11.04.2014

Südafrikareise von Richard Jannes / Schübeler-Jannes

Die Jubiläumsreise -Südafrika
(vom 23.3.bis 6.4.2014)
Zum 6. Mal im südlichen Afrika. Die Jubiläumsreise bot uns die Gelegenheit, die wunderbaren Naturlandschaften wie Krüger Lowveld oder Drakensberge und die einmalige Tierwelt des Krüger Nationalparks und der Zululand Rhino Reserve neu oder wieder zu entdecken. Darüber hinaus haben wir in KwaZuluNatal durch Begegnungen in Kranskop und Hermannsburg Einblicke in das ländliche Leben von Zulus und Weißen erhalten. Die Unterkünfte (Genaueres am Ende des Berichtes) waren hervorragend: Sie zeichneten sich zum einen durch ihre exzeptionelle Lage aus (Leopard Mountain Lodge und Montusi Mountain Lodge), zum anderen durch die Herzlichkeit und die individuelle Betreuung der Gastgeber (Felix und Ute in der Villa Ticino / Sabie, sowie Sue und Martin von Trees Too in Komatipoort und Quanta in Hermannsburg).
Für die brillante Vorbereitung und das ungewöhnlich günstige Preis-Leistungsverhältnis möchten wir uns bei Herrn Garstka und seinem Team herzlich bedanken.
Nach heftigen, teilweise sintflutartigen Regenfällen in weiten Teilen Südafrikas Anfang bis März hatten wir während unserer 14tägigen Rundfahrt sonniges Wetter mit angenehmen Temperaturen zwischen 25 und 32 Grad.
Unser erster Tag begann nicht in Pretoria, da wir die Stadt auf zwei anderen Reisen bereits besucht hatten, sondern in Cullinan mit der sehr lohnenden Besichtigung der Petra Diamond Mine, die noch in Betrieb ist. Von dort fuhren wir am Spätnachmittag zu unserem ersten Quartier, dem Touraco Guest House (La Montagne / Pretoria), wo wir herzlich empfangen wurden. Von dort ging es am nächsten Tag weiter über den Long Tom Pass (2180m) nach Sabie. Bei herrlichem Wetter mit sehr guter Fernsicht konnten wir das Panorama der Bergwelt mit ihren Tafelbergen genießen. Von Sabie aus wären wir gern auch ein zweites Mal zum Blyde River Canyon gefahren, aber auf Vorschlag von Felix machten wir eine Tour nach Süden, besuchten die ältesten Höhlen der südlichen Hemisphäre (Sudwala Caves), wanderten im Komatiland, wo Wildpferde leben, zur Abbruchkante des Kruger Lowvelds, wo die Felsen atemberaubend über 1000 m senkrecht in die Tiefe fallen und erkundeten den am Crocodile River und Nelspruit-Wasserfall fantastisch angelegten Botanischen Garten.
Die nächsten beiden Tage verbrachten wir im Krüger Nationalpark, dessen verschiedene Vegetationszonen und ungeheurer Tierreichtum uns erneut begeisterte. Überall waren die Spuren der heftigen Regenfälle zu sehen, aber wir hatten Glück, dass fast alle gravel roads und auch die Crocodile Bridge wieder geöffnet waren. Ausgestattet mit vielen Tipps unserer Gastgeber zu Routen und Beobachtungspunkten sahen wir unzählige Tiere. Besonders beeindruckend waren Elefanten, die kaum 3 m von unserem Auto entfernt standen und riesige Herden von tausenden Büffeln. Nur der Leopard begegnete uns auch auf unserer 6. Reise wieder nicht!
Für die Durchquerung von Swaziland gaben uns Sue und Martin sehr hilfreiche Tipps. Wir wählten den längeren, aber landschaftlich schöneren Weg durch den gebirgigen Teil des Landes mit Pigg’s Creak und dem überfließenden Maguga Dam. Die Glasfabrik in Nywenga ist ein Halt wert. Ziel des Tages war die Zululand Rhino Reserve mit der Leopard Mountain Lodge, die atemberaubend oberhalb eines Flusses liegt. Von den erst kürzlich elegant renovierten Roundevals hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Bergsavanne. Neben der Tierwelt faszinierte uns hier vor allem die abwechslungsreiche Landschaft: Eine herrliche Graslandschaft mit Schirmakazien wechselt sich ab mit Flusslandschaften mit uralten Bäumen – fast wie im Regenwald. Nach zwei Tagen kamen wir aus der völligen Ruhe und Abgeschiedenheit zurück in die Zivilisation und fuhren auf der N 2 Richtung Süden zum Indischen Ozean. Bevor wir an die Dolphin Coast zu unserem Quartier in Salt Rock fuhren, besuchten wir im 10 km entfernten Groutville das Luthuli-Museum, ein nationales Denkmal, das an den ehemaligen ANC-Präsidenten und ersten Nobelpreisträger des afrikanischen Kontinents erinnert. Wer nicht unbedingt den Strand und das Meer sucht, für den ist sicherlich auch Durban eine gute Alternative zu Salt Rock – eine Enklave einer begüterten weißen Oberschicht.
Da der Weg am nächsten Tag nach Hermannsburg recht kurz war, planten wir einen Abstecher über Pietermaritzburg und Howick ein. Die Howick Falls (95 m hoch) befinden sich mitten in dem Städtchen Howick. Etwas weiter nördlich liegt der Nelson Mandela Capture Site. Mit einem Denkmal und einer gelungenen Ausstellung wird an den Ort erinnert, an dem Mandela 1962 verhaftet worden war, bevor er im Rivonia-Prozess zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Diesen mehr als lohnenden Besuch kann man auch im Anschluss an den Aufenthalt in Hermannsburg machen.
Der Aufenthalt in Morgentau bei Quanta war wie vor 3 Jahren wieder einmal etwas ganz Besonderes: nicht nur ihre liebevolle Betreuung, das gute Essen, die vielen Gespräche, sondern vor allem die Führung mit Sam Kati in Kranskop und der Besuch der Zulu-Familie bildeten den Höhepunkt der Reise, da wir hier Einsichten in Probleme der südafrikanischen Regenbogennation aus nächster Nähe gewannen.. Auch der Besuch der gastfreundlichen und herzlichen Familie Rabe am Nachmittag mit Kaffeetrinken und anschließender Rundfahrt über das ehemalige Farmgelände war sehr aufschlussreich und bereichernd.
Unsere letzte Station lag in den Drakensbergen am nördlichen Rand des Royal Natal Parks. In der Montusi Mountain Lodge hatten wir ein Chalet in vorderster Reihe mit einem tollen Blick auf das einzigartige Bergpanorama des Cathedral Peak. Direkt von der Lodge haben wir zwei schöne, sehr lohnende Wanderungen gemacht.
Nach 14 Tagen ging eine wundervolle Reise zu Ende! Um am Abfahrtstag nicht direkt zum Flughafen zu fahren, wählten wir den Weg über den Sterkfonteindam (die Straße ist seit Jahren in Bau, aber trotz unzähliger Schlaglöchern befahrbar) durch den Golden Gate Park in das Künstlerstädtchen Clarens, wo wir unsere letzten Rand in den netten Läden ausgeben konnten.

