25.11.2006

Südafrikareise von Astrid Thede

Sehr geehrte Frau Tiemann,
sehr geehrter Herr Garstka,

alle guten Dinge sind bekanntlich drei und so hat es endlich mit unserer lang ersehnten Reise geklappt. Wir hatten uns für 16 Tage Gardenroute entschieden, um einen ersten Eindruck von diesem riesigen Land zu bekommen. Nach Nervenkitzel ob des überbuchten Fliegers und Jungfernfahrt im Linksverkehr an den Slums vorbei, fanden wir schnell unsere Unterkunft in Kapstadt. Hier stimmte sowohl Personal, Ausstattung, Herzlichkeit und das hot breakfast am Morgen. Als Schmankerl oben drauf gab es täglich ein Kärtchen mit dem Wetterbericht für den kommenden Tag. In Kapstadt konnten wir uns problemlos bewegen, wenn man von einigen Betteleien absieht, sobald man die Kamera aus der Tasche holte. Nach Einbruch der Dunkelheit beschränkte sich unser Laufrevier auf die Waterfront mit ihren Restaurants und Geschäften, die einem das Geld magisch aus der Tasche zogen. Zu sehen gibt es in Stadt und Umgebung viel, so dass wir uns dort viel länger hätten aufhalten können, auf jeden Fall empfehlenswert sind neben dem Tafelberg und dem District Six Museum der Botanische Garten, die Pinguine bei Simons Town und das Kap der guten Hoffnung, aber Vorsicht vor den dreistdiebischen Pavianen. Unser Wunsch Wale zu sehen, wurde während der nächsten Tage gleich mehrfach erfüllt, sie kommen sehr dicht an Ufer, so dass man sich überlegen kann, ob 500 Rand für eine 2stündigen Bootsfahrt gut angelegt sind. Zum urigen und unverwechselbaren Buchu-Bushcamp sollte angemerkt werden, dass es weit und breit keine Einkaufs- und Speisemöglichkeiten gibt, so dass man auf das Dinner im Camp (150 Rand p. P.) angewiesen ist. In Stilbay würden wir beim nächsten Mal nur 1 Nacht bleiben, da man noch nicht baden konnte und die Gegend vergleichsweise wenig bietet. Außerdem könnten wir uns vorstellen, dass die sehr freundlichen Gastgeber der Riverlodge, bald etwas in das Cottage investieren müssen, damit es seinen jetzigen Scharm nicht verliert. In Sedgefield nächtigten wir im Haus mit Seeblick, genauer im Giraffenzimmer, und fühlten uns pudelwohl. Aber was danach kam, ließ uns doch die Münder offen stehen: der Addo Elephant Park mit dem Landgasthaus, einer romantischen, großzügigen Anlage, in der man sich gern auch länger aufhalten könnte. Wir nutzten unsern Erkundungstag für eine Ganztagessafari durch den Addo und den privaten Schotia-Park mit vielen Tieren, fachkundigen Rangern und einem tollen Ausblick vom hohen Sitz des Geländewagens. Das Startgeld von 1000 Rand p.P. inklusive Mahlzeiten ist wirklich gut angelegt. Tags darauf fuhren wir nach Outshorn, bekannt für seine Straußenfarmen. Die Unterbringung in der Lodge in Oudtshoorn war kaum einen der 4 Sterne wert, Preis/Leistung stand in keinem Verhältnis. Das Zimmer war zwar sauber, aber alles schien bei Berührung auseinander zu fallen oder war einfach nicht vorhanden (z. B. Handtuchhalter). Die Gastgeber waren nicht wirklich bemüht und das Frühstück, das zwischen 7 und 8 eingenommen werden musste, bestätigte unseren Eindruck. Vielleicht hätten wir gleich nach Stellenbosch fahren sollen? Hier passte wieder alles zueinander. Wir genossen unsere Unterkunft, das süße Städtchen und die winelands drum herum. Unser Mietwagen hat uns auch über die Schotterstraßen hinweg treue Dienste geleistet und die Zubuchung eines 2. Fahrers und die Zahlung einer Bearbeitungsgebühr bei Wagenübernahme ließen sich leicht verschmerzen. Insgesamt hatten wir eine erholsame, abwechslungsreiche Zeit mit vielen Tieren und Pflanzen und oft sehr netten Menschen auf diesem wunderschönen Fleckchen Erde…



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