Kapstadt und Gardenroute: Persönliche Unterkünfte in spektakulärer Lage - Südafrika

Kapstadt und Gardenroute

Persönliche Unterkünfte in spektakulärer Lage

„Gardenroute“ heißt die grüne Küste rund um Knysna nach dem biblischen Garten Eden. Zu Recht, denn sie ist ein kleines Paradies. Die Reise führt an Afrikas Südküste entlang und durchs Hinterland wieder zurück.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Cape Town nach Stellenbosch

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Vermieter: AVIS South Africa
Fahrzeug: Toyota Corolla Stufen­heck o.ä. (IDMR)
Tarif: premium cover
Station: Cape Town, Airport

Von Cape Town nach Stel­lenbosch

35 km | 34 Minuten
Die kurze Strecke führt aus der Stadt in die kulturhis­to­risch inter­essante Region der Wine­lands.
A

Winelands

Historische Weingüter vor sonnendurchflutetem Bergpanorama

Wie ein Gürtel ziehen sich die Wine­lands durch das Hinter­land von Kapstadt. Von Paarl über Stel­lenbosch bis nach Franschhoek werden vorwiegend Weißweine produ­ziert, die jeden Vergleich mit euro­päi­schen Spitzenweinen aufnehmen können.

Weinbau ist am Kap seit den ersten Ansied­lungen Mitte des 17. Jahrhunderts von franzö­si­schen und deut­schen Winzern kultiviert worden. So wächst hier beispiels­weise ein hervor­ra­gender Rheinries­ling. Wein wird hier weniger an den Hängen als in den feuchten und fruchtbaren Tälern zwischen den sonn­endurch­flu­teten Gebirgsketten ange­baut. Auf beinahe jedem Gut werden Wein­proben ange­boten. Doch nicht nur die Weine sind beein­dru­ckend, sondern auch die grandiose Land­schaft und die kaphol­ländi­schen Güter.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Stellenbosch

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das char­mante Gäste­haus im Zentrum von Stel­lenbosch ist von einem großen, gepflegten Garten mit Springbrunnen und Swimmingpool umgeben.

Die Zimmer sind elegant einge­richtet und von der Minibar über die Klima­anlage bis zum Sekretär mit allerlei ange­nehmem Komfort ausge­stattet. In der Lounge trifft man sich auf ein Glas Wein mit anderen Gästen oder den Gastgebern, die gern bei der Orga­ni­sa­tion von Wein­proben und anderen Tages­ausflügen behilf­lich sind. Das Boutique-Hotel ist ein idealer Ausgangs­punkt, um Stel­lenbosch und die Wine­lands mit ihren Gütern zu erkunden.

Western Cape

Vielfäl­tige Provinz zwischen den Ozeanen
Die Wes-Kaap, wie die Provinz auf Afri­kaans heißt, liegt im Südwesten Süda­frikas und ist mit 130.000 Quad­ratki­lome­tern knapp doppelt so groß wie Bayern. Die Provinz erstreckt sich vom Kap der Guten Hoff­nung aus ungefähr 400 Kilometer am Atlantik nach Norden und ungefähr 500 Kilometer am Indi­schen Ozean nach Osten. Von den sechs Millionen Einwoh­nern leben die allermeisten im Großraum Kapstadt. Teile des Nordens und des Nord­os­tens sind prak­tisch unbe­wohnt. Landschaft­lich und klima­tisch ist das Westkap sehr vielfältig. Der größte Teil der Provinz zeichnet sich durch medi­ter­ranes Klima mit kühlen, feuchten Wintern und heißen, trockenen Sommern aus. Fünf Natio­nalparks gibt es am Western Cape und mehr als 60 Natur­schutzgebiete.

Dorfkern von Stel­lenbosch

Kaphol­ländi­sches Idyll in den Wine­lands
Der Orts­kern rings um die Dorp­straat gehört zu den best­er­hal­tenen Städten aus der Zeit der Holländisch-Ostindi­schen Kompanie. Weiße Häuser mit spitzen und liebevoll verzierten Giebeln stehen im Schatten mäch­tiger Eichen. Besonders schön ist das Dorp Museum, das aus vier Häusern des 18. Jahrhunderts besteht. Das älteste von ihnen, das Schreuder­huis wur­de von dem deut­schen Auswanderer, Sebas­tian Schröder, gebaut. Die neogo­ti­sche Moederkerk von 1863, um die sich alles schart, wur­de eben­falls von einem Deut­schen entworfen.

Neethlingshof

Weingut mit First-Class-Restau­rant
Das Gut bei Stel­lenbosch ist ein Publikumsma­gnet, nicht nur für Gourmets und Wein­tou­risten. Es wur­de 1692 von einem deut­schen Emigranten gegründet. Eine Kiefer­n­allee führt zum ehrwür­digen Haupt­haus von 1814 im klas­si­schen kaphol­ländi­schen Stil. Dort ist auch das Lord Neethling, das früher zu den besten Restau­rants in Süda­frika zählte, inzwi­schen aber auch nega­tive Kritiken bekommt. Verkos­tungen werden im Palm Terrace nebenan ange­boten.

Am Berg­rivier Nek

Einsamkeit und Weite ober­halb der Wine­lands
Die Wande­rung führt in die Berge ober­halb der Wine­lands. Am Berg­rivier Nek eröffnet sich ein toller Blick über die wilden Täler nach Norden. Kurz danach erreicht man den höchsten Punkt der Tour. Die Aussicht bleibt spektaklär, sie reicht im Osten über das Hottentos-Holland Nature Reserve hinweg. Auf- und Abstieg stellen hohe Anforde­rungen an Technik und Kondi­tion, weshalb die Tour nur für trai­nierte Wanderer empfohlen wird. Zurück folgt man dem Tal des Eers­te­rivier. (Dauer: 6:30 Stunden, 13. Kilometer, auf und ab 900 Meter)

Ausflug (OPTIONAL)

Winelands Tour (ganztägig, englisch)

Die Wine­lands von ihrer schönsten Seite: Morgens wird man im Hotel von einem eng­lisch­spra­chigen Führer abge­holt, der Sie zu verschiedenen Wein­gütern in mindes­tens zwei großen Wein­regionen – zum Beispiel Stel­lenbosch und Paarl – fährt.

Da es sich um eine private Tour handelt, kann die genaue Route mit dem Führer abge­spro­chen werden. Insge­samt sind Wein­proben auf vier ausgezeichneten Wein­gütern und eine Keller­tour im Preis enthalten. Das Lunch auf einem landschaft­lich besonders reizvollen Gut ist nicht im Preis enthalten.

