16.08.2013

Südafrikareise von Norbert Erlemeier, Bärbel Erlemeier-Widera

Südafrika zwischen Dassies und Daisies
Es müssen nicht immer die Big Five sein! Südafrika hat sehr viel mehr zu bieten, z. B. im Nordwesten den ausgedehnten Kgalagadi (Kalahari) Transfrontier Park, der sich an der Grenze zu Namibia als abwechselungsreiche Halbwüste über Teile Südafrikas und Botswanas erstreckt, ursprünglich das Land der San (Bushmen), die als Jäger und Sammler dort über viele Jahrhunderte lebten. Die Kalahari hat viel zu bieten, wenn man sich Zeit nimmt und darauf einlässt. Die Landschaft öffnet sich hinter Dünen und in trockenen Flussbetten stets aufs Neue. Wer bei Tierbeobachtungen Großkatzen sichtet, hat großes Glück. Üppig vertreten sind dagegen die wunderschönen Gemsbock (Oryx)- und Springbockantilopen. Gnus lassen sich auch oft sehen.
Aus der Kalahari kommend gelangt man zum nächsten Naturschauspiel, zu den Wasserfällen des Orange River im Augrabies Falls Nationalpark, der in seinen bizarren Felsformationen Großfamilien von Dassies (Klippschliefern) Lebensraum bietet. Diese putzigen und flinken Felsbewohner sind in der wärmenden Sonne überall zu beobachten. Kinder wie Erwachsene haben ihre helle Freude an ihnen, wenn sie sich an den Wasserfällen satt gesehen haben.
Nach Süden über die Stadt Springbock ging es ins Namaqualand, in einen Nationalpark, in dem nach einem Winterregen, wenn die Sonne wieder scheint, bunte Wildblumen (Daisies und viele andere Sorten) über weite Flächen ihre volle Blütenpracht entfalten, einmalig vor der Kulisse ferner Bergketten. Sehr sehenswert ist auch der West Coast Nationalpark bei Langebaan mit Blick auf eine Lagune und den Atlantik. Hier ist Bird Watching angesagt, aber auch Elandantilopen und Bergzebras sind zu beobachten. Von dort ist es nicht mehr weit nach Kapstadt, dem Endpunkt unserer Reise voller Begegnungen und Eindrücke in einem Land der Kontraste. Wir befuhren die Kaphalbinsel bis zum Kap der guten Hoffnung und ließen die Stadt auf uns wirken. Um sie genauer kennenzulernen braucht es aber mehr Zeit.
Unsere Reise wurde vom Umfulana Team gut vorbreitet. Wir genossen schön gelegene und komfortable Lodges. Das spätwinterliche Wetter mit sonnigen, warmen Tagen und kühlen Nächten spielte bis auf einen Regentag in Kapstadt stets mit. Kurzum: Eine im Ganzen sehr gelungene Reise in eine Region Südafrikas, die wir bisher noch nicht kannten. Landschaften, Fauna und Flora halten Überraschungen bereit, auf die man sich freuen kann.



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