Südafrikareise von Manuela - Südafrika - 2018
07.06.2018

Südafrikareise von Manuela

Wieder einmal ist eine tolle Südafrika vorbei und wir sind uns jetzt schon sicher, dass wir wiederkommen werden

Wieder einmal ist eine tolle Südafrika vorbei und wir sind uns jetzt schon sicher, dass wir wiederkommen werden.

1. Stopp: Cintsa East
Der Flughafen in East London ist nicht so frequentiert, wodurch auch offensichtlich die Mietwagenstation dort nicht so gut ausgestattet ist. Es war dieses Mal etwas langwieriger, den richtigen Wagen zu erhalten. Wir hatten eine Kompaktklasse mit Automatik gemietet. Zuerst wurde uns eine Familienlimo (6 Sitze) ohne Automatik angeboten. Danach wurde uns der Ford Eco Sport angeboten. zwar die richtige Klasse, in dem Kofferraum passten allerdings unsere beiden normal großen Koffer nicht rein. Der nächste Versuch war dann der Toyota Rav4. Hier passte zwar alles, aber die Kofferraumabdeckung war defekt. In Anbetracht der Fortschritten es Zeit und unserer Müdigkeit, haben wir den Wagen dann genommen und hinsichtlich der Abdeckung im Laufe der Reise immer etwas improvisiert. Als nächstes stellen wir dann allerdings fest, dass das Navi defekt war, so dass wir dieses umtauschen mussten.
Endlich ging es dann los zu ersten Unterkunft.
Die Unterkunft hat uns gut gefallen. Eine kleine Lodge mit einzelnen Chalets mit kleinem privaten Pool und Terasse. Alles in einem subtropischen Garten. Nur der Zugang zum Strand war etwas beschwerlich, so dass wird den Weg über die Nachbarlodge genommen haben (rund 5-10 Minuten Fußweg).
Das Essen (Frühstück und Dinner) war hervorragend, nur das Personal etwas verpeilt (was uns aber nicht sonderlich gestört hat).
Man kann dort sehr schöne Strandspaziergänge machen und gut „ runterkommen“, was uns für den Urlaubsstart wichtig war.
Einen Tag sind wir nach East London reingefahren. Die Stadt hat allerdings nichts zu bieten, recht schmuddelig und eher eine typische Arbeiter/ Industriestadt. Es gibt zwei größere Malls.

2.Stopp: Cradock
Auf dem Weg nach Cradock sind wir noch nach Hogsback gefahren. Den Abstecher (insgesamt + 80 km) kann man sich aber u.E. sparen. Die Landschaft auf dem Weg dorthin ist ganz hübsch, der Ort selber hat uns nicht so überzeugt; hinzu kommen katastrophale Straßenverhältnisse in Hogsback selber.
Cradock selber ist ganz nett, aber schon recht touristisch. Unsere Unterkunft bestand aus mehreren restaurierten Cottages, die sich über eine ganze Straße ziehen. Wir hatten ein Häuschen mit drei Schlafzimmern, zwei Bädern, einen Wohnraum, einer Küche und mehreren Zwischenräumen. Man kann sich wie in einem Museum vor.
Insgesamt hat die Unterkunft aber schon einen Touch von „Massenabfertigung“, was man z.B.beim Frühstück gemerkt hat.
Wir haben einen Abend dort gegessen (Grds. gibt es Buffet) was okay war. Den zweiten Abend haben wir einen Steakhouse am Rande der Stadt gegessen. Einfaches Lokal, aber gutes Essen.
Wir haben in Cradock den Mountain Zebra Park besucht, den man selber befahren kann. Die Straßenverhältnisse sind passabel (überwiegend Schotterpiste). Der Park ist landschaftlich sehr schön und nicht so überlaufen. Es gibt allerdings dort keinen der Big Five. Wir haben sehr viele Zebras, Antilopen und Gnus gesehen.
Zum Mittag haben wir den Park verlassen, um im True Living (bekanntes Restaurant mit authentischer Küche) eine Kleinigkeit zu essen. Nachmittags konnten wir mit unserem Tagesticket problemlos wieder in den Park.