Von Stel­lenbosch nach Oudtshoorn

399 km | 5:00 h

R62: Die legendäre Land­straßen­nummer steht für den eigen­tüm­li­chen Reiz des Kaphin­ter­lands.

Die Straße windet sich zwischen maje­s­tä­ti­schen Faltengebirgen durch eine einzig­ar­tige Flora, die an Viel­sei­tigkeit ihres­glei­chen sucht. Neben wenigen Städt­chen finden sich nur ein paar kleine Farman­samm­lungen in dem sonst unbe­rührten Gebiet.

Afri­ka­anse Taalmonu­ment

Denkmal für die afri­ka­anse Sprache
Afri­kaans is die taal wat vir Wes-Europa en Afrika verbind … Dit vorm 'n brug tussen die groot helder Weste en die magiese Afrika … 
„Afri­kaans ist die Sprache, die West­eu­ropa und Afrika verbindet … Es bildet eine Brücke zwischen dem großen glänzenden Westen und dem magi­schen Afrika“. – So steht es auf der Plakette am Eingang zum Spra­chen­denkmal. Langezeit galt die Sprache der Buren nur als schlechtes Holländisch (Kitchen-Dutch). Erst in den 1920er Jahren entwi­ckelten die Kinder der Trekkburen ein eigen­stän­diges Selbst­bewusst­sein als weiße Afri­kaner. Lingu­isten betrachten heute Afri­kaans als die modernste germa­ni­sche Sprache – einfach, bild­reich und kraftvoll. Das Spra­chen­denkmal von 1975 versucht, die Entste­hung des Afri­ka­ansen architek­to­nisch nach­zubilden. Von dort eröffnet sich ein weiter Blick über die Wine­lands.

Laborie

Weingut mit Rosen­garten und Restau­rant
Das histo­ri­sche Manor House, der Rosen­garten und die großen Eichen auf dem Anwesen machen dieses Weingut zu einem Klas­siker. Auf einer Anbau­fläche von 44 Hektar werden Weine herge­stellt, die es auch in Süda­frika zu kaufen gibt. Sehr anspre­chend sind der Probier­raum und das ange­schlos­sene Restau­rant im Manor House. Reservie­rungen zum Essen werden empfohlen. Inter­na­tional herausra­gende Weine des Gutes sind der Char­donnay und der Pinot de Laborie.

Stroo­idakkerk

Histo­ri­sche Kirche mit Stroh­dach
Die Kirche an der Main Street von Paarl stammt aus dem Jahr 1805 und ist damit eine der ältesten auf dem Konti­nent. Bis heute hat sie ein Stroh­dach und wird immer noch für Gottesdi­enste der Gere­forme­erde Kerk benutzt. Älter noch ist das Pfarr­haus, das eine schöne Samm­lung kaphol­ländi­scher Antiqui­täten beherbergt. Nebenan steht gleich noch ein Museum: Das Afri­kaans Language Museum widmet sich der Entste­hung der afri­ka­ansen Sprache, die eng mit dem Ort Paarl verbunden ist.
B

Kleine Karoo

Straußenzucht zwischen den Outeniqua Bergen und Langebergen

Die Kleine Karoo in der Provinz Westkap liegt zwischen den Langebergen und den Outen­iqua Bergen und erstreckt sich über eine Länge von 320 Kilome­tern von Ost nach West.

Von der Großen Karoo ist sie durch die Swartberge getrennt. Aufgrund der vorherr­schenden Trocken­heit ist die Kleine Karoo besonders geeignet für die Straußenzucht. So gibt es hier zahlreiche Straußen­farmen, die zum Teil auch für Touristen geöffnet sind. Eine besondere Attrak­tion sind die Cango Caves östlich von Oudtshoorn. Diese Tropf­steinhöhlen sind eines der größten Naturwunder am Kap und waren teilweise über Jahrzehn­tausende von Menschen bewohnt.

Auf einer Gästefarm bei Oudtshoorn

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das 4-Sterne-Gäste­haus liegt auf einer Straußen­farm, die 1890 von einem deut­schen Auswanderer gekauft wur­de und bis heute im Besitz seiner Familie ist.

Vom Gäste­haus mit seinen geräu­migen und komfor­ta­blen Zimmern hat man einen schönen Blick weit in die Kleine Karoo. Das Früh­stück ist reichhaltig und bietet neben frischem Obst, Brot und Joghurt auch warme Speisen wie Omelett und Rührei mit Speck. Beim 4-Gang-Dinner kann man zwischen Straußenfleisch vom Grill und anderen lokalen Speziali­täten wählen. Ein Swimmingpool ist vorhanden. Bis Oudtshoorn fährt man zehn Kilometer.

Ausflug (OPTIONAL)

Ausflug zu den Erdmännchen (2-3 Stunden, englisch)

Erdmänn­chen, auch Surikate genannt, gehören zu den soge­nannten Shy Five. Obwohl die 750 Gramm leichten Tiere überall im südli­chen Afrika zu Hause sind, bekommt man sie kaum zu Gesicht.

Der Ausflug beginnt in der Morgendämme­rung und dauert etwa zwei bis drei Stunden. Mit einem Guide fährt man zu einer Erdmänn­chen-Kolonie. Um die scheuen Wüsten­be­wohner nicht zu verschre­cken ist hier Ruhe und Geduld gefragt. Mit einer Tasse Kaffee nimmt man in einem Safa­ri­stuhl Platz und beob­achtet die Tiere mit ihrem ausgeprägten Sozi­alver­halten.

Erdmänn­chen-Kolonie

Besuch bei den Shy Five
Erdmänn­chen, auch Surikate genannt, gehören zu den soge­nannten Shy Five. Obwohl die 750 Gramm leichten Tiere überall im südli­chen Afrika zu Hause sind, bekommt man sie kaum zu Gesicht. Der Ausflug zur Erdmänn­chen-Kolonie ist daher sehr beliebt und etwas Besonderes: Er beginnt in der Morgendämme­rung und dauert etwa zwei bis drei Stunden. Mit einem Führer fährt man in einem Allradwagen zu ihrer Kolonie. Mit einer Tasse Kaffee nimmt man in einem Safa­ri­stuhl Platz und beob­achtet die Tiere mit ihrem ausgeprägten Sozi­alver­halten. Der Ausflug muss online vorge­bucht werden – am besten frühzeitg, da die Tour sehr beliebt ist.

