26.12.2013

Südafrikareise von Dagmar Frost

Wir waren Ende Oktober/Anfang November 2013 auf der Tour von Johannisburg – Kapstadt und hatten uns 3 Wochen Zeit genommen. Die Zeit war wunderschön, wir waren fasziniert von der Freundlichkeit derSüdafrikaner – nicht nur in unseren Gästehäusern, sondern überall im Land.
Die Reise entsprach genau dem, was Umfulana angekündigt und versprochen hatte! Besonders angenehm: Die sorgfältige und genaue Routenbeschreibung und detaliierte Erläuterungen, die immer hilfreich waren.
Besonderer Tipp: Man sollte sich auf die Vorschläge, die Umfulana noch ergänzend macht, ruhig einlassen: Da sind echte Geheimtipps und Highligts dabei!
Unsere Highlights: Ankunft in Sabie: Der Schweizer Felix empfängt uns mit einem riesigen Redeschwall – er ist schwer zu verstehen, schnell und leise. Hat aber ein riesiges Informationspotential, das wir später noch vermisst haben. Er erklärte und das Haus, die Umgebung, den Weg zum Abendessen und die Route der nächsten 3 Tage. Abends ein gutes Essen nebenan: The Wild Fig Tree Restaurant; Bobotie und Impala-Spieße, das war ein guter Tipp.
Für den Krüger National Park: Lieber eine Lodge außerhalb, die Camps innen sind nicht so schön. Sehr einfach von der Ausstattung, und Essen gehen ist auch schwierig: Fast Food und keine Alternative.
Mkhaya Nature Reserve: Nach 2 Stunden Gamedrive mit verschieden Tieren erreichen wir das Camp und werden mit heißen feuchten Handtüchern von allen Mitarbeitern freundlich empfangen und von jeweils einer zu unseren Hütten begleitet. Der Weg ist gesäumt von Petroleumlampen, elektrisches Licht gibt es nicht. Die Hütten sind fensterlos, aber voll eingerichtet, mit Badezimmer und WC, von dem aus wir direkt in den Busch blicken. Der Eingang kann durch ein schwenkbares Gitter gesichert werden gegen Impalas oder Ähnliches. Danach Dinner: 3 Gänge Menü, sehr lecker, und später Lagerfeuer und Buschtanz. Etwas inszeniert, aber nett. Über den Petroleumbeleuchteten Weg dann ins Bett, nur durch Moskitonetze geschützt. Spannend. Die Geräusche der Nacht: Das war ein echter Aufreger!
St. Lucia, Gästehaus Avalone: Das beste Frühstück ever! Danach Trail durch die Wildnis, Zebras und Impalas und ein unheimliches Gefühl, ungeschützt durchs Land zu marschieren. Wir haben uns mit einem dicken Knüppel bewaffnet– sicher ist sicher. Wir fühlen uns unwohl, denn in dieser Gegend soll es auch Leoparden geben. Auch wenn sie scheu sein sollen – wir haben ein mulmiges Gefühl. Dann kommt der Elektrozaun, den man über eine Holztreppe überqueren kann. Auf der anderen Seite sehen wir eine Herde Impalas, weiter hinten steht eine Büffelherde. Vor der Treppe warnt ein großes Schild vor allen Tieren…. Und dennoch darf man allein – wenn auch auf eigene Gefahr – weitergehen.
Wir trauen uns auf die Treppe – was keine große Leistung ist und beschließen, nicht weiter zu gehen, auch wenn wir nicht auf dem Speisezettel der Büffel stehen. Aber wenn die erstmal in Bewegung kommen… Auf dem Rückweg an einem Gewässer vorbei achten wir erneut auf Crocos und halten großen Abstand – man weiß ja nie…. Und sind erleichtert, als wir wieder zurück am Auto sind. Die Spannung kitzelt unter der Haut, wenn man nicht im geschützten Auto ist!
Hermannburg bei Quanta mit Vic und Elisabeth... aber davon haben auch schon andere berichtet: Diese Etappe darf einfach nicht fehlen!
Thendele Camp im Royal Natal Naturpark. Durch eine große Ebene, weiter bis nach Bergville. Supermarkt – Verpflegung für 2 Tage inkl. 2 x Grillen.
Im Park – zu unserer Freude – ein kleines Campdorf, sehr idyllisch. Wir haben Nr. 20, das Schönste mit dem besten Blick auf das Amphitheater. Überall Warnungen vor räuberischen Baboons, wir sehen keinen einzigen. Erst in der Sonne gesessen, dann gegrillt. Etwas Wein und ein toller Sternenhimmel! Am nächsten Tag Wanderung auf dem „Gorge-Trail“. HIer wären wären gern noch einen Tag länger geblieben! Himmliche Ruhe in wundervoller Abgeschiedenheit!
De Oude Kral: wir landen auf einer Schaffarm. Ein Bauer in landwirtsgrün empfängt uns freundlich und zeigt uns dann unsere Unterkunft: Luxuriös, groß, und mit allem Drum und Dran…. Whirlpool im Bad, Bambusstangen in der Dusche und ein beleuchteter Baum über dem Bett. Wir machen einen kleinen Rundgang und stellen fest, dass alles sehr trocken ist. Bis auf den üppigen Garten. Der alte Hund planscht im Pool und kommt nicht wieder raus, weil er zu fett ist.
Dinner: Der grüne derbe Bauer bittet, jetzt ganz in weiß, zunächst an die gut bestückte Bar, die jedem englischen Pub Ehre machen würde. Als Deko dient eine Krawattensammlung. Dann werden wir an unseren Tisch geführt und erleben ein exzellentes 5-Gänge-Menü sowie einen hervorragenden Wein, alles stilvoll serviert. Am nächsten Tag: Die Inhaberin des Hofes führt uns nochmal rum und gibt eine Einführung ins Scheren und eine kleine Wollkunde. Auch hier wäre ein zweiter Tag toll gewesen!
Fahrt nach Graff Reinet: Über Colesberg und Middelburg. Dann der Abstecher nach Nieuw Bethesda, das wir allein nie gefunden hätten. 30 km durchs Nichts eines Berglandes auf einer Staubstraße. Dann taucht das verschlafene Nest auf. Alles schick und ordentlich, wir landen in der Touristeninfo. Kaffee und Weißbrot mit Oliven und Schinken. Und das schnellste Internet der gesamten Reise – bislang.
Wir lernen etwas über Owls und besichtigen das Museum, hunderte von Steintieren, Eulen und Deko aus Flaschen, Flaschenböden oder bunten Scherben, alle hergestellt von Helen Martins. Das war ihr Lebensinhalt und kann heute besichtigt werden.
@ Umfulama: Den Tipp bitte in die Reisebeschreibung aufnehmen!
Und schließlich die Unterkunft in Swellendamm: The Hideaway, Jackie und Stephen sind wundervolle Gastgeber, very british – hier wurden wir besonders liebevoll umsorgt! Vielen Dank dafür!
Die Fahrt durch die Große Karoo sollte man auf keinen Fall durch einen Flug ersetzen, denn die Landschaft ist sehr faszinierend!
Und danke an Umfulana, die diese Reise für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben!



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