22.10.2006

Südafrikareise von Stefan & Petra Thiel

Nach der hervorragenden Organisation unserer Sizilienrundreise im letzten Jahr war Umfulana natürlich erste Wahl für unsere erste Reise nach Südafrika. Wir hatten uns die 14-Tage-Reise „Afrikas Südküste (Kapstadt und Umgebung) ausgesucht. Als einzige Abweichung von der vorgeschlagenen Route hatten wir den Addo-Elephant-Park durch das „Shamwari“ Game Reserve ersetzt. Weiterhin waren wir nicht direkt am De Hoop Nationalpark untergebracht, sondern im benachbarten Swellendam.

Um es kurz vorwegzunehmen: Die 14 Tage waren ein wunderbarer Urlaub, nach dem wir uns sofort einig waren: So schnell wie möglich noch einmal nach Südafrika!

Am 17. September ging es mit der LTU im Nachtflug nach Kapstadt. Dort wurden wir vom AVIS-Fahrer zu unserer ersten Unterkunft, dem Huijs Haarlem gefahren (wir wollten uns nicht gleich in den Linksverkehr stürzen). Im Huijs Haarlem wurden wir mit einem leckeren Frühstück empfangen und dann mit guten Tipps für den ersten Tag versorgt (eine sehr gute Empfehlung war die Stadtrundfahrt im offenen Doppeldecker, Rote Route). Am nächsten Tag wurde uns dann von AVIS der Mietwagen zur Unterkunft gebracht. Die nächsten beiden Tagen erforschten wir dann die Kaphalbinsel, Peakman’s Chapman’s Peak Drive, Cape Hope, Pinguine und die ersten Wale in Boulders, Table Mountain, Kirstenbosch, Wine-Estate Buitenverwachting und vieles andere mehr. Auch hierbei unterstützten uns unsere Hosts mit vielen guten Ratschlägen. Der Aufenthalt im charmanten Huijs Haarlem mit den wunderbaren Gastgebern war ein perfekter Start in den Urlaub.

Am 4. Tag verließen wir dann Kapstadt und machten uns über die Küstenroute auf nach Swellendam, unterbrochen von einem längeren Halt in Hermanus, wo zahlreiche Wale in der Bucht schwammen. In Swellendam waren wir im „An de Oever“ untergebracht. Im Nachhinein war es überhaupt nicht schlimm, das das Buschcamp vor dem De Hoop Nationalpark bereits ausgebucht war, denn „An de Oever“ ist eine exzellentes Gasthaus mit dem wunderbaren Gastgeber Riaan, der sich sehr fürsorglich um seine Gäste kümmert. Mit dem „Rosje van de Kaap“ ist auch ein hervorragendes Restaurant gleich um die Ecke. Tipp: Unbedingt das Bobotie essen! Von Swellendam ist man nach einer Stunde Fahrt (secondary road) im „De Hoop“. Zu unserer großen Freude hat sich die oft gelesene Behauptung, das das „De Hoop“ für das Beobachten von Walen ideal ist, als vollkommen richtig herausgestellt. Wir konnten, im Sand der schneeweißen Dünen sitzend, Hunderte von Walen dicht vor der Küste beobachten! Es ist dort viel atmosphärischer als in Hermanus. Auch der restliche Parkt ist toll, zumal man dort überall auch aussteigen und sich den Tieren (Bonteböcke, Zebras, Affen etc.) zu Fuß nähern kann.

Von Swellendam ging es dann weiter nach Knysna zur Badger’s Lodge. Die Unterkünfte in der Badger’s Lodge sind wirklich sehr originell und schön gestaltet, das Exildeutsche Gastgeberpaar war sehr nett und hat uns ausführlich mit Wandertipps für die Umgebung versorgt. Das kann man rund um Knysna wirklich sehr gut. Zum Essen bietet sich die kleine Waterfront in Knysa an (Tipp: Das 34 Grad Süd ist sehr gut). Landschaftlich ist Knysna ein Traum und man könnte hier alleine sicher zwei Wochen mit tollen Wanderungen und Besichtigungen verbringen. Tipp: Monkeyland sollte man nicht verpassen.

Nach Knysna kam dann das unbestrittene Glanzlicht der Reise, der zweitägige Aufenthalt im „Shamwari“. Die zwei Tage in der „Riverdeen Lodge“ waren aufgrund der Vorsaisonpreise noch finanzierbar, und wir haben die Buchung nicht eine Sekunde bereut. Die Zimmer hatten die Größe einer kleinen Wohnung, die Mahlzeiten nebst Wein waren exzellent und der Service war einfach perfekt. Alles lieferte einen wunderbaren Rahmen für die vier ausgedehnten Game Drives (jeweils fast 4 Stunden), von der einer schöner als der andere war. Rangerin Antoinette verschaffte uns herrliche Erlebnisse. Ein Gepard mit frisch geschlagener Beute, Löwen auf der Pirsch und dann sogar noch eine Leopardin im Morgengrauen waren nur einige der Highlights.

Nach zwei schönen Tagen ging es dann auf die lange Fahrt durch die kleine Karoo nach Outshoorn zur Stonebreaker Lodge (Tipp: Kurz vor Outshoorn, kurz hinter De Rust, das kleine Weingut Mons Ruber auf der linken Seite ansteuern. Ein unglaublich guter Port und eine sehr charmante Verkostung). Als ungewöhnliche Erinnerung kann man hier Kudo-Hörner bei den Gastgebern erstehen.

In Outshoorn machten wir uns nach der obligatorischen Besichtigung der Cango Carves, dann auf den Weg über den zauberhaften Swartberg-Pass (der offen war, auch wenn die Schilder an der Strasse „Closed“ anzeigten) und strapazierten den Toyota (und zeitweilig unsere Nerven) noch auf der Dirtroad nach „the hell“. Mit einem Landrover wäre dies eine Spazierfahrt gewesen.

Den Abschluss der Reise bildete dann das sehr gastliche Rusthuis in Stellenbosch und die Verkostung zahlreicher Weine auf verschiedenen Weingütern der Umgebung. Hierbei nahmen wir uns einen motorisierten Führer, für 385 Rand pro Person konnten wir sorgenfrei probieren. Tipp: In Muratie sollte man unbedingt den Port probieren und sonntags haben nur wenige Weingüter offen!

Leider war die Reise dann auch schon vorbei, mit Bedauern mussten wir uns leider wieder in die Heimat begeben, aber mit der Gewissheit, das es mit Sicherheit nicht der letzte Aufenthalt in Südafrika war.

Zur Organisation von Umfulana: Die Unterkünfte und die Organisation waren tadellos. Dazu kam noch, das wir überall als Reisende von Umfulana als sehr willkommene Gäste empfangen wurden. Der gute Ruf von Umfulana bei den Gastgebern wurde uns mehrfach bestätigt.

Stefan & Petra Thiel



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