Oudtshoorn

Feder­pa­läste der Straußenba­rone
Seinen Ruf und Reichtum verdankt Oudtshoorn den Straußenfedern, die um die Jahrhundert­wende in Europa in Mode gekommen waren. Von der Glanzzeit legen noch einige „Feder­pa­läste“ der „Straußenba­rone“ Zeugnis ab. Noch heute ist das Städt­chen aufgrund seines trockenen Klimas Welt­zentrum der Straußenzucht. Viele Farmen ringsum bieten Besich­tigungen an.

Red Stone Hills

Bizarre Felsen, magi­sche Farben
West­lich von Oudtshoorn liegt die Red Stone Hills Farm, die sich durch eine markante Land­schaft auszeichnet. Der Weg lohnt sich vor allem in der Dämme­rung, wenn die Abend­sonne die bizarren Felsen in ein magi­sches Licht taucht. Höhe­punkt ist der Window Rock, den man über einen Kammweg vom Punkt 2 aus erreicht. (3 Stunden, 10,5 Kilometer, auf: 430 Meter, ab: 480 Meter)

Swartberg Trail

Natur­pa­ra­dies am Perdepoort River
Drei oder vier Tage dauert der eindrucksvolle Höhenweg über die zerklüf­teten Swartberge. Diese Tages­wande­rung verläuft auf dem schönsten Teil­ab­schnitt. Sie beginnt am De Hoek Moun­tain Resort und führt über einen 1.300 Meter hohen Sattel ins Tal des Perdepoort River, in dem in er Regel ganzjährig frisches Gebirgs­wasser plät­schert. Wegen der großen Hitze sollte man im Sommer früh aufbre­chen. (5 Stunden 12 Kilometer, auf und ab 680 Meter)

Swartbergpass

In Serpen­tinen durch ein Welt­natur­erbe
Nörd­lich von Oudtshoorn windet sich die R328 in die Swartberge, ein 200 Kilometer langes und über 2.300 Meter hohes Fal­tengebirge, das die Kleine von der Großen Karoo trennt. Die engen und steilen Serpen­tinen sind eine sport­liche Herausforde­rung für den Fahrer, die allerdings auch ohne Allrad­an­trieb zu bewäl­tigen ist. Wegen seiner wilden Schön­heit und der geologi­schen Bedeu­tung gehören die Swertberge heute zum Welt­natur­erbe der UNESCO. Wer sich am Swartbergpass eine kleine Auszeit gönnt und den leichten Berg­spa­ziergang um den Platberg macht, wird mit Ruhe und einem maje­s­tä­ti­schen Bergpan­orama belohnt.

Von Oudtshoorn nach Addo

388 km | 4:30 h

Mehrere Pässe mit zum Teil grandiosen Weit­bli­cken bilden die Zäsuren für die Landschafts­wechsel.

Je weiter land­einwärts, desto trockener und zerklüfteter wirkt das Land. Unbedingt sollte man einen Abste­cher zur wilden Meirings­poort Schlucht machen, die die kleine mit der großen Karoo verbindet.

Eastern Cape

1.000 Kilometer Küste zwischen Storms River und Natal
Süda­frikas Eastern Cape Provinz beginnt östlich des Storms River und reicht bis zum Mtamvuna River an der Grenze zu KwaZulu-Natal. Dazwi­schen liegen rund 1.000 Kilometer Küste mit zahl­losen Stränden, Dörfern und Seebädern sowie die Indu­s­trie­me­tro­polen Port Eliza­beth und East London. Im Norden reicht die Provinz bis weit in das Karoo-Hoch­land. Mit 170.000 Quad­ratki­lome­tern ist die Provinz fast halb so groß wie Deutsch­land, aber nur spär­lich besiedelt. Die rund sieben Millionen Einwohner gehören vor allem zum Stamm der Xhosa.

Cango Caves

Gigan­ti­sche Tropf­steinhöhlen am Fuß der Swartberge
Die Tropf­steinhöhlen am Fuß der Swartberge gehören zu den größten der Welt. Die Eingangs­höhle wur­de Jahrhunderte lang von San (Busch­leuten) bewohnt. Als erster Weißer entdeckte 1780 der Bure van Zyl die Cango Caves, nach dem der Haupt­saal mit seinen gewal­tigen Ausmaßen benannt ist: 70 Meter lang, 35 Meter breit und 17 Meter hoch. Er bietet über 1000 Menschen Platz und wird wegen seiner hervor­ra­genden Akustik manchmal zu Konzerten benutzt. Weitere Höhlen, die sich anschließen, sind erst 1972 entdeckt worden und Besu­chern wegen der empfind­li­chen Ökologie nicht zugäng­lich.

Mons Ruber Estate

Süßweine und ein Rundweg durch die roten Berge
Das kleine Weingut Mons Ruber (Rotberg) hat sich auf edle Dessert­weine speziali­siert. die man in einem Probier­raum verkosten kann. Zugleich ist auf dem Gelände der Farm ein zwei­stün­diger Rundweg durch die roten Berge einge­richtet. Er führt nörd­lich der N12 im Uhrzei­ger­sinn. Zwar kommt man nur mit Kletter­ausrüs­tung auf den Gipfel, aber das oran­gene Farb­spiel im Dämmer­licht lohnt die Mühe allemal.
C

Addo Elephant Park

Schutzgebiet für Ostkap-Elefanten

Am südli­chen Küsten­streifen Afrikas gab es ursprüng­lich große Herden von Elefanten, die wegen des Nahrungs­überflusses besonders kräftig wurden. Als im letzten Jahr­hun­dert Farmen ange­legt wurden, erwiesen sich die Elefanten als Zerstörer großer Flächen und wurden gnadenlos abge­schossen. 1931 gab es nur noch elf Elefanten im gesamten Eastern Cape, das immerhin halb so groß ist wie Deutsch­land. Damals wur­de der Addo Elephant Park, der inzwi­schen mit dem Zuurberg Park zusam­menge­legt worden, ist zu ihrem Schutz ange­legt. Heute beheimatet der Park über 200 Elefanten sowie Büffelherden, Nashörner, Löwen und verschiedene Antilopen. Mehrere Aussichts­punkte sind einge­richtet, von denen aus man Wasserlöcher beob­achten kann (Fern­gläser mitbringen). Im Zuurberg Park gibt es zwei Wander­wege. Ansonsten darf man den Park nur im Auto oder in Beglei­tung von Wildhütern durch­queren.

