25.09.2014

Südafrikareise von Claudia Carin C.

Hallo Herr Garstka,

vielen Dank für die Nachfrage. Die Urlaubsreise war ein Erlebnis und von Ihnen nahezu perfekt ausgearbeitet.

Die Anreise:Problemlos bis zur ersten Lodge lief es fast aus einem Guss. Der Weiterflug nach Nelspruit war genau richtig geplant.

Die Unterkünfte und Erlebnisse:

Jackalberry Farm: Tolle Lodge. Prima für den ersten Verbleib. Netter Empfang. Wir hätten allerdings noch einen Tag dort bleiben können (sollen) zum eingewöhnen.

Nkorho Bush Lodge: Das Highlight schlecht hin. Tolle überschaubare Unterkunft. Wir haben das internationale Publikum genossen wie auch die Ausflüge. Löwen gibt es allerdings dort nicht im Moment. Dennoch einzigartig. Den Weitertransfer nach Trees Too haben wir außerhalb der NP durchgeführt. Wir waren nicht sicher, ob wir vor 18 Uhr aus dem Krüger wieder raus sind. Die N4 ist allerdings auch nicht zu empfehlen. Eine riesige Baustelle und Wartezeiten über eine Stunde können an die Nerven gehen.

Trees Too B&B: Nach dem Highlight die Ernüchterung. Aber das hatten wir wegen dem Budget so geplant. Das von Umfulana bevorzugte Zimmer dort eignet sich allerdings nur für den Verbleib von max. einem Rucksack. Man musste sich entscheiden, Koffer oder wir im Zimmer. Haben aber auf Nachfrage ein etwas größeres Zimmer bekommen. Allerdings hat unserer Herbergsmutter alles „zu klein“ geratene wieder entfernt. Sie ist ein echter Profi!

Ntshondwe Camp: Das Camp ist toll gelegen. Die Landschaft ist einzigartig. Freiwild ist allerdings dort deutlich weniger anzutreffen als im SabiSand oder Krüger. Das Wandern war klasse….zumindest die eine etwas anspruchsvollere Strecke. Die geführte Tour hätte man sich locker schenken können. Sowas von lustlos. Das Camp selber wirkte abgewohnt und die Belegschaft war sehr distanziert. Es stellte sich uns die Frage, ob man dafür diese Tour hätte auf sich nehmen müssen.
(Anmerkung von Umfulana: Wir werden hier mit dem Management reden und die Buchungen dort zurückfahren. Das aber nur aufgrund der schlechter werdenden Unterbringung. Der Park an sich ist sehr schön)

Santa Lucia Guest House: Schöne Unterkunft. Preis/Leistung war wirklich gut. Sehr nette und bemühte Gastgeber. Sonne Sand und Meer auf der einen Seite, Krokos und Niles auf der anderen. Prima. Ansonsten versteht man es In diesem Touri-Ort schon eher, die Vorteile schon mal eher überdeutlich hervorzuheben. Daher, der Ort ist okay aber nicht unbedingt ein must have. Walewatching ist möglich, aber die Fahrt zum Hafen war einfach zu lang.

Botha House: Sicherlich unser zweites Highlight. Tolle Location und endlich mal „Freigang“ ohne Gefahren. Der Blick auf das Meer mit springenden Potties ist nahezu unbezahlbar. Die Umgebung hat auch einiges zu bieten.

Morgentau: Nette Location und wir wurden toll umsorgt und fast noch besser versorgt. Die Essen waren gar köstlich. Alles andere war allerdings eher mäßig bis nahezu überflüssig.

Tag. 1
Besuch der deutschen Schule: War OK und Sebastian, der in Vertretung die Führung gemacht hat, war sehr engagiert.
Besuch der afrikanischen Schule:Beschränkte sich auf die Besichtigung von außen und ob wir willkommen gewesen sind, ist bis heute nicht klar. Besuch eines afr. Kindergartens in Hermansburg war ungeplant + zeitraubend
Besuch der Farm: Sehr herzliche Atmosphäre vor Ort. Interessant.

Tag 2
Besuch eines einheimischen Stammes: Also was wir erlebt haben rechtfertigt keine 100 km Fahrt teilweise auf Schotterpisten. Das „ Dorf“ war eine Hütte mit einer völlig empathie- und lustlosen Einheimischen. Da wir auf der Hinfahrt diverses an Nahrung mitgenommen und auf der Rückfahrt Tontöpfe transportiert haben, kamen wir uns eher wie ein Transportunternehmen vor, dass auch noch dafür bezahlt mittels Trinkgelder und völlig überpreisten Tonutensilien. Wir hätten das nicht machen müssen. Sicherlich. Aber versuchen Sie mal dann Nein zu sagen. Besuch eines Kindergartens: Der Kindergarten an sich war schon nett und man sah bzw. wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass dort viel hin gespendet worden ist. Mit etwas Abstand sind wir einigermaßen verärgert darüber, dass wir diese Tour nach Hermansburg gemacht haben. (Falls Sie sich erinnern können, wir (Thomas) hatten schon bei der Buchung
Bedenken geäußert) Vor Ort nun wurden wir nahezu bedrängt, uns dieses Dorf anzusehen und darüber hinaus wurde tatsächlich von uns Geld angefordert über Dritte. Bei allem Verständnis dafür was die Menschen dort antreibt, das war des Guten zu viel. Dafür sind unsere Urlaubstage zu teuer erkauft, rechnet man auch noch hinzu, dass wir fast 200 km Landstraße in Kauf genommen haben für diesen Umweg. Wir haben diesen Unmut auch schon im Morgentau kund getan (zumal wir sehr deutlich waren kurz nach der Ankunft, dass wir zu Erholung dort sind und nicht durgeschleust werden wollen). Wir sind dann dort aber auch auf entsprechendes Verständnis diesbezüglich gestoßen.

(Anmerkung von Umfulana: Die Töpferei konnte am ersten Tag nicht besucht werden. Stattdessen wurde diese auf Kundenwunsch am 2. Tag noch mal extra durchgeführt, was vom Ablauf nicht optimal war. Die Anbieter vor Ort sind informiert und werden das so nicht mehr anbieten.)

Montusi Mountain Lodge: Sicherlich auch ein Höhepunkt, welcher aber auch notwendig war. Tolle Wanderwege und eine ebenso beeindruckende Bergwelt. Ob man aber wegen der 16 km Schottweg einen Umweg von 1,5h in Kauf nehmen soll, lassen wir mal dahingestellt. Wir haben den Schotterweg jedenfalls gut passiert.
(Anmerkung von Umfulana: wird geprüft und ggf. wird die Streckenbeschreibung wieder angepasst)

Die Reisezeit: Perfekt. Trocken Warm

Die Moskitos: Nervig, wenn denn überhaupt vorhanden

Die Sicherheit: Wir haben uns eigentlich sicher gefühlt. Man muss sich halt an die Regeln halten und hier und da noch verstärkt nachfragen, wenn jemand sagt, man könne einen Spaziergang machen aber nicht dabei sagt, dass die Karte nicht Maßstabs getreu ist. Da kann es dann schon mal dunkel werden bevor man zurück ist.

Die Abreise: Ebenfalls Problemlos und wir sind wohlbehalten zuhause angekommen

Das Fazit: Wir würden es wieder machen.

Mit besten Grüßen
Claudia Ebelshäuser
Thomas Schepers



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