29.09.2006

Südafrikareise von Peter-Wilhelm Schäfer

Zunächst einmal vielen herzlichen Dank für einen herrlichen Urlaub!

Der positive Eindruck begann schon mit dem Flug mit South African Airways – moderne Flugzeuge auf Hin- und Rückflug, guter, freundlicher Service (da habe ich bei einem deutschen carrier leider schon ganz anderes erlebt). Angenehm natürlich auch bei den Nachtflügen von und nach SA, daß nicht jedesmal ein ganzer Tag verloren geht.

Die Lodge am Crocodile River erwies sich als Volltreffer – ein sehr persönlicher, freundlicher Service, tolle Gerichte – they surely were going the extra mile to make You feel at home away from home!!!

Gerade bei diesen relativ kleinen Unterkünften immer wieder als toll erlebt, so auch in eben erwähnten Lodge: leichter Kontakt mit anderen Gästen, wobei gerade Gespräche mit den Vertretern der verschiedenen 'Stämme' der einheimischen Bevölkerung sehr interessante Einblicke in die jeweilige Einschätzung der gegenwärtigen Lage im Lande und die Zukunftsaussichten gibt.

Was game drives im Krüger angeht, habe ich (wieder) die Erfahrung gemacht, daß Fahrten mit dem eigenen Auto üblicherweise genauso große Erfolgschancen haben wie organiserte Fahrten.

In der Nkorho Bush Lodge in Sabie Sands (der 2. Etappe) lag hier natürlich der Schwerpunkt, Tiere vormittags, nachmittags und abends, und das in einer Nähe die beeindruckend ist, gelegentlich aber auch nachdenklich stimmt. Wenn etwa 2 Geparden von 4 Geländewagen unterschiedlicher Lodges 'begleitet' werden, löst dies bei mir etwas Befremden aus.

Die Insel im Blyde River Canyon als nächste Station hat bei mir einen sehr positiven Eindruck hinterlassen, wenn auch leider wetterbedingt eine Fahrt mit einem Heißluftballon nicht möglich war. Nie zuvor oder danach habe ich soviel wissenswertes über Pflanzen und Tiere sowie ihre Habitate erfahren wie auf dem Rundgang über die Insel im Blyde River. Auch die Küche, die verfeinerte Gerichte der Afrikaaner zubereitete verdient großes Lob, wie auch (eigentlich immer, nur hier wieder besonders hervorzuheben) die Betreuung durch die Gastgeber.

Letaba im Krüger Park erwies sich als sehr sauberes Camp mit vielen Wildbeobachtungen sowohl außerhalb als auch abends von der Übersichtsterasse oberhalb des Flusses – als interessant empfand ich noch auf der Fahrt Richtung Phalaborwa zum nächsten Ziel das kleine open-air Museum von Masorini, das über die Verhüttung von Eisen in diesem Gebiet während der späten Eisenzeit informiert.

Das Coach House Hotel in Tzaneen ist ideal für den Reisenden, der etwas ausspannen und sich dabei von Kopf bis Fuß verwöhnen lassen möchte, das ganze natürlich mit dem Flair alter Kolonialherrlichkeit.

Als für mich sehr interessantes Reiseziel folgte der Mapungubwe NP an der Grenze zu Botswana und Zimbabwe – zwar muß man durch den noch im Aufbau befindlichen Nationalpark einige Entbehrungen auf sich nehmen, was Straßen (SUV, VW Bus o.ä. dringend zu empfehlen!) und Zugänglichkeit derBereiche angeht (der Westteil ist noch durch private Gebiete vom Ostteil getrennt; viele interessante Bereiche sind für 4*4 Fahrzeuge ausgeschildert, bei der Trockenheit im September waren diese Wege aber nur gerade außerhalb des Bereiches von Straßen-PKW, dies kann sich nach Regenfällen allerdings wesentlich verändern). Dafür wird man mit weitgehend touristenfreien Bereichen belohnt, zumeist war kein anderes Auto irgendwo zu sehen, die Tierwelt ist nicht so von Störungen durch den permanenten Verkehr beeinflußt; und für den historisch und/oder archäologisch interessierten gibt es natürlich Mapungubwe Hill, meines Wissens Weltkulturerbe, wo zum ersten Mal im südlichen Afrika eine Gesellschaft soweit entwickelt war, daß es eine räumliche Trennung zwischen oben und unten (im wahrsten Sinne des Wortes) gab. Die Funde sind leider noch im Mapungubwe-Museum in Pretoria ausgestellt, ein Museum vor Ort soll aber eingerichtet werden.

Auf dem Rückweg nach Johannesburg ging es zuerst noch in die Soutpansberge, hier war die eigentliche Anfahrt schon ein Erlebnis (allerdings nur für Fahrzeuge mit genügend Bodenfreiheit zu empfehlen, ansonsten wird man im Tal abgeholt, man sollte die Fahrt aber möglichst selbst machen!!!).

Die Gastgeber titulierten den Aufenthalt dort mit 'walk with the rhino', wer auf zu nahe Bekanntschaft aber keinen Wert legt (nachdem die Info gegeben wurde, daß man sich frei bewegen kann, nur 2 der rhinos seien etwas grumpy habe ich jedenfalls auf den unbegleiteten Ausflug zu Fuß verzichtet...) kann herrliche Aus- und Einblicke in die Natur auf Drives und geführten Wanderungen erleben, und das ganze in diesem aus 2 Hochtälern bestehenden Gebiet, das einen schon halbwegs auf dem Weg in höhere Sphären und dem Alltag völlig entrückt sieht. Zudem bietet das auf den Ruinen eines ehemaligen Venda-Dorfes errichtete in modernisiertem lokalem Stil gebaute Bungalow-Dorf mit Blick über den Talgrund eine herrliche Unterkunft.

Auch das Naka Sanga Game Reserve, das den Abschluß der Reise bildete, verwöhnte wieder mit herrvorragendem Service, köstlicher Verpflegung und interessanten Buschfahrten.

Insgesamt wieder ein herrliches Südafrika-Erlebnis und meinerseits rundum zu empfehlen!

Hier noch ein Lob an Umfulana und Herrn Garstka:
was mir bei der Vorbereitung wiederum gut gefallen hat, ist die engagierte Betreuung während der Planung ('Da müssen Sie unbedingt hinfahren..' -Vorschläge sind für mich ebenso wichtig wie die Möglichkeit, Etappen zu streichen bzw. hinzuzufügen.

Dies war sicherlich nicht die letzte Reise mit Umfulana!

Mit freundlichen Grüßen

Peter-Wihelm Schäfer



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