In den Addo Natio­nal­park darf man mit dem eigenen Wagen fahren – eine Karte gibt es am Eingang. Ebenso werden geführte Touren verschiedener Länge ange­boten, die vor Ort oder auch im Voraus gebucht werden können.

Zu Gast in einem Country House bei Sunland

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Country House liegt auf einer Zitro­nen­farm bei Sunland, die sich seit Jahren in Famili­en­be­sitz befindet.

Nachdem Vater und Sohn, die berufsbedingt in Pretoria lebten, auf die Farm zurückkehrten, beschlossen sie, das tradi­tionelle Farmhaus zu einem Gäste­haus umzubauen. Heute stehen neun individu­elle, geschmackvoll einge­rich­tete Zimmer zur Verfügung. Wer nicht gerade unter­wegs ist, wird sich gern im subtro­pi­schen Garten oder am Swimmingpool aufhalten. Morgens steht ein reichhal­tiges Früh­s­tücksbuffet mit süßen und herzhaften Zutaten bereit, abends wird ein täglich wech­selndes 3-Gänge-Menü serviert. Danach kann man bei lockeren Gesprächen in der Bar den Tag ausklingen lassen.

Zuurberg Hiking Trail

Wande­rung durch den Addo Park
Die Zuurberge werden nur selten von Touristen aufge­sucht, da sich die Elefanten weiter im Süden aufhalten. Dafür kann man in dieser Sektion besonders gut wandern. Der Hiking Trail beginnt am Ranger Office, wo man auch das Karten­ma­te­rial bekommt. Er führt zunächst durch das Doring­nekkloof auf ausge­tre­tenen Pfaden zwischen Berg­aloen und wilden Gera­nien nach Westen. Zurück geht es über eine einfache Leiter über Grasfelder. (Hin und zurück: 13 Kilometer, 4 Stunden, auf und ab: 350 Meter)

Zuurberge

Wandern zwischen Bergze­bras und Nebelwäl­dern
Die „sauren Berge“ sind eher als Hügel zu bezeichnen. Von der Küste her wehen warme und feuchte Winde herauf, die regelmäßig für Nebel sorgen. In dieser spezi­ellen Zone wächst ein besonderer Wald. Trotzdem gibt es auch Savan­nen­tiere zu sehen. 1991 wurden die gefähr­deten Bergze­bras hier ausge­setzt, die sich inzwi­schen kräftig vermehrt haben. Wegen der Abwe­sen­heit gefähr­li­cher Tiere eignen sich die Zuurberge gut für Wande­rungen. Es gibt einen ein- und einen vier­stün­digen Rundweg. Rei­t­ausflüge werden ange­boten und können über den Addo Park gebucht werden.

Sunday River Mouth

Spaziergang zur Mündung des Sunday Rivers
Der Spaziergang führt von Colchester am Sunday River entlang bis zu seiner Mündung ins Meer. Die riesigen Dünen von Alexandria reichen bis an das andere Ufer heran und bilden eine male­ri­sche Kulisse, vor der – besonders an Sonn­tagen – viele Boote zu sehen sind. (2:30 h, 10,3 Kilometer, auf und ab: 60 Meter)

Von Addo nach Knysna

325 km | 4:00 h

Ständiger Begleiter ist der Indi­sche Ozean, der dann und wann mit herr­li­chen Ausbli­cken überrascht.

Zeit nehmen sollte man sich unbedingt für den Tsitsikamma Park auf halber Strecke. Hinter Storms River führt ein bequemer Wanderweg in den Urwald zu einem gigan­ti­schen Gelb­holzbaum (Big Tree).

Paul Sauer Brücke

Tief­blicke am östli­chen Ende der Garden Route
Die Paul-Sauer-Brücke (oder: Storms River Bridge) wur­de 1956 errichtet und markiert das östliche Ende der Garden Route. Ein 190 Meter langer Betonbogen über­spannt den Storms River in einer Höhe von 130 Metern. West­lich der Brücke gibt es einen Aussichts­punkt mit Blick auf den Tsitsikamma State Forest, wo unter 50 Meter hohen Urwald­riesen Moose, Pilze und Flechten gedeihen.

Big Tree

800 Jahre alter Urwald­riese
Im Hinter­land des Tsitsikamma Natio­nalparks wachsen Gelb­holzbäume, die hoch über die Urwaldkrone hinausragen. Wenige Kilometer östlich des Parkein­gangs steht ein besonders großer: der Big Tree. Vom Park­platz an der N2 führt ein kurzer Rundweg durch den Urwald dorthin. Der Riese ist über 800 Jahre alt, fast 40 Meter hoch und hat einen Stamm­umfang von über acht Metern.

Tsitsikamma Microb­re­wery

Boutique-Brauerei mit deut­schem Rein­heits­gebot
In Storms River an der Garden Route hat die Tsitsikamma Microb­re­wery eröffnet. Die Boutique-Brauerei auf halbem Weg zwischen Plet­ten­berg Bay und Jeffreys Bay lädt zu tägl­i­chen Verkös­tigungen ein. Gebraut, verkös­tigt und verkauft werden vier verschiedene Bier­sorten und zwei Ales. Alle Biere werden nach dem deut­schen Rein­heits­gebot gebraut. Das Wasser dafür stammt aus der haus­ei­genen Quelle und verleiht den Bieren ihre besondere Tsitsikamma-Note.
D

Garden Route

Afrikas bezaubernde Südküste

Als die bibeltreuen Buren vor Jahrhunderten aus dem trockenen Inland an die grüne Küste kamen, dachten sie, sie hätten den Garten Eden entdeckt – weshalb man den viel­sei­tigen Land­strich zwischen Swel­lendam und Humansdorp bis heute Garden Route nennt.

Male­ri­sche Buchten, einsame Strände und steile Kliffe wech­seln einander ab, dahinter schroffe Felswände und immer­grüne Urwälder. Vom nörd­li­chen Horizont grüßen hohe Gebirgsketten, an denen bis zu 2.500 mm Nieder­schlag pro Jahr abregnen. Dennoch kann man die Garden Route nicht als Regen­gebiet bezeichnen. Die Schauer sind heftig, aber kurz und fallen vorwiegend nachts.

Zu Gast in einer Lodge über Knysna

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Aussicht könnte kaum schöner sein: Von beiden Gebäuden des Gäst­e­hauses hat man einen herr­li­chen Pa­no­ra­ma­blick über die Lagune von Knysna und die Gebirgs­züge im Hinter­land.

