mal erlaubt, werden wir uns eine solche gönnen. Die Wegbeschreibung war sehr gut, allerdings ist bei der mittleren Variante die Straße inzwischen weiter ausgebaut, als auf Ihrem Plan beschrieben.

- Izinyoni Lodge:
Die Lage von Paddy’s und Pauline’s Haus ist wirklich wunderbar, mit Garten und Terrasse zum Crocodile River hin, inkl. Blick auf Nilpferde und Büffel, wenn man Glück hat. Die beiden und natürlich John sind sehr nette Gastgeber. Wir haben dort 2x gut, wenn auch etwas britisch, Dinner gehabt (inklusive Tischgebet :-). Paddy ist ein sehr redseliger Mensch, der einen mit einer Menge von Informationen und Geschichten versorgt. Die Lebensgeschichte von John, der die Flucht durch den Kruger Park überlebt hat, ist sehr beeindruckend und er ist wirklich ein ganz liebenswerter Mensch und außerdem – so war zumindest unser Eindruck- wirklich ein Teil der Familie. Tagsüber sind wir mit unserem Mietwagen durch den Krüger Park gefahren, was sehr beeindruckend war. Wir haben viel mehr Tiere gesehen als erwartet.

- Mkuze Park, Mantuma Camp:
Staatlich verwaltetes Selbstversorgercamp in KwaZuluNatal. Liegt landschaftlich sehr schön, die Anfahrt war spannend und abenteuerlich. Es war alles sauber und ok, aber halt etwas runtergekommen und gegen die anderen Unterkünfte doch abgefallen. Die Uhrzeit, die Sie angegeben hatten, bis zu der man in den Park einfahren kann, ist zwar richtig, allerdings macht das Park Camp schon um 14h, wenn ich mich richtig erinnere, zu. Einer Tafel konnten wir dann zum Glück entnehmen, in welchem Bungalow wir wohnen, Schlüssel gab es keine, die Bungalows sind offensichtlich immer offen. Dadurch konnten wir uns an dem Tag auch für keinen Game drive oder walk mehr anmelden, sondern mussten alles auf den nächsten Tag verschieben, als das Büro wieder offen hatte. Es war sehr heiß, auch für die Tiere, und so haben wir relativ wenig gesehen. Allerdings ist man nach Elephant Plains und Kruger Park auch wirklich verwöhnt.

- Morgentau:
Ein wunderschönes Anwesen mit großem Garten. Quanta ist eine liebenswerte beeindruckende Persönlichkeit mit hervorragendem Geschmack. Das Essen schmeckte nicht nur wunderbar, sondern war auch „für’s Auge“ herrlich angerichtet. Das Heimatmuseum von Hermannsburg auf dem Schulgelände haben wir auch besucht. Die Geschichte des Ortes war sehr interessant. Ein sehr beeindruckendes Erlebnis war der Ausflug mit Vic Schütte. Vielen Dank, Herr Garstka, dass es so kurzfristig noch geklappt hat! Aber wir haben uns intern gut arrangiert, die anderen „Mitfahrer“ kannten wir schon von einer anderen Unterkunft. Wir sind dann alle zusammen in einem Auto über die Schotterpisten gerüttelt. Der Besuch des Krankenhauses und bei einigen Familien sowie die Informationen von Vic waren so eindrucksvoll, dass es schwer zu beschreiben ist.

- Thendele Camp/Drakensberge:
Sehr schönes, gepflegtes, auch staatlich verwaltetes Selbstversorgercamp in KwaZuluNatal. Die Lage ist einmalig. Gewitter und Stromausfall haben uns auch hier wieder heimgesucht, so dass leider die geplante Wanderung ausfallen musste und wir unfreiwillig zu einem richtigen Erholungstag kamen, was auch nicht schlecht war. In Ermangelung von Elektrizität haben wir dann dafür abends wie alle Südafrikaner vor der Hütte gegrillt.

- Ladybrand/Stadthaus:
Das Haus von Margaret McCormack ist wunderschön, ebenso die Einrichtung. Wir haben die Ruhe dort genossen und auf Empfehlung von Margaret abends hervorragend in Ladybrand gegessen. Sie wohnt zwar nicht im Haus und ist auch meistens vielbeschäftigt, hat uns aber ganz spontan am nächsten Morgen noch den Besuch von Felsmalereien („Rock Paintings“) in der Nähe vermittelt, die zwar auf der Karte eingezeichnet sind, aber Besichtigung ist nur über den Kontakt zu der dazugehörigen Farm möglich.

- Mieliefontein/Karoo:
Bei Ian und seiner Frau hatten wir einen gemütlichen Zwischenstopp in der Karoo. Ian ist ein sehr netter Gastgeber, der sich auch Zeit für uns genommen hat. Seine Frau war etwas merkwürdig, hatte vielleicht einen schlechten Tag. Übrigens: Ian wies uns darauf hin, dass die Farm keine Straußenfarm mehr sei. Teilen wir hiermit pflichtschuldigst, wenn auch verspätet, mit. Ein paar laufen dort trotzdem noch rum Der Garten ist wirklich ein Traum, das Zimmer zwar altmodisch, aber sehr groß. Außerdem gibt es eine große Terrasse. Abendessen war gut, eher deftig. Was für Fleischesser mit Lamm, Strauss, Kudu etc.

- Fish Eagle Lodge/Knysna:
War wirklich eines der schönsten Unterkünfte auf der ganzen Reise! Hatten ein Apartment mit Meerblick, die Aussicht auf die Knysna-Bucht war ein Traum! Der Service war toll und die Besitzer sehr nett. Wir haben noch einige gute Ratschläge für die folgenden Tage bekommen.

- Lions Kloof Lodge/Cape Town:
Wunderbares, ruhiges Gästehaus mit schöner Aussicht, viel Platz im Garten und im Haus. Sehr entspannte Atmosphäre. Angenehmer Stadtteil mit einigen Restaurants, die man alle zu Fuß erreichen konnte. Mit der Besitzerin haben wir uns großartig verstanden, sie ist schon lange in Kapstadt und hat uns wiederum auch mit vielen Ratschlägen versorgt.



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