Weltwunder im südlichen Afrika: Von Kapstadt in die Wüste Namib - Südafrika
Sossusvlei

Weltwunder im südlichen Afrika

Von Kapstadt in die Wüste Namib

Vom kultivierten Kap durch die Wüste Namib bis hinauf zur Etosha Pfanne: Die Reise führt zum zweitgrößten Canyon der Erde, zu den orange-leuchtenden Dünen und einem der großartigsten Nationalparks Afrikas.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Kapstadt

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Vermieter: AVIS South Africa
Fahrzeug: Toyota RAV 2x4 o.ä. Automatik (IFAR)
Tarif: premium cover + Navi
Station: Cape Town, Airport

Kapstadt

21 km | 20 Minuten
A

Kapstadt

Urbanes Leben zwischen zwei Ozeanen

Allein die Stadt am Kap der Guten Hoff­nung würde eine Reise nach Süda­frika lohnen. Kapstadt ist die älteste Stadt Süda­frikas.

Hier ist der erste Kommandant, Jan van Riebeeck, 1652 gelandet, und von hier aus sind die Buren ins Land vorge­drungen. Um 1800 hat die nieder­ländi­sche Ostindien-Handelsge­sellschaft den Stütz­punkt an die engli­sche Krone abge­treten. Seitdem ist der engli­sche Einfluss in der Stadt zuneh­mend gewachsen und hat sie zur libe­ralsten Stadt Süda­frikas gemacht. Die Abschaffung der Apart­heid hat hier ihren Ausgangs­punkt genommen.
Es wird kaum eine Stadt dieser Erde geben, die schöner gelegen ist. Mitten­drin erhebt sich der Tafelberg rund tausend Meter über der Stadt. Von unten wirkt er flach wie ein Tisch. Meist ist er mit Wolken verhangen, die einem Tisch­tuch ähneln. Östlich sind Wein­güter zu finden, deren Produkte mit allen Spitzenweinen der Welt mithalten können. Der südliche Zipfel der Halb­insel mit dem Kap der Guten Hoff­nung ist heute Natur­schutzgebiet. Hier kann man einsame Wande­rungen mit Blick auf zwei Ozeane unter­nehmen. Wer baden möchte, tut das besser auf der Ostseite am Indi­schen Ozean, der immer um zwei Grad wärmer ist als der Atlantik mit dem vom Südpol kommenden Benguela Strom.

Zu Gast in einer Villa in Kapstadt

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Umgeben von einem exoti­schen Garten, liegt die histo­ri­sche Villa am Fuße des Tafelbergs. Erbaut wur­de sie im begin­nenden 20.

Jahr­hun­dert und ist mittlerweile liebevoll als Gäste­haus herge­richtet worden. Obwohl sie nur zehn Minuten zu Fuß von der Innen­stadt entfernt ist, stellt sie eine Oase der Ruhe dar. Die Zimmer sind großzügig und komfor­tabel, ein Swimmingpool ist vorhanden. Gute Restau­rants sind in unmit­telbarer Umge­bung und fußläufig zu errei­chen. Das Gäste­haus ist besonders für längere Aufent­halte ideal.

Tafelberg

Sensa­tionelle Aussicht, seltene Pflanzen­viel­falt
Berlin hat den Tiergarten, New York den Central Park – aber Kapstadt hat etwas Gewal­tiges: eine 65 Quad­ratki­lometer große Wildnis mitten in der Stadt, die diese um mehr als 1.000 Meter über­ragt. Der Tafelberg prägt die Silhou­ette Kapstadts. Sein höchster Punkt ist  mit 1.087 Metern der Maclear's Beacon. Neben der sensa­tionellen Aussicht gibt es oben eine seltene Pflanzen­viel­falt. Etwa 1.400 Arten sind iden­ti­fi­ziert – mehr als in ganz Großbri­tan­nien! Viele von ihnen sind endemisch, also nirgendwo sonst auf der Welt zu finden. Wer den Tafelberg erkunden will, kann die Seil­bahn nehmen oder von der Talsta­tion aus zu Fuß gehen. Zuvor sollte man jedoch den Wetterbe­richt hören, da das Wetter schnell umschlagen kann.

Victoria & Alfred Waterfront

Leben­diges Viertel am Hafen
Der Grund­stein des Werft- und Hafen­vier­tels wur­de 1860 von Prince Alfred, dem Sohn der Königin Victoria gelegt, als er sich auf einer Reise durch die Kolo­nien befand. In den 1990iger Jahren entstand ein leben­diges Viertel mit Boots­anlege­stellen und Märkten, einem Fischerei- und einem Yacht­hafen. In den restau­rierten Hafengebäuden fanden Rari­tä­tenläden, Büros und Museen Platz, daneben zahl­lose Restau­rants und sogar eine Brauerei. Eine Besonder­heit ist das Two Oceans Aqua­rium, das in über 30 Becken 300 Fisch­arten aus dem Atlantik und dem Indi­schen Ozean zeigt. Straßenmusikanten und -schau­spieler bevöl­kern das Viertel, während Seehunde auf den Docks dösen und sich am allgegenwär­tigen Fischge­ruch ergötzen.

Western Cape

Vielfäl­tige Provinz zwischen den Ozeanen
Die Wes-Kaap, wie die Provinz auf Afri­kaans heißt, liegt im Südwesten Süda­frikas und ist mit 130.000 Quad­ratki­lome­tern knapp doppelt so groß wie Bayern. Die Provinz erstreckt sich vom Kap der Guten Hoff­nung aus ungefähr 400 Kilometer am Atlantik nach Norden und ungefähr 500 Kilometer am Indi­schen Ozean nach Osten. Von den sechs Millionen Einwoh­nern leben die allermeisten im Großraum Kapstadt. Teile des Nordens und des Nord­os­tens sind prak­tisch unbe­wohnt. Landschaft­lich und klima­tisch ist das Westkap sehr vielfältig. Der größte Teil der Provinz zeichnet sich durch medi­ter­ranes Klima mit kühlen, feuchten Wintern und heißen, trockenen Sommern aus. Fünf Natio­nalparks gibt es am Western Cape und mehr als 60 Natur­schutzgebiete.

Durch das Echo Valley an der False Bay

Wande­rung durch einen zauber­haften Milkwood-Wald
Die Wande­rung führt durch einen zauber­haften Wald mit knor­rigen Milkwood Bäumen zu einem natür­li­chen Amphi­theater. Durch manche der Täler und Schluchten geht man auf Holz­stegen. In Kalk Bay kann man im Café Olympia Rast machen. (3 Stunden, 7 Kilometer, auf und ab: 480 Meter)
Gute Grundkondi­tion nötig. Überwiegend gut begehbare Wege. Tritt­si­cher­heit erforder­lich.

Wande­rung auf dem Tafelberg

Phäno­me­nale Aussichts­punkte und einsame Schluchten
Die meisten Kapstadt-Besu­cher begnügen sich mit einem Kurzausflug auf den Tafelberg. Wer etwas weiter geht, wird mit immer neuen Aussichts­punkten und einsamen Winkeln belohnt. Und schnell stellt man fest: Was von unten flach wie eine Tisch­ober­fläche aussieht, ist voller Erhe­bungen und Schluchten. Der Rundgang beginnt und endet an der Berg­sta­tion der Seil­bahn. (3:30 Stunden, 10 Kilometer, auf und ab: 410 Meter)

Wande­rung am Kap der Guten Hoff­nung

Wind und Wellen, Steil­küste und zwei Leucht­türme
Die kurze und einfache Wande­rung führt an der Südspitze des Kaps entlang. Während die allermeisten Besu­cher mit Bussen zum Schild fahren, um sich dort zu fotogra­fieren, kann man den Massen auf einem Pfad entlang der Steil­küste entgehen. Ziel sind zwei Leucht­türme. Am Cape Point kann man im „Two Oceans“ einkehren und dann denselben Weg zurückgehen. (hin und zurück: 2 Stunden, 6 Kilometer, auf und ab: 270 Meter)

Von Cape Town nach Clanwil­liam

233 km | 3:00 h
Auf dem Weg von Kapstadt kommt man durch hüge­liges Farm­land und das fruchtbare Tal des Olifants River bei Citrusdal. Je weiter man nach Norden fährt, desto stiller und maje­s­tä­ti­scher wird die Land­schaft.