Jedes der rund zehn Zimmer ist individuell einge­richtet und hat eine Kitchenette sowie Balkon oder Terrasse. Im gepflegten 10.000 Quad­r­at­meter großen Garten gibt es einen Swimmingpool. Die Besitzer, Jana und Steffen, wohnen ca. drei Minuten von der Lodge entfernt. Sie sind aber täglich dort anzu­treffen und unter­stützen Lee und Francoise, die die Lodge nun führen, bei der Betreuung der Gäste und deren Tages­pla­nung.

Knysna

Küsten­städt­chen an der Garden Route
Das char­mante Küsten­städt­chen Knysna ist als Zentrum der süda­fri­ka­ni­schen Holz­indu­s­trie groß geworden. Mit seinen stillen Lagunen, seinem bewal­deten, bergigen Umland, seiner zerklüf­teten Küste und dem histo­ri­schen Stadt­kern ist Knysna ein Juwel an der Garden Route. Charak­te­ris­tisch für das Ortsbild sind „The Heads“, zwei riesige Sand­steinklippen, zwischen denen ein Kanal liegt, der die Lagune mit dem Meer verbindet.

Wilder­ness National Park

Meeres­arme, Strände und üppige Wälder
Entlang der Garden Route erstreckt sich eine Küsten­landschaft mit Seen, Fluss­läufen, Meeres­armen und Stränden. Über die üppigen Wälder ragen die Berge der Outen­iqua-Kette empor. In dieser Szenerie liegt der ehema­lige Wilder­ness National Park, der heute Teil des Garden Route National Parks ist. Er schützt fünf Seen und die Serpen­tine, einen gewun­denen Wasser­lauf und ist heute Teil des Garden Route Natio­nalparks. Wander­wege erschließen den Park, von denen der King Fisher Trail einer der schönsten ist.

Knysna Heads

Aussichtsfelsen vor der Lagune
Zwei markante Sand­steinklippen säumen die Einfahrt zum Hafen von Knysna. Die Royal Navy bezeichnete die Einfahrt vom Indi­schen Ozean in die Lagune von Knysna einst als die gefähr­lichste Einfahrt der Welt. Auf dem west­li­chen Head werden im öffent­li­chen Featherbed Nature Reserve geführte Touren auf dem zwei Kilometer langen Bushbuck Trail ange­boten, den man an der Waterfront in Knysna buchen kann. Vom östli­chen Felsen hat man eben­falls eine spekta­kuläre Aussicht auf Einfahrt, das Meer und die gesamte Lagune. Hierher kommt man aber bequem mit dem eigenen Auto.

Goukamma Nature Reserve

Einzig­ar­tige Vogelwelt am Goukamma Fluss
Das über 2.000 Hektar große Natur­re­servat schützt die einzig­ar­tige Vogelwelt rund um die Mündung des Goukamma Flusses. Die Dünen sind mit Küsten-Fynbos bewachsen und gehören zu den höchsten in Süda­frika. Die menschenleeren Strände und Dünen­kämme erkundet man am besten zu Fuß. Die Zufahrt führt über die Straße Rich­tung Buffel's Bay. (hin und zurück: 3 Stunden, 12 Kilometer, auf und ab: 100 Meter)

Woodcutter's Trail

Durch den Bergur­wald am Jubilee Creek
Noch Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Wälder an der Garden Route weitge­hend ursprüng­lich. Heute sind sie viel­fach Eukalyp­tus­plan­tagen gewi­chen. Der Woodcutter's Trail führt teilweise auf Bohlen durch einen Urwald. Unter­wegs kommt man an einem Big Tree vorbei. Der Gelb­holzbaum ist bereits über 600 Jahre alt. (2:30 Stunden, 8,5 Kilometer, auf und ab: 220 Meter)

Küste von Kranshoek

Grüner Urwald, rote Klippen, blaues Meer
Entlang der Harkerville Küste gibt es einen spekta­kulären Küstenweg, der über zwei Tage geht. Den Abschnitt über die schönsten Klippen kann man auf einem Rundweg erleben, der im Hinter­land wieder zum Ausgangs­punkt zurückführt. Die oberen Hänge sind mit grünem Urwald bewachsen, zwischen den Klippen gedeihen zähe Fynbos-Gewächse. (3:30 Stunden, 8 Kilometer, auf und ab: 230 Meter)

Von Knysna nach Villiersdorp

398 km | 5:00 h

Die Land­straßennummer steht für den eigentümlichen Reiz des Kaphin­ter­lands. Die einsame Straße windet sich zwischen gewal­tigen Faltengebirgen durch eine Flora, die an Viel­sei­tigkeit ihres­glei­chen sucht.

Neben den Städtchen Montagu und Robertson finden sich nur ein paar kleine Farman­sied­lungen in dem sonst unberührten Gebiet.

Kanu­fahren an der Garden Route

Kanuver­leih im Wilder­ness National Park
Eine wunderbare, weil entschleu­nigte Art, die Garden Route zu erkunden bietet das Kanu. Fernab aller Straßen kann man die Stille und Schön­heit von Süda­frikas grünster Land­schaft erleben. Aus diesem Grund hat South African National Parks Board einen Kanuver­leih im Wilder­ness National Park einge­richtet. Zwischen 7.30 und 15.30 Uhr kann man dort Kanus für eine, zwei oder sechs Stunden buchen und auf dem Touw River oder dem Serpen­tine River paddeln.

Map of Africa

Aussicht über den Kaaimans River
Ober­halb von Wilder­ness kommt man zu einem Aussichts­punkt, der den Namen „Map of Africa“ trägt. Im Norden sieht man das schlucht­ar­tige, gewun­dene Tal des Kaaimans River. Tatsäch­lich ähnelt der Verlauf der Schlucht den Umrissen des südli­chen Afrikas.
Von der N2 west­lich von Wilder­ness erreicht man einen weiteren Aussichts­punkt, den Dolphin View­point. Nach Osten schaut man über die Küsten- und Lagu­n­en­landschaft, im Westen in das Mündungs­gebiet des Kaaimans River.

Dolphin Point

Aussichts­punkt an der N2
Der Aussichts­punkt liegt direkt an der N2 west­lich von Wilder­ness. Dort sind nicht nur oft Delfine zu sehen, sondern auch eines der am meisten fotogra­fierten Motive an der Garden Route: die Eisen­bahnbrücke über die Mündung des Kaaimans Rivers in den Indi­schen Ozean. Bis um die Jahr­tausendwende verkehrte der Outen­iqua-Choo-Tjoe auf der Strecke. Die letzte planmäßige Dampflok wur­de wegen Sturm­schäden einge­stellt.

