14.04.2006

Südafrikareise von Arndt und Annette Lieber

Liebes Umfulana-Team,
auch wenn wir bereits seit mehr als zwei Monaten wieder zu Hause sind, erinnern wir uns oft und gerne an unsere wunderschönen und ereignisreichen Flitterwochen in Südafrika.
Da es unsere erste Selbstfahrerreise in Afrika war, waren wie vor der Abreise schon sehr gespannt, was uns erwartet. Umso überraschter waren wir von den guten Straßenverhältnissen und der guten Ausschilderung. Auch die Sorgen bezüglich der Sicherheit erwiesen sich für uns als unbegründet. Insgesamt hatten wir in fast allen Lodges das Gefühl, als Umfulana-Reisender besonders willkommen zu sein. Besonders überraschend für uns war es, dass Umfulana alle Gastgeber darüber informiert hatte, dass wir in unseren Flitterwochen waren, so dass wirklich in jeder Unterkunft eine kleine Überraschung auf uns wartete.

Unsere Unterkünfte im einzelnen:
Teds Place:
Eine schönes B&B. Gut geeignet zur Erkundung von Pretoria, da uns Ted und seine Frau viele gute Tipps sowohl für Pretoria als auch für unsere weitere Rute gaben.

Jackalberry Farm:
Traumhafte alte Farm mit tollem Garten und wunderschönem Blick auf den Sabie River. Ein idealer Platz um die Außenwelt zu vergessen und sich von Hans mit vorzüglichem Essen verwöhnen zu lassen. Außerdem ein toller Ausgangspunkt für einen Besuch des grandiosen Blyde River Canyon.

Nkorho Bush Lodge:
Sicher eines der absoluten Highlights unserer Reise. Gleich nach unserer Ankunft faszinierte uns der Ausblick von unserer Veranda auf das Wasserloch an dem sich Gruppen von Impalas, Zebras und Gnus tummelten. Wir hatten das große Glück den Bungalow mit der tollen Außendusche, die ebenfalls freie Sicht aufs Wasserloch bot, zu bekommen. Unvergesslich waren die Game Drives mit unserem Ranger Chorbie. Er hat uns mit seinem Enthusiasmus und Wissen über die Tier- und Pflanzenwelt begeistert. Auch wenn wir dort nicht die Big Five gesehen haben, so hatten wir doch das große Glück gleich zwei Leoparden an einem Tag beobachten zu können und das denkwürdige Erlebnis einer Büffelattacke. Leider hatten wir nur zwei Übernachtungen dort. Wir wären gerne noch viel länger geblieben.

Izinyoni Lodge:
Liebevoll von Pauline und John (Paddy war zu der Zeit im Krankenhaus) geführtes Bed und Breakfast mit tollem Blick auf den Krueger Park. Wer Perlhühner mag, wird die Unterkunft mögen. Wir haben die Lodge als Ausgangspunkt für Touren durch den südlichen Krueger Park genutzt. Wer zur Regenzeit fährt, sollte sich bevor er startet erkundigen, ob alle Tore geöffnet sind. Wir mussten den Umweg über das Malelane Gate nehmen, da das Crocodile Bridge Gate wegen Überflutung geschlossen war. Schwachpunkt hier war allerdings das Essen. Da es sehr teuer war, aber leider nicht schmeckte.

Leopard Mountain Lodge:
Wunderschön gelegene Lodge mit grandiosem Ausblick. Da wir hier drei Tage Zeit hatten, konnten wir sowohl den wunderschönen Hluluwe-Umfolozi Nationalpark erkunden, der uns landschaftlich noch besser als der Krueger Park gefiel, wie auch am tollen Pool faulenzen. Auch wenn die Game Drives nicht mit denen der Nkoroh Lodge vergleichbar waren, boten sie immer wieder die Gelegenheit einen Sun Downer in wunderschöner Natur zu genießen. Eine tolle Überraschung war das Candlelight Dinner unterm Sternenhimmel, dass Chantal am letzten Abend für uns
organisierte. Auf diesem Wege nochmals ein ganz herzliches Danke schön dafür!

Thonga Beach Lodge:
So sehr die anderen Lodges unsere Erwartungen übertrafen, sosehr enttäuschte uns die Thonga Beach Lodge. Gleich bei unserer Ankunft kam die große Enttäuschung, da wir nicht wie von Umfulana bestätigt ein Seaview Zimmer bekamen sondern einen „normalen“ Bungalow. Dieser bot in keinster Weise die angepriesene Abgeschiedenheit, da wir den direkten Blick auf den Pool „genießen“ konnten, bzw. die anderen Gäste vom Pool auch direkt in unseren Bungalow blicken konnten. Daneben blickten wir auf eine Baustelle auf der ein weiterer Bungalow entstand. Auch vermissten wir den Blick vom Haupthaus, das mit einem Baumhaus in den Baumkronen nur wenig gemein hatte, aufs Meer. Vielmehr blickten wir auf ungepflegte Büsche und konnten je nach Tageszeit den darin liegenden Abfluss riechen. Auch wenn wir nach einigem Bemühen des Personals für einen unsere drei Tage doch in einen Seaview Bungalow umziehen konnten, konnte dies den Gesamteindruck nicht verbessern. Fleckige Handtücher/Bettwäsche, so eisenhaltiges Wasser, das meine Fingernägel auch drei Tage nach unserer Abreise noch verfärbt waren, Affenkot der mehrere Tage neben unserer Eingangstuer lag, Liegenauflagen und Sonneschirme die bei 30 Grad und strahlendem Sonnenschein erst nach Aufforderung gebracht werden und erst nach einer Stunde aufgebaut sind entsprechen unsere Meinung bei weitem nicht einer Lodge dieser Preisklasse. Auch die angebotenen Aktivitäten waren unseres Erachtens nach teilweise überteuert und waren in ihrer Qualität sehr abhängig von der durchführenden Person (von wirklich engagiert bis vollkommen lustlos). Ebenso war das Essen ok, aber nicht dem Preis entsprechend.
Die Lage der Lodge innerhalb der Dünen am endlos langen Strand ist wirklich toll, doch können wir die Lodge nicht empfehlen.

Anmerkung von Umfulana: Trotz der Kritik unseres Kunden an Thonga Beach Lodge behalten wir die Unterkunft im Programm - wegen der vielen überaus positiven Rückmeldungen anderer Gäste. Wir achten jedoch darauf, dass das Chalet gegenüber vom Pool nicht mehr an unsere Kunden vergeben wird.

Morgentau:
Eigentlich nur als Zwischenstopp auf dem langen Weg in die Drakensberge gedacht, haben wir den Abend bei Quanta bei leckerem Essen und interessanten Gesprächen sehr genossen, und danach die Probleme Südafrikas besser verstanden. Wider unserer Erwartung war der Besuch des Missions- Museums sehr interessant und aufschlussreich.

Montusi Mountain Lodge:
Die Lodge liegt wunderschön gelegen und bietet gute Wandermöglichkeiten in den Drakensbergen. Der morgendliche Ausblick aus unserem Bungalow auf das Amphitheater war ein toller Abschluss unserer Südafrikarundreise.

Insgesamt haben wir drei unvergessliche Wochen erlebt, von denen uns neben der wunderschönen und abwechslungsreichen Landschaft vor allem die Tiere in Erinnerung bleiben werden. Dies war sicher nicht unsere letzte Reise nach Afrika.

Wir werden auch beim nächsten Mal gerne wieder mit Umfulana reisen.

Vielen Dank!
Arndt und Annette Lieber



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