Unsere Unterkünfte:
Guest House / Pretoria
Ruhige Lage, große Zimmer zum Garten, netter Empfang und hilfreiche Tipps der Gastgeber zu Restaurants und Ausflügen
Villa in Sabie
zentrale Lage in Sabie, herzlicher Empfang und individuelle Beratung durch Felix, der über exzellente Kenntnisse zur Region hat, direkt nebenan ein gutes Restaurant ‚Wild Fig Tree‘
Komatipoort
kleine, aber ruhige Zimmer zum Innenhof mit Pool, gute Küche mit regionalen Speisen, sehr aufmerksame Gastgeber mit vielen Tipps zum Krüger Park (nur 10km entfernt) und zum Swaziland
Leopard Mountain Lodge in der Zululand Rhino Reserve
Grandiose Lage, renovierte große Chalets, stilvolle Einrichtung, gutes Abendessen rund ums Feuer; kompetente, umsichtige und einfühlsame Ranger
Gästehaus in Salt Rock
Ruhig gelegen, wenige Gehminuten vom Strand, Gastgeber eher zurückhaltend, Restaurants nur mit dem Auto erreichbar
Morgentau / Hermannsburg
Exzellente Betreuung durch die Gastgeberin, anregende Gespräche zu Perspektiven und Problemen Südafrikas, gutes Essen in stilvoller Atmosphäre, zum Wohlfühlen
Mountain Lodge /Drakensberge
große Chalets (Suite) mit Blick auf das Bergpanorama, exquisite Küche, guter Ausgangspunkt für Wanderungen direkt von der Lodge oder zu Exkursionen in die Drakensberge.



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