Malariafreie Wildparks: Big Five an der Südküste - Südafrika
Größte Elefantendichte weltweit: Addo Park

Malariafreie Wildparks

Big Five an der Südküste

Die großen Nationalparks liegen im Nordosten. Doch auch am Kap gibt es beachtliche Wildparks. Wer seine Reise auf Kapstadt und die Gardenroute beschränken möchte, muss nicht auf die Big Five verzichten.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Cape Town nach Paarl

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Vermieter: AVIS South Africa
Fahrzeug: Toyota Corolla Stufen­heck o.ä. (IDMR)
Tarif: premium cover
Station: Cape Town, Airport

Von Cape Town nach Paarl

71 km | 1:30 h
Die kurze Strecke führt aus der Stadt in die kulturhis­to­risch inter­essante Region der Wine­lands.

Neethlingshof

Weingut mit First-Class-Restau­rant
Das Gut bei Stel­lenbosch ist ein Publikumsma­gnet, nicht nur für Gourmets und Wein­tou­risten. Es wur­de 1692 von einem deut­schen Emigranten gegründet. Eine Kiefer­n­allee führt zum ehrwür­digen Haupt­haus von 1814 im klas­si­schen kaphol­ländi­schen Stil. Dort ist auch das Lord Neethling, das früher zu den besten Restau­rants in Süda­frika zählte, inzwi­schen aber auch nega­tive Kritiken bekommt. Verkos­tungen werden im Palm Terrace nebenan ange­boten.

Dorfkern von Stel­lenbosch

Kaphol­ländi­sches Idyll in den Wine­lands
Der Orts­kern rings um die Dorp­straat gehört zu den best­er­hal­tenen Städten aus der Zeit der Holländisch-Ostindi­schen Kompanie. Weiße Häuser mit spitzen und liebevoll verzierten Giebeln stehen im Schatten mäch­tiger Eichen. Besonders schön ist das Dorp Museum, das aus vier Häusern des 18. Jahrhunderts besteht. Das älteste von ihnen, das Schreuder­huis wur­de von dem deut­schen Auswanderer, Sebas­tian Schröder, gebaut. Die neogo­ti­sche Moederkerk von 1863, um die sich alles schart, wur­de eben­falls von einem Deut­schen entworfen.

Stel­lenbosch

Histo­ri­sche Haupt­stadt der Wine­lands
Die zweit­äl­teste Stadt Süda­frikas ist nach ihrem Gründer Simon van der Stel benannt, der den Busch rund um den Eerste River roden und Weinberge anlegen ließ. Heute ist Stel­lenbosch die Haupt­stadt der Wine­lands, die sich wie ein Gürtel um Kapstadt von Nord nach Süd ziehen. Der dort produ­zierte Wein kann es mit den besten Europas aufnehmen. Im Dorfkern säumen denkmalge­schützte Gebäude im kaphol­ländi­schen Stil die Eiche­n­alleen. Rings umher liegen mehr als 120 Wein­güter, die Wein­kenner ebenso anlo­cken wie kulturhis­to­risch Inter­es­sierte.
A

Winelands

Historische Weingüter vor sonnendurchflutetem Bergpanorama

Wie ein Gürtel ziehen sich die Wine­lands durch das Hinter­land von Kapstadt. Von Paarl über Stel­lenbosch bis nach Franschhoek werden vorwiegend Weißweine produ­ziert, die jeden Vergleich mit euro­päi­schen Spitzenweinen aufnehmen können.

Weinbau ist am Kap seit den ersten Ansied­lungen Mitte des 17. Jahrhunderts von franzö­si­schen und deut­schen Winzern kultiviert worden. So wächst hier beispiels­weise ein hervor­ra­gender Rheinries­ling. Wein wird hier weniger an den Hängen als in den feuchten und fruchtbaren Tälern zwischen den sonn­endurch­flu­teten Gebirgsketten ange­baut. Auf beinahe jedem Gut werden Wein­proben ange­boten. Doch nicht nur die Weine sind beein­dru­ckend, sondern auch die grandiose Land­schaft und die kaphol­ländi­schen Güter.

Zu Gast auf einem Landgut bei Paarl

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Einst als könig­li­cher Land­sitz erbaut, ist das Herren­haus heute eine Privat­residenz auf 23 Hektar Land zwischen Olivenbäumen und Wein­gärten.

Durch den Park plät­schert ein Bach mit einem Wasserfall. Die Gäste­zimmer haben alle ihr eigenes Dekor. Die Gastgeber und Besitzer, Maika und Volker, achten auf persön­li­chen Stil und unkompli­zierte Gastfreundschaft. Ein Swimmingpool und Moun­tai­nbikes sind vorhanden. Wander­wege führen in das Limietberg Nature Reserve. Volker ist ein leiden­schaft­li­cher Koch und serviert seine Krea­tionen abends auf der Terrasse des Hauses im Rahmen eines 3-Gänge-Menüs.

Western Cape

Vielfäl­tige Provinz zwischen den Ozeanen
Die Wes-Kaap, wie die Provinz auf Afri­kaans heißt, liegt im Südwesten Süda­frikas und ist mit 130.000 Quad­ratki­lome­tern knapp doppelt so groß wie Bayern. Die Provinz erstreckt sich vom Kap der Guten Hoff­nung aus ungefähr 400 Kilometer am Atlantik nach Norden und ungefähr 500 Kilometer am Indi­schen Ozean nach Osten. Von den sechs Millionen Einwoh­nern leben die allermeisten im Großraum Kapstadt. Teile des Nordens und des Nord­os­tens sind prak­tisch unbe­wohnt. Landschaft­lich und klima­tisch ist das Westkap sehr vielfältig. Der größte Teil der Provinz zeichnet sich durch medi­ter­ranes Klima mit kühlen, feuchten Wintern und heißen, trockenen Sommern aus. Fünf Natio­nalparks gibt es am Western Cape und mehr als 60 Natur­schutzgebiete.

Neder­burg

Spitzenweingut mit deut­scher Tradi­tion
1792 erwarb der deut­sche Auswanderer Philip Wolvaart ein Stück Land am Fuße des Kleinen Draken­steins, um dort Wein anzubauen. Heute gehört Neder­burg zu den bekann­testen Wein­gütern Süda­frikas. Auf über neun Hektar wird eine Fülle verschiedener Weine ange­baut – vom einfa­chen Cape Ries­ling bis zum legendären Edekeur, der nur auf Auktionen zu erwerben ist und regelmäßig Rekord­preise erzielt. Das Neder­burg Label ist heute überall auf der Welt präsent. Der Chefwinzer, Newald Marais, hat übri­gens in Süddeutsch­land sein Hand­werk gelernt. Im Herren­haus von 1800 finden Weinver­kos­tungen statt.

Stroo­idakkerk

Histo­ri­sche Kirche mit Stroh­dach
Die Kirche an der Main Street von Paarl stammt aus dem Jahr 1805 und ist damit eine der ältesten auf dem Konti­nent. Bis heute hat sie ein Stroh­dach und wird immer noch für Gottesdi­enste der Gere­forme­erde Kerk benutzt. Älter noch ist das Pfarr­haus, das eine schöne Samm­lung kaphol­ländi­scher Antiqui­täten beherbergt. Nebenan steht gleich noch ein Museum: Das Afri­kaans Language Museum widmet sich der Entste­hung der afri­ka­ansen Sprache, die eng mit dem Ort Paarl verbunden ist.

Zwischen Breta­gneklip und Paarlklip

Kurzwande­rung zum Wahrzei­chen von Paarl
Die kurze Wande­rung führt zu einer Granitkugel im Paarl Moun­tains Nature Reserve. Sie ist das Wahrzei­chen von Paarl und von weither sichtbar. So hat man von oben auch einen tollen Blick über die nörd­li­chen Wine­lands. (Hin und zurück: 40 Minuten, 2,5 Kilometer, auf und ab 70 Meter)

Von Paarl nach Beaufort West

407 km | 4:30 h

Auf der N1, die Kapstadt und Johan­nesburg mitein­ander verbindet, fährt man von West nach Ost immer tiefer in die „große Leere“, was „Karoo“ wörtlich übersetzt bedeutet.

Dabei kommt man durch Matjiesfontein, das im 19. Jahr­hun­dert zum Luftku­rort für solvente briti­sche Lungen­kranke ausge­baut wur­de. Der gesamte winzige Ort steht unter Denkmal­schutz und lohnt einen Abste­cher.

Ceres

Südfrüchte zwischen Wine­lands und Halbwüste
Das Gebiet nörd­lich von Paarl liegt in der Übergangszone zwischen den Wine­lands und dem trockenen Norden. Es wur­de Mitte des 19. Jahrhunderts perma­nent von Buren besiedelt, die zuvor nomadisch unter­wegs waren. 1849 wur­de am Dwars River der Ort Ceres gegründet. Der Name stammt aus der grie­chi­schen Mytho­logie. Ceres war die Schwester Jupiters und die Schutzgöttin des Ackerbaus. Bis heute ist die Gegend das größte Anbau­gebiet für Obst und Südfrüchte in Süda­frika. Am 29. September 1969 wur­de Ceres 15 Sekunden lang vom folgenschwersten Erdbeben in der Geschichte Süda­frikas erschüt­tert und schwer beschä­digt. Stein­häuser zerbarsten, Lehmhäuser kollabierten, die Straßen bekamen Risse und Grab­steine fielen um.

Matjiesfontein

Kurort als Muse­umsdorf
Ursprüng­lich gab es nur einen gott­ver­las­senen Bahnhof an der Haupt­strecke  von Johan­nesburg über Kimberley nach Kapstadt – gebaut für die Bauern der kargen Umge­bung, in der die Vege­ta­tion so spär­lich ist, dass nur Schafzucht möglich ist. Doch dann ließ sich 1876 James Douglas Logan nieder. Seit seiner Kindheit litt der gebür­tige Schotte an einer Lungen­krankheit, die in dem trockenen Klima geheilt wur­de. So entschloss er sich, Matjiesfontein zum Kur- und Feri­enort auszubauen. Das Lord Milner Hotel wur­de gebaut und beherbergte Promi­nente wie Cecil Rhodes, Edgar Wallace und Rudyard Kipling. 1970 wur­de Matjiesfontein, das wie ein Muse­umsdorf wirkt, zum Natio­naldenkmal erklärt.
B

Karoo

Grenzenlose Weite, Stille und Leere

Die Karoo ist eine Halbwüste, die etwa ein Drittel der Gesamtfläche von Südafrika bedeckt. Man unter­scheidet die kleine Karoo nördlich der Garden­route und die große Karoo, die in die Kala­hari und die nami­bi­schen Wüsten übergeht.

An den Gebirgshängen der Südküste regnen sich die Wolken ab, sodass der jährliche Nieder­schlag land­einwärts rapide absinkt. Obwohl die Karoo mit ihrer grenzen­losen Weite, Stille und Leere zunächst unheim­lich wirkt, findet sich hier Leben in vielfältiger Form. Schlangen, Schildkröten und verschiedenste Klein­tiere, die sich an die harten Lebens­bedingungen ange­passt haben, fristen hier ihr karges Dasein. Bevor das Land eingezäunt und für Straußen- und Schafzucht genutzt wur­de, gab es hier große Herden von Wild, die jetzt nur noch in den Natio­nalparks der Karoo zu finden sind.

Zu Gast im Karoo National Park Camp

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Unter­bringung erfolgt in einfa­chen Häusern im kaphol­ländi­schen Stil mit voll einge­rich­teter Küche.

Ein Swimmingpool im Park Camp und ein Restau­rant sind vorhanden.

Karoo National Park

Atembe­rau­bende Weite der Halbwüste
Die Karoo war einst das größte zusam­men­hän­gende Ökosystem Süda­frikas. Große Herden von Wild sind hier dem spär­li­chen Regen nach­ge­wandert. Durch Farm­wirt­schaft – vorwiegend mit Schafen – und Umzäu­nung hat die Karoo sich stark verändert. Im Karoo Natio­nal­park wird ein landschaft­lich besonders impo­santer Teil in seiner Ursprüng­l­ichkeit bewahrt. Die Farb­spiele und der Blick in die schier unend­liche Weite sind besonders am Nach­mittag von über­irdi­scher Schön­heit. Im Park leben 64 Säuge­tier­arten, darunter Braune Hyänen, Bergze­bras, Kudus, Elen­an­tilopen und Spitzmaul­nas­hörner. Im Jahr 2010 wurden Löwen aus dem Addo-Natio­nal­park ange­siedelt, die sich gut im Karoo-Natio­nal­park eingewöhnt haben und sich hier vor allem von Spießbö­cken ernähren. Die nähere Umge­bung des Camps wur­de eingezäunt um Sicher­heit für die Besu­cher zu gewährleisten. Mehrere Wander­wege erschließen den Park: Der Springbok Hiking Trail geht über drei Tage und zwei Nächte. Daneben gibt es zwei Natur­lehrpfade von einem bzw. elf Kilome­tern Länge und eine Vogel­warte. Nach­tfahrten zur Wildbe­ob­ach­tung werden ange­boten.

Beaufort West

Wüsten­städt­chen an der N1
Die Gemeinde mitten in der Karoo wur­de 1818 gegründet und nach dem Herzog von Beaufort benannt. Die nächsten Städte sind alle über 150 Kilometer entfernt. Mehrere histo­ri­sche Gebäude prägen das Bild von Beaufort West. Besonders sehens­wert ist das Stadshuis von 1867 in der Donkin Street. Berühm­tester Sohn der Stadt ist Chris­tiaan Barnard, dem die erste Herz­trans­planta­tion der Welt geglückt ist. In der ehema­ligen Stadt­halle ist ein Museum rund um das Leben des Herz­chir­urgen einge­richtet.

Von Beaufort West nach Cradock

353 km | 4:00 h
Eindrucksvoll ist die Riesenhaf­tigkeit und Leere der großen Karoo für jeden Mittel­europäer. Sie bedeckt fast ein Drittel der Fläche Südafrikas. Dabei führt die Etappe nur durch einen ganz kleinen Abschnitt.

Eastern Cape

1.000 Kilometer Küste zwischen Storms River und Natal
Süda­frikas Eastern Cape Provinz beginnt östlich des Storms River und reicht bis zum Mtamvuna River an der Grenze zu KwaZulu-Natal. Dazwi­schen liegen rund 1.000 Kilometer Küste mit zahl­losen Stränden, Dörfern und Seebädern sowie die Indu­s­trie­me­tro­polen Port Eliza­beth und East London. Im Norden reicht die Provinz bis weit in das Karoo-Hoch­land. Mit 170.000 Quad­ratki­lome­tern ist die Provinz fast halb so groß wie Deutsch­land, aber nur spär­lich besiedelt. Die rund sieben Millionen Einwohner gehören vor allem zum Stamm der Xhosa.

Aberdeen (Süda­frika)

Sauri­er­spuren und eine Neder­landse Kerk
Das verschlafene Städt­chen mit knapp 5.000 Einwoh­nern döst in der Hitze der Karoo vor der Kulisse der Camdeboo Moun­tains. Es wurde 1855 durch die Neder­landse Hervormde Kerk gegründet wurden, damit die Land­wirte aus der Umge­bung keine großen Reisen unter­nehmen mussten, um die Kommu­nion empfangen zu können. Bis heute beherrscht die Kirche mit einem Turm von 52 Metern Höhe das Ortsbild. Im Zentrum gibt es ein paar histo­ri­sche Häuser. Im 1.500 Hektar großen Font­einbos Nature Reserve sind versteinerte Dino­sau­ri­er­spuren gefunden worden.

Graaff Reinet

Kaphol­ländi­sche Bilder­buch­stadt in der Wüste
Die Karoo-Stadt liegt in einer Lücke der Bergkette zwischen Küsten­region und Inland, sodass die Gegend bis zur Ankunft der Buren die wich­tigste Migra­ti­ons­route des Wilds auf dem Weg von der Küste ins Inland war. Die enorme Wilddichte hat Raubtiere und seit Jahrzehn­tausenden auch Menschen angezogen. Spuren des süda­fri­ka­ni­schen Urvolkes, der San, finden sich bis heute. Graaff Reinet gehört zu den ältesten Städten Süda­frikas und fällt durch einen einheit­li­chen kaphol­ländi­schen Stil auf. Über 200 Baudenkmäler zeugen davon, dass Graaff Reinet ein wich­tiges Zentrum vor allem des Viehhandels war. Sehens­wert ist die Grotekerk der Nieder­ländisch-Reformierten Kirche von 1887. Sie ist in weiten Teilen eine Kopie der Kathedrale von Salisbury.
C

Mountain Zebra National Park

Heimat der seltenen Bergzebras

Der knapp 300 Quad­ratki­lometer große Park wur­de 1937 gegründet, als es nur noch sechs Bergze­bras in der Region gab.

Inzwi­schen haben sich diese kleinen Zebras, die nur in der Kapregion vorkommen, wieder auf über 200 Exem­plare vermehrt, so dass jähr­lich Tiere an andere Parks abge­geben werden können. Daneben gibt es zahlreiche Antilo­pen­arten, Gnus und Wüstenluchse, die sich in den höheren Regionen aufhalten, wo der Wild­reichtum am größten ist. 2007 wurden Hyänen ausgewildert, da es offenbar wieder genug Antilopen im Park gibt, um den Raubtieren das Über­leben zu sichern. 2013 wurden drei Löwen im Moun­tain Zebra Natio­nal­park frei­ge­lassen. Es sind die ersten in Freiheit lebenden Löwen in diesem Natio­nal­park nach über 130 Jahren.

Zu Gast in einem Karoo-Cottage in Cradock

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel besteht aus 30 tradi­tionellen Karoo-Cottages, die in der Market Street von Cradock liegen. Jedes Haus reflektiert ein bestimmtes Thema aus der Zeit der holländi­schen und engli­schen Siedler.

Antike Möbel und Drucke um die Wende vom 19. zum 20. Jahr­hun­dert erzeugen eine Atmo­sphäre der Eleganz und des Under­sta­te­ments. Für die Restau­rie­rung der Cottages wur­de dem Hotel die Simon-van-der-Stel-Gold­medaille verliehen.

Cradock

Von der Grenz­fes­tung zum Farmer­zentrum
Die Stadt liegt in der großen Talsenke des Great Fish Rivers zwischen den Winterbergen und dem Bank­berg-Massiv. Sie wur­de 1812 gegründet und sollte das Grenz­land zwischen der Kapko­lonie und dem Stam­mesgebiet der Xhosa kontrollieren; tatsäch­lich wur­de sie nie angegriffen. Ihren Aufstieg verdankt Cradock der N10, der Eisen­bahnlinie und einer Wasser­lei­tung, die zu den längsten der Welt gehört und den 82 Kilometer entfernten Oranje-Fluss anzapft. Das Stadt­bild wird beherrscht von der nieder­ländisch reformierte Kirche. Architekturkenner werden bemerken, dass sie dem Bau der Londoner St. Martin-in-the-Fields nach­empfunden ist.

Von Cradock nach Addo

206 km | 3:00 h
Die Strecke führt nach Süden in die Nähe der Küste. Unter­wegs wird es zuneh­mend grüner.

Somerset East

Verschlafenes Nest in der Halbwüste
1815 wur­de im Auftrag der Briti­schen Armee die Farm Somerset gegründet, die Pferde­futter für die Kavallerie produ­zieren sollte. Zehn Jahre später entstand dann ein Ort, den man Somerset East nannte, um Verwechs­lungen mit Somerset West zu vermeiden.  1828 entstand dann die nieder­ländisch-reformierte Kirche, die heute das Wahrzei­chen ist und ein kleines Heimatmuseum beherbergt.
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Addo Elephant Park

Schutzgebiet für Ostkap-Elefanten

Am südli­chen Küsten­streifen Afrikas gab es ursprüng­lich große Herden von Elefanten, die wegen des Nahrungs­überflusses besonders kräftig wurden. Als im letzten Jahr­hun­dert Farmen ange­legt wurden, erwiesen sich die Elefanten als Zerstörer großer Flächen und wurden gnadenlos abge­schossen. 1931 gab es nur noch elf Elefanten im gesamten Eastern Cape, das immerhin halb so groß ist wie Deutsch­land. Damals wur­de der Addo Elephant Park, der inzwi­schen mit dem Zuurberg Park zusam­menge­legt worden, ist zu ihrem Schutz ange­legt. Heute beheimatet der Park über 200 Elefanten sowie Büffelherden, Nashörner, Löwen und verschiedene Antilopen. Mehrere Aussichts­punkte sind einge­richtet, von denen aus man Wasserlöcher beob­achten kann (Fern­gläser mitbringen). Im Zuurberg Park gibt es zwei Wander­wege. Ansonsten darf man den Park nur im Auto oder in Beglei­tung von Wildhütern durch­queren.

In den Addo Natio­nal­park darf man mit dem eigenen Wagen fahren – eine Karte gibt es am Eingang. Ebenso werden geführte Touren verschiedener Länge ange­boten, die vor Ort oder auch im Voraus gebucht werden können.

Zu Gast auf einer Zitrusplantage am Addo Elephant Park

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Plan­tage liegt in einem subtro­pi­schen Park, der zu den schönsten Landschafts­gärten am Eastern Cape gehört. Inzwi­schen werden hier in der dritten Gene­ra­tion Zitronen, Orangen und Manda­rinen für den Export ange­baut. Gäste sind einge­laden, über die Felder zu wandern und in der Saison bei der Ernte zuzu­sehen. Sie werden in einem der zwei char­manten Garten­häuser im kaphol­ländi­schen Stil oder in einem der beiden Zimmer im Haupt­haus unter­ge­bracht. Es gibt ein hervor­ra­gendes Früh­stück mit selbst­gemachtem Brot und Marme­lade. Restau­rants sind in der Nähe, das Dinner auf der Farm ist jedoch sehr empfehlens­wert. Die Zitrus­plan­tage liegt neun Kilometer vom Addo Elephant Park entfernt. Wer nicht im eigenen Wagen durch den Wild­park fahren möchte, kann sich von der Farm aus Führungen arrangieren lassen.

Zur Anlage gehört ein Spa, in dem eine Reihe von Behand­lungen ange­boten werden – von Kosmetik über verschiedene Massagen bis zu Sauna oder Dampfbad; zudem gibt es hier einige Fitnessge­räte. Bei Inter­esse an der Nutzung des Spas empfiehlt es sich, dies schon bei der Reservie­rung mit anzugeben.

Zuurberg Hiking Trail

Wande­rung durch den Addo Park
Die Zuurberge werden nur selten von Touristen aufge­sucht, da sich die Elefanten weiter im Süden aufhalten. Dafür kann man in dieser Sektion besonders gut wandern. Der Hiking Trail beginnt am Ranger Office, wo man auch das Karten­ma­te­rial bekommt. Er führt zunächst durch das Doring­nekkloof auf ausge­tre­tenen Pfaden zwischen Berg­aloen und wilden Gera­nien nach Westen. Zurück geht es über eine einfache Leiter über Grasfelder. (Hin und zurück: 13 Kilometer, 4 Stunden, auf und ab: 350 Meter)

Zuurberge

Wandern zwischen Bergze­bras und Nebelwäl­dern
Die „sauren Berge“ sind eher als Hügel zu bezeichnen. Von der Küste her wehen warme und feuchte Winde herauf, die regelmäßig für Nebel sorgen. In dieser spezi­ellen Zone wächst ein besonderer Wald. Trotzdem gibt es auch Savan­nen­tiere zu sehen. 1991 wurden die gefähr­deten Bergze­bras hier ausge­setzt, die sich inzwi­schen kräftig vermehrt haben. Wegen der Abwe­sen­heit gefähr­li­cher Tiere eignen sich die Zuurberge gut für Wande­rungen. Es gibt einen ein- und einen vier­stün­digen Rundweg. Rei­t­ausflüge werden ange­boten und können über den Addo Park gebucht werden.

Von Addo nach Tsitsikamma

207 km | 3:00 h
Ständiger Begleiter ist der Indi­sche Ozean, der dann und wann mit herr­li­chen Ausbli­cken überrascht.

Gamtoos River Mouth Nature Reserve

Wandern und Baden an Süda­frikas größten Sandünen
Wo der Gamtoos River in den Indi­schen Ozean mündet, saßen bereits vor 80.000 Jahren Menschen – längst bevor der Homo Sapiens Europa betreten hatte! – und ernährten sich von Sea Food. Das jeden­falls ergaben Funde, die Archäo­logen in einer Höhle der Umge­bung gemacht haben. Seit dieser Zeit hat sich in der größten Dünen­landschaft Süda­frikas kaum etwas geändert. Wer zu Fuß das Gamtoos River Mouth Nature Reserve durch­quert, fühlt sich ein wenig in die Sandwüste Namibias versetzt, nur dass der weiße Sand­strand und der Ozean nie weit entfernt sind.

Jeffreys Bay

Badeort und Geheim­tipp unter Surfern
Aus dem Fischerdorf, in dem ein Walfänger namens Jeffreys einen kleinen Laden unter­hielt, ist inzwi­schen ein ange­sagter Feri­enort geworden. Das liegt an den endlosen Sand­strändem, die zum Baden und Spazierengehen einladen, aber vor allem an dem Surfspot mit einer langen, schnellen, rechts-brechenden Welle, der zu den besten der Welt gerechnet wird.  Das Jeffreys Bay Shell Museum enthält eine der größten Samm­lungen an Meeres­mu­scheln. Wäh­rend des Winters können Wale beob­achtet werden. In der näheren Umge­bung befinden sich die Natur­schutzgebiete Kabeljous Nature Reserve und Seekoei River Nature Reserve.
E

Tsitsikamma National Park

Immergrüner Urwald hinter grandioser Felsenküste

Der Natio­nal­park liegt im Herzen der Garden Route zwischen Port Eliza­beth und George und schützt eine grandiose Felsen­küste von 80 Kilome­tern Länge und den immer­grünen Urwald im Inland.

Ein Netz von Wander­wegen durch­zieht den Park, von denen der Otter-Trail mit 42 Kilome­tern und vier Über­nach­tungs­mög­lichkeiten der längste ist. Immer wieder sind tiefe Schluchten zu durch­queren. Auf den Wande­rungen trifft man auf verschiedene Antilo­pen­arten, Paviane, Vervet Monkeys und Otter. Delfine und gelegent­lich auch Wale sind an der Küste zu sehen.
Wer etwas mehr Abenteuer sucht, kann sich im Urwald auf der „Tsitsikamma Canopy Tour“ in bis zu 30 Metern Höhe von Baum zu Baum schwingen. Gut gesi­chert geht es mit dem Flying Fox von Platt­form zu Platt­form.

Zu Gast in einem Country Cottage in Storms River

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Cottages liegen zentral im male­ri­schen Storms River Village. Die Attrak­tionen, Restau­rants und Aktivi­täten von Tsitsikamma lassen sich gut errei­chen.

Sieben individuell gestal­tete Cottages mit lackierten Back­steinwänden und hohen Holz­bal­ken­de­cken verteilen sich auf einen subtro­pi­schen Garten mit kleinem Pool. Alle Einheiten haben eine eigene Terrasse mit Grilleinrich­tung und eine kleine Küche. Gäste haben die Wahl zwischen Selbst­ver­pfle­gung und einem engli­schen Früh­stück auf der Garten­ter­rasse.

Bavia­anskloof

Geheim­nisvolles Wild­nis­gebiet zwischen Garden Route und Karoo
Zwischen den Kouga- und den Pavi­ansbergen liegt eines der geheim­nisvollsten Wild­nis­gebiete Süda­frikas, das „Tal der Paviane“. Das tief einge­schnit­tene Tal ist auch für Allradfahrzeuge kaum zugäng­lich. Die Straße ist in schlechtem Zustand, durch­quert Flüsse und windet sich in schwindel­er­regende Höhen. Obwohl es sich nach Westen hin weitet und zugäng­li­cher wird, gibt es auch hier nur wenige Farmen. Die Vege­ta­tion ist wegen seiner Lage zwischen dem Küsten­ur­wald und der Halbwüste im Landes­in­neren von unglaub­li­cher Viel­falt und weitge­hend noch im Urzu­stand. Das abge­schiedene Tal bot den letzten San Zuflucht. Die letzten Urein­wohner des Subkon­tin­ents haben sich hierher geflüchtet und Fels­zeich­nungen und Gravuren hinter­lassen. Maje­stät und Stille der Wildnis werden allen Besu­chern in Erin­ne­rung bleiben.

Tsitsikamma Microb­re­wery

Boutique-Brauerei mit deut­schem Rein­heits­gebot
In Storms River an der Garden Route hat die Tsitsikamma Microb­re­wery eröffnet. Die Boutique-Brauerei auf halbem Weg zwischen Plet­ten­berg Bay und Jeffreys Bay lädt zu tägl­i­chen Verkös­tigungen ein. Gebraut, verkös­tigt und verkauft werden vier verschiedene Bier­sorten und zwei Ales. Alle Biere werden nach dem deut­schen Rein­heits­gebot gebraut. Das Wasser dafür stammt aus der haus­ei­genen Quelle und verleiht den Bieren ihre besondere Tsitsikamma-Note.

Big Tree

800 Jahre alter Urwald­riese
Im Hinter­land des Tsitsikamma Natio­nalparks wachsen Gelb­holzbäume, die hoch über die Urwaldkrone hinausragen. Wenige Kilometer östlich des Parkein­gangs steht ein besonders großer: der Big Tree. Vom Park­platz an der N2 führt ein kurzer Rundweg durch den Urwald dorthin. Der Riese ist über 800 Jahre alt, fast 40 Meter hoch und hat einen Stamm­umfang von über acht Metern.

Otter Trail

Tages­tour auf Süda­frikas berühm­testen Wanderweg
Der bekann­teste unter den Wander­wegen Süda­frikas führt durch den Garden Route National Park – immer an der Küste entlang von Storms River nach Nature's Valley. Bis zu zwölf Personen pro Tag werden zuge­lassen. Meist ist die Wande­rung bereits Monate oder Jahre im voraus ausge­bucht.
Sie ist in fünf Tages­e­tappen einge­teilt. Über­nachtet wird in einfa­chen Selbst­ver­sorger­hütten. Elf Flüsse und über 40 Kilometer Weg sind zu überwinden. Subtro­pi­sche Regenwälder werden durch­quert. Vor der Küste sieht man Delphine, Wale und Robben.
Tages­be­su­cher können die ersten Kilometer des Otter Trails auch begehen und so einen Eindruck von der unbe­rührten Schön­heit gewinnen. Allerdings ist das Terrain stre­ckenweise sehr anspruchsvoll und erfordert neben einiger Wander­erfah­rung auch ein hohes Level an körper­li­cher Fitness, da es ohne Siche­rung zerklüf­tete Klippen und Fels­schluchten zu überklettern gilt. Nach drei Kilome­tern gelangt man zu einem Wasserfall, in dessen Becken man nach der Anstrengung ein kühles Bad nehmen kann. (Tages­tour: 6 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab: 300 Meter)

Blue Duiker Trail

Süßwas­ser­be­cken in tosender Brandung
Der Tsitsikamma Natio­nal­park gehört zu den großar­tigsten Natur­denkmälern Afrikas. Er schützt den schmalen Küsten­streifen um Stormsriver – sowohl das Meer als auch die Klippen und den Urwald. Der Blue Duiker Weg führt über den Klippen durch den Wald und kommt immer wieder zu großar­tigen Aussichts­punkten und einem Süßwas­ser­be­cken mitten in der tosenden Brandung. (4 Stunden, 11 Kilometer, auf und ab: 150 Meter)

Von Tsitsikamma nach Wilder­ness

140 km | 2:30 h
Die Strecke folgt einem der schönsten Küsten­ab­schnitte an der Garden­route. Am Nature's Valley sollte man R102 nehmen – eine Alter­na­tiv­route durch ein Tal mit primärem Regen­wald.

Plet­ten­berg Bay

Weiße Bade­strände, farbige Riffs
Von ihren portugie­si­schen Entde­ckern wur­de die Bucht im Osten der Garden­route Bahia formosa („schöne Bucht“) genannt. Bis heute sagt man, dass Plet­ten­berg die schönsten Bade­strände in Afrika habe. Der Ort liegt hoch über der Küste mit herr­li­chem Ausblick auf den Indi­schen Ozean. Bemerkens­wert sind die farbigen Riffs, die Taucher aus aller Welt anziehen. 
An der Mündung des Keurboom’s River befindet sich eine der größten Brutko­lo­nien von Möwen an der süda­fri­ka­ni­schen Küste. Wale sind während der Paarungs­zeit zwischen Juli und Dezember ein alltäg­l­i­cher Anblick. Delphine sind ganzjährig häufig zu sehen.

Judah Square

Rastafari-Gemeinde bei Knysna
Die Rastafari-Bewe­gung entstand in den 1930er Jahren unter Schwarzen auf Jamaica. Bekannt sind vor allem die Frisuren und die Reggae-Musik. Der Rastafari Glaube kombi­niert christ­liche, altte­s­ta­ment­liche und afri­ka­ni­sche Elemente. Zentral ist die Vereh­rung von Haile Selassie, dem äthio­pi­schen Kaiser, als Gott. Bei Knysna hat sich vor Jahren eine Rastafari-Gemeinde gebildet, in der dieser Glaube ganzheit­lich gelehrt und gelebt wird. Wer sich den bunten Wohnort über dem Meer anschauen möchte, ist herz­lich einge­laden, vorbeizu­schauen oder zuvor mit Brother Zebulon (tel: +27 76 649 1034) Kontakt aufzu­nehmen.

Knysna Heads

Aussichtsfelsen vor der Lagune
Zwei markante Sand­steinklippen säumen die Einfahrt zum Hafen von Knysna. Die Royal Navy bezeichnete die Einfahrt vom Indi­schen Ozean in die Lagune von Knysna einst als die gefähr­lichste Einfahrt der Welt. Auf dem west­li­chen Head werden im öffent­li­chen Featherbed Nature Reserve geführte Touren auf dem zwei Kilometer langen Bushbuck Trail ange­boten, den man an der Waterfront in Knysna buchen kann. Vom östli­chen Felsen hat man eben­falls eine spekta­kuläre Aussicht auf Einfahrt, das Meer und die gesamte Lagune. Hierher kommt man aber bequem mit dem eigenen Auto.

Nature's Valley

Natur­schutzgebiet zwischen Urwald und Strand
Zwischen Storms River im Osten und the Crags im Westen kann man als Alter­na­tive zur N2 die R102 nehmen. Sie führt durch das Natur­schutzgebiet Nature's Valley, das zu den schönsten Abschnitten der Garden Route gehört. Die kurvenreiche Strecke durch­quert tiefe Schluchten. In den Urwäl­dern wachsen bis zu 40 Meter hohe Gelb­holzbäume, meter­hohe Farne und Orchideen. Ein vier­stün­diger Wanderweg zwischen Meer und Urwald führt durch die verschiedensten Vege­ta­ti­ons­zonen. (hin und zurück: 4 Stunden, 13,1 Kilometer, auf und ab: 410 Meter)
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Garden Route

Afrikas bezaubernde Südküste

Als die bibeltreuen Buren vor Jahrhunderten aus dem trockenen Inland an die grüne Küste kamen, dachten sie, sie hätten den Garten Eden entdeckt – weshalb man den viel­sei­tigen Land­strich zwischen Swel­lendam und Humansdorp bis heute Garden Route nennt.

Male­ri­sche Buchten, einsame Strände und steile Kliffe wech­seln einander ab, dahinter schroffe Felswände und immer­grüne Urwälder. Vom nörd­li­chen Horizont grüßen hohe Gebirgsketten, an denen bis zu 2.500 mm Nieder­schlag pro Jahr abregnen. Dennoch kann man die Garden Route nicht als Regen­gebiet bezeichnen. Die Schauer sind heftig, aber kurz und fallen vorwiegend nachts.

Zu Gast im Wilderness Manor

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die 4-Sterne-Lodge liegt an einer Aussichts­stelle über dem Ufer der Wilder­ness Lagune. Strände, Restau­rants und Geschäfte im Ort Wilder­ness sind zu Fuß erreichbar.

Der typi­sche süda­fri­ka­ni­sche Stil, die Großzügigkeit des Anwe­sens, der freund­liche und aufmerk­same Service sowie die zentrale und doch ruhige Lage bieten ideale Bedingungen, um die Wunderwelt der Garden Route zu erkunden.

Kleine Karoo

Straußenzucht zwischen den Outen­iqua Bergen und Langebergen
Die Kleine Karoo in der Provinz Westkap liegt zwischen den Langebergen und den Outen­iqua Bergen und erstreckt sich über eine Länge von 320 Kilome­tern von Ost nach West. Von der Großen Karoo ist sie durch die Swartberge getrennt. Aufgrund der vorherr­schenden Trocken­heit ist die Kleine Karoo besonders geeignet für die Straußenzucht. So gibt es hier zahlreiche Straußen­farmen, die zum Teil auch für Touristen geöffnet sind. Eine besondere Attrak­tion sind die Cango Caves östlich von Oudtshoorn. Diese Tropf­steinhöhlen sind eines der größten Naturwunder am Kap und waren teilweise über Jahrzehn­tausende von Menschen bewohnt.

Wilder­ness National Park

Meeres­arme, Strände und üppige Wälder
Entlang der Garden Route erstreckt sich eine Küsten­landschaft mit Seen, Fluss­läufen, Meeres­armen und Stränden. Über die üppigen Wälder ragen die Berge der Outen­iqua-Kette empor. In dieser Szenerie liegt der ehema­lige Wilder­ness National Park, der heute Teil des Garden Route National Parks ist. Er schützt fünf Seen und die Serpen­tine, einen gewun­denen Wasser­lauf und ist heute Teil des Garden Route Natio­nalparks. Wander­wege erschließen den Park, von denen der King Fisher Trail einer der schönsten ist.

Kanu­fahren an der Garden Route

Kanuver­leih im Wilder­ness National Park
Eine wunderbare, weil entschleu­nigte Art, die Garden Route zu erkunden bietet das Kanu. Fernab aller Straßen kann man die Stille und Schön­heit von Süda­frikas grünster Land­schaft erleben. Aus diesem Grund hat South African National Parks Board einen Kanuver­leih im Wilder­ness National Park einge­richtet. Zwischen 7.30 und 15.30 Uhr kann man dort Kanus für eine, zwei oder sechs Stunden buchen und auf dem Touw River oder dem Serpen­tine River paddeln.

Giant Kingfisher Trail

Baden im Wasserfall des Tow River
Der Wanderweg gehrt zu den schönsten im Wilder­ness National Park. Zu Beginn ist der Pfad etwas anstren­gend, aber es wird einfa­cher. Der Weg folgt dem Tow River und ist der einzige, der zum Wasserfall führt. Im Becken unter­halb der Fälle kann man baden. Der Ort ist auch eine wunderbare Pick­nick­stelle. Das Auto lässt man am Ebb & Flow Camp North stehen. (hin und zurück: 9 Kilometer, 3 Stunden, auf und ab: 80 Meter)

Brown Hooded Kingfisher Trail

Durch einen Wald an der Garden Route zu einem Wasserfall
Der Weg folgt zunächst dem Fluss Duiwe und ist bis auf den optio­nalen Anstieg zu einem Aussichts­punkt sehr einfach. Der Bach wird über eine Holzbrücke und Tritt­steine überquert. Am Weg wachsen Wild­reben, die im Herbst in bunten Farben leuchten. Die einheimi­schen Bäume tragen Namens­schilder. Wer aufmerksam ist, entdeckt vielleicht die Cape Robin, ein einheimi­scher Vogel, den man an seinem Gesang erkennt. Der Weg endet am Pool und Wasserfall, wo man auf rutschige Felsen achten sollte. Zurück muss man den glei­chen Weg nehmen. (hin und zurück: 4 Kilometer, 1 Stunde, auf und ab: 80 Meter)

Goukamma Nature Reserve

Einzig­ar­tige Vogelwelt am Goukamma Fluss
Das über 2.000 Hektar große Natur­re­servat schützt die einzig­ar­tige Vogelwelt rund um die Mündung des Goukamma Flusses. Die Dünen sind mit Küsten-Fynbos bewachsen und gehören zu den höchsten in Süda­frika. Die menschenleeren Strände und Dünen­kämme erkundet man am besten zu Fuß. Die Zufahrt führt über die Straße Rich­tung Buffel's Bay. (hin und zurück: 3 Stunden, 12 Kilometer, auf und ab: 100 Meter)

Von Wilder­ness nach Cape Town

445 km | 5:30 h

Over­berg

Kapgeier und Prote­enfelder „überm Berg“
Over­berg ist ein Distrikt im Western Cape und bedeutet soviel wie „überm Berg“, weil es von Kapstadt aus gesehen hinter dem Gebirgszug von Hotten­tots Holland liegt. In dem dünn besiedelten Land werden Getreide und Obst ange­baut. Die ursprüng­l­iche Vege­ta­tion ist der Fynbos, die Biosphäre mit der welt­weit höchsten Arten­viel­falt. Zu ihrem Schutz sind einige Natur­parks errichtet worden, z.B. der Bontebok Park oder das De Hoop Nature Reserve im Südosten. Hier gibt es noch eine Kolonie der seltenen Kapgeier. Vor der Küste sind Glattwale zu sehen, die sich hier paaren und ihre Jungen aufziehen.

Barto­lomeu Dias Museum

Spuren der ersten Euro­päer am Kap
1488 setzten die ersten Euro­päer ihren Fuß auf süda­fri­ka­ni­schen Boden. Der Portugiese Barto­lomeo Diaz suchte in der Mossel Bay nach frischem Trink­wasser und wur­de sogleich wieder von Busch­män­nern davongejagt. In einem Museum am Hafen ist eine Kopie der Nuss­schale zu sehen, in der er das Kap der Guten Hoff­nung umrun­dete. Sehens­wert ist auch der Milkwoodbaum, der den Matrosen jahrhunder­te­lang als Post­sta­tion gedient hat. Briefe an die Lieben zu Hause wurden in Stiefeln an den Baum gehängt – in der Hoff­nung, dass ihn ein anderer Matrose in die Heimat mitnehmen würde.

Heidelberg (Westkap)

Buren­städt­chen am Westende der Garden­route
Die Stadt am Westende der Garden­route wur­de 1855 von der Nieder­ländisch-reformierten Kirche gegründet. Wegen ihrer schönen Lage am Fluss Duivenkos und am Fuß der Langeberge, vor allem zu Ehren des reformierten Heidelberger Kate­chismus, erhielt die Stadt ihren klin­genden Namen. Bis heute beherrscht die leuch­tend weiße reformierte Kirche mit einem impo­santen Turm das Stadt­bild.
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Kapstadt

Urbanes Leben zwischen zwei Ozeanen

Allein die Stadt am Kap der Guten Hoff­nung würde eine Reise nach Süda­frika lohnen. Kapstadt ist die älteste Stadt Süda­frikas.

Hier ist der erste Kommandant, Jan van Riebeeck, 1652 gelandet, und von hier aus sind die Buren ins Land vorge­drungen. Um 1800 hat die nieder­ländi­sche Ostindien-Handelsge­sellschaft den Stütz­punkt an die engli­sche Krone abge­treten. Seitdem ist der engli­sche Einfluss in der Stadt zuneh­mend gewachsen und hat sie zur libe­ralsten Stadt Süda­frikas gemacht. Die Abschaffung der Apart­heid hat hier ihren Ausgangs­punkt genommen.
Es wird kaum eine Stadt dieser Erde geben, die schöner gelegen ist. Mitten­drin erhebt sich der Tafelberg rund tausend Meter über der Stadt. Von unten wirkt er flach wie ein Tisch. Meist ist er mit Wolken verhangen, die einem Tisch­tuch ähneln. Östlich sind Wein­güter zu finden, deren Produkte mit allen Spitzenweinen der Welt mithalten können. Der südliche Zipfel der Halb­insel mit dem Kap der Guten Hoff­nung ist heute Natur­schutzgebiet. Hier kann man einsame Wande­rungen mit Blick auf zwei Ozeane unter­nehmen. Wer baden möchte, tut das besser auf der Ostseite am Indi­schen Ozean, der immer um zwei Grad wärmer ist als der Atlantik mit dem vom Südpol kommenden Benguela Strom.

In einem Gästehaus in Oranjezicht

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das histo­ri­sche Haus liegt am Fuße des Tafelbergs im Stadt­teil Oranjezicht. Es gehört einem Paar aus Hamburg, das es mit seinen freund­li­chen Mitarbeitern führt.

Jedes der knapp zehn Zimmer ist mit klas­si­schen Möbeln einge­richtet, mit zeitlos-eleganten Stoffen deko­riert und mit modernen Details versehen. Der Garten und der Swimmingpool des Hauses bieten Möglichkeiten zur Entspan­nung. Von der Unter­kunft hat man einen unver­bauten Blick auf den Tafelberg und die Stadt mit der Table Bay.

Ausflug (OPTIONAL)

Kochtour (halbtägig, englisch)

Die kuli­na­ri­sche Tour führt durch Bo-Kaap, das Kap malaii­sche Viertel in Kapstadt. Bereits im 17. Jahr­hun­dert impor­tierten die Buren Sklaven aus Malaysia, deren Nach­fahren über die Jahrhunderte hinweg eine eigene Kultur entwi­ckelt haben.

Der Ausflug beginnt bei einem Lebens­mit­telhändler in Bo-Kaap und geht dann weiter zu den Gewürzhänd­lern. Nach einem kurzen Spaziergang besu­chen Sie Zainies Haus. Dort entde­cken die Gäste (max. 8 Personen) die Geheim­nisse der Kap malaii­schen Küche, von Masala über Dhaltjies (Chili Bites), Samoosas, bis zu den Rootis dem Cape Malay Curry, das es dann zum Mittag gibt. Erfri­schungen und Verkos­tungen werden vor dem Mittag­essen serviert, danach erhalten Sie ein Rezept­heft zusammen mit einer Tüte Masala-Mix von Zainie für Ihre erste Curry-Mahlzeit.

Tafelberg

Sensa­tionelle Aussicht, seltene Pflanzen­viel­falt
Berlin hat den Tiergarten, New York den Central Park – aber Kapstadt hat etwas Gewal­tiges: eine 65 Quad­ratki­lometer große Wildnis mitten in der Stadt, die diese um mehr als 1.000 Meter über­ragt. Der Tafelberg prägt die Silhou­ette Kapstadts. Sein höchster Punkt ist  mit 1.087 Metern der Maclear's Beacon. Neben der sensa­tionellen Aussicht gibt es oben eine seltene Pflanzen­viel­falt. Etwa 1.400 Arten sind iden­ti­fi­ziert – mehr als in ganz Großbri­tan­nien! Viele von ihnen sind endemisch, also nirgendwo sonst auf der Welt zu finden. Wer den Tafelberg erkunden will, kann die Seil­bahn nehmen oder von der Talsta­tion aus zu Fuß gehen. Zuvor sollte man jedoch den Wetterbe­richt hören, da das Wetter schnell umschlagen kann.

Victoria & Alfred Waterfront

Leben­diges Viertel am Hafen
Der Grund­stein des Werft- und Hafen­vier­tels wur­de 1860 von Prince Alfred, dem Sohn der Königin Victoria gelegt, als er sich auf einer Reise durch die Kolo­nien befand. In den 1990iger Jahren entstand ein leben­diges Viertel mit Boots­anlege­stellen und Märkten, einem Fischerei- und einem Yacht­hafen. In den restau­rierten Hafengebäuden fanden Rari­tä­tenläden, Büros und Museen Platz, daneben zahl­lose Restau­rants und sogar eine Brauerei. Eine Besonder­heit ist das Two Oceans Aqua­rium, das in über 30 Becken 300 Fisch­arten aus dem Atlantik und dem Indi­schen Ozean zeigt. Straßenmusikanten und -schau­spieler bevöl­kern das Viertel, während Seehunde auf den Docks dösen und sich am allgegenwär­tigen Fischge­ruch ergötzen.

Kap-Halb­insel

Natio­nal­park zwischen Kapstadt und Kap der Guten Hoff­nung
Die 35 Kilometer lange Halb­insel zwischen Kapstadt und dem Kap der Guten Hoffnung ­be­steht aus vorwiegend mit Fynbos bewach­senen Höhen­zügen und stei­nigen Flächen. Ein Groß­teil hiervon gehört zum Table-Moun­tain-Natio­nal­park, der mehrere einzelne Gebiete umfasst.
Im Norden liegen der Tafelberg und der Bota­ni­sche Garten Kirs­tenbosch. Auf der West­seite befinden sich Camps Bay und die in Hout Bay begin­nende Küsten­straße des Chapman’s Peak Drive entlang des Höhen­zuges der Zwölf Apostel. An der Südspitze ist der Table-Moun­tain-Natio­nal­park, in dem unter anderem wilde Paviane und Strauße leben. Im Osten liegt Boulder’s Beach mit einer Kolonie von Brillenpinguinen und den Ortschaften Simon’s Town und Fish Hoek.

Wande­rung am Kap der Guten Hoff­nung

Wind und Wellen, Steil­küste und zwei Leucht­türme
Die kurze und einfache Wande­rung führt an der Südspitze des Kaps entlang. Während die allermeisten Besu­cher mit Bussen zum Schild fahren, um sich dort zu fotogra­fieren, kann man den Massen auf einem Pfad entlang der Steil­küste entgehen. Ziel sind zwei Leucht­türme. Am Cape Point kann man im „Two Oceans“ einkehren und dann denselben Weg zurückgehen. (hin und zurück: 2 Stunden, 6 Kilometer, auf und ab: 270 Meter)

Durch das Echo Valley an der False Bay

Wande­rung durch einen zauber­haften Milkwood-Wald
Die Wande­rung führt durch einen zauber­haften Wald mit knor­rigen Milkwood Bäumen zu einem natür­li­chen Amphi­theater. Durch manche der Täler und Schluchten geht man auf Holz­stegen. In Kalk Bay kann man im Café Olympia Rast machen. (3 Stunden, 7 Kilometer, auf und ab: 480 Meter)
Gute Grundkondi­tion nötig. Überwiegend gut begehbare Wege. Tritt­si­cher­heit erforder­lich.

Wande­rung auf dem Tafelberg

Phäno­me­nale Aussichts­punkte und einsame Schluchten
Die meisten Kapstadt-Besu­cher begnügen sich mit einem Kurzausflug auf den Tafelberg. Wer etwas weiter geht, wird mit immer neuen Aussichts­punkten und einsamen Winkeln belohnt. Und schnell stellt man fest: Was von unten flach wie eine Tisch­ober­fläche aussieht, ist voller Erhe­bungen und Schluchten. Der Rundgang beginnt und endet an der Berg­sta­tion der Seil­bahn. (3:30 Stunden, 10 Kilometer, auf und ab: 410 Meter)

Mietwagenabgabe

Station: Cape Town, Airport

16 Tage
ab 1.479,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

Auf Wunsch buchen wir auch die passenden Flüge für Sie.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: September–April

Die Preise können je nach Saison variieren.
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Das Afrika Team

Tel.: +49 (0)2268 92298-61

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