Neethlingshof

Weingut mit First-Class-Restau­rant
Das Gut bei Stel­lenbosch ist ein Publikumsma­gnet, nicht nur für Gourmets und Wein­tou­risten. Es wur­de 1692 von einem deut­schen Emigranten gegründet. Eine Kiefer­n­allee führt zum ehrwür­digen Haupt­haus von 1814 im klas­si­schen kaphol­ländi­schen Stil. Dort ist auch das Lord Neethling, das früher zu den besten Restau­rants in Süda­frika zählte, inzwi­schen aber auch nega­tive Kritiken bekommt. Verkos­tungen werden im Palm Terrace nebenan ange­boten.

Dorfkern von Stel­lenbosch

Kaphol­ländi­sches Idyll in den Wine­lands
Der Orts­kern rings um die Dorp­straat gehört zu den best­er­hal­tenen Städten aus der Zeit der Holländisch-Ostindi­schen Kompanie. Weiße Häuser mit spitzen und liebevoll verzierten Giebeln stehen im Schatten mäch­tiger Eichen. Besonders schön ist das Dorp Museum, das aus vier Häusern des 18. Jahrhunderts besteht. Das älteste von ihnen, das Schreuder­huis wur­de von dem deut­schen Auswanderer, Sebas­tian Schröder, gebaut. Die neogo­ti­sche Moederkerk von 1863, um die sich alles schart, wur­de eben­falls von einem Deut­schen entworfen.

Neder­burg

Spitzenweingut mit deut­scher Tradi­tion
1792 erwarb der deut­sche Auswanderer Philip Wolvaart ein Stück Land am Fuße des Kleinen Draken­steins, um dort Wein anzubauen. Heute gehört Neder­burg zu den bekann­testen Wein­gütern Süda­frikas. Auf über neun Hektar wird eine Fülle verschiedener Weine ange­baut – vom einfa­chen Cape Ries­ling bis zum legendären Edekeur, der nur auf Auktionen zu erwerben ist und regelmäßig Rekord­preise erzielt. Das Neder­burg Label ist heute überall auf der Welt präsent. Der Chefwinzer, Newald Marais, hat übri­gens in Süddeutsch­land sein Hand­werk gelernt. Im Herren­haus von 1800 finden Weinver­kos­tungen statt.
B

Cedarberge

Steinzeitliche Gravuren in bewaldeten Schluchten und an roten Felsen

Rund zwei Stunden nörd­lich von Kapstadt liegt eine gewal­tige Gebirgskette mit einer Länge von 100 Kilome­tern und einer Höhe von über 2000 Metern.

Tiefe Schluchten zerschneiden das unweg­same Gebirge, deren Talsohle meist bewaldet ist. Von den rötli­chen Kuppen und Gipfeln blickt man über über die menschenleere Wildnis, in der bizarre Fels­forma­tionen Orien­tie­rung geben. Dass bis vor wenigen hundert Jahren die Cedarberge von Jägern und Samm­lern bewohnt war, die in Höhlen und unter Fels­über­hängen lebten, davon zeugen die Fels­zeich­nungen, die man überall findet. 71.000 Hektar der Gebirgs­welt stehen mittlerweile unter Natur­schutz. Durch dieses Gebiet führen viele Wander­wege mit unter­schied­li­chen Schwie­rigkeitsgraden.

Zu Gast in einer Villa in Clanwilliam

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Landhaus aus vikto­ria­ni­scher Zeit liegt am Ende der histo­ri­schen Park­straße in Clanwil­liam.

Ruhe, Komfort und viel Platz machen das Haus zu einer idealen Basis für die Erkundung der Cedarberge. Enid, die Gastgeberin, hat für sich und ihre Gäste ein nost­algi­sches Refugium mit etwas alter­tüm­li­chem Charme geschaffen. Der Garten ist schön ange­legt und lädt zum Verweilen bei einer Tasse Tee oder Kaffee ein. Hier oder im eleganten Esszimmer wird auch morgens das Früh­stück serviert.

Nort­hern Cape

Menschenleere, endlose Weite
Die Provinz Nordkap, auf Afri­kaans: Noord-Kap, ist mit 370.000 Quad­ratki­lome­tern größer als Deutsch­land, hat aber mit 1,1 Millionen Einwohner weniger Einwohner als Köln. Zwischen dem Atlantik im Westen und dem Vaal River gibt es nur zwei Städte mit mehr als 50.000 Einwoh­nern: die Diaman­ten­stadt Kimberley und Upington am Ufer des Orange Rivers. Dafür gibt es sechs Natio­nalparks, darunter den Kgalagadi-Transfron­tier Park, einen der größten Natio­nalparks der Erde. Wegen des heißen und trockenen Klimas herr­schen Trockensavannen und Halbwüsten vor. Im Norden geht die Provinz in die Kala­hari über. Lebens­ader des Nort­hern Capes ist der Orange River, der über Tausende Kilometer als Fremdfluss durch die Halbwüste fließt.

Sevilla Rock Art Trail

Wanderweg zu 8.000 Jahre alten Fels­zeich­nungen
Der einfache Wanderweg ist vier Kilometer lang und dauert etwa zwei bis drei Stunden. Er führt an einem Bach über das Gelände der Traveller's Rest Farm zu neun verschiedenen Fels­zeich­nungen und -gravuren der San, deren Alter auf bis zu 8.000 Jahre (!) geschätzt wird. Informa­tionen und eine Karte mit Wegbe­schreibung gibt es im kleinen Shop auf der Farm. Da Hin- und Rückweg gleich sind, kann man jederzeit umkehren. Allerdings sind die inter­essan­testen Zeich­nungen erst am Ende des Weges.

Wupper­thal

Rooibos Plan­tage auf ehema­liger Missi­ons­sta­tion
1830 kamen die ersten Missio­nare aus dem Rhein­land nach Süda­frika und grün­deten – Wupper­thal. Heute hat der Ort 4.000 Einwohner, eine Schule, eine Klinik und eine Pfarrei. Die Missi­ons­sta­tion bestand aus weißge­tünchten, strohge­deckten Häusern, von denen einige immer noch stehen. Rings umher wird Rooisbos-Tee ange­baut. Ein Wanderweg führt durch die reizvolle Umge­bung zu Fels­zeich­nungen der San.

Von Clanwil­liam nach Springbok

365 km | 4:00 h

Die einsame Natio­nal­straße führt ins kaum besiedelte Nort­hern Cape. Nach einer regen­armen, trost­losen Hügel­landschaft sorgen ab Bitterfontein die erha­benen Gebirgs­züge der Bokkeveldberge von bis zu 1700 Metern für überdurch­schnitt­li­chen Nieder­schlag.

Die einzig nennens­werte Stadt auf der Strecke ist Springbok.

Vredendal

Wo der Frieden zwischen Buren und Hotten­totten geschlossen wur­de
Schon wenige Jahre nach Gründung der Kapko­lonie zogen die ersten Buren mit ihren Ochsenwagen nach Norden. 1668 wur­de ihnen von den Khoi San, die sie auch „Hotten­totten“ nannten, Vieh gestohlen. Da die Kräftever­hält­nisse noch nicht eindeutig waren, lief die Sache auf einen Kompromiss hinaus. Das Tal, in dem der Friede geschlossen wird, heißt seither „Vredendal“. Sehens­wert in der Nähe der Matzikama Eco Park, der ein Stück Sukkulen­tenkarroo schützt und durch den schöne Wander­wege führen. 