Brown Hooded Kingfisher Trail

Durch einen Wald an der Garden Route zu einem Wasserfall
Der Weg folgt zunächst dem Fluss Duiwe und ist bis auf den optio­nalen Anstieg zu einem Aussichts­punkt sehr einfach. Der Bach wird über eine Holzbrücke und Tritt­steine überquert. Am Weg wachsen Wild­reben, die im Herbst in bunten Farben leuchten. Die einheimi­schen Bäume tragen Namens­schilder. Wer aufmerksam ist, entdeckt vielleicht die Cape Robin, ein einheimi­scher Vogel, den man an seinem Gesang erkennt. Der Weg endet am Pool und Wasserfall, wo man auf rutschige Felsen achten sollte. Zurück muss man den glei­chen Weg nehmen. (hin und zurück: 4 Kilometer, 1 Stunde, auf und ab: 80 Meter)

Giant Kingfisher Trail

Baden im Wasserfall des Tow River
Der Wanderweg gehrt zu den schönsten im Wilder­ness National Park. Zu Beginn ist der Pfad etwas anstren­gend, aber es wird einfa­cher. Der Weg folgt dem Tow River und ist der einzige, der zum Wasserfall führt. Im Becken unter­halb der Fälle kann man baden. Der Ort ist auch eine wunderbare Pick­nick­stelle. Das Auto lässt man am Ebb & Flow Camp North stehen. (hin und zurück: 9 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab: 80 Meter)

Greyton

Künst­lerdorf am Rivier­sonderend
Das Städt­chen liegt am Rivier­sonderend, dem „Fluss ohne Ende“. Seit der Ankunft der nieder­ländi­schen Siedler 1854 war Greyton land­wirt­schaft­lich geprägt. In den letzten Jahren haben sich Künstler und wohlha­bende Aussteiger aus Kapstadt ange­siedelt. Viele histo­ri­sche Gebäude sind aufwändig renoviert, es gibt Kunst­gale­rien und ein viel beach­tetes Musik­fes­tival, das jedes Jahr im Sommer stattfindet. Der zwei­tägige Boes­manskloof Trail führt durch die Berge nach McGregor.
E

Overberg

Kapgeier und Proteenfelder „überm Berg“

Over­berg ist ein Distrikt im Western Cape und bedeutet soviel wie „überm Berg“, weil es von Kapstadt aus gesehen hinter dem Gebirgszug von Hotten­tots Holland liegt.

In dem dünn besiedelten Land werden Getreide und Obst ange­baut. Die ursprüng­l­iche Vege­ta­tion ist der Fynbos, die Biosphäre mit der welt­weit höchsten Arten­viel­falt. Zu ihrem Schutz sind einige Natur­parks errichtet worden, z.B. der Bontebok Park oder das De Hoop Nature Reserve im Südosten. Hier gibt es noch eine Kolonie der seltenen Kapgeier. Vor der Küste sind Glattwale zu sehen, die sich hier paaren und ihre Jungen aufziehen.

Zu Gast auf einer Schaffarm am Floorshoogte Pass

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Weizen- und Schaffarm liegt einsam zwischen Feldern, Obst­plan­tagen und den maje­s­tä­ti­schen Rivier­sonderend Bergen und dennoch ideal für Ausflüge nach Hermanus, in die Wine­lands, nach Greyton oder ans Kap Agulhas.

Die Hillside Suiten haben eine eigene Veranda mit Blick über das weite Tal. Das Haupt­haus mit seiner großen Lounge ist der Ort, an dem man mit anderen Gästen und den Gastgebern ins Gespräch kommen kann oder es sich, wie auch am Pool, mit einem Buch aus der kleinen Bibliothek gemüt­lich machen kann. Wer möchte, kann an Führungen und Fahrten über die Farm teil­nehmen oder sie auf eigene Faust erkunden. Während der Erntezeit sind helfende Hände immer will­kommen – eine inter­essante Gelegen­heit, um noch mehr über das Farm­leben zu erfahren. Besonders bemerkens­wert sind die Gastfreundschaft und die Kochkünste der Besitzer, Thys und O'nel. Gegrilltes Antilo­pensteak ist eine von Thys Speziali­täten, die gerne mit dazu passenden Anek­doten serviert werden.

West­liche Langeberge

Schroffe Berge, idylli­sche Weintäler
Der lange­streckte Gebirgszug der Langeberge ist ein Abschnitt des Kap-Faltengür­tels. Er erstreckt sich in west­öst­li­cher Rich­tung über eine Länge von 170 Kilome­tern. Im Norden beginnt die Halbwüste Kleine Karoo begrenzt, im Süden liegt das Tal des Breede River, an dessen Ufer Obst und Wein ange­baut werden. Wich­tige Zentren sind Montagu im Norden und Robertson im Süden des Gebirges. Beide Städte sind durch den Cogmanskloof Pass mitein­ander verbunden.

Genadendal

Deutsch-süda­fri­ka­ni­scher Zufluchtsort für misshandelte Sklaven
1738 kam der deut­sche Missionar Georg Schmidt auf seiner Wande­rung durch das Western Cape an den Fluss Rivier­sonderend, zu deutsch: Fluss ohne Ende. Dort begeg­nete er den nomadisch lebenden Hessekwa-Khoi und grün­dete eine Missi­ons­sta­tion, die er Gnaden­thal nannte. Doch bald geriet er in Konflikt mit den benach­barten Buren, die sich als Analpha­beten daran störten, dass er den Khoi das Lesen beib­rachte. Immer mehr misshandelte Sklaven suchten Zuflucht in seiner Mission, sodass Gnaden­thal zeitweilig größer war als Kapstadt. 1744 wur­de Georg Schmidt unter einem Vorwand aus dem Land gejagt.
Erst 50 Jahre später kamen die böhm­i­schen Brüder zurück und errich­teten eine straff orga­ni­sierte Vorzeigefarm, eine Schule und eine Druckerei, wo zum ersten Mal in Afri­kaans gedruckt wur­de, eine der heutigen Natio­nal­spra­chen Süda­frikas.
1995 besuchte Mandela den abge­legenen Ort und erklärte ihn zum Vorbild für das neue Süda­frika. Im alten Missi­ons­haus informiert ein Museum über die ergrei­fende Geschichte. Dort beginnt auch der Genadendal Hiking Trail, der durch die einsame Bergwelt führt.

