Südafrikareise von Manuela - Südafrika - 2017
30.10.2017

Südafrikareise von Manuela

Stefen erinnert einen an Bud Spencer. „Gekocht“ wird auf einer offenen Feuerstelle, gegessen wird, was auf den Tisch kommt.

Viele Eindrücke, wieder eine tolle Reise

Obwohl wir sonst keine „ Wiederholungstäter“ sind, waren wir das dritte Mal in Südafrika; dieses Mal in Kombination mit Botswana.
Teil 1 der Reise:
1. Stopp: Wilderness
Ein kleines Örtchen, schön an der Küste gelegen. Wir hatten eine tolle Unterkunft mit sehr fürsorglichen Gastgebern, die uns reichlich mit Restaurant-Tipps und Infos über mögliche Aktivitäten versorgt haben. Einziges „Manko“ war, dass zwischen Lagune und Haus die Hauptstraße verlief. Das hat ein bisschen den Ausblick geschmälert.
Das Wetter hat leider nicht so ganz mitgespielt, so dass wir erst an unserem Abfahrttag den Anblick der Küste genießen konnten.

2.Stopp (Eigenregie) Elephanten Lodge im Knysna Elephant Park
Da ich vor drei Jahren eine „Patenschaft “ abgeschlossen habe, wollte ich gerne mein Patenkind besuchen. Eine Übernachtung in der Lodge beinhaltet die „normale“ Tour („Be-Touch an elephant“) und einen eigenen Morgenspaziergang mit den Elefanten. Die Lounge der Lodge befindet sich oberhalb des Stalls, in dem die Elefanten schlafen. Man kann die Elefanten somit auch nachts sehen. Unser Zimmer war kein Luxus, aber nett eingerichtet und für eine Nacht völlig ausreichend.
Wir können jedem empfehlen, zumindest mal die Tour zu machen. Mit den Elefanten zu laufen hat eine sehr beruhigende Wirkung (man kann verstehen, warum Tiertherapien funktionieren).
Bei Knysna haben wir uns zudem Brenton on sea (schöner Strand mit toller Steilküste) und die East Heads (ebenfalls tolle Küste) angeschaut. Hier können wir auch das East Head Café empfehlen.

3. Stopp: Oudshoorn
Unsere Unterkunft hatte hier schon mehr Hotelcharakter und war daher etwas unpersönlich. Das Frühstück war okay, aber im Vergleich zu den anderen Unterkünften nicht so gut.
Wir haben die Erdmännchen-Tour gemacht, die wir über unsere Unterkunft gebucht haben. Frühes Aufstehen ist angesagt, da man die Erdmännchen bei Sonnenaufgang besucht. Ein tolles Erlebnis mit vielen Infos. Zudem haben wir die Cango Caves besucht, die sehr beeindruckend waren. Die Tour haben wir vorab über das Internet gebucht.

4.Stopp: Pringle Bay
Unterwegs haben wir in Swellendam eine kleine Pause eingelegt, was ganz beschaulich wirkt.
Die Unterkunft in der Pringle Bay hat zwar einen leichten „Schicki-Micki-Touch“, gehörte aber für uns zu den Highlights. Unser Zimmer hatte einen tollen Blick auf die Lagune geboten. Leider kamen wir im strömenden Regen an und auch der Folgetag war nicht so stabil und recht frisch. Wir haben die Pinguine in Bettys Bay besucht und eine Whale-Watching-Tour in Gaansbai. Beides definitiv empfehlenswert. Bei einem Zwischenstopp in Hermanus haben wir Wale auch vom Uferrand aus sehen können.
Am Tag darauf haben wir uns bei sehr schönem Wetter noch etwas länger in Kleinmond aufgehalten und ebenfalls Wale vom Ufer aus gesehen. Anschließend sind wir die Panoramastraße bis nach Sommerset West gefahren, die ihren Namen absolut verdient hat.
Pringle Bay ist ein kleiner Ort, Sonntags und Montags haben nur zwei Restaurants geöffnet. Unsere Gastgeberin hat uns schon vorher kontaktiert, damit sie für uns ein Restaurant reservieren konnte. Wir waren bei Stefen und Jaqui essen. Das Essen war sehr gut und günstig. Die beiden an sich sowie das Restaurant ist schon ein Erlebnis, was man nicht verpassen sollte. Stefen erinnert einen an Bud Spencer. „Gekocht“ wird auf einer offenen Feuerstelle, gegessen wird, was auf den Tisch kommt (grundsätzlich Fisch und Sonntags Steaks). Pingelich sollte man allerdings nicht sein.