Knersvlakte

Knir­schende Steine und 250 endemi­sche Pflanzen­arten
Der Name setzt sich zusammen aus den afri­ka­ansen Worten für „knir­schen“ und „flach“. Die „Knir­sc­h­e­bene“ ist eine Halbwüste, die zu Sukkulenten-Karoo gehört. Sie ist die mit kleinen weißen Quarz­stein­chen bedeckt, die knirschten, wenn die Trekkburen mit ihren Ochsenwagen darüber­fuhren. Über 1.300 Pflanzen­arten haben sich an das raue Klima ange­passt, darunger 250 Arten, die nirgendwo anders in der Welt vorkommen. 128 Arten stehen auf der roten Liste der bedrohten Arten. Zurzeit ist der WWF-Süda­frika dabei, das Natur­schutzgebiet auf 50.000 Hektar zu erweitern und eine durch­ge­hende Verbindung mit anderen Schutzgebieten des Namaqua­landes zu errei­chen. Ein Teil der Halbwüste gehört zur Farm Moedver­loren. Ange­sichts der Einöde kann man gut nach­voll­ziehen, warum die Besitzer ihr Land so genannt haben.

Goegap Nature Reserve

Oryxan­tilopen im Blumenmeer
Das kleine Reservat im Osten von Sprinbok gehört zur Sukkulen­tenkaroo, wo die mittlere Nieder­schlags­menge kaum 150 Millimeter je Jahr beträgt. Die Tempe­raturen sind extrem, im Winter Frost und im Sommer über 40 Grad Celsius. Berge und weite sandige Ebenen wech­seln einander ab. Haupt­at­trak­tion ist die Wüsten­blüte, die im Frühjahr – genügend Winter­regen vorausge­setzt – die Ebenen in wahre Blütenmeere mit über 600 verschiedenen Pflanzen­arten verwandelt. Haupt­blütezeit ist August und September. Es gibt Rund­wege für normale PKW und Stre­cken für 4x4. Die Wege, die man zu Fuß machen kann, sind jedoch beein­dru­ckender. Informa­tionen gibt es im Hesters Malan Wild Flower Garden gibt es Center.
C

Namaqualand

Prachtvolle Blumenteppiche nach Frühjahrsregen

Auf den ersten Blick wirkt das Namaqua­land öde und menschenfeind­lich. Die Nieder­schläge liegen oft unter 50 mm pro Jahr.

Seinen unver­gleich­li­chen Reiz entfaltet das Namaqua­land aber, wenn Regen fällt, was meist zwischen August und Oktober passiert. Dann verwandelt sich die Halbwüste in ein prachtvolles Blumenmeer. Besonders geeig­nete Gebiete zur Blumenschau sind rechts und links der N7, bei Springbok und im Goegab Nature Reserve. Aber auch zu anderen Jahres­zeiten ist die Land­schaft beein­dru­ckend. Wer Zeit hat, sollte im Zickzack um die N7 herum zwischen Atlantik und der Karoo hin- und herfahren. Wichtig ist, immer genügend Trink­wasser und Benzin zu haben.

Auf einer Gästefarm bei Springbok

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Die Farm in der maje­s­tä­ti­schen Berg­landschaft west­lich von Springbok ist eine der schönsten im ganzen Namaqua­land.

Großzügiges Früh­stück und Cand­le­light Dinner sorgen für einen ange­nehmen Aufent­halt. Wande­rungen durch das wilde Berg­land der Farm sind das ganze Jahr hindurch möglich. Für einen Tages­ausflug eignet sich die Fahrt über den Pass nach Hondeklip Bay, einem verschlafenen Fischerdorf am Atlantik oder der Besuch des Goegab Nature Reserve. Dieser 7500 Hektar große Natur­park, 15 Kilometer östlich von Springbok, beheimatet ungezählte Sukkulenten und ist ein Muss für jeden Pflanzenfreund.

Springbok

Haup­tort des Namaqua­landes
Der größte Ort des unwirt­li­chen Namaqua­landes liegt zwischen felsigen Bergen in einer  tro­ckenen Gegend und verdankt seine Entste­hung den Kupferminen, die 1856 in Betrieb genommen wurden und dem Ort bald einen schlechten Ruf eintrugen. Als ein neuer Magi­s­trat sein Amt aufnahm, bestellte er als erstes einen Stock, um Misse­täter zu bestrafen. Heute sind die Minen geschlossen. Dafür ist es ein guter Ausgangs­punkt, um das Namaqua­land zu erkunden, das sich besonders im August und September in ein prachtvolles Blumenmeer verwandelt. Die ehema­lige Synagoge von 1930 ist heute ein Heimatmuseum.

Namaqua-Natio­nal­park

Wunderwelt der Sukkulenten
Der über 1.000 Quad­ratki­lometer große Natio­nal­park schützt die typi­sche Namaqua­land-Land­schaft mit einer großen Viel­zahl von Sukkulenten, von denen manche nirgendwo anders vorkommen. In der Wunderwelt mit mehr als 3.000 verschiedenen Pflanzen­arten lebt die Homopus signatus, die kleinste Schildkrö­t­enart der Welt. Wenn im August und September Winter­regen fällt, über­zieht anschließend ein kilome­terweiter Blumen­teppich das ansonsten graue bis braune Land. Dann ist auf dem mit einem normalen PKW befahrbaren Rundweg und auf den Wander­wegen auch mit vielen Besu­chern zu rechnen, für den Rest des Jahres ist man als Besu­cher meist alleine mit der Land­schaft.

Von Springbok nach Fish River Canyon

345 km | 4:30 h
Eine der am wenigsten besiedelten Regionen der Welt wird durch­fahren. Am Orange River wird die Grenze nach Namibia überquert. Einzige Versorgungs­punkte sind Karasburg und Grünau, was diesen Namen kaum verdient.

Orange River

Fremdfluss in der Wüste
Der Orange River ist mit 2000 Kilome­tern Länge Süda­frikas größter und wasser­reichster Fluss. Er entspringt im regenrei­chen Hoch­ge­birge von Lesotho und durch­quert den trockenen Westen als Fremdfluss, d.h. er hat nach dem Zufluss des Vaal keinen Zulauf mehr. Bei Colesberg ist er zum Gariep Damm aufge­staut, ein gigan­ti­sches Bewäs­se­rungs­system aus den 1960ger Jahren. Ein Wild­wasser also, das mitten durch die Wüste fließt. Bei Augrabies donnert er in grandiosen Wasser­fällen 160 Meter in die Tiefe und fließt danach durch eine roman­ti­sche, kaum zugäng­liche Schlucht. Zum Kanu­fahren ist er ganzjährig geeignet.

Richtersveld

Wild zerklüf­tete Wüste mit endemi­scher Pflanzenwelt
Richtersveld ist eine wild zerklüftete Wüsten­landschaft an der Grenze nach Namibia, wo die lebens­notwen­dige Feuch­tigkeit durch die Frühnebel kommt. Kleine Säugetiere, Reptilien und Vögel siedeln hier sowie eine verblüffende Viel­falt von Pflanzen, von denen manche nirgendwo sonst exis­tieren. Vor allem Sukkulenten kommen in einer Viel­falt vor, die den Bota­nikern Mühe bei der Beschreibung macht. Ab Alexander Bay wird die Strecke auch für Allradwagen unwegsam, aber die Schönheit der Land­schaft lohnt die Mühe.

Ai-Ais

Heiße Quellen im Canyon
Auf dem Talgrund des Fish River Canyon liegt das Thermalbad mit 60 °C heißen schwefelhal­tigen Quellen. Die Außen­tem­pe­raturen im Canyon steigen bis auf 45 °C, nicht selten sogar noch höher. Das Wasser gilt besonders für Rheu­ma­kranke als heilsam. Es gibt ein Hallenbad mit unter­schied­lich tempe­rierten Becken sowie ein Freibad. Von Mai bis August ist Ai-Ais Ausgangs­punkt für die 5-Tage-Wande­rung durch Fish-River-Canyon oder in die Hunsberge. Hierbei können zahlreiche Wild­tier­arten und Vögel beob­achtet werden.
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Fish River Canyon

Zweitgrößter Canyon der Erde

Er gilt nach dem Grand Canyon als der zweitgrößte Canyon der Erde und ist 161 Kilometer lang, fast 30 Kilometer breit und 550 Meter tief.

