18.06.2014

Südafrikareise von K. Neubauer

Südafrikareise vom 15.- 30.Mai.2014

Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums von Umfulana, zu dem wir ganz herzlich gratulieren, hatten wir das Glück, Teilnehmer der ausgelobten Sonderreise zu sein.
Nachdem wir bereits zweimal mit Umfulana (davon einmal unsere Hochzeitsreise) im Bereich Kapstadt, Gardenroute, kleine Karoo auf Tour waren, sprach uns die Jubiläumsreise sofort an. Andere Urlaubsplanungen wurden umgehend zurückgestellt.
Am 15. Mai 2014 flogen wir dann von Hamburg zunächst nach München, wo wir pünktlich um 21.00 Uhr mit der SAA in Richtung Johannesburg starteten. Nach ruhigem Nachtflug, von netten Flugbegleitern verwöhnt, landeten wir am nächsten Morgen pünktlich in Johannesburg. Nach zügigen Einreiseformalitäten übernahmen wir bei Avis einen fast neuen Toyota Corolla, der uns zuverlässig durch unseren Urlaub brachte.
Unser erstes Ziel war Pretoria, wo wir eine Nacht im Touraco Guesthouse verbrachten. In einem ruhigen Ambiente mit nettem Garten konnten wir uns nach den Reisestrapazen ein wenig erholen. Das Frühstück am nächsten Morgen ist erwähnenswert, weil außerordentlich lecker zubereitet.
Nach dem guten Frühstück setzten wir unsere Reise in Richtung Blyde River Canyon fort. Unser Ziel war für zwei Nächte das Hillwatering Country House in Sabie. Wir wurden bei der Ankunft bereits vom Besitzer Arne vor dem Haus erwartet, der uns gleich das Haus vorstellte. Wir bekamen ein bemerkenswert großes Zimmer im ersten Stock mit toller Aussicht auf die umliegenden Berge. Wir haben uns bei Arne und Riona, den holländischen Besitzern, sehr wohl gefühlt. Die Umgebung um Sabie bietet tolle Landschaften und Wandermöglichkeiten in und um den Blyde River Canyon.
Am 19. Mai fuhren wir dann in Richtung des Krüger Nationalparks, den wir durchquerten. Auf diesem Trip bekamen wir unglaublich viele Tiere zu sehen. Wir schafften die Durchfahrt gerade noch rechtzeitig vor Schließung des Parks. Nach wenigen Kilometern befanden wir uns dann in Komatipoort im Trees Too B&B. Auch dort wurden wir von den Besitzern sehr freundlich empfangen. Eine nette Atmosphäre, freundliche Gastgeber, gutes Frühstück und leckeres Abendessen glichen das doch recht kleine Zimmer aus, in dem kaum Möglichkeiten vorhanden waren, Koffer und Tasche abzustellen. Auch den zweiten Tag verbrachten wir nach interessanten Hinweisen unserer Gastgeber in eigener Regie im Krügerpark. Wieder hatten wir das Glück, sehr viele Tiere zu sehen. Sogar Geparden bekamen wir zweimal zu Gesicht.
Am 21. Mai ging es dann in Richtung Leopard Mountain Lodge. Von Umfulana wurde empfohlen, vor 15.00 Uhr in der Lodge zu sein, um noch an der Abendpirsch teilnehmen zu können. Wahrscheinlich hätten wir dann bereits gegen 5.30 Uhr in Komatipoort losfahren müssen. So starteten wir gegen 8.30 Uhr. Die von Umfulana empfohlene Strecke durch Swasiland war nach Auskunft unserer Gastgeber mit mehreren Baustellen bestückt, die sehr zeitaufwendig zu fahren war. Wir folgten also der Empfehlung, eine andere, landschaftlich schönere Strecke zu fahren, die allerdings einige Kilometer länger war, dafür aber keine Baustellen aufweisen sollte. Die Aus- und Einreiseformalitäten an der Grenze zu Swasiland waren schnell erledigt. Zügig befuhren wir die schöne Strecke (allerdings auch mit zahlreichen Schlaglöchern versehen) mit zwei kleinen Unterbrechungen von jeweils zwanzig Minuten. Auch nachdem wir wieder auf südafrikanischem Boden waren, fuhren wir schnell weiter in Richtung der Leopard Mountain Lodge. Trotz aller Bemühungen und zügigen Fahrens schafften wir die Ankunft am Eingang zum Zululand Rhino Reserve erst bei schon absoluter Dunkelheit um 18.00 Uhr. Am Tor wurden unsere Personalien aufgenommen und wir wurden in der Lodge angemeldet. Nach nunmehr über 9 Stunden Fahrt kamen jetzt noch 15 km unbefestigte Schotterpiste in völliger Dunkelheit in einem unbekannten Wildgebiet dazu. Diese Tour möchten wir für Psyche und Physis als grenzwertig bezeichnen.