Franschhoek Pass

über die Hotten­tots-Holland-Berge
Der Pass östlich von Franschhoek führt über die Hotten­tots-Holland-Berge und erreicht eine Höhe von über 700 Metern. Früher nannte man ihn auch Olifants-Pass, weil Elefanten einen Weg getram­pelt hatten. Von oben hat man einen weiten Blick über die Wein- und Obst­landschaft, den man manchmal mit Pavianen teilt. Vorsicht: die Tiere sehen nur nied­lich aus, können aber sehr aggressiv werden.

Von Villiersdorp nach Cape Town

148 km | 2:30 h
Wegen der kurzen Entfer­nung sollte man die Panorama­route an der Südküste entlang nehmen.

Kogelberg

Streng geschütztes Fynbos-Reservat
Das älteste Biosphären­re­servat Süda­frikas gilt vielen als das schönste im Western Cape. Es  umfasst das gesamte Küstengebiet von Gordon's Bay bis zum Bot River Vlei und inländisch bis nach Grabouw und zum Groen­land Moun­tain. Nirgendwo ist die außergewöhn­lich vielfäl­tige Kapf­lora besser erhalten als hier. 18 000 Hektar gehören zum besonders geschützten Kern des Kogelberg Reservats. Täglich wird nur eine begrenzte Zahl von Besu­chern zuge­lassen. Mehrere Wander­wege unter­schied­li­cher Länge führen durch das Gelände.

Bucht von Hermanus

Wale in nächster Nähe
Zwischen Kleinmond im Nordwesten und Gansbaai im Süden liegt die Bucht von Hermanus. Auf einem schmalen Streifen zwischen den Bergen im Hinter­land und dem Meer reihen sich mehrere Orte anein­ander, die zusammen Hermanus bilden. In den Monaten von Juli bis Dezember spielt sich dort ein Naturwunder ab, das welt­weit seines­glei­chen sucht: In dieser Zeit kommen die Südkaper, eine Glattwalart, um ihre Jungen zu gebären. Die Meer­es­säuger kommen zwischen dem 30. und 50. Grad südli­cher Breite vor, werden bis zu 18 Meter lang und 80 Tonnen schwer. Auf dem Höhe­punkt der Saison, im Oktober, werden regelmäßig etwa 150 Wale in der Bucht gezählt. Vom Strand aus kann man dann die Mütter mit ihren 1000 Kilogramm schweren Kälbern spielen und springen sehen.

Sir Lowry's Pass

Pass­höhe mit Blick auf die False Bay
Die N2 steigt hinter Gordon's Bay steil an und führt zum 403 Meter hohen Sir Lowry's Pass. Der Pass über die Hotten­tots Holland Berge wur­de 1838 eröffnet und hatte große Bedeu­tung für die Besied­lung der Over­berg Region. Von der Pass­höhe hat man einen wundervollen Blick auf die False Bay. Dort ist auch der Einstieg für den Boland Hiking Trail.

Panora­ma­straße bei Somerset West

Steil­küste mit Pinguin­ko­lonie
Die Küsten­straße zwischen Somerset West und Kleinmond gehört zu den schönsten der Welt. Hinter der Steil­küste beginnt das Kogelberg Bios­phere Reservat, das auch als Herz des Fynbos-König­rei­ches gilt. 1600 Pflanzen­arten findet man hier vor, von welchen 150 endemisch sind. Stony Point in Betty's Bay beheimatet eine Kolonie von Jackass-Pinguinen, eine von zwei auf dem Haupt­land von Süda­frika lebenden und brütenden Kolo­nien.
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Kapstadt

Urbanes Leben zwischen zwei Ozeanen

Allein die Stadt am Kap der Guten Hoff­nung würde eine Reise nach Süda­frika lohnen. Kapstadt ist die älteste Stadt Süda­frikas.

Hier ist der erste Kommandant, Jan van Riebeeck, 1652 gelandet, und von hier aus sind die Buren ins Land vorge­drungen. Um 1800 hat die nieder­ländi­sche Ostindien-Handelsge­sellschaft den Stütz­punkt an die engli­sche Krone abge­treten. Seitdem ist der engli­sche Einfluss in der Stadt zuneh­mend gewachsen und hat sie zur libe­ralsten Stadt Süda­frikas gemacht. Die Abschaffung der Apart­heid hat hier ihren Ausgangs­punkt genommen.
Es wird kaum eine Stadt dieser Erde geben, die schöner gelegen ist. Mitten­drin erhebt sich der Tafelberg rund tausend Meter über der Stadt. Von unten wirkt er flach wie ein Tisch. Meist ist er mit Wolken verhangen, die einem Tisch­tuch ähneln. Östlich sind Wein­güter zu finden, deren Produkte mit allen Spitzenweinen der Welt mithalten können. Der südliche Zipfel der Halb­insel mit dem Kap der Guten Hoff­nung ist heute Natur­schutzgebiet. Hier kann man einsame Wande­rungen mit Blick auf zwei Ozeane unter­nehmen. Wer baden möchte, tut das besser auf der Ostseite am Indi­schen Ozean, der immer um zwei Grad wärmer ist als der Atlantik mit dem vom Südpol kommenden Benguela Strom.

Zu Gast in einem Gästehaus am Tafelberg

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Gäste­haus liegt im Herzen von Kapstadt, nur fünf Minuten von der Tafelberg Seil­bahn entfernt. Gäste fühlen sich in der familiären Atmo­sphäre sofort heimisch.

Die elf Gäste­zimmer sind in bali­ne­si­schem Design einge­richtet. Schon beim reichhal­tigen Früh­stück kann man den Blick auf den Tafelberg genießen. Im schön ange­legten, gepflegten Garten kann man auf der Sonnen­ter­rasse entspannen oder sich im Pool abkühlen. Die Innen­stadt erreicht man in 20 Minuten zu Fuß – der Rückweg dauert ein wenig länger, da es dann bergauf geht.

Ausflug (OPTIONAL)

Kochtour (halbtägig, englisch)

Die kuli­na­ri­sche Tour führt durch Bo-Kaap, das Kap malaii­sche Viertel in Kapstadt. Bereits im 17. Jahr­hun­dert impor­tierten die Buren Sklaven aus Malaysia, deren Nach­fahren über die Jahrhunderte hinweg eine eigene Kultur entwi­ckelt haben.

