03.03.2006

Südafrikareise von Nina Thomas

Liebe „Umfulanas“!

Wir haben Ihnen mal wieder ein fantastische Reise zu verdanken.
Zu dritt nach Weihnachten 4 Wochen von Kapstadt nach Pretoria und dann zurück mit Rovos Rail.
Wir fanden, dass die Reise gerade in diese Richtung besonders schön ist. Man entfernt sich immer weiter von Europa (denn so ist es noch am Kap ), freut sich an jeder Antilope, die man auf dem Weg sieht und zum Schluss kommt der Knaller im Krügerpark.
In jeder Unterkunft wurde schon auf uns gewartet, alle Wegeschreibungen bis auf eine waren zutreffend und alles hat perfekt geklappt. Vielen Dank, man fühlt sich einfach gut aufgehoben so.


Im Einzelnen:

Das Jumbo-Guesthouse in Kapstadt: supernette Inhaber, die einen sehr intensiv betreuen. Unser Flugzeug kam um 5 Uhr morgens an, um 7:00 waren wir dort und bekamen ein Frühstück – einfach Klasse! Die Lage ist auch sehr gut. Unser Zimmer, der africa-room, etwas überdekoriert, sodass wir kaum Platz für unser Gepäck hatten und das Fenster geht zum Frühstücksatrium raus. Das fanden wir nicht so günstig.

Hilltop Country Lodge bei George:
Tolle Unterkunft, super Blick, nette Leute.

Insgesamt fanden wir, dass die Gardenroute überbewertet wird, es gibt viel tollere Landschaften in Südafrika.

Woodall Country House and Spa:
Unglaublich schöne Unterkunft, wir hatten ein neues Chalet im afrikanischen Stil, riesig groß und so geschmackvoll -–überwältigend. Das Essen ist auch fantastisch und die Besitzer und das Personal sehr nett. Absolut empfehlenswert! Und über Nacht wurde sogar das Auto gewaschen!
Im Addo Elephant Park hats genieselt und wir haben „nur“ 20 Elefanten geshen, anstatt der möglichen 300.

Die Fahrt nach Graff Reinet war sehr schön und die Stadt erstaunlich, auch ein kurzer Gamedrive der und empfohlen wurde war sehr ergiebig. Im valley of desolation hatten wir leider keinen schönen Sonnenuntergang, ist aber auch so absolut sehenswert!
Das Avondrust-Guesthouse war das einfachste der Reise, man schläft ja nicht in dem schönen Haupthaus, sondern in den ehemaligen Ställen. Die sind leider ohne Geschmack eingerichtet. Das Personal hat uns in einem Restaurant, was garnicht offen hatte, einen Tisch reserviert, so mussten wir Fastfood essen.

Die Fahrt nach Ladybrand durch die interessante Landschaft war wieder wunderbar und Arbutus Lodge Klasse. Einfach toll, in einem so schönen alten Haus zu wohnen, das wir für uns alleine hatten. Die Gespräche mit der Besitzerin waren auch spannend.

Die Fahrt in die Drakensberge war eigentlich landschaftlich die schönste – atemberaubend!
Zum Glück konnten wir bei der Ankunft in der Montusi Lodge nochmal das Amphitheater sehen, bevor alles im Regen versank.

Auch als wir nach Hermannsburg kamen, war das Wetter so schlecht und dann diese hässliche Forstwirtschaft – da fragten wir uns, was sollen wir hier? Da hätte man auch in den Schwarzwald fahren können. Aber wir dachten : da hat sich Umfulana bestimmt was bei gedacht – und dem war ja auch so. Quanta ist schon eine ungewöhnliche Person und wir haben viel über Land und Leute erfahren. Die deutsche Schule mit den Wurzeln von Umfulana war auch sehr erhellend sowie die Fahrt ins Zululand. Dieser Aufenthalt ist wirklich exclusiv, das macht sonst keiner.






Leopard Mountain Lodge :
Ist auch sehr schön, mit wunderbarem Blick. Wir hatten das zweifelhafte Vergnügen, den ausgetrockneten Fluß fliessen zu sehen (wegen des Regens), was die netten Besitzer allerdings total begeistert hat. Zum Glück hörte der Regen dann auf. Hier wird man wirklich sehr gut versorgt, das Frühstück ist der Hit.

Serenity Forest Lodge:
Was soll man da sagen: verwunschen, verzaubert, ungewöhnlich – unglaublich! Das man im Regenwald so komfortabel wohnen kann. Das Essen beim Schein der Petroliumlampen – unvergesslich!

Elephant Plains:
Das man die ganzen Erlebnisse der Reise noch toppen könnte, war eigentlich sehr schwer, aber die tollen Leute von Elephant Plains habens geschafft. Gleich beim ersten Gamedrive die big 5! Der ganze Aufenthalt war der Hit und unbedingt wiederholungsbedürftig. So professionell, sachkundig und nett, perfekt!

Jackalberry Farm:
Wunderschön gelegen, sehr gute Küche und interessante Gespräche mit dem Besitzer.

Die Fahrt zu unserer nächsten Unterkunft hat uns ganz schön Nerven und Zeit gekostet. Ihre Beschriebung war nämlich falsch, d.h. sie führte vom Flughafen Johannisburg aus. Wir kamen allerdings aus einer anderen Richtung und hätten von dieser Autobahn ganz einfach abfahren können, wie wir später erfuhren. Die Ausfahrten haben anders als bei uns je nach Richtung verschiedene Namen. So irrten wir ca 1 ½ Stunden in der Rushhour auf den Autobahnen rund um Pretoria herum. Das ist ärgerlich nach so einer langen Fahrt und völlig unnötig. Nur mit telefonischer Hilfe des sehr freundlichen Personals von Wings and Water haben wir es schließlich gefunden. Zudem sagten sie uns am Telefon, dass sie nicht wußten dass wir essen wollen und nur ein kleines Abendessen machen können. Man muss sich nämlich vorher anmelden, das stand nicht in den Unterlagen.
Sie haben dann aber doch ein 3gängiges köstliches Menü gezaubert.
Dieses B&B ist eine Klasse für sich, Man kann es am ehesten mit den Fantasy-Hotels in Las Vegas vergleichen – in klein. Ein neuerbauter venezianischer Palast, alles vorhanden, zig Räume, Balkone, Sitzgruppen aussen und innen, ein Riesenzimmer mit Himmelbett und Seidengardinen. Alles vom Feinsten und Teuersten, unglaublich. Für eine oder zwei Nächte toll, aber danach würde es einen wahrscheinlich erdrücken. Die Besitzerin ist sehr herzlich und organisiert, was immer man braucht.
Da das Ganze in einem gut bewachten Reichen-Resort liegt, sind die anderen Häuser genauso schrill, sowas hatten wir noch nicht gesehen.

Wir sind dann mit dem berühmten Rovos Rail zurück gefahren, eine teure Sache, aber absolut lohnend.

Für die letzte Nacht in Kapstadt haben Sie genau das richtige Hotel ausgesucht (in der Waterfront), anders als die sonst üblichen, aber für den Anlass perfekt.


Da fahren wir wieder hin und bestimmt auch Einige unserer Freunde!

Nina Thomas, Münzenberg
Bernd Kliebhan, Münzenberg
Yvonne Sturm, Basel
März 2006



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