Nach ca. 30 Minuten Fahrt gelangten wir endlich an unser Ziel und wir wurden von freundlichen Mitarbeitern mit Taschenlampen empfangen. Nach einem leckeren Abendessen unterm Sternenhimmel bei prasselndem Lagerfeuer fielen wir ins Bett der luxuriösen Unterkunft und verzichteten auf den frühmorgentlichen Trip in die Wildnis. Erst später am Vormittag fuhren wir dann mit einem Ranger zu einem Wasserloch, wo wir einige Tiere beobachten konnten. Für das Mittagessen erhielten wir einen leckeren Lunchkorb und genossen das gute Essen auf der Terrasse unseres Hauses. Gegen 15.00 Uhr ging es wieder in die „Wildnis“: der abendliche Pirschgang war angesagt. Wieder konnten wir zahlreiche Tiere wie Giraffen, eine Elefantenherde und nach Sonnenuntergang schließlich noch drei Löwen beobachten. Zwischenzeitlich wurde der „Sundowner“, ein Glas Wein zum Sonnenuntergang, genossen. Danach folgte wieder ein leckeres Dinner unter Sternen und am Lagerfeuer. Der Abschied am nächsten Morgen fiel uns schwer: eine tolle Unterkunft in einer wunderschönen Umgebung, sehr nette Mitarbeiter und professionelle Ranger. Dies war einer der Höhepunkte der Reise und wir kommen sicherlich noch einmal her.
Nach der Leopard Mountain Lodge ging es in Richtung Indischer Ozean. Ziel: Salt Rock an der Dolphin Coast in der Nähe von Durban. Das Saffron House empfing uns mit einem relativ geräumigen Zimmer. Nach dem Ausladen unseres Autos gingen wir erst einmal an den nahen wunderschön leeren Strand, um ein wenig Seeluft zu tanken. Leider ging nach zwei Stunden die Sonne unter und wir mussten schweren Herzens den Strand verlassen. Abends folgte dann ein Essen in Balito in einem netten Strandlokal. Die Betreuung durch den Gastgeber war nicht unfreundlich, aber im Vergleich zu den bisherigeren Quartieren, die ausnahmslos sehr freundlich auf uns eingingen, wirkte diese im Saffron House ein wenig spröde. Nach dem morgendlichen Frühstück ging es weiter in Richtung Hermannsburg.
Hier wurden wir von Quanta im B&B Morgenthau sehr herzlich willkommen geheißen. Über Quanta und ihr Haus wurde bisher schon einiges geschrieben. Es stimmt alles! Wir fühlten uns gleich wie zu Haus und waren sicherlich nicht das letzte Mal dort. Der Nachmittag auf der Farm bei Ruth und Rudi Rabe war ebenfalls ein Höhepunkt. Hier noch ein spezieller Gruß an Sam mit Dank für die interessante Tour in und um Hermannsburg.
Schweren Herzens ging es weiter zum nächsten Quartier: die Montusi Mountain Lodge. Doch dies war der nächste Höhepunkt. Nette Einzelhäuser mit einem tollen Blick auf die umliegenden Berge, die bei Sonnenuntergang und Sonnenaufgang in tollen Farben leuchteten. Einen Morgenspaziergang mit dem Besitzer zur Buschmannhöhle mit Felszeichnungen war etwas ganz Besonderes. Auch dieses Quartier ist für das nächste Mal notiert.
Dann folgte leider die letzte Fahrt in Richtung Johannesburg. Ohne Probleme gaben wir das Auto am Flughafen ab und verbrachten noch einen Tag in Johannesburg, um entspannt zurück nach Deutschland zu fliegen. Nach ruhigem Nachtflug landeten wir pünktlich morgens um 7.00 Uhr in München und kamen nach einem Weiterflug nach Hamburg pünktlich um 9.30 Uhr dort an.
Fazit: Wir danken Umfulana für diese wunderbare, abwechslungsreiche und informative Reise mit tollen Unterkünften und herzlichen Gastgebern. Mit großer Sicherheit werden noch weitere Reisen mit Ihnen folgen.



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