04.11.2005

Südafrikareise von Daniela & Steffen Höpfinger

Liebes Umfulana-Team,

nachdem unser Traumurlaub in Südafrika nun leider hinter uns liegt (16.09.-06.10.) möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen für die wunderbare Organisation bedanken!
Es hat alles einwandfrei geklappt, wir mussten uns vor Ort um nichts mehr kümmern und wurden in allen Unterkünften ohne organisatorischen Aufwand und immer sehr freundlich empfangen.

Unsere Reise begann am Flughafen Johannesburg mit einem beinahe neuen Nissan Almera, der uns in den drei Wochen und insgesamt 5.400 km (!) einwandfrei transportierte und selbst die abenteuerlichsten Staub- und Schotterpisten nicht übel nahm.
Mit der ersten Unterkunft, Villa Ticino in Sabie, hatten wir einen wunderbaren Start, bei dem wir uns nicht nur prima eingewöhnen und die eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten des Blyde River Canyon genießen konnten, sondern auch viele, viele wertvolle Tipps zur Reiseroute von Felix bekamen. An ihn geht dafür und für die leckeren Spezialitäten zum Frühstück ein ganz besonderes Dankeschön!!!
In Sabie Sand (Elephant Plains) erlebten wir während der 5 Game Drives tatsächlich alle Big-5 hautnah (teilweise meinte es unser Ranger extrem gut mit uns, so nahe hätten wir den Tieren gar nicht unbedingt kommen müssen :-)). Sogar die Löwen ließen uns an der Jagd und dem nachfolgenden Verspeisen eines Impalas teilhaben, ein richtiges „Gänsehaut-Erlebnis“! Der traumhafte Ausblick vom Pool aufs Wasserloch, in dem sich nacheinander Paviane, Kudus, Elefanten, Giraffen, Warzenschweine und Zebras tummelten, ließ einfach kein Nachmittagsschläfchen zu.
Tree’s Too in Komantipoort war ein netter Stopp-Over, mehr auch nicht. Scheinbar lebt die (neue?) Gastgeberin ja selbst erst seit ein paar Wochen in Südafrika.
Mkhaya war natürlich das Abenteuer schlechthin, zumal wir als einzige Gäste Wildfahrten und Service ganz für uns alleine genießen konnten. Aufgrund der direkten Nähe zu kleinen und großen Tieren, den ungewohnten Geräuschen etc. war die Nacht zwar wenig erholsam, aber dennoch möchten wir dieses Erlebnis auf keinen Fall missen und würden es auch anderen Reisenden unbedingt empfehlen!
Im nächsten Highlight, der Leopard Mountain Lodge, verbrachten wir dann zwei sehr erholsame Tage am Pool und genossen den fantastischen Weitblick. Dort kamen wir dann aber leider auch in das zweifelhafte Vergnügen eines afrikanischen Busch-Gewitters; auf diese Erfahrung hätten wir gern verzichtet.
Den nächsten Stop-Over legten wir in Hermannsburg bei Quanta ein. Leider reichte uns die Zeit nicht aus, um mit Vic Schütte einen Tagesausflug zu unternehmen, aber den werden wir einfach beim nächsten Mal nachholen... Neben Quantas stilvoller Einrichtung und dem liebevoll zubereiteten und dekorierten Essen bereicherte auch die Führung durchs Missionsmuseum mit „Tante Inge“ diese Station.
Im Thendele Camp im Royal Natal N.P. angekommen verdeckten dunkle Wolken das Amphitheater, umso faszinierter waren wir dann am nächsten Morgen bei fantastischer Sicht. Hier können wir nur die Empfehlung von Felix aus Sabie bestätigen, möglichst früh loszuwandern, um zum einen die wunderbaren Lichtspiele mitzuerleben und zum anderen vor der intensiven Nachmittagssonne wieder zurück zu sein! Die Hütte zur Selbstverpflegung war einwandfrei ausgestattet, sogar eine Mikrowelle stand zur Verfügung. Allerdings mussten wir uns nach der wunderbaren Verpflegung in den bisherigen Unterkünften erst einmal wieder daran gewöhnen, selbst zu kochen :-)
