14.10.2006

Südafrikareise von Annette und Holger

Hallo Herr Garstka,

vielen Dank für Ihre email.

Hier nun ein kleiner Reisebericht:

Der Flug nach Johannesburg mit British Airways und die Mietwagenübernahme vor Ort haben hervorragend funktioniert.
Nun zur Reiseroute und den Unterkünften:

Villa in Sabie: Hervorragender Service, sehr gute Empfehlungen zum gesamten Reiseverlauf, schönes Zimmer!

Bush Lodge in Sabi Sand: Fantastisch! Tiere aus nächster Nähe, quasi zum Greifen nah, sogar Leoparden. Eine privat geführte Lodge halten wir für Tierbeobachtungen für sehr empfehlenswert, weil man dort ganz nah an die Tiere herangebracht wird. Service, Unterkunft und Verpflegung waren ebenfalls hervorragend.

Ein Kritikpunkt: Durch die lange Anreise zum Mkhaya Game Reserve in Swaziland mussten wir auf den morgendlichen Game Drive in Elephant Plains verzichten und trotz nur einer kurzen Mittagspause während der langen Fahrt sind wir nicht rechtzeitig um 16 Uhr im nächsten Camp angekommen, sondern erst um 17.30 Uhr, so dass wir dort den Game Drive ebenfalls verpasst haben. Sehr bedauerlich, da uns die Tierbeobachtungsfahrten auf dieser Reise sehr wichtig waren und sehr viel Spaß gemacht haben. Entgegen der Angaben in Ihren Reiseunterlagen, war die Strecke länger und die Fahrzeit dauerte insgesamt 9 Stunden. Dies lässt sich auf die Strassenverhältnisse (Schlaglöcher, Menschen und Tiere auf der Fahrbahn, Geschwindigkeitsbeschränkungen) zurückführen. Wir hätten im Nachhinein eine zusätzliche Unterkunft zwischen diesen beiden Orten für die beste Lösung gehalten.

Mkhaya Game Reserve: Ein Bush Camp. Wir wussten vorher nicht so genau, was uns dort erwartet, was auch gut so war. Im Nachhinein war es ein tolles Erlebnis. Das Diner am Lagerfeuer unter Sternenhimmel war ebenfalls sehr beeindruckend.

Zululand/Hilltop Camp: Dieses staatlich geführte Camp hatten wir uns vorher aufgrund der Lage im Hluhluwe-Umfolozi Park selbst ausgesucht. Die zwei Nächte dort waren ok, würden wir aufgrund des Massentourismusses beim nächsten Mal jedoch nicht mehr wählen. Der Park ist hingegen auf jeden Fall einen Besuch wert. Sehr schön. Wir haben dort unter anderem eine riesige Herde Elefanten aus nächster Nähe sehen können.

Hermannsburg: Nach vielen Zulu-Dörfern wirkt dieser kleine deutschsprachige Ort schon sehr bizarr. B&B Morgentau: hervorragende Unterkunft, tolles Essen, interessante Gespräche über Land und Leute. Mit Quanta hätten wir uns gerne noch viel länger unterhalten. Käthes Führung durch das Schulmuseum war ebenfalls sehr gut. Sie hat die Geschichte des Ortes sehr spannend und lebendig erzählt! Das Museum ist sehr liebevoll gestaltet worden.
Ausflug ins Msinga-Gebiet mit Vic Schütte am nächsten Morgen: Durch den Besuch eines Krankenhauses und einer Zulu-Familie in ihrem Kraal ein Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden. Wir hätten jedoch auch hier mehr Zeit gebraucht, da anschliessend die Fahrt ins Thendele Camp anstand und aufgrund der bereits erwähnten Strassenverhältnisse die Fahrtzeit doch wesentlich länger ausfällt als angegeben.
Entgegen den Angaben ist der Eingang am Royal Natal National Park 24 h geöffnet. Wir erreichten das Camp gegen 17.30 Uhr. Die Rezeption hingegen schliesst bereits um 16.30 Uhr, so dass es etwas chaotisch wurde, bis wir endlich den Schlüssel für unser Chalet hatten.
Die Drakensberge haben uns sehr gut gefallen. Leider spielte das Wetter nicht so richtig mit – die Berge wurden von Wolken verborgen. Trotzdem haben wir einige sehr schöne Wanderungen unternehmen können.

Golden Gate/Ladybrand: Eine sehr schöne Unterkunft, die wir fast für uns allein hatten. Guter Tip zum Diner: Fish Cafe.

Graaf Reinet/Avondrust: Fantastisch. Roy hat uns sehr gute Tips für Restaurants und für Graaf Reinet gegeben und bietet hervorragenden Service! Durch die Nähe zum Valley of Desolation hätten wir es dort durchaus auch länger aushalten können.

Sedgefield/Haus mit Seeblick: Hier haben wir erfahren, wie Umfulana entstanden ist ;-).
Monika und Gert Strobel haben uns gute Tips für die Umgebung und die weiteren Routen gegeben. Leider ist der Tsitsikama National Park mit ca. 1,5 Stunden Fahrtzeit zu weit entfernt, um dort längere Wanderungen unternehmen zu können.

Hermanus/Whale Rock Lodge: Ebenfalls sehr gut! Eine Nacht ist hier zu wenig. Es gab jede Menge Wale zu sehen. Aufgrund der Wetterverhältnisse und der Kürze des Aufenthaltes konnten wir leider keine Walbeobachtungsfahrt mit dem Boot unternehmen und so blieben uns lediglich Walbeobachtungen von der Steilküste als Alternative.

Muizenberg bei Kapstadt/Sonnekus: Pat und ihr Sohn haben tollen Service, ein grossartiges Frühstück und jede Menge Tips zur Erkundung der Umgebung geboten. Das Zimmer mit Blick auf die Bucht und die Wale war ebenfalls sehr schön.

Fazit: Im Nachhinein würden wir den Reiseablauf etwas anders gestalten. Insgesamt hatten wir eine schöne Zeit in Südafrika mit jeder Menge neuer Eindrücke und Erfahrungen.

Freundliche Grüsse aus Dortmund,
Annette und Holger



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