In präh­is­to­ri­schen Zeiten muss der Fish River einmal viel Wasser geführt haben. Anders ist diese gewal­tige Erosi­on­s­tä­tigkeit des Flusses nicht zu erklären. Heute ist er ein Rinnsal, das in Trockenzeiten bis auf einige Wasser­stellen austrocknet. Der Haupt­aus­sichts­punkt mit grandiosem Blick ist von der D324 aus zugäng­lich. Durch die Schlucht führt ein drei- bis fünf­tägiger Wanderweg vom Haupt­aus­sichts­punkt bis nach Ai Ais ohne feste Über­nach­tungs­stellen. Der Weg ist in den Sommermo­naten (Oktober bis März) wegen uner­träg­l­i­cher Hitze gesperrt. In Ai Ais gibt es die Möglichkeit, in heißen Quellen zu baden.

Zu Gast in einer Lodge am Fish River Canyon

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Lodge erstreckt sich über ein weit­räu­miges Gebiet mit skurrilen Granitfelsen im Süden Namibias, 20 Kilometer vom Fish River Canyon entfernt.

Die 30 Gäst­e­bungalows sind teilweise in den Fels gebaut und aus Natur­steinen gemauert und mit Gras gedeckt. Bemerkens­werter noch als die architek­to­ni­sche Gestal­tung der Lodge ist der Blick vom Restau­rant, das im histo­risch restau­rierten Farmhaus von 1910 unter­ge­bracht ist. Auf der Terrasse und am Pool kann man wunderbar entspannen.

Hell’s Bend

Aussichts­platt­form über dem Fish River Canyon
Wer auf der guten Piste von Hobas zehn Kilometer zum Canyonrand fährt, kommt zu einem Pick­nick­platz mit der besten Aussicht über den Fish River Canyon. Der Fish River macht dort eine 180-Grad-Biege, die soge­nannte Hell's Bend. Seit 2010 gibt es eine Aussichts­platt­form

An der Abbruchkante zum Fish River Canyon

Aussicht in schwindel­er­regende Tiefe
An der Ostseite des Fish River Canyons führt ein Pad entlang, wie man in Namibia die unge­teerten Staub­pisten nennt. Wer vom View Point nach Süden geht, kommt an Aussichts­punkten vorbei, die aus immer neuen Blickwin­keln einen Einblick in die Großar­tigkeit des Canyons geben. Mit einem Allradwagen kann man die Strecke auf fahren. (hin und zurück auf demselben Weg, bis zur 4 Stunden und 8,5 Kilometer, auf und ab 20 Meter)

Durch­que­rung des Fish River Canyons

Mehr­tägiges Abenteuer für trai­nierte und erfah­rene Wanderer
Wer den kompletten Canyon durch­queren will, sollte sich an einige Regeln halten: Zuge­lassen sind nur Gruppen von mindes­tens drei und maximal 40 Personen. Jeder der Teil­nehmer muss vor Beginn der Wande­rung ein ärzt­li­ches Attest vorlegen, in dem bestä­tigt wird, dass die Person fit genug für die vier- bis fünf­tägige Tour ist. Dass es unter­wegs keine sani­tären Einrich­tungen oder Unterkünfte gibt, sollte jedem Teil­nehmer vorher klar sein, ebenso, dass alles an Verpfle­gung und vor allem Wasser selbst zu tragen ist. Auch eine recht­zei­tige Buchung wird auf Grund der großen Beliebt­heit empfohlen, ebenso wie sehr gutes Schuh­werk. Bewäl­tigt man die komplette Strecke durch den Canyon, gelangt man am Ende zu den 60 ºC heißen Mine­r­alquellen von Ai-Ais. Hier befindet sich auch nach der ganzen Tortur wieder das erste staat­liche Rest Camp mit Bungalows, Camping­plätzen, Restau­rants und einer Tank­stelle. Erholen kann man sich im Freibad, den Thermalquellen und weiteren Bade­einrich­tungen. (vier bis fünf Tage, 86 Kilometer, ab: 1000 Meter, auf: 360 Meter)

Von Fish River Canyon nach Aus

287 km | 3:30 h
Der Fish River wird überquert, was kaum zu merken ist, da er nur selten Wasser führt. Die Straße führt schnurge­rade nach Westen. Vom Huib Plateau eröffnen sich erste Ausblicke über die Wüste Namib.

Naute-Damm

Dattelpalmen am drittgrößten Stausee Namibias
Die drittgrößte Talsperre von Namibia staut den Löwenfluss auf, einen rechten Zufluss des Fish River. Die Flächen rings um den See werden land­wirt­schaft­lich genutzt. Unter anderem werden Dattelpalmen und Wein ange­baut. Das Naute Recrea­tion Resort am Ufer wird haupt­säch­lich von Wassersportlern und Anglern genutzt. Auf dem rest­li­chen Gebiet haben sich Springböcke, Kudu und Duiker ange­siedelt.

Betha­nien

ältestes Stein­haus in Namibia
1815 wanderte der Missionar Heinrich Schmelen aus der Kapregion in den öden Norden. In seinem Gefolge war eine Gruppe der verach­teten Orlam, wie man die unehe­li­chen Kinder weißer Buren und Nama­f­rauen nannte. Nörd­lich des Oranje-Flusses fand er eine Quelle und gutes Weide­land. Er nannte den Ort Betha­nien – nach der Stätte, wo Jesus getauft wur­de – und baute das erste Stein­haus in Südwest-Afrika. Es ist heute noch zu besich­tigen. 1959 kam eine Kirche hinzu. Heute ist Betha­nien ein kleiner, aber wich­tiger Versorgungs­stütz­punkt, in dem es außer Post und Polizei alles gibt, was für das tägl­iche Leben benö­tigt wird.
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Namib

älteste Wüste der Welt

Die Namib, was in der Hotten­tot­ten­sprache soviel wie „große Leere“ bedeutet, ist die älteste Wüste der Welt und erstreckt sich entlang der Küste von Namibia über eine Länge von 1.300 km (Nord-Süd) und eine Breite von etwa 120 km (Ost-West).

Der Kuiseb, der von Windhoek nach Walvis Bay fließt und nur selten Wasser führt, teilt die Namib in zwei landschaft­lich sehr verschiedene Teile. Nörd­lich ist sie von schroffen Felsen unter­schied­lichster Färbung und Schluchten geprägt. Südlich breitet sich ein Sand­meer mit langen rötli­chen Dünen aus, die ständig in Bewe­gung sind. Im Sommer herr­schen extreme Ober­fläc­hen­tem­pe­raturen von bis zu 70° Celsius. Bemerkens­wert ist der Küsten­streifen, in dem sich Walvis Bay und Swakop­mund befinden. Aufgrund des kalten Benguela Stroms im Atlantik herrscht hier an etwa 100 Tagen im Jahr dichter Nebel, der sich 10 km land­einwärts abrupt auflöst.

Zu Gast in einer Felsenlodge über der Wüste

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Dort, wo das Huib Plateau hoch aus der Wüste Namib aufragt, befindet sich einsam und allein die Lodge, deren wenige Stein­häuser wie Adler­nester in den Granitfelsen gebaut sind.

Wer möchte, kann von hier aus Tages­ausflüge nach Lüde­ritz machen; die Fahrt dauert ca. eine Stunde. Die Besitzer bieten ihren Gästen Fahrten im Jeep zu den dort seit über 100 Jahren lebenden Wildpferden an. Wer genug hat vom Fahren, kann nach Belieben wandern, durch das Gebirge streifen und den herr­li­chen Blick über die Wüste in Ruhe genießen. Lunch und Dinner werden im Restau­rant ange­boten. Auf Wunsch wird auch ein Grill- und/oder Früh­s­tücks­paket zur Mitnahme ins Chalet vorbe­reitet.

