19.09.2006

Südafrikareise von Walter Huhn, Karin Schienbein

Liebes Umfulana-Team, vielen Dank für die nette Begrüßung per eMail. Einer Rückmeldung über unseren Urlaub in Südafrika hätten Sie auch ohne Wunsch und Gutschein erhalten, denn wir meinen, dass nicht nur Beschwerden sondern auch Lob (mit ein paar Anregungen) geäußert werden muss. Soviel Vorrede, nun zu unserem Urlaub.

Erst einmal wollen wir Ihnen mitteilen, dass alles gut geklappt hat. Die Flüge waren pünktlich und die gute Sitzplatzreservierung hat insbesondere die beiden langen Flüge erträglich gemacht, das Auto stand bereit und in allen Unterkünften wurden wir erwartet, wobei bis auf eine Unterkunft alle anderen gut bis komfortabel waren.
Nach der Landung in Johannesburg sind wir unmittelbar mit dem Auto nach Sabie gefahren. Hier wäre es sicherlich von Vorteil, wenn Sie in Ihren Beratungen im Internet oder am Telefon darauf hinweisen könnten, dass nach dem langen Nachtflug eine Übernachtung in der Nähe von Jo’burg oder ein Inlandsflug nach Nelspruit eine Alternative zur 450 km Autofahrt sein könnten. Die Fahrt ist nach mehr als 14 Stunden Anreise schon sehr anstrengend zumal mit Linksverkehr.
Felix, unserer erster Gastgeber, hat in Sabie eine sehr schöne Villa und ist sicherlich der ideale Gesprächspartner für die Urlauber, die erstmals ins Land kommen. Von seinen Tipps haben wir während der gesamten weiteren Reise profitiert.
Die Umgebung von Sabie hat viele reizvolle Ecken die besucht werden wollen. Felix kennt sie alle und hat ein sicheres Gefühl, das Richtige zu empfehlen.
Nach Sabie folgte der Krüger NP, ein großes Erlebnis mit großen Tieren – hautnah -, einem Berg-en-Dal Camp, das ausgezeichnete Unterkunft und eine wirklich gute Küche bietet. Das nächste Camp im Park, das Lower Sabie Camp, hat sicherlich eine ausgezeichnete Lage, ist u.E. aber inzwischen sehr renovierungsbedürftig. Auch die Küche kann mit der in Berg-en-Dal nicht mithalten. Vielleicht gibt es Alternativen zu Lower Sabie Camp.
Der Park bietet viele Möglichkeiten Tiere zu sehen, aber man muss sie auch entdecken. Wir hätten uns hierzu ein etwas höheres Auto (z.B. ein SUV) gewünscht. Eine entsprechende Empfehlung von Ihnen auch für die Besucher, die ab und zu auf nicht befestigten Straßen fahren möchten (wie z.B. im Park erforderlich), wäre unserer Meinung nach sehr hilfreich.
Weiter ging es nach Swaziland (unbedingt etwas Zeit für die Einreiseformalitäten einplanen) und zum Abenteuer überhaupt. Im Mkhaya Game Reserve Essen, Trinken, Schlafen, Duschen und Toilette unter fast freiem Himmel. Dazu eine von Rangern geführte Wildtour – so nah waren wir den Elefanten nirgendwo sonst.
Trotz empfindlich kühler Temperaturen möchten wir diesen Aufenthalt auf keinen Fall missen. Man sollte als Besucher aber unbedingt bedenken, dass es im August und September in Südafrika noch Winter ist und es nachts sehr kalt wird (dieses ist auch in den Gästehäusern spürbar, die in der Regel nicht geheizt werden). Warme Kleidung ist ein Muss. Im Mkhaya Game Reserve wurde uns Verweichlichten zum Schlaf im fast Freien (ca. 7° C) eine Wärmeflasche ins Bett gelegt.
Dann ging es weiter an die Küste in ein sehr schönes Farmhaus bei Empangeni. Wie von Ihnen beschrieben, hatten die Gastgeber eine gute Küche und gute Weine. Empfehlenswert hier ein kleiner Spaziergang durch die angrenzenden Zuckerrohrfelder (in Begleitung der Hunde der Gastgeber) und als Alternative zum Hluhluwe Umfolozie Park eine Fahrt an die Küste nach St. Lucia mit Wetland Park und Beobachtung von Hippos und Krokodilen.
Auf der Weiterfahrt nach Hermannsburg bot sich für uns ein Abstecher zur Küste bei Shaka’s Rock an. In Hermannsburg lässt sich bei Quanta gut übernachten und speisen. Außerdem bietet Hermannsburg mit seinem kleinen Museum einen Einblick in die Besiedelung des Gebietes durch Deutsche. Ein Tipp hierzu ist sicherlich auch das Tagebuch von Quantas Urgroßmutter.
Die Drakensberge und die Übernachtungen im Thendele Camp boten einen fantastischen Ausblick auf das Amphitheater, Wandermöglichkeiten und eine gemütliche Hütte. Wenn man -wie wir- in der kalten Jahreszeit reist, ist es angezeigt sich rechtzeitig mit Brennholz für den offenen Kamin zu versorgen (die kleinen Läden im Royal Natal National Park schließen bereits um 16.30 Uhr).