Auf dem Weg nach Ladybrand fuhren wir einen Umweg über Bethlehem zur „Camhori-Lodge“, in der wir das dortige Zuchtprogramm für weiße Löwen besichtigen und sogar kleine Baby-Löwen streicheln konnten. Da es zeitlich einwandfrei reichte (obwohl wir die längere Tour durch den Golden Gate N.P. nahmen) und man in Ladybrand wirklich nichts verpasst, wäre dieser Abstecher vielleicht auch für andere Gäste ein interessanter Reisetipp.
Mit Ladybrand als Zwischenstopp „konnten wir leben“, als Highlight kann man es sicher nicht bezeichnen. Die Gastgeberin hat nur recht wenig Zeit für die Gäste, verabschieden konnten wir uns gar nicht von ihr. Ihr Restaurant-Tipp war zwar ausgezeichnet, mit einem kleinen Hinweis auf die Heizdecke im Bett hätte sie uns allerdings zu wesentlich angenehmeren Nachttemperaturen verhelfen können. Leider entdeckten wir die Heizdecke erst am nächsten Morgen, waren dafür aber dann in den folgenden Unterkünften gleich darauf sensibilisiert. :-)
Bei Ian, Sarah und Hund Heidi in Mieliefontein hatten wir einen netten Nachmittag und Abend mit Straußenfleisch und Erzählungen vom Farmleben. Wenn man sich speziell für die Farmarbeit interessiert, könnte man wohl Ian einen Tag begleiten, müsste dann aber eine weitere Übernachtung dort einplanen.
Die Weiterfahrt nach Knysna führte uns kilometerweit durch die Einöde mit beeindruckenden Farbspielen. Die letzten Kilometer über den Prince-Albert-Pass hätten wir wahrscheinlich nicht gewählt, wenn wir gewusst hätten worauf wir uns einlassen...
In der Fish Eagle Lodge wurden wir bestens betreut, hatten einen wunderbaren Ausblick auf die Lagune und erhielten ein gigantisches Frühstück. Zwei Nächte in Knysna waren (wie überall) recht kurz, aber Walbeobachtung, Strand, Stadtbummel und ausgezeichnetes Abendessen (Dry Dock!) waren dennoch möglich.
Bereits die Fahrt nach Kapstadt und der erste Blick auf den Tafelberg waren ein Erlebnis. Bei einer späteren Fahrt zum berühmten Bloubergstrand an der Atlantikküste erlebten wir einen fantastischen Sonnenuntergang mit Blick auf Kapstadt und den Tafelberg in den schönsten Farben – für jeden Kapstadtbesucher dringend zu empfehlen! In unserer stilistisch sehr gewöhnungsbedürftigen Unterkunft (Jambo) fühlten wir uns dank des tollen Services dennoch wohl, auch die Lage des Gästehauses war perfekt. Nachdem wir dann am Abreisetag sogar noch bei strahlendem Sonnenschein auf den Tafelberg hinauffahren konnten, fand unsere Traumreise das perfekte Ende.

Alles in allem war es ein fantastischer Urlaub, die kleinen Bedenken im Vorfeld (lange Strecken, Linksverkehr, Verpflegung, Sicherheit etc.) erwiesen sich als unbegründet. Natürlich könnte man in fast jeder Unterkunft noch ein paar zusätzliche Tage anhängen und hätte dennoch immer noch nur einen kleinen Teil gesehen. Deshalb werden wir irgendwann sicher noch einmal nach Südafrika reisen (wie es uns alle Gastgeber prophezeit hatten!) und dann auch ein bisschen mehr Ruhepausen zwischendurch einplanen.
Wir sind rundum zufrieden und werden Ihr Unternehmen gerne weiterempfehlen (und hoffentlich auch irgendwann wieder selbst eine Reise bei Ihnen buchen!!! :)

Herzliche Grüße
Daniela & Steffen Höpfinger



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