26.10.2006

Südafrikareise von Melanie Brylankowski

Liebes Umfulana-Team,

seit ein paar Wochen sind wir nun wieder zurück in Deutschland und erinnern uns immer wieder gern an drei tolle Wochen im September in Südafrika. Die Organisation der Reise, Wegbeschreibungen und Unterkünfte waren erstklassig. Wir hatten uns ja sehr kurzfristig für einen Südafrika-Urlaub entschieden, und dennoch hat alles super geklappt. Vielen Dank also nochmal an das Umfulana-Team!

Hier nun unser kleiner Bericht (nur zu den Unterkünften; was es jeweils zu sehen gibt, steht im Reiseführer oder auf der Umfulana-Homepage ;-)):

Villa in Sabie
Felix und Ute heißen jeden Gast herzlich Willkommen. Wir können uns nicht vorstellen, wie ein Urlaub in Südafrika besser starten könnte.
An die vielen und guten Tipps erinnert man sich bei nahezu jeder Station des Urlaubs.

Skukuza Camp im Krüger-Park
Das Skukuza Camp hat uns leider nicht so gut gefallen. Das Camp ist anscheinend schon älter und machte auf uns den Eindruck: "Massentourismus pur". Lower Sabie scheint schöner zu sein. Ist auch unseres Erachtens von der Lage im Krüger-Park her besser. Was wir allerdings dazu sagen müssen: Wer zu spät bucht, den bestraft das Leben ;-)

Haus Crocodile River
Paradiesisches Fleckchen Erde Vis-à-Vis zum Krügerpark. Paddy, Pauline und John sind hervorragende Gastgeber, mit denen man tolle Gespräche führen kann. Leider hatten wir in der Lodge nur eine Übernachtung, so dass wir den Walk am Crocodile River nicht machen konnten. Schade. Abendessen für ca. 150 ZAR pp.

Wilderness Camp
Kleines aber feines Game Reserve. Ein unvergesslicher Abend und eine unvergessliche Nacht in einer Hütte "mitten in der Wildnis". Super Gänge-Menü am Abend inklusive.

Zuckerrohrfarm in Felixton
Wunderschönes Haus aus der Kolonialzeit mit riesigen luxuriös eingerichteten Zimmern. Auf Wunsch bekochen die Gastgeber Ihre Gäste mit einem Vier-Gänge-Menü (ca. 120 ZAR pp).

Hermannsburg
Unser Highlight. Quanta war zwar nicht da, aber zwei ihrer Schwestern haben sie würdig vertreten. Das mit viel Liebe zubereitete Abendessen war top: Ein burischer Hackbraten mit Bananensalat. Einfach lecker. In Gesprächen haben wir viel über die Missionszeit, das Zusammenleben von Schwarz und Weiß und über die aktuellen Probleme in Südafrika erfahren.

Thendele Camp in den nördlichen Drakensbergen
Ideale Basis für einen Wanderausflug in die Schlucht. Der Weg führt über Stock und Stein, sehr gutes Schuhwerk ist also Pflicht. Ein interessantes Unterfangen ist auch das Klettern an Eisenleitern senkrecht die Felswand hinauf sowie an Wurzeln in einer Felsspalte.
Unser Bungalow war funktional eingerichtet, bräuchte aber mal eine Renovierung. Wir haben uns trotzdem wohl gefühlt.

Villa in Ladybrand
Sehr hübsches edwardinisches Sandsteinhaus. Toll eingerichtet; ein Hingucker. Margaret wohnt in der Nähe, ist also nur zur Begrüßung und zum Frühstück anwesend. Tipp für das Abendessen: Little Fish Cafe.

Guest Farm in der Karoo
Schöner Aufenthalt auf einer Farm mitten in der Karoo. Hund Heidi hat uns das Anwesen gezeigt. Sie folgt den Gästen auf Schritt und Tritt. Zum Dinner hat Elma Strauß und Springbock serviert. Köstlich. Der Abend wird uns in Erinnerung bleiben. Südafrikanische Gäste haben uns viel über Land und Leute erzählt.

Haus mit Seeblick in Sedgefield
Toller Braai-Abend für alle Gäste. Das Frühstück ist das Beste auf der ganzen Reise. Frisches Brot, leckerer Aufschnitt... – so fängt der Tag gut an. Wir hatten dort drei Nächte. Ein Tag weniger reicht in dieser Gegend unseres Erachtens aber aus. Diese Nacht wäre im oder am Krüger-Park (s.o.) besser investiert gewesen.

Huijs Haerlem in Kapstadt
In einer Wohngegend in Hanglage. Kleine Oase in der Großstadt. die Zimmer sind luxuriös und mit Liebe zum Detail eingerichtet. Die Gastgeber stehen jederzeit für Fragen zur Verfügung und buchen auf Wunsch Restaurants, Wein-Tastings etc. Ein schöner Abschluss unserer Reise. Von der Stadt an sich waren wir zwar enttäuscht, aber Tafelberg, die Kapgegend und das Weinland gleichen den Eindruck wieder aus.

Unser Fazit ist, dass wir bestimmt wieder mit Umfulana verreisen werden. Es ist einfach schön, im Urlaub keinen Stress wegen der Organisation der täglichen Unterkünfte zu haben. So bleibt den Reisenden mehr Zeit für das Wichtigste: Land und Leute zu entdecken!

Uns persönlich hat die erste Hälfte der Reise – also der östliche Teil Südafrikas – besser gefallen. Je mehr man sich Kapstadt annähert, desto südeuropäischer wird das Land. Der exotischere, interessantere Teil ist der Osten: Ländlich geprägt mit den vielen Game Reserves und der dort noch anzutreffenden ursprünglicheren, traditionelleren Lebensweise der schwarzen Bevölkerung.

Wir können Südafrika als Reiseland nur empfehlen. Wir haben auf der Reise viel Zeit im Auto verbracht: Am Abwechselungsreichtum und an der Schönheit des Landes kann man sich nicht sattsehen. Zudem eine faszinierende Kultur, in der die erste und die dritte Welt oft unmittelbar nebeneinander existieren.
Vom Kriminalitätsproblem im Land haben wir gehört, aber nichts gesehen. Es betrifft wohl in erster Linie die Großstädte. Man sollte sich besonnen verhalten, braucht aber auch nicht zu ängstlich zu sein – anders wie uns das der Reiseführer glauben machen wollte. Wir haben uns stets sicher gefühlt und die einheimische Bevölkerung als sehr freundlich und hilfsbereit kennengelernt.

Zum Schluß auch noch eine Anregung für das Umfulana-Team: Sämtliche gebuchten B&Bs wurden von Weißen geführt. Wir hätten uns über eine Übernachtung bei einer schwarzen Familie gefreut. So hätten wir auch aus Sicht der schwarzen Bevölkerung Wissenswertes über das Leben in Südafrika und die aktuelle Lage im Land erfahren können. Vielleicht beim nächsten Mal?!

Viele Grüße aus Essen und bis bald
Melanie und Eik



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