03.04.2006

Südafrikareise von Sonja Egger-Bühler

Reisebericht Südafrika Februar/ März 2006:

Die Flüge mit der SAA waren leider nicht unseren Erwartungen entsprechend. Riesenchaos in Kapstadt, unfähiges Check-in-Personal. Und leider bekamen wir weder auf dem Flug Zürich-Johannesburg, noch Johannesburg-Zürich, wie von umfulana schriftlich bestätigt, Fensterplätze. Dies, obwohl wir fast 5 Monate vorher buchten.

Der Nissan Almera überstand die 4500km Reise ohne Pannen und liess uns in keinster Weise im Stich.

Villa in Sabie:
Felix und Ute sind ganz reizende Gastgeber. Felix nahm mit uns die gesamte Reiseroute durch und gab uns viele sehr gute Tipps, was die Streckenführung oder Besichtigungen betraf. Das Frühstück war mit viel Liebe zubereitet. In Sabie kann man ohne Bedenken abends zu Fuss essen gehen. Speisekarten der verschiedenen Restaurants liegen in der Villa Ticino auf.

Lower Sabie Camp:
Oh je, oh je, in diesem Zelt Nummer 19 sollen wir schlafen? Ohne abschliessen zu können...Beim Beschrieb war ja ein Chalet abgebildet, auf dem Voucher dann war von Safari Tent die Rede. Uns wurde versichert, dass die Lage der Zelte besser wäre. Nichts dagegen einzuwenden, man konnte schön auf den Fluss schauen. Aber alles ist so verwohnt. Und, wenn ich daran denke, wie viel Schweiss auf dieser Matratze schon einsickerte bei diesem dünnen Laken...zudem waren die gesamten Utensilien für die Reinigung hinter unserem Zelt oder beim Boiler verstaut.

Mkhaya Game Reserve:
Die Pirschfahrten waren erlebnisreich, weil man auf kleinstem Raum viele Tiere sieht. Ob das noch natürlich ist, wo ja keine „Katzen“ dort sind? Uns war der Krügerpark lieber, schien uns natürlicher. Nachtessen prima. Unterkunft sehr schön, obwohl wir mumienähnlich im Bett (weil doch sehr schmal!) schlafen mussten. Schade, nächstes Mal würde ich zwei Einzelbetten verlangen. Morgenessen mit lediglich einem Toast sehr mickrig.

Zuckerrohrfarm bei Empangeni:
Wunderschönes geräumiges Zimmer, Super Morgenessen, phänomenales Nachtessen, sehr nette Gastgeberin und nettes Personal. Als Tüpfelchen aufs i sahen wir, dass man unseren Wagen, bevor wir weiterzogen, abstaubte! Danke Anne für diese Aufmerksamkeit!

Morgentau:
Unser Zimmer war schön. Dass man über einen Flur zur Toilette und zum Bad gelangte störte gar nicht. Das Nachtessen im romantischen Kerzenschein verdient grosse Anerkennung. Das Frühstück war eine Augenweide, die wir zuerst ausgiebig bestaunen mussten. Fast zu schade zum Essen. Es schmeckte vorzüglich! Danke Quanta!

Thendele Camp
Beschreibung zur Unterkunft nicht ganz zutreffend, weil keine Schilder mit der Aufschrift Royal Natal National Park vorhanden sind.
Chalet Nummer 17 im oberen Teil mit einer fantastischen Aussicht aufs Amphitheater.. Sehr geräumig. Sauberer hätte es sein dürfen, zudem sollte man über evt. Reparaturen nachdenken. Besen, Wischer und Schaufel lagen im Gebüsch, keine Augenweide, wenn man auf dem Sitzplatz war. Dabei entdeckten wir im Chalet selber einen grossen Schrank mit Putzmaterial, wo oben erwähntes noch genug Platz gehabt hätte...

Arbutus Lodge:
Bereits 5 Minuten nach unserem Anruf konnten wir die Suite beziehen. Wir hatten das gesamte Haus für uns alleine. Wirklich eine schöne Unterkunft mit einem sehr guten Frühstück. Die Zurückhaltung der Gastgeberin störte uns keineswegs.

historische Villa:
Ein geräumiges Zimmer im hinteren Teil war dieses Mal unsere Unterkunft. Roy erklärte uns knapp und präzise, was es lohnt anzusehen. Also nichts wie los ins Valley of Desolation. Die schwarzen Adler entdeckten wir leider nicht, aber Hasen und Schildkröten und eine atemberaubende Aussicht. Am nächsten Tag nach einem ausgiebigen schmackhaften Frühstück hatten wir noch eine Privatführung in der Kirche.

Haus Seeblick:
Unser Zimmer war sehr schön. Monika und Gerd Strobel sind sehr gastfreundlich, auch hier schmeckte das Frühstück super. Man bekommt sehr gute Tipps für Ausflüge. Der Restaurant-Tip (Da Vinci) war ganz besonders, riesige Portionen in einer lustigen Atmosphäre! Das muss man selber erlebt haben.

Sonnekus:
Ein riesiges wunderschönes Zimmer sollte unser Heim sein für die letzten Tage in Südafrika. Das Morgenessen liess keine Wünsche offen. Pat ist eine sehr nette Gastgeberin, die hilft, die viele wertvolle Tipps für Ausflüge bereithält, die einfach ein offenes Ohr hat für ihre Gäste. Danke, dass wir erst nachmittags unser Zimmer räumen mussten!

Zwei Wermutstropfen, die ich nicht unerwähnt lassen will:

1. Ob mit Absicht oder nicht, weshalb geht eine schwarze Angestellte ums Haus herum, um Beilagen für den Frühstückstisch zu bringen, wo doch der Gang durch den Flur viel näher wäre?

2. Beim Frühstückstisch, keine 3 Meter von uns entfernt, putzte ein Gastgeber (Gastgeber kann auch Gastgeberin heissen) die Fingernägel, der Dreck fiel auf den Boden. Ein paar Minuten zuvor wurde noch für uns das Morgenessen hergerichtet...

Alles in allem eine wunderschöne Reise, manchmal etwas anstrengend, vor allem, wenn es in gewissen Streckenabschnitten so viele Schlaglöcher hat wie nach Ladybrand.



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