Aus

Oase zwischen Huib-Gebirge und Namib-Wüste
Die kleine Ortschaft liegt auf 1500 Metern im Huib-Gebirge hoch über der Namib und wirkt wie eine Oase. Grund dafür ist das Kap-Klima, das etwa bis zu dieser Breite für Winter­regen sorgt. So leben um Aus bis heute Wildpferde, die aus der Pferde­hal­tung der deut­schen Schutz­truppe vor 1914 hervor­gegangen sind. Bizarre Landschaften und eine reiche Sukkulen­tenve­ge­ta­tion entlang der Felsklippen machen ein faszi­nierendes Landschafts­bild aus. Unter den vielen Fels­zeich­nungen der San gibt es eine stark verwit­terte Besonder­heit: ein Segel­schiff, dessen Maler vor 500 Jahren vom Kap viele tausend Kilometer bis hierher zurückge­legt haben muss.

Lüde­ritz

Diaman­ten­stadt am stürmi­schen Atlantik
Die Stadt am stürmi­schen Atlantik ist nach dem Bremer Kaufmann benannt, der 1883 die Bucht und das weite Umland für 250 Gewehre und 600 engli­sche Pfund als seinen Privat­be­sitz erwarb. Ein Jahr später stellte Bismarck die Bucht unter den Schutz des Deut­schen Reiches, was als Beginn der Kolo­niali­sie­rung Südwest-Afrikas gilt. Aufgrund seiner abge­schiedenen Lage blieb die Stadt lange Zeit wirt­schaft­lich unbedeu­tend. Dies änderte sich schlag­artig, als 15 Kilometer land­einwärts bei Kolmanskuppe Diamanten gefunden wurden. Dieser Boom endete jedoch nach wenigen Jahren, als die Diaman­ten­ge­sellschaft ihren Sitz an den Oranje verlegte. Im Stadt­zentrum erin­nern noch einige Häuser im Jugend­stil oder wilhelmi­ni­schen Stil an den Diaman­tenrausch.

Kolmanskop

Ghost-Town in der Wüste
Das Diaman­ten­fieber in Namibia begann, nachdem in 1908 grandiose Steine unweit von Lüde­ritz gefunden wurden. Vor dem Ersten Welt­krieg wurden mehr als 1000 Kilogramm Diamanten gefunden. Mittel­punkt der Diaman­ten­indu­s­trie war Kolmannskop, das schnell wuchs und über Schule, Kasino und Kran­ken­haus verfügte.
Nach 1918 verla­gerte sich das Zentrum der Diaman­ten­suche nach Süden zum Orange River, so dass Kolmannskop zur Geis­ter­stadt wur­de. Noch heute ist die Region südlich von Lüde­ritz – das „Sperrgebiet“ – für die Öffent­lichkeit nicht zugäng­lich. Kolmanskop Tour Company hat jedoch eine Konzes­sion, Touren ins Sperrgebiet zu unter­nehmen. Die Öffnungs­zeiten sind wetterbedingt auf Vormit­tags 08:00 – 13:00 Mo – Sa begrenzt. In dieser Zeit werden zwei geführte Touren(09:30 und 11:00) ange­boten. Sonn­tags zwischen 10 und 13 Uhr können Sie die Kolmans­koppe eben­falls besich­tigen, aber nur ohne Führung! Die Führungen sind informativ und im Eintritts­preis bereits enthalten. Eine Anmeldung ist nicht notwendig und die Teil­nahme nicht verpf­lich­tend. Man kann sich im Gelände frei bewegen. Wer das gute Licht der auf- und unter­ge­hende Sonne zum Fotogra­fieren nutzen möchte, besorge sich ein Foto Permit unbedingt am Tage vorher bei Lüde­ritz Safaris & Tours in Lüde­ritz. Damit kommt man bereits zu Sonnen­aufgang hinein. Mit dieser Geneh­migung kann man eben­falls an den Touren teil­nehmen.

Von Aus nach Sesriem

341 km | 5:00 h
Das unwirk­lich schimmernde Tirasgebirge begrenzt eine weite Ebene zur rechten. Links liegt die grandiose Namib. Ein Abste­cher nach Schloss Duwisib ist empfehlens­wert.

Schloss Duwisib

Rheinromantik in der Wüste
Am Rande der Wüste Namib steht ein Schloss im Stile roman­ti­scher Rheinburgen – mit Zinnen und Brunnen im Innenhof. An seinem Ort wirkt das grundso­lide Bauwerk doch etwas skurril. 1908 hat es Baron von Wolff, der mit der Schutz­truppe nach Namibia gekommen war, in Auftrag gegeben. Architekt war Wilhelm Sander, der auch die Heinitzburg in Windhoek gebaut hat. Die Baukosten explodierten, aber glück­li­cherweise war von Wolff mit einer reichen Amerika­nerin verhei­ratet. Der fröh­liche Draufgänger von knapp zwei Metern Länge hatte den kühnen Plan, eine Farm von 150.000 Hektar (!) um sein Schloss herum zusam­menzukaufen. Doch dann kam der Erste Welt­krieg. Als glüh­ender Patriot meldete er sich zu den Waffen und fiel kurze Zeit später in Frank­reich. Das histo­risch restau­rierte Schloss dient heute als Museum.
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Namib-Naukluft Park

Größter Nationalpark der Erde

Der Namib-Nauk­luft Park ist mit knapp 50.000 Quad­ratki­lometer größer als Nieder­sachsen und gilt als der größte Natio­nal­park welt­weit.

Er erstreckt sich im Norden bis zur Skelettküste und im Süden bis zum Diaman­ten­sperrgebiet. Im Osten wird der Park durch das private Namib Rand Nature Reserve Schutzgebiet begrenzt. Er enthält die höchsten Dünen der Welt, die zerklüf­teten Nauk­luft-Berge, die unwirt­liche Westküste und endlose Karst­ebenen – eindrucksvoller als in Afrikas größtem Natur­schutzgebiet Namib-Nauk­luft-Park zeigt sich in ganz Namibia die Land­schaft selten.

In einem Gästehaus am Rande der Dünen

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Das Gäste­haus liegt am Rande der Wüste – in der weiten Savanne zwischen den Tsarisbergen und der Nauk­luft – und ist ein idealer Ausgangs­punkt, um die Dünen von Sossus­vlei zu besu­chen, die in der Ferne zu sehen sind.

In dieser einzig­ar­tigen Umge­bung wirken das Haupt­haus und die 20 Chalets wie eine Oase, in der man sich nach einem heißen, anstren­genden Tag auf der Sonnen­ter­rasse unter Schat­tendäc­hern erholen und im Swimmingpool abkühlen kann. Nach dem Abend­essen im Freien kann man von hier entspannt den Sonnen­un­ter­gang verfolgen, der die Land­schaft in herr­liche Pastell­töne taucht. Ausritte in die Wüste werden ange­boten.

Sossus­vlei

über­irdi­sche Farben­spiele am Rand der Namib
Nach Sossus­vlei gelangt man von Sesriem aus. 65 Kilometer lang fährt man durch eine einzig­ar­tige Dünenwelt. Die letzten fünf Kilometer sind nur zu Fuß oder per Allradwagen(4x4) zu bewäl­tigen. Gegen Gebühr kann man auch den Transfer­service nutzen. Sossus­vlei ist eine Lehm­senke, die Dünen ringsum werden bis zu 300 Metern hoch und gehören zu den höchsten der Welt. Selbst in den Trockenzeiten kann man hier Strauße, Oryxan­tilopen und andere sehen. Diese Tiere leben von der Feuch­tigkeit der selten mit Wasser gefüllten Senke. Wer auf die Dünen steigt, besonders morgens oder abends, dem wird das Farb­spiel der orangefarbenen Dünen, der weißen Lehm­senke und des grünen Vege­ta­ti­ons­bands am Vlei sowie der atembe­rau­bende Fern­blick auf steinerne Gebirge in unver­gess­li­cher Erin­ne­rung bleiben. Da das Sossus­vlei ein Teil des Namib Nauk­luft Parks ist, benö­tigt man für die Fahrt eine Erlaubnis, die am Eingang erteilt wird.