3. Stopp: Graaf-Reinert
Auf dem Weg zu einem privaten Game Reserve haben wir in der Stadt kurz gestoppt, die einen netten Eindruck auf uns gemacht hat. Wir sind dann noch zum Valley of Desolation gefahren, das im Cambedoo National Park liegt. Vom Gate an sind es noch ca. 15 Minuten Fahrzeit bis zur Spitze (asphaltierte Straße). Oben hat man von einer Plattform aus einen tollen Rundblick. Zudem kann man ein Rundweg laufen, bei dem bereits nach 600 m einen tollen Blick auf das Valley hat. Es sieht ein bisschen wie der Grand Canyon in klein aus.
Zum Game Reserve hin war der Fahrt etwas beschwerlicher. Das GPS hat uns zunächst zum falschen Gate geführt. Nachdem wir das richtige Gate gefunden hatten (der Einfahrtcode hatte sich auch noch geändert), müssten wir rd. 25 km Schotterpiste und zum Schluss auch noch ein paar km geschlungene Sandpfade fahren.
Das Game Reserve selber hat uns mit allem Drum und Dran sehr gut gefallen; tolle Landschaft, hautnahe Begegnung mit Geparden und Nashörnern, professioneller Ranger
Wir hatten insgesamt vier Fahrten. Die erste am Ankunftstag um 16:00 und die letzte am Abfahrttag um 06:00.

4. Stopp: Addo
Im Addo sind wir selber gefahren (gut befahrbare Schotterpisten) und haben viele Tiere, insbesondere Elefanten gesehen. Der Park ist allerdings schon recht voll, die Autos verteilen sich aber noch einigermaßen.
Unsere Unterkunft war wieder luxuriös, hatte allerdings schon eher Hotelcharakter. Wir haben einen Abend auch das Dinner gebucht, was sehr gut war.
Den zweiten Abend haben wir im Lenmore gegessen, was okay war.

5. Stopp: Tsitsikamma
Auf dem Weg zur nächsten Unterkunft haben wir einen Stopp in der Francies Bay gemacht. Leider war alles ziemlich verregnet, trotzdem gefiel uns die Gegend.
Wir hatten ein schönes Zimmer (Honeymoon-Suite) in einem kleinen B&B im Natures Valley. Zum Strand waren es nur ein paar Gehminuten. Das Personal war sehr herzlich.
Tolle Landschaft.
Das B&B gehört zu den Betreibern des Bungy-Jumpings an der Bloukransbridge, so dass man 10% Rabatt auf den Sprung oder einen kostenloses Brückengang erhält. Wir sind nur unter der Brücke gegangen, was für Leute mit Höhenangst schon eine Herausforderung ist, und haben die Springer aus der Nähe beobachtet.
Im Natures Valley gibt es nur ein Restaurant, das direkt neben dem B&B liegt. Hier sollte man nur essen, wenn man viel Geduld und keine Lust mehr zum Fahren hat. Ansonsten können wir das Enricos in The Crags/ Plett empfehlen (Fahrtzeit ca. 20 min). Tolle Lage direkt am Meer, gutes Essen, Biergartenatmosphäre. Es ist allerdings gut besucht, Reservierungen werden nicht angenommen. Wir waren gegen 18:30 da und haben ohne Probleme einen Tisch bekommen.

6. Stopp: Swellendamm
Auf dem Weg zur nächsten Unterkunft haben wir einen Stopp am Díaz Beach in der Mosselbay gemacht. Der Strandabschnitt hat uns nicht gefallen, alles mit Hotelburgen und Wasserpärke zugebaut.
Unsere Unterkunft in Swellendamm hat uns grundsätzlich gut gefallen, die Dusche in unserem Zimmer war aber etwas speziell; man hat immer das ganze Bad unter Wasser gesetzt. Super war allerdings der große Schwimmteich im der sehr gepflegten Gartenanlage, an dem auch das Frühstück serviert wurde.
Die Inhaber waren immer bemüht lokale Produkte anzubieten. Etwas anstrengend war die Art des Inhabers, der einen jedes Detail aus Swellendamm, Umgebung und der Unterkunft erklärt hat. Swellendamm wurde quasi als der Nabel der Welt dargestellt...
Swellendamm selber ist ein hübscher Ort. Für den Stopp haben wir uns aber auch entschieden, um das Marloth Nature Reserve oder den Bontebock- Park zu besuchen. Der Park ist allerdings am Wochenende geschlossen, so dass wir zum Marloth gefahren sind. Die als einfach dargestellten Wanderwege zum Wasserfall entpuppten sich aber leider als rutschige Kletterei, so dass wir die Wanderung abgebrochen haben.
An Restaurant können wir das Kornlands empfehlen. Zwar teurer, aber sehr gute Küche.