Der Ausflug beginnt bei einem Lebens­mit­telhändler in Bo-Kaap und geht dann weiter zu den Gewürzhänd­lern. Nach einem kurzen Spaziergang besu­chen Sie Zainies Haus. Dort entde­cken die Gäste (max. 8 Personen) die Geheim­nisse der Kap malaii­schen Küche, von Masala über Dhaltjies (Chili Bites), Samoosas, bis zu den Rootis dem Cape Malay Curry, das es dann zum Mittag gibt. Erfri­schungen und Verkos­tungen werden vor dem Mittag­essen serviert, danach erhalten Sie ein Rezept­heft zusammen mit einer Tüte Masala-Mix von Zainie für Ihre erste Curry-Mahlzeit.

Tafelberg

Sensa­tionelle Aussicht, seltene Pflanzen­viel­falt
Berlin hat den Tiergarten, New York den Central Park – aber Kapstadt hat etwas Gewal­tiges: eine 65 Quad­ratki­lometer große Wildnis mitten in der Stadt, die diese um mehr als 1.000 Meter über­ragt. Der Tafelberg prägt die Silhou­ette Kapstadts. Sein höchster Punkt ist  mit 1.087 Metern der Maclear's Beacon. Neben der sensa­tionellen Aussicht gibt es oben eine seltene Pflanzen­viel­falt. Etwa 1.400 Arten sind iden­ti­fi­ziert – mehr als in ganz Großbri­tan­nien! Viele von ihnen sind endemisch, also nirgendwo sonst auf der Welt zu finden. Wer den Tafelberg erkunden will, kann die Seil­bahn nehmen oder von der Talsta­tion aus zu Fuß gehen. Zuvor sollte man jedoch den Wetterbe­richt hören, da das Wetter schnell umschlagen kann.

Victoria & Alfred Waterfront

Leben­diges Viertel am Hafen
Der Grund­stein des Werft- und Hafen­vier­tels wur­de 1860 von Prince Alfred, dem Sohn der Königin Victoria gelegt, als er sich auf einer Reise durch die Kolo­nien befand. In den 1990iger Jahren entstand ein leben­diges Viertel mit Boots­anlege­stellen und Märkten, einem Fischerei- und einem Yacht­hafen. In den restau­rierten Hafengebäuden fanden Rari­tä­tenläden, Büros und Museen Platz, daneben zahl­lose Restau­rants und sogar eine Brauerei. Eine Besonder­heit ist das Two Oceans Aqua­rium, das in über 30 Becken 300 Fisch­arten aus dem Atlantik und dem Indi­schen Ozean zeigt. Straßenmusikanten und -schau­spieler bevöl­kern das Viertel, während Seehunde auf den Docks dösen und sich am allgegenwär­tigen Fischge­ruch ergötzen.

Kap-Halb­insel

Natio­nal­park zwischen Kapstadt und Kap der Guten Hoff­nung
Die 35 Kilometer lange Halb­insel zwischen Kapstadt und dem Kap der Guten Hoffnung ­be­steht aus vorwiegend mit Fynbos bewach­senen Höhen­zügen und stei­nigen Flächen. Ein Groß­teil hiervon gehört zum Table-Moun­tain-Natio­nal­park, der mehrere einzelne Gebiete umfasst.
Im Norden liegen der Tafelberg und der Bota­ni­sche Garten Kirs­tenbosch. Auf der West­seite befinden sich Camps Bay und die in Hout Bay begin­nende Küsten­straße des Chapman’s Peak Drive entlang des Höhen­zuges der Zwölf Apostel. An der Südspitze ist der Table-Moun­tain-Natio­nal­park, in dem unter anderem wilde Paviane und Strauße leben. Im Osten liegt Boulder’s Beach mit einer Kolonie von Brillenpinguinen und den Ortschaften Simon’s Town und Fish Hoek.

Wande­rung auf dem Tafelberg

Phäno­me­nale Aussichts­punkte und einsame Schluchten
Die meisten Kapstadt-Besu­cher begnügen sich mit einem Kurzausflug auf den Tafelberg. Wer etwas weiter geht, wird mit immer neuen Aussichts­punkten und einsamen Winkeln belohnt. Und schnell stellt man fest: Was von unten flach wie eine Tisch­ober­fläche aussieht, ist voller Erhe­bungen und Schluchten. Der Rundgang beginnt und endet an der Berg­sta­tion der Seil­bahn. (3:30 Stunden, 10 Kilometer, auf und ab: 410 Meter)

Durch das Echo Valley an der False Bay

Wande­rung durch einen zauber­haften Milkwood-Wald
Die Wande­rung führt durch einen zauber­haften Wald mit knor­rigen Milkwood Bäumen zu einem natür­li­chen Amphi­theater. Durch manche der Täler und Schluchten geht man auf Holz­stegen. In Kalk Bay kann man im Café Olympia Rast machen. (3 Stunden, 7 Kilometer, auf und ab: 480 Meter)
Gute Grundkondi­tion nötig. Überwiegend gut begehbare Wege. Tritt­si­cher­heit erforder­lich.

Wande­rung am Kap der Guten Hoff­nung

Wind und Wellen, Steil­küste und zwei Leucht­türme
Die kurze und einfache Wande­rung führt an der Südspitze des Kaps entlang. Während die allermeisten Besu­cher mit Bussen zum Schild fahren, um sich dort zu fotogra­fieren, kann man den Massen auf einem Pfad entlang der Steil­küste entgehen. Ziel sind zwei Leucht­türme. Am Cape Point kann man im „Two Oceans“ einkehren und dann denselben Weg zurückgehen. (hin und zurück: 2 Stunden, 6 Kilometer, auf und ab: 270 Meter)

Mietwagenabgabe

Station: Cape Town, Airport

14 Tage
ab 1.219,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

Auf Wunsch buchen wir auch die passenden Flüge für Sie.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: Oktober–April

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Das Afrika Team

Tel.: +49 (0)2268 92298-61

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  • Unsere MitarbeiterInnen bereisen ihre Zielgebiete regelmäßig, um sie qualifiziert beraten zu können.
  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
  • Dort, wo man nicht selbst ein Auto fahren sollte, werden Sie von geschulten Führern begleitet.
  • Für unterwegs erhalten Sie ein auf Ihre Reise zugeschnittenes Handbuch mit ausführlichen Informationen, Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen für besondere Wanderungen.
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