Nauk­luft

Vege­ta­ti­ons­rei­ches Gebirge am Wüstenrand
Das Gebirge im Dreieck Soli­taire, Sesriem und Maltahöhe ragt bis knapp 2.000 Meter auf und ist daher ein Regen­fänger. Die Vege­ta­tion ist hier üppiger als in der Umge­bung. Es gibt sogar Bäche, die während der Trockenzeit Wasser führen. Durch das Gebirge führen ein Wanderweg und eine Piste für Allradfahrzeuge. Nachts kann es, besonders im Winter, mit Minus­tempe­raturen empfind­lich kalt werden.

Sesriem-Canyon

Trockenfluss in schat­tiger Schlucht
Heutzu­tage ist der Tsauchab ein Trockenfluss, der nur nach den seltenen Regen­fällen Wasser führt. Vor mehreren Millionen von Jahren muss er ein reißendes Wild­wasser gewesen sein, sonst hätte er nicht einen bis zu 30 Meter tiefen Canyon in das Sedi­mentge­stein graben können. Als im 19. Jahr­hun­dert die Trekburen den Canyon fanden und das in ihm stehende Wasser schöpfen wollten, benö­tigten sie ein langes Seil aus sechs Riemen, von denen jeder aus einem Oryxfell gemacht war. So heißt die schat­tige Schlucht bis heute Sesriem-Canyon (Sechsrie­menschlucht).

Von Sesriem nach Swakop­mund

359 km | 5:30 h

Nach dem schwarzen Kuiseb Pass eröffnet sich die gewal­tige und leere Namib. Für die Abenteuer­lus­tigen gibt es die Möglichkeit, die Wüste auf Neben­wegen zu durch­queren.

Dazu benö­tigt man ein Permit, das in Sesriem erhält­lich ist. Einer dieser Wüsten­wege führt an der Blutkuppe vorbei (4x4 erforder­lich), einem rostroten Hügel, der einen überwäl­tigenden Blick über Hunderte von Kilome­tern bietet.

Soli­taire

Kleinst­sied­lung am Namib-Nauk­luft Park
Bereits der Name verweist auf die Abge­schieden­heit und Einsamkeit: In der Mitte von Nirgendwo liegt seit 1848 eine private Kleinst­sied­lung mit weniger als hundert Bewoh­nern. Ältestes Gebäude ist der 1849 errich­tete Laden. Zwei Jahre später kam die Kirche dazu, die sogar eine eigene Orgel hat. Von über­regio­naler Bedeu­tung ist die Tank­stelle, sie ist weit und breit die einzige zwischen Windhoek und Walvis Bay. Der Bäcker, Percy „Moose“ McGregor, hatte Soli­taire mit seinem Apfelku­chen berühmt gemacht; alle bedeu­tenden Touris­ten­ratgeber, darunter der Lonely Planet, verweisen auf den Apple Pie in Soli­taire, viele mit dem Zusatz „bester Apfelku­chen in Afrika“. Leider ist Percy inzwi­schen vers­torben.

Kuiseb Pass

Außer­irdi­sche Impres­sionen am Rande der Namib
Der Pass führt über keinen Berg, sondern durch eine vom Fluss ausge­wa­schene Schlucht, die mit ihrem schwarzen Geröll fast unirdisch wirkt. An einigen Aussichts­punkten lohnt sich ein Stopp, um den Rund­blick zu genießen. Die Geologen Henno Martin und Hermann Korn versteckten sich hier in der Region während des Zweiten Welt­kriegs zwei Jahre lang, um der drohenden Inter­nie­rung zu entgehen. Ihr Buch „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“ ist die Repor­tage eines ungewöhn­li­chen Abenteuers und eine Liebe­s­erklärung an die Namib.

Walvis Bay

Robben, Wale, Missio­nare
Die Stadt an der Atlan­tikküste 30 Kilometer südlich von Swakop­mund ist mit gut 60.000 Einwoh­nern die drittgrößte Namibias. Das ange­nehm milde Küsten­klima macht die Stadt und Umge­bung vor allem während der Monate Oktober bis März zu einem beliebten Ziel am Süda­t­lantik, auch wenn die Wasser­tempe­ratur wegen des kalten Benguela-Stroms kaum über 20 Grad steigt. Die Bucht wur­de schon 1482 von portugie­si­schen Seefah­rern entdeckt. Im 18. Jahr­hun­dert weckten die großen Walvor­kommen das Inter­esse euro­päi­scher Fischer. Ältestes Gebäude der Stadt ist die Rhei­ni­sche Missi­ons­kirche, 1880 erbaut von den Missio­naren Julius und Justus Morgenschweis, zwei Brüdern aus dem Sieger­land.
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Swakopmund

Deutsche Kleinstadt zwischen Wüste und Skelettküste

Blut­wurst und Bienenstich, Karneval und Kirchengemeinde: Swakop­mund wirkt auf den ersten Blick wie eine deut­sche Klein­stadt.

Prozent der Bewohner spre­chen noch deutsch. Sogar das Klima ist eher mittel­eu­ro­päisch – wegen des kalten Benguela Stroms, der Swakop­mund an vielen Tagen mit Nebel und Dunst umhüllt. Nur zehn Kilometer land­einwärts weicht der Schleier der strah­lende Sonne Afrikas. Dieses Tempe­raturgefälle nutzen die hitzege­plagten Namibianer für ihren Sommer­ur­laub (zwischen Oktober bis März). Man sollte aber in Swakop­mund nicht einen Bade­ur­laub wie in der Karibik erwarten. Die Wasser­tempe­raturen über­steigen kaum die Tempe­raturen der Nordsee. Dafür kann man von Swakop­mund Streif­touren an der Küste gen Norden unter­nehmen, z.B. zum Cape Cross, wo hundert­tausende von Robben zu sehen sind oder zur düsteren Wildnis der Skeleton Coast.

Zu Gast in einer Lodge bei Swakopmund

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Am Rande von Swakop­mund liegt eine Lodge, die so wirkt, als sei sie mitten in der Wüste. Dabei sind es nur wenige Minuten ins Stadt­zentrum.

Da sie etwas erhoben auf einer Felsklippe erbaut ist, schaut man weit in die menschenleere, stille Namib hinein. Gäste werden in zwölf modernen Bungalows unter­ge­bracht, deren Stil zugleich einen Kontrast zur Umge­bung bildet und sich dennoch einpasst. Die großen Eckfenster öffnen sich zu den Sand­dünen. Zum Früh­stück im Haupt­haus werden frische Produkte serviert. an der Rezep­tion kann man Ausflüge und Aktivi­täten buchen.

Ausflug (OPTIONAL)

Living Desert Tour (5 Stunden, englisch)

Diese Wüsten­tour erkundet den Wüstengürtel zwischen Swakop­mund und Walvis Bay mit einem Allradwagen. Dabei wird auf das empfind­liche Öko-System Rück­sicht genommen. 
Zwischendurch wird ange­halten, etwa um nach Spuren auf den Dünen zu suchen und sie zu inter­pre­tieren.

Geckos, rollende Spinnen, Skorpione, Eidechsen, Schlangen, Chamäleons, Echsen und eine Viel­falt von Käfern und Insekten sind einige der Lebe­wesen, denen man auf dieser Tour begegnet.

Ausflug (OPTIONAL)

Delfin und Robben-Safari (3,5 Stunden, englisch)

Der Agulhas­strom ist ein kalter Meer­es­strom, der direkt vom Südpol kommt und tief unten im Atlantik nach Norden fließt.

Dabei führt er jede Menge Plankton mit. Bei Walvis Bay taucht er plötz­lich auf und spült das Plankton an die Meeres­ober­fläche – ein Fest­mahl für zahl­lose Tiere, unter anderem für Schildkröten, Robben und Delfine. Hinzu kommen Flamingos, Pelikane und Kormo­rane. Mit einem Kata­maran werden die Gäste an der Anlege­stelle in Walvis Bay aufge­nommen und drei­einhalb Stunden durch die Bucht gefahren. Oft kommen die Tiere so nah ans Boot, dass man sie berühren kann. An Bord werden Champa­gner, frische Austern und Snacks serviert.

