26.09.2006

Südafrikareise von Familie Ide

Liebes Umfulana-Team

Gerne geben auch wir einen kurzen Reisebericht ab, weil wir diese Rubrik Ihrer Website für unsere eigene Buchungsentscheidung bei Ihnen selbst sehr hilfreich fanden.

Zunächst tausend Dank für Ihren Tipp, im Mabula Game Reserve nicht in die von uns gewünschte Hauptlodge zu gehen, sondern dem dortigen Massenbetrieb auszuweichen und die private Lodge zu buchen! Dieser Aufenthalt wurde für uns zum absoluten Highlight eines insgesamt tollen Urlaubs:
In den vier separaten und wunderschön eingerichteten Häuschen fühlt man sich fast völlig allein im Busch, wenn man von der Terrasse über die weite Ebene schaut und Antilopen oder Giraffen beobachtet. Wir waren schon recht verblüfft, als gleich am ersten Nachmittag ein Elefantenbulle in nur wenigen Metern Entfernung an unserem Häuschen vorbeizog und dabei mit lautem Krachen rechts und links die Bäume umlegte! Da haben wir es uns noch ein zweites Mal überlegt, ob wir tatsächlich die Möglichkeit nutzen und im Freien unter dem romantischen Zelt-Bett übernachten wollten... Das haben wir schließlich nicht zuletzt auch wegen der noch recht kühlen und windigen Nächte bleiben lassen... ;-)

Zu den Mahlzeiten wurde von Emily und Maria immer wieder woanders wunderschön auf dem weitläufigen Sonnendeck des Hauptgebäudes eingedeckt. Die Küche und der Service waren hervorragend und sehr persönlich. Paulus, der Koch, zauberte täglich hervorragende und phantasievolle Menüs. Nach zwei Tagen fühlten wir uns regelrecht zur Familie gehörig, wenn wir uns vor dem Essen zu einem Schwatz in die Küche trafen.

Auch die ausgiebigen Gamedrives mit der Rangerin Annie waren sehr persönlich. Längere Photopausen oder Umwege, um ein bestimmtes Tier zu finden waren nie ein Problem. Dabei haben wir sehr viel gesehen und über die Landschaft, Pflanzen und Tiere und deren Verhaltensweisen gelernt. Auf jeder Fahrt gab es außerdem einen kleinen Imbiss, und als Annie beim ersten Mal nach etwa 1,5 Stunden einen Klapptisch aufstellte und mit den köstlichen Inhalten aus dem mitgebrachten Picknick-Koffer deckte, staunten wir nicht schlecht und fühlten uns wie „Out of Africa“.

Die 8stündige Fahrt von Mabula bis an die Grenze von Swasiland war zugegebenermaßen lang und anstrengend – hauptsächlich wegen der Baustellen auf der R11 und der vielen Lastwagen. Umfulana hatte uns ausdrücklich vor der langen Fahrt gewarnt, aber wir wollten es so und haben es auch nicht bereut, denn eine Zwischenübernachtung nur 2 Stunden vor dem Ziel hätte uns sonst einen ganzen Tag gekostet.

Pakamisa, war auch ausgesprochen luxuriös, aber ganz anders als die Buschlodge in Mabula: in der großzügigen Anlage mitten in den Bergen mit Blick auf Swasiland fühlte man sich eher wie auf einem spanischen Herrensitz als mitten in Afrika. Hier unternahmen wir ausgedehnte Reitausflüge, die von der Gästebetreuerin Silvia entsprechend dem Können der Reiter geführt werden und damit auch für weniger geübte Reiter oder Anfänger möglich sind. Zu Pferd kamen wir noch näher an die sonst eher scheuen Zebras, Giraffen usw. heran, da sie die Menschen auf den Pferden nicht als Gefahr wahrnehmen.
Der Service war ausgesprochen professionell und herzlich, jeder Wunsch wurde uns von den Augen abgelesen. Wir haben auch nicht schlecht gestaunt, als unser ziemlich eingestaubter Wagen bei der Abreise plötzlich blitzblank in der Garage stand.

Die einzige kleine Enttäuschung der Reise erlebten wir in Thonga Beach, was wohl hauptsächlich an unseren hohen Erwartungen lag. Diese Lodge war verschiedentlich als luxuriöses Top-Resort beschrieben worden und von uns als Highlight der Reise geplant.
In der Tat liegt die Lodge wunderschön an einem kilometerlangen einsamen Strand und ist sehr behutsam in die Dünen eingefügt. Aber die Zimmer/Hütten wirkten teilweise schon etwas abgewohnt und die Sauberkeit war deutlich schlechter als in unseren anderen Unterkünften. Das Essen war zwar gut, aber wirkte teilweise etwas abgezählt und im Service taten sich die lokalen Anlernkräfte etwas schwer mit der Betreuung der Gästeanfragen. Die Spa-Leistungen waren allerdings hervorragend und das Management war immer ausgesprochen hilfsbereit und freundlich.

Wenn Thonga Beach nicht allenthalben als Luxus-Resort dargestellt würde, sondern wie ursprünglich konzipiert als ambitioniertes Öko-Tourismus- und Entwicklungs-Joint-Venture zur Förderung der lokalen Zulu-Gemeinde, entspräche dies eher den Gegebenheiten und würde keine überhöhten Erwartungen wecken. Im Vergleich zu den anderen tollen Unterkünften stellt sich dann allerdings schon die Frage nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis...

Vom B&B in Salt Rock waren wir dagegen wieder überaus positiv überrascht. Das Haus liegt zwar nicht direkt am Meer, aber es sind nur 5 Minuten Fußweg zum Strand und die Anbindung zu Restaurants, Geschäften sowie umliegenden Sehenswürdigkeiten ist sehr gut. Die Zimmer waren sehr groß, neu renoviert und geschmackvoll eingerichtet., mit Zugang auf einen schönen Swimmingpool im Innenhof.
Das üppige Frühstück wurde je nach Wetter drinnen oder draußen auf der Terrasse serviert, wobei uns Ian und Jenny viele gute Tipps für Aktivitäten, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants (inklusive detaillierter Wegbeschreibungen) gaben und sogar Reservierungen für uns machten. Die Gastgeber sind erst vor einigen Jahren aus England nach Südafrika ausgewandert und wir hatten sehr interessante Gespräche über die unterschiedlichen Lebensweisen vor Ort und in Europa sowie ihre Erfahrungen beim Neuanfang in Südafrika.

Mit der Bearbeitung unserer Reiseanfrage sowie Buchungsabwicklung durch Frau Tiemann und Herrn Garstka waren wir sehr zufrieden und können sie uneingeschränkt weiter empfehlen. Die vorgeschlagenen Unterkünfte waren alle sehr individuell und freundlich und auch der Nissan Almera war absolut ausreichend und brachte uns selbst über Holperstrecken und Sandpisten immer sicher ans Ziel.
Die Wegbeschreibungen stimmten zwar immer in den Zeitangaben, waren aber bei den Entfernungen und Anweisungen teilweise nicht (mehr?) ganz richtig. Mit einer guten Straßenkarte und den eigenen Wegbeschreibungen der Lodges, die wir uns vorab von deren Websites besorgt hatten, kamen wir jedoch immer problemlos ans Ziel. Notfalls hätte man über das hervorragende Handynetz auch immer vor Ort in den Unterkünften anrufen und sich lotsen lassen können, so dass wir das nicht als problematisch empfanden..

Familie Ide, Rheinfelden



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