5.Stopp: Stellenbosch
Wir haben hier eine Nacht in erster Linie wegen unseres Fluges von Kapstadt nach Maun verbracht. Wir waren vor 12 Jahren schon einmal in Stellenbosch und vor drei Jahren auch schon zwei Nächte in Paarl. Somit haben wir hier nichts besonderes mehr gemacht. Stellenbosch wirkt mittlerweile doch recht „mondän“.

2. Teil der Reise
Flug von Kapstadt nach Maun und weiter in das Okavango Delta. Der Flug in das Delta mit einer Cessna ist schon ein Erlebnis für sich.
Im Delta fühlt man sich wie in einer anderen Welt.
Die Zelte sind gemütlich eingerichtet mit Außendusche.
Die vom Camp angebotenen Aktivitäten (Bootsfahrten, Kanu und Walking- Safari) haben uns gut gefallen. Wir haben viele Tiere gesehen. Bei der Walking- Safari sind wir sogar auf ein Löwenrudel gestoßen, die sich schnell von uns entfernt haben.
Die Tagestemperaturen waren hier recht hoch (um 35 Grad), nachts aber eher einstellig. Die Kanäle hatten noch genügend Wasser, die Guides sind aber davon ausgegangen, dass zwei/ drei Wochen später keine Bootsfahrten mehr möglich sein werden.

Nach zwei Nächten haben wir das Delta wieder mit einer Cesna verlassen und sind nach Kasane geflogen. Der Flug dauert rund 1,5 Std.
Vom Flughafen wurden wir von einem Fahrer unserer neuen Lodge abgeholt (super organisiert!).
Kasane bzw. der Chobe-Park haben uns zunächst aufgrund der Menschenmengen nach der Beschaulichkeit im Delta schockiert. Unsere Lodge hat Bootsfahrten und Game Drives angeboten. Der Chobe-River ist sehr breit. Wir haben zwar auch hier viele Tiere gesehen (insbesondere Elefanten und Hippos), auf dem Fluss tummeln sich aber so viele Boote unterschiedlicher Größe und teilweise im Party-Style, dass das Ganze mehr wie ein Entertainment-Park wirkt.
Beim Game Drive hat sich alles besser verteilt.

3. Teil der Reise
Flug von Kasane nach Johannesburg.
Am Flughafen wurden wir von einem Fahrer in unser Guesthouse in Bedfordview gebracht.
Direkt in der Nähe befindet sich eine Mall mit guten Restaurants, zu der man unbedenklich, auch in der Dunkelheit, laufen konnte.
Wir waren 2 Nächte in Johannesburg und haben eine Soweto-Tour gemacht, den Hop on Hoff Bus genommen (problemlos im Internet buchbar) und den Constitution Hill besucht. Für das Apartheid Museum fehlte uns die Zeit, durch den Besuch des Hector Pieterson Museums in Soweto haben wir aber auch schon einige Infos zu der Apartheid-Zeit bekommen. Insgesamt ist u.E. Johannesburg keine schöne Stadt, wir haben viele bewegende Einblicke erhalten und den Besuch definitiv nicht bereut.
Unser Guesthouse hier hat uns allerdings nicht so gut gefallen. Unser Zimmer ist bestenfalls als zweckmäßig zu beschreiben. Das Badezimmer war stark renovierungsbedürftig. Der Aufenthaltsbereich für alle Gäste im Haus war zwar recht nett, es wirkte aber alles zusammengewürfelt und chaotisch. Wir hatten den Eindruck, dass die Inhaber, nachdem die Kinder aus dem Haus sind, überlegt haben, ein paar Zimmer zu vermieten, sich aber um nichts kümmern. Dafür sollten wohl die Angestellten zuständig sein, die aber auch konfus wirkten, sofern man überhaupt jemanden gesehen hat. Das einzige, was wir positiv betonen möchten, ist, dass wir unser Zimmer am Abreisetag bis 16:00 halten konnten.

Insgesamt war es wieder eine tolle Reise und definitiv nicht unser letzter Besuch in Südafrika.



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