Dampf­lo­komobil Martin Luther

Hier stehe ich, ich kann nicht anders
1896 ließ Oberst­leutnant Trost eine in Deutsch­land gefer­tigte Dampf­lo­komobile nach Walvis Bay bringen. Das Dampffahrzeug ohne Schienen sollte Mate­rial von Swakop­mund in die Namib bringen und damit die Ochsenkarren ersetzen. Allerdings erwies es sich als komplett untaug­lich. Es verbrauchte immense Wasser­mengen und blieb ständig im Sand stecken. In drei Monaten soll es nicht mehr als 25 Kilometer zurückge­legt haben. So kam es zu seinem Namen „Martin Luther“, der auf dem Reichstag zu Worms gesagt haben soll: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.“ Bis heute steht Martin Luther bei Arandis. Zu seinem Schutz wur­de ein Muse­umsgebäude errichtet.

Swakop­mund Museum

Geschichte der deut­schen Kolo­ni­alzeit
Die Schwer­punkte der Ausstel­lungen liegen auf der Geschichte und Natur der nami­bi­schen Küsten­regionen und der Heimatge­schichte der Stadt Swakop­mund. Besonderer An­zie­hungs­punkt ist die Origi­nal­einrich­tung der berühmten Swakop­munder Adler-Apotheke, sowie eine umfang­reiche Ausstel­lung über die ethni­schen Gruppen Namibias, ein origi­naler Ochsenwagen, diverse Dior­amen zu geschicht­li­chen Ereig­nissen in Namibia sowie eine umfang­reiche Samm­lung nami­bi­scher Insekten.

Welwit­s­chia Trail

Rundfahrt zu den ältesten Pflanzen der Erde
Die von dem Öster­rei­cher Fried­rich Welwitsch entdeckte Pflanze wächst nur im Hinter­land von Swakop­mund. Obwohl sie bis zu 2000 Jahre alt wird, besitzt sie nur zwei Laubblätter, die über 2,5 Meter lang werden können. Ihr Wurzel­werk breitet sich unter­irdisch über einen Radius von 15 Metern aus. Die erstau­n­liche Pflanze, die mehrere Jahre ohne Wasser leben kann, ist ins Wappen von Namibia eingegangen. 
Ein 4x4 ist erforder­lich, ebenso ein Permit.

Von Swakop­mund nach Karibib

196 km | 2:30 h

Von der Küste fährt man durch die Dünen­landschaft, dann an den Erongo Bergen vorbei. Hier lohnt sich ein Abste­cher zur Spitzkoppe, den man wegen seiner eigen­tüm­li­chen Form das Matter­horn Namibias nennt.

Dort kann man Busch­mannzeich­nungen anschauen. Weiter östlich wird die Vege­ta­tion dichter. Man nähert sich Omaruru, dem grünen Herzen Namibias.

Arandis

Uran­stadt in der Wüste
60 Kilometer nord­öst­lich von Swakop­mund liegt die 5000-Einwohner-Sied­lung mit Polizei­sta­tion, Kirche, Kran­ken­haus, Schule, Shop und Tank­stelle. Die Reißbrett­stadt von 1972 wur­de für die Arbeiter in der nahegelegenen Uranmine gegründet. 1992 wur­de Arandis vom Minen­be­treiber, dem Rössing-Konzern, anläss­lich der zwei Jahre zuvor errun­genen Unabhängigkeit des Landes als „Geschenk“ an den nami­bi­schen Staat übergeben und erhielt den Status einer Stadt. Bis heute ist Arandis fast zu 100 Prozent von der Minen­ge­sellschaft abhängig, die bis mindes­tens 2021 dort Uran gewinnen will.

Spitzkoppe

Namibias Matter­horn
Der Inselberg, der seine Umge­bung um mehr als 700 Meter über­ragt, gehört du den meist fotogra­fierten Motiven Namibias. Rings um die bizarren Gesteins­forma­tionen ist die Vege­ta­tion relativ üppig, da das „Matter­horn Namibias“ Regen abfängt. Wie am Brandberg und in Twyfelfontein gibt es auch hier jahr­tausende­alte Felsma­le­reien. Die bekann­teste Fund­stelle ist das Busch­mann-Para­dies. Durch Vandalismus sind diese Male­reien aber weitge­hend zerstört. Daneben gibt es noch die Nashorn­wand, was zeigt, dass diese hier früher auch gelebt haben müssen.
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Erongo Gebirge

Zerklüftetes Vulkangebirge mit üppiger Vegetation

Entstanden ist das wild zerklüf­tete Gebirge vor Jahrmil­lionen durch einen Vulkan­ausbruch, der nicht bis zur Ober­fläche gelangte.

Da es aufgrund seiner Höhe viel Regen abfängt, ist es relativ dicht bewachsen und kaum zu durch­dringen. Die üppige Vege­ta­tion hat seit jeher Tiere und Menschen angezogen, wovon zahlreiche Felsgravie­rungen der San zeugen. Sobald es zu Regen­fällen kommt, wachsen außerdem diverse Savan­nengräser. Die größte Pflanze ist der Spro­kiesboom, der eine Höhe von maximal acht Meter erreicht und vor allem an Steilhängen wächst. Sein Samenöl enthälte antibiot­hi­sche Substanzen und  wird in der Medizin einge­setzt.

Zu Gast in einem Wildschutzgebiet

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension

Fast unsichtbar fügt sich die Lodge in den trockenen Busch zwischen dem fast 2000 Meter hohen Otji­pa­tera Massiv und weißen Marmorbergen ein.

Sie liegt in einem 18.000 Hektar großen Wild­schutzgebiet südlich des Erongo-Gebirges, das wegen seiner unter­schied­li­chen Vege­ta­ti­ons­zonen eine erstau­n­liche Viel­falt an Flora und Fauna aufweist. Buschhasen, braune Hyänen, Geparden, Schildkröten und viele andere, zum Teil bedrohte Tier­arten sind hier heimisch. Gäste werden in Gras­dachbungalows unter­ge­bracht, die so weit ausein­ander stehen, dass man den Eindruck gewinnt, allein in der Savanne zu sein. Zum Früh­stück auf der Terrasse gibt es selbstge­ba­ckenes Brot. Die Wildge­richte zum Dinner werden unter dem offenen Stroh­dach serviert. Wandern und Reiten auf der Farm sind möglich, eine Pirschfahrt im offenen Jeep zum Sundowner kann vor Ort gebucht werden.

Khomas-Hoch­land

Grünes Hoch­pla­teau in Zentral-Namibia
Das knapp über 2.000 Meter hoch gelegene Gebirgs­pla­teau liegt im Zentrum Namibia mit der Haupt­stadt Windhoek in seiner Mitte. Am Gamsberg im Westen grenzt das Khomashoch­land an die Namib. Dort fällt es abrupt 1.000 Meter steil ab, was man die Große Rand­stufe“ nennt. Im Osten trifft das Khomashoch­land auf die Kala­hari. Die hohen Gebirge fangen den letzten Regen ab, der vom Indi­schen Ozean her nach Westen zieht. Daher ist die Vege­ta­tion viel üppiger als in der Kala­hari oder der Namib. In der rich­tigen Jahres­zeit kann man im Khomas-Hoch­land ein grünes Namibia erleben.

Von Karibib nach Okau­kuejo

400 km | 5:00 h
Nach den Bergen um Omaruru tut sich die weite, ebene Trockensavanne auf. Eine Einstim­mung auf die Etosha Pfanne.