Auf der Fahrt nach Ladybrand war der Golden Gate NP der Höhepunkt (wenn auch nicht in der Abendsonne). Für einen Abstecher nach Lesotho war die Zeit einfach zu knapp, insbesondere unter Berücksichtigung der Weiterfahrt nach Graaff Reinet (550 km). In Ladybrand empfahl uns unsere Gastgeberin, das Fischcafe mit schmackhaften Seafoodangebot. Wir geben diese Empfehlung gerne weiter.
Die Fahrt nach Graaff Reinet ist zugegebener Weise eher eintönig, dafür entschädigt eine traumhafte Stadt mit liebevoll restaurierten Gebäuden, einem kleinen Wildpark und vor allem dem Valley of Desolation, diesmal wirklich in der Abendsonne. Man muss es gesehen haben, beschreiben kann man es kaum. Auch hier noch mal ein Lob für die von Ihnen ausgesuchten Gastgeber, Roy und Marietha schickten uns einen Strauß frischer Blumen auf unser geräumiges Zimmer, sorgten dafür, dass unser reichlich mit Staub bedecktes Auto gereinigt wurde, servierten das Frühstück am Pool (die Temperaturen waren hier auch frühmorgens und abends angenehm) und gaben Tipps für Ausflüge und reservierten Plätze in guten Restaurants.
Auf der Weiterreise nach Sedgefield an der Gartenroute sind wir abweichend von Ihrer Empfehlung über den Prince Alfreds Pass von Uniondale nach Knysna gefahren. Da es sich um eine Sandpistenstraße handelt wäre ein entsprechendes Auto (siehe oben) angenehm gewesen. Die Strecke ist aber mindestens in der ersten Hälfte wunderschön und entschädigt für kleine Strapazen. Außerdem muss man zurzeit bei der Fahrt über George lange Baustellen mit entsprechender Zeitverzögerung in Kauf nehmen.
Monika und Gert Strobel sind ähnlich wie Felix in Sabie ideale Gastgeber für „Erstreisende“. Sie können zum Land ganz, ganz viel Informationen geben. Das geht über die Bevölkerungsstrukturen, politische Veränderungen in den letzten Jahren, Besonderheiten in den Regionen (z.B. was sollte man in Kapstadt machen, wo kann man gut Fisch essen usw.) hin zu den lokalen Informationen. So sind wir schnell die 500 m vom Haus zum Indischen Ozean gegangen und konnten dort die ersten Wale beobachten. Weiter sind in der Region der Tsitsikamma Coastal NP und Knysna mit seiner kleinen Waterfront lohnende Ziele.
Auf dem Weg nach Kapstadt sind wir dem Rat von Monika und Gert Strobel gefolgt und haben einen Abstecher zum südlichsten Punkt Afrikas gemacht um dort auch den Leuchtturm zu erklimmen. Hier ist nach offiziellen Angaben die Trennlinie zwischen Atlantischem und Indischem Ozean (obwohl man dies in Kapstadt anders sieht).
Kapstadt, hier und in der Umgebung gibt es soviel zu sehen, dass vier Tage nicht ausreichen. Sonnekus in St. James hat die ideale Lage um in die City zu fahren, die Kaphalbinsel zu besuchen (mit dem Kap der guten Hoffnung), zur Walbeobachtung nach Hermanus (leider nur ein Wal für ganz viele Beobachter) zu fahren und die Weinroute zu erkunden. Pat Allum hat uns jeden Morgen nach unserem Wunsch eine Tour ausgearbeitet. Sie hat auch jeden Morgen erkundet ob der Tafelberg frei ist. Zwar gab es keine Wolken, aber einen so starken Wind, dass die „Cable Car“ nicht fahren konnte. Erst an unserem Abreisetag war der Tafelberg wieder geöffnet, aber da war der Andrang so stark, dass wir mehrere Stunden hätten warten müssen um in eine Seilbahnkabine zu kommen. Wir haben den Blick von der Talstation auf die Stadt genossen, sind dann zum Telegraf Hill und anschließend zur V&A Waterfront gefahren. Hier gab es dann noch die Entschädigung für den „verpassten“ Tafelberg, ein 30-minütiger Hubschrauberrundflug über Kapstadt, die Kaphalbinsel mit „Whale Watching“ aus der Luft bei Muizenberg.
Die drei Wochen sind zu schnell umgegangen, es hätte noch viel zu sehen und zu erkunden gegeben.

Wie schon geschrieben war die Organisation durch Umfulana fast perfekt. Sie wäre aus unserer Sicht nur noch in Nuancen zu verbessern (z.B. durch die beschriebenen Hinweise über Heizmöglichkeiten in den Gästehäusern oder die Notwenigkeit auch Sandpisten zu befahren und dafür das richtige Auto zu haben).

Nun ist die Rückmeldung zu unserer Südafrikareise doch etwas länger ausgefallen und endet mit den Bemerkungen, dass Südafrika eine Reise wert ist und wir in unserem Bekanntenkreis Umfulana als sehr guten Organisator einer solchen Reise weiterempfehlen werden.

Karin Schienbein + Walter Huhn



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