Südafrikareise von Beate + Bernd - Südafrika - 2017
23.03.2017

Südafrikareise von Beate + Bernd

Das war so die Art, die wir an den Umfulana-Unterkünften schätzen

In Johannesburg angekommen freuten wir uns über Wärme und Sonne. Davon war aber leider in den Drakensbergen nichts mehr übrig. Bei Nebel, Sprühregen und 12 Grad fuhren wir, das hätte auch irgendwo hier sein können. All die tollen Ausblicke blieben uns verwehrt. Das hat der Gastgeber in Sabie aber mit Erfolg versucht, auszugleichen. Mit sicherem Gespür für unseren Geschmack gab er uns echt tolle Tips (das war so die Art, die wir an den Umfulana- Unterkünften schätzen). Der frisch beregnete Krügerpark verwöhnte uns dann anschliessend mit mehr als den Big Five, eine unglaubliche Fülle von Tieren-echt beeindruckend. Dass wir uns als chronische Langschläfer zum Sonnenaufgang aus dem Camp bewegt haben, hat sich absolut gelohnt und ist eine ultimative Empfehlung. Als highlight hat sich auch die Reise durch Swaziland herausgestellt. Wir waren beeindruckt von der strahlenden Fröhlichkeit der Leute, die auch nicht reicher sind als die im umliegenden Südafrika. Reilly's Rock war dann ein bisschen Hauch von kolonialistischem Afrika, schön und ein bisschen Abenteuer.
Die Weiterreise war gespickt mit tollen Parkempfehlungen. Das war zwar schön zu wissen, aber erstens reicht da absolut die Zeit nicht und dann wollen die meisten Parkbetreiber, dass man auch dort übernachtet. Also sind wir gleich nach St. Lucia gefahren. Dort gibt's Traumstrände, gutes Essen und die Nilpferde nachts auf der Strasse sind auch keine Märchen! Der Wetlandpark ist noch nicht voll touristisch erschlossen, aber wir hatten den Eindruck, dass sich da noch einiges tun wird.
Die Fahrt an der Küste entlang war ein Traum. Durban haben wir ausgelassen, weil wir uns mehr am Meer aufhalten wollten. Days at Sea Lodge war dann mal wieder eine typisch Umfulana-Unterkunft.....spektakulär. Da es kleine Elektroprobleme gab, und wir ganz offensichtlich die einzigen Gäste in der ersten Nacht waren, bekamen wir die Honeymoon Suite, das war Luxus.
Kontrastprogramm kam bei der Weiterreise. Das frühere Homeland mutet schon wie eine andere Welt an....sehr afrikanisch und wenig fortschrittlich. Die Wild Coast ist tatsächlich wild. Bei der Fahrt zur Mbotyi River Lodge fragten wir uns manchmal, ob das noch richtig ist.Die Unterkunft war ok, aber die Aktivitäten sind etwas eingeschränkt. Wenn man dort hinfährt, sollte man unbedingt die 3 Wasserfälle besuchen, denn die sind sehenswert und ohne Riesenaufwand erreichbar. Auf der Weiterfahrt ist Port St. Johns sehenswert. Ansonsten wird in dieser Region unglaublich waghalsig gefahren und man sieht ewig viel abgegraste Weiden mit absolut zuviel Vieh. Die grosse Kei- Brücke beschert uns 4 Stunden Wartezeit und ein noch nie gesehenes Verkehrschaos. Die Entschädigung bekamen wir in Chintsa East. Eine wunderbare Unterkunft mit einem einzigartigen Strand. Da hätten wir's auch noch länger aushalten können. Morgens sahen wir Delfine am Strand.
Nach leider nur einer Nacht fuhren wir die wunderbare Küste entlang nach Addo. Ich weiss, das war mein Wunsch, aber hätte ich gewusst, wieviele Tiere wir im Krügerpark sehen, hätten wir den Addo-Elefantenpark auch auslassen können. Dort hatte es überhaupt nicht geregnet und deshalb tummelten sich quasi alle Elefanten an und dann in den 4 künstlich gespeisten Wasserlöchern- sehr spektakulär, aber wenig abwechslungsreich. Die Unterkunft bei den Musikern war sehr edel aber wiederum recht kolonial geprägt. Die Fahrt zur Garden route war dann ,wie erwartet voller wunderbarer Ausblicke und Strände. Knysna und Umgebung kann einen schon eine Weile beschäftigen. Lohnend ist es zu den East Heads zu fahren, Brenton Beach und Buffalo Bay präsentierten uns weissandigen, tollen Strand mit spielenden Delfinherden-ganz wunderbar! Die ab Knysna vorgeschlagene Route haben wir dann ein bisschen abgewandelt. Wir fuhren über Mosselbay, Robinson-Pass nach Oudtshoorn. Mooiplaas Guest House ist eine Superadresse: hab noch nie so gute Straussensteaks gegessen. Weitere Empfehlung: das Haus bietet eine Straussenfarmführung an. Koos, ein älterer Herr mit dem Herz für seine Region und die Strausse hat uns eine wunderbare Führung beschert, die uns wirklich umfassend in die kleine Karoo mit ihren Bewohnern eingeweiht hat – sehr empfehlenswert! Wir sind dann auch noch über den Swartbergpass gefahren : hinzu auf der N12, was auch sehr toll ist und zurück über Prince Albert und die ganze wilde Passstrasse. Das ist bei weitem nicht mehr so wild, wie ich das aus früheren Besuchen kannte, aber trotzdem nicht unbedingt für ängstliche Autofahrer (vor Allem die Nordseite). Da mein Mann sich nicht für Weingüter erwärmen konnte, fuhren wir über Swellendam wieder zurück an die Küste. Ich hatte ein bisschen darauf spekuliert, noch Wale in Hermanus zu sehen. Das war aber leider zu spät. Man erzählte uns, dass diese dieses Jahr schon sehr früh weggezogen waren. Schade, aber Hermanus war auch sonst sehenswert. Die Küstenstrasse an der False Bay entlang ist sehr, sehr toll, wenn einem abends dann auch ganz schön die Sonne ins Gesicht scheint.
Rosedene Guesthouse ist ein wunderbarer Ort in Kapstadt mit unglaublich hilfsbereitem, offen nettem Personal.
Die von Umfulana beschriebenen Ausflüge sind alle sehenswert. Als Ergänzung würde ich noch empfehlen, abends Richtung Westen an den Bloubergstrand zu fahren. Dieses spektakuläre Fotomotiv ist wirklich ein Muss.
Diese Reise war – wie die beiden vorigen – wieder ein tolles Erlebnis. Die von Umfulana vorgeschlagenen Strecken, Unterkünfte, Sehenswürdigkeiten entsprechen immer wieder unseren Vorstellungen. Wir haben Euch schon vielfach weiterempfohlen.



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