Karibib

Halb­edel­steine und afri­ka­ni­sches Kunst­gewerbe
Der Ort in der Erongo Region wur­de 1900 als Bahn­sta­tion für die Schmal­spur­linie zwischen Swakop­mund und Windhoek gegründet. Als man sieben Jahre später eine neue Bahn mit breiterer Spur baute und die Bahn­sta­tion ins 30 Kilometer entfernte Usakos verlegte, wur­de es still in Karibib. Erst der Bergbau brachte dem Ort wenige Jahre später neuen Auftrieb. Bis heute werden Gold, Marmor und Halb­edel­steine abge­baut. Für den Besu­cher inter­essant ist das Henckert Tourist Centre in der Main Street. Auf über 1.000 Quad­r­at­me­tern gibt es hier das wohl größte Angebot an Schmuck, Edel- und Halb­edel­steinen sowie anderen kunst­handwerk­li­chen Artikeln in Namibia.

Erongo Moun­tain Winery

Verkos­tungen auf nami­bi­schem Weingut
Die Weinfarm am Fluss Omaruru gehört zu den ganz wenigen in Namibia. Sie liegt auf 1.200 Meter über dem Meer­es­spiegel am Fuß der Erongo-Berge, wo nachts die Winde aus den Bergen für die notwen­dige Kühle sorgen. Vor allem Rotweine gedeihen hier: Shiraz, Cabernet Sauvi­gnon, Pino­tage, Merlot und viele mehr. Neben Weinen werden auch Schnäpse und Liköre gebrannt, für die die aroma­ti­schen Kräuter der Region verwendet werden. Touren durch den Keller und Verkos­tungen werden ange­boten.

Omaruru

Geschicht­s­träch­tiger Ort mit Kunst­gewerbe und dem einzigen Weingut Namibias
Das wenige tausend Einwohner zähl­ende Städt­chen wur­de von der Rhei­ni­schen Mission gegründet, die 1872 hier einige Gebäude errich­tete. Der Missionar Gott­lieb Viehe schrieb hier die erste Bibelüber­setzung ins Herero. 1894 wur­de in Omaruru eine Mili­tär­sta­tion der Deut­schen Schutz­truppe. Heute ist Omaruru ein verschlafenes, aber kosmo­poli­ti­sches Städt­chen, in dem es eine deut­sche Schule gibt. Außer­halb liegt das einzige Weingut Namibias, die rund 3,5 Hektar große Kris­tall Kellerei. Wer die Städt­chen besucht, sollte im Wronsky-Haus vorbei­schauen. Im Erdge­schoss der ehema­ligen Sacher-Bäckerei ist ein Coffee- und Souvernir-Shop, im Oberge­schoss ein Heimatmuseum.
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Etosha Nationalpark

Namibias Wildparadies

Der Park ist ein Teil der Kala­hari Senke, ein riesenhaftes abfluss­loses Becken, das sich bis nach Botswana ausdehnt.

Die Etosha Pfanne war früher ein großer Binnensee, der nach und nach ausge­trocknet ist und Salz­ab­la­ge­rungen zurückge­lassen hat. Daher hat der Park auch seinen Namen. Er stammt aus der Ovambo Sprache und bedeutet soviel wie „großer weißer Platz“. Der Park hat eine Größe von 20.000 Quad­ratki­lome­tern und eine Länge­n­ausdeh­nung von Ost nach West von fast 300 Kilome­tern. Während im Winter (April – September) ange­nehme Tempe­raturen herr­schen, wird es im Sommer sehr heiß. An der Südseite des Parks, wo sich auch die Camps befinden, liegen viele Wasserlöcher, die besonders im trockenen Winter die Tiere anlo­cken. 1500 Elefanten leben hier, 300 Löwen, das bedrohte Spitzmaul­nashorn, Leoparden und die verschiedensten Antilopen.
Trotz seiner gewal­tigen Ausdeh­nung ist der Park eigent­lich noch zu klein – jeden­falls für Elefanten, die Tausende von Kilome­tern in ihrem Leben wandern und immer wieder die Zäune des Parks nieder­reißen. In den Schub­laden der Regie­rung liegen Pläne, den Park erheb­lich zu vergrößern.

Zu Gast im Okaukuejo Camp

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Wasserloch von Okau­kuejo ist wohl das berühm­teste in Etosha. Zahl­lose Tiere kommen hier jahraus, jahrein, Tag und Nacht zur Tränke.

Direkt ober­halb des Tümpels liegt das Südcamp des Etosha Parks. Das Okau­kuejo Camp ist aus einer deut­schen Polizei- und Mili­tär­sta­tion hervor­gegangen und heute ein staat­li­ches Camp. Der Aufent­halt hier ist inter­essant, da man die Tiere in Inter­ak­tion mitein­ander erleben kann – auch nachts, wenn das Wasserloch beleuchtet ist. Dies gleicht den im Vergleich zu einer privaten Lodge etwas schwäc­heren Service aus.

Im Süden des Etosha Parks

Vor dem Haupt­ein­gangstor zu Namibias Tier­pa­ra­dies
Das Haupt­ein­gangstor zum Etosha Park ist das Anderson Gate im Süden von Okaujuejo. Wer nicht in einem staat­li­chen Camp inner­halb des Parks wohnen will, sondern den Charme einer privaten Lodge erleben will, findet vor dem Eingangstor ein paar Möglichkeiten in allen Preis­klassen. Oft sind die Lodges in einem privaten Wild­re­servat ange­siedelt und bieten auf ihrem Gelände Pirschfahrten an. Sie liegen meist versteckt in der Wildnis und bieten ultima­tiven Luxus, so etwa die Ongava Lodge. Andere sind direkt an der Straße, so dass man in wenigen Minuten am Eingangstor ist.

Okau­kuejo

Dichtes Tier­leben am großen Wasserloch
Die Wasser­stelle von Okau­kuejo ist beleu­chet und kann vom Rast­lager abends und nachts beob­achtet werden. Das Wasserloch bietet den Touristen besonders im Winter ein einzig­ar­tiges Erlebnis. Elefan­ten­herden von bis zu vierzig Tieren können gesichtet werden und auch Spitzmaul­nas­hörner besu­chen die Wasser­stelle oft. Weitere regelmäßige Besu­cher sind Löwen, Geparden und braune Hyänen. Manchmal kann man den Löwen sogar bei der Jagd zusehen.

Olifantsbad

Bei Elefanten beliebtes Wasserloch
Das Wasserloch ist, wie der Name nahelegt, besonders bei Elefanten wegen der Mopanebäume in der Umge­bung beliebt. Gern nehmen sie dort zwischen den Mahlzeiten ein Bad. Auch Zebras und Antilopen sind regelmäßige Gäste an der Tränke, wo sie oft von Hyänen und anderen Raubtieren belauert werden.

Von Okau­kuejo nach Windhoek

432 km | 5:00 h
Auf sehr guter Teer­straße führt die Route zurück ins Zentrum. Am Waterberg wird die Hoch­e­bene, zu der auch der Etosha Park gehört, verlassen und man gelangt ins Zentral­massiv Namibias, das den letzten Regen abfängt. So weicht die Trockensavanne dichtem Busch­land.

Cheetah Conserva­tion Fund

Reha­zentrum für bedrohte Geparden
Der amerika­ni­sche Verein zum Schutz des Gepards unter­hält in Namibia ein Info-Zentrum inner­halb der Waterberg Conservancy. Der Gepard ist zwar im südli­chen Afrika auf Grund der pionier­haften Arbeit des DeWildt Zentrums bei Pretoria derzeit nicht mehr vom Aussterben bedroht, seine Bestände sind jedoch immer noch gering. Da Geparden taga­ktiv sind und gelegent­lich Schafe rissen, wurden sie in der Vergan­gen­heit von Famern gnadenlos gejagt. Das Cheetah Zentrum liegt rund 45 Kilometer südöst­lich von Otjiwa­rongo.

AfriCat Foun­da­tion

Rehabili­ta­ti­ons­sta­tion für bedrohte Raubkatzen
Auf der Farm Okonjima hat die AfriCat Foun­da­tion ihren Sitz. Die Non-Profit-Orga­ni­sa­tion wur­de von Familie Hanssen gegründet und hat seit 1992 über 1.000 Geparden, Leoparden, Löwen, Hyänen, Karakale und Wildhunde gerