03.08.2006

Südafrikareise von Britta und Reinhard

Liebes Umfulana-Team,

wir sind gestern (2.8.) aus Südafrika zurückgekehrt und möchten uns zunächst einmal für die perfekte Planung eines perfekten Urlaubs bedanken.
Sie hatten zwar keinen Anteil an drei Wochen Sonnenschein und 23 bis 30 Grad, während hier in Deutschland alle unter der Hitze gelitten haben, aber dafür gebührt Ihnen ein großer Dank für die Auswahl der wunderschönen Unterkünfte bei teilweise sehr liebenswerten und interessanten Gastgebern.

Im Einzelnen:

Die Jackalberry Farm in Hazyview war der ideale Ausgangspunkt. Man konnte ausspannen, auf der Terrasse sitzen und den herrlichen Ausblick genießen. Von Hans, dem Gastgeber, erhielten wir am zweiten Tag den Tipp, den Blyde River Canyon zu besuchen. Sehr lohnenswert.

Dann folgte Elephant Plains: Eine tolle Unterkunft und Tiererlebnisse, die es in dieser Form wohl nur selten gibt. Gleich am ersten Abend die Big Five, dabei standen wir inmitten von 50 Elefanten, sechs Löwen liefen direkt an uns vorbei, ein männlicher Löwe brüllte uns im Mondschein ein Ständchen, wir konnten zwei Leoparden auf drei Game Drives aus nächster Nähe dabei beobachten, wie sie ein Impala verspeisten. Man brauchte danach erst einmal ein bisschen Zeit, um all das Gesehene und Erlebte zu verarbeiten.

Anschließend ging es weiter zu Paddy, Pauline und John (Izinyoni Lodge): Der Ausblick über den Zaun vom Krügerpark auf Elefantenherden, Büffel und Hippos sowie der Besuch von Zebras, Affen und unzähligen Vögeln im Garten waren schon allein den Besuch wert, doch es sind die Gespräche mit Paddy, Pauline und John, die den Aufenthalt unvergesslich machen.

Auf dem Weg durch Swaziland hatten wir die wunderbare Möglichkeit, unser SOS-Patenkind im SOS-Kinderdorf zu besuchen und sind nun noch viel überzeugter davon, dass wir unser Geld jeden Monat richtig investieren.

Zum Glück schafften wir es abends noch rechtzeitig in den Park (Pongola Game Reserve South), um zur White Elephant Lodge zu gelangen. Dort wurden wir herzlich empfangen und waren zu unserem Erstaunen die einzigen Gäste, so dass wir die Honeymoon-Suite mit Außenbadewanne im Busch zugewiesen bekamen. Die Badewanne war wie von Zauberhand jeden Abend gegen 18.30 Uhr mit einem herrlichen Schaumbad gefüllt und man konnte unter dem Sternenhimmel am Lagerfeuer planschen. Im Zusammenhang mit dieser Lodge müssen wir aber auch auf die ausgesprochen nette Betreuung hinweisen, der Abschied fiel allen richtig schwer. Darüber hinaus haben wir auch dort viele, viele Tiere gesehen und die Tage genossen.

Als wir dachten, dass sich die Qualität der Unterkünfte nicht mehr steigern ließe, landeten wir als nächstes in der Thonga Beach Lodge am Meer. 50 Kilometer feinster Sandstrand, Regenwald, exzellentes Essen, ein sehr nettes Management-Team und die Lodge selber Luxus pur. Wir haben von unserem Bett aus Wale beobachtet – das fasst wahrscheinlich alles zur Lage dieser Unterkunft zusammen. Außerdem sind die angebotenen Aktivitäten vielfältig und interessant (Kajak fahren, Sonnenuntergangstour zum See, Schnorcheln, Tauchen, Besuch der Schule der Zulu-Gemeinde etc.).

Nach Thonga ging es weiter zum Zimbete Country House. Diese Unterkunft fiel aus unserer Sicht als einzige ein klein wenig ab, da man ein wenig den Eindruck hatte, das normale Familienleben zu stören. Gegen die Lage und die Räumlichkeiten kann man aber überhaupt nichts sagen, und das Menu am Abend war jeweils ein Genuss für alle Sinne.

Birdhaven in Sheffield Beach ist ein riesiges Anwesen mit wunderschönem Teich und Garten. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt und haben in Ballito den einzigen Nachmittag so richtig in der "Zivilisation" verbracht.

Von der Küste aus fuhren wir ins Landesinnere nach Hermannsburg und trafen dort auf Quanta, die man einfach erlebt haben muss und mit der man sehr spannende Gespräche führen kann. Sie gab uns den Rat, zunächst die heißen Quellen zu besuchen, ein Ausflug, der sich allein wegen der wunderschönen Landschaft lohnt. Den darauffolgenden Tag verbrachten wir mit Vic Schütte und besuchten eine Zulu-Großfamilie und eine Zaubererin, wir sahen eine Schule und das Krankenhaus. Diese Erlebnisse in ihrer ursprünglichen Form bekommt man sonst sicherlich nur selten geboten. Lohnenswert ist aber auch der Besuch des kleinen Museums in Hermannsburg, in dem man alles über die Missionare erfährt, die Hermannsburg 1854 gegründet haben.

Unsere letzte Station war die Montusi Mountain Lodge in den Drakensbergen: Noch einmal purer Luxus in einer imposanten Landschaft. Von dort aus kann man zahllose Wanderungen machen und die herrlichen Ausblicke genießen.

Insgesamt sind wir sehr froh, uns für diesen Teil Afrikas entschieden zu haben, da alles noch sehr ursprünglich wirkt, und es wird sicherlich nicht unsere letzte Afriakreise (mit Umfulana) gewesen sein.

Noch einmal vielen Dank!

Britta und Reinhard



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