09.11.2006

Südafrikareise von Beatrix Vogl

Wandern in Kwazulu Natal (6.-31.10.06)

Schön war's! Aber es war nicht nur schön. Es war ausserdem interessant und beeindruckend und berührend. Gleichzeitig war es – und das gehört wohl einfach zu diesem Land – befremdend und manchmal abschreckend und nachdenklich stimmend. Aber eigentlich war es genau die Mischung, die wir uns für diese Wochen gewünscht hatten und wir möchten Umfulana ein Kompliment aussprechen und sagen "Merci" für die nahezu perfekte Organisation!

Unsere Route führte uns von Jo'burg (inkl. Übernachtung im zauberhaften, "very british" geführten B&B "De Kuilen") in die Drakensberge. Die sechs Tage in den Park -Camps haben uns sehr gefallen und die Berge sind halt einfach anders als in der Schweiz oder in Bayern!
Von dort ging's weiter zu Quanta, zu der ich nicht mehr viel sagen möchte weil die Arme sonst von all den Vorschuss- und Nachschusslorbeeren noch erdrückt wird. Aber Quanta bzw. Hermansburg gehören einfach dazu, um einen Teil der "Geschichtslektion Südafrika" zu realisieren. Jedenfalls haben wir das so empfunden und die zwei Tage voll genossen. Vor allem nach der ersten Woche Selbstverpflegung!
Dann waren wir zwei Tage in Durban und obwohl das Hotel sehr gut war, hat uns die Stadt nicht so gepasst. Ist halt Stadt und angeblich – wir haben es Gott sei Dank nie am eigenen Körper erleben müssen – nicht ungefährlich. Aber mei, das ganze Leben ist ja irgendwie lebensgefährlich...
Das wurde uns dann besonders bewusst, als uns der Ranger im Imfolozi-Park über den bevorstehenden, dreitägigen Base Camp Trail informierte. Zum Glück haben wir uns aber nicht abschrecken lassen und die Wanderungen mit Sinothi und Richard wurden für uns zum eigentlichen SA-Highlight. Klar kommt man per Auto "näher" an die Tiere heran, ab zu Fuss und 1:1 ist es halt schon noch ein besonderes Erlebnis. Wir hatten eine sprachlich gut gemischte, konditionell homogene Gruppe und es war einfach eine tolle Erfahrung.
Anschliessend ging's zur Thonga-Beach-Logde und das bescherte uns wieder einen neuen Aspekt dieses tollen Landes. Schnorcheln, Tauchen, eine sehr nette Crew auf der Lodge, der Ozean, Delphine..... auch wenn das Wasser aus dem Wasserhahn dort nach Eisen riecht und die Übernachtung ein kleines Vermögen kostet, wir sind froh, dass wir trotzdem dort gebucht haben.
Die nächste Station war eine Lodge im Pongola Game Reserve. Auch dort sehr gepflegte Unterkunft und nette Leute. In toller Erinnerung werden uns die beiden Bootstouren auf dem spiegelglatten See bleiben mit all den Vögeln, Hippos, Crocos und Giraffen. Ausserdem konnten wir miterleben wie unter WWF-Aufsicht ein Rhino im Park "angesiedelt" wurde und das war auch noch speziell.
Über Inkamana – aus persönlichen Gründen haben wir in der dortigen deutschen Missionsstation noch einen Zwischenhalt gemacht – ging es dann nach Jo'burg zurück.
Wir hatten noch die Gelegenheit, mit einem Südafrikaner eine Tour durch Soweto zu machen. Leider war die Zeit etwas knapp, im dortigen Museum wären wir gerne noch länger geblieben für eine weitere Geschichtslektion vor Ort.

Zum Schluss noch ein paar allgemeine Anmerkungen, auch als Info für Umfulana:
1) Unser Auto (Toyota Corolla) hatte CD-Player auch wenn in der Beschreibung nur von Cassetten die Rede ist. Man muss also nicht – so wie ich das gemacht habe – mühsam seine CDs auf Cassetten aufnehmen!
2) Im Imfolozi gibt es verschiedene Trails und um nicht falsche Vorstellungen zu wecken, am besten vorher mal selbst auf der Webside nachschauen. Im Base Camp Trail kommt man abends immer wieder an den gleichen Ort zurück, hat also keine Esel, die einem das Gepäck transportieren. Das ist nicht so ganz klar in der Umfulana-Beschreibung gewesen.
3) Gibt es einen triftigen Grund, warum die Anfahrt zur Thonga-Beach nicht im Gesamtpreis drin ist? Wir mussten jedenfalls die Abholung von der Cashew Farm noch mal bezahlen. (Anmerkung von Umfulana: dies war ein Versehen, auch die Transferkosten werden von uns im voraus bezahlt)
4) Wir waren immer etwas unsicher was das Trinkgeld betrifft. Im Restaurant und Hotel ist es ja relativ einfach, aber auch die Rangers freuen sich über ein kleines Trinkgeld. Ihre Löhne sind auch nicht so berauschend und wenn man denkt, dass sie ja doch eine gewisse Verantwortung haben wenn sie mit uns Touristen ....
5) Die einzige Unterkunft, die etwas "schmuddelig" war, ist das Mpila-Camp gewesen, aber für insgesamt zwei Nächte ist das kaum der Rede wert und alles in allem war es eine tolle Reise!

Allen, die in der nächsten Zeit nach Südafrika fliegen wünschen wir viele tolle Begegnungen mit Land und Leuten und schicken noch einen gut gemeinten Ratschlag hinterher: packt nicht zuviel in Eure Ferien und stresst nicht jeden Tag von einer Unterkunft zur nächsten. Take it easy und fahrt lieber nächstes Jahr nochmal hin!

Beatrix Vogl und Karl Ott, CH-Muntelier



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