7. Stopp: Cape Agulhas
Auf dem Weg haben wir das De Hoop Nature Reserve besucht. Tolle Dünenlandschaft und auch die Möglichkeit einige Tiere zu sehen, u.a. den Bontebock.
Der Weg dorthin ist allerdings etwas beschwerlicher, rd. 50km Schotterpiste (gut befahrbar). Auf Anraten des Inhabers unserer Unterkunft in Swellendamm sind wir den längeren Weg über Malagas gefahren, wo wir auch noch die einzig noch manuell betriebene Fähre (55 Rand kostet die Überfahrt) genutzt haben. Interessantes Erlebnis.
Vom Nature Reserve mussten wir dann noch mal 40 km Schotterpiste bis zum Cap fahren.
L‘Agulhas sowie die Nachbarstadt Struisbaai sind noch recht verschlafen, man merkt aber, dass man dort an mehr Besuchern arbeitet. In L‘Agulhas liegt die südlichste Punkt Afrikas. Vom Leuchtturm geht ein Boardwalk (ca 900 m) dorthin. Der Boardwalk wird derzeit bis zum Schiffswrack (erneut rd. 900 m) erweitert. Man kann dort aber auch mit dem Auto hinfahren.
Im Leuchtturm befindet sich eine sehr gute Informationsstelle.
Mit dem Auto kann man noch rd. 3 km weiter bis nach Suidstrand fahren, ebenfalls ein sich eher im Aufbau befindliches Dörfchen.
Die Küstenlandschaft ist insgesamt ganz toll, wenn man sich an Meer und Landschaft erfreuen kann, lohnt sich ein Stopp definitiv.
Die Restaurants sind alle eher einfach. Hübsch ist das Café Suidpunkt Potpourri (man sitzt in einem Dekoladen), frischen Fisch haben wir im Pelikans Harbour Café gegessen.
Unsere Unterkunft war recht rustikal (passt vom Stil her auch nach Schottland), aber schon etwas in die Jahre gekommen. Wir hatten einen schönen Blick aufs Meer (vom Balkon und vom Bett aus) allerdings war die Hauptstraße dazwischen.
Die Inhaber waren sehr nett, das Personal recht seltsam.
Wir haben von da aus auch die Grotte in Arniston besucht, die nur bei Ebbe begehbar ist (die Zeiten sind im Internet abrufbar). Der Weg ist gut ausgeschildert; vom Parkplatz aus sind es rund 20 Minuten. Das letzte Stück ist ein bisschen kraxeln, der Grotteneingang ist klein. Feste Schuhe oder Trekkingsandalen sind sinnvoll.

7.Stopp: Kapstadt
Auf dem Weg haben wir einen kurzen Mittagsstopp in Kleinmond eingelegt. Wir waren schon mal in dieser Ecke und Hermanus ist uns zu hektisch. Kleinmond ist viel beschaulicher und auch hübsch gelegen.
Anschließend sind wir noch zum Stony Point in Bettys Bay gefahren und haben die Pinguine sowie Dassies besucht.
Über die Panaromastraße ging es dann nach Kapstadt.
Unsere Unterkunft hatte eine gute Lage, das Zimmer war in Ordnung, nur etwas sehr klein.
Wir haben für einen Tag den Hop-on-Hopp-off Bus genutzt. Die Fahrt können wir empfehlen. Am Abflugtag sind wir noch auf den Signal Hill gefahren und hatten einen tollen Rundblick über die Stadt.
Die Wasserknappheit haben wir insofern gemerkt, dass in Restaurants teilweise nur noch Sanitizer zum „ Händewaschen“ zur Verfügung standen. In unserer Unterkunft hat man uns gebeten einen Putzeimer mit in die Dusche zu stellen. Einschränkungen haben sich für uns insgesamt aber nicht ergeben.

Wie schon einleitend gesagt, waren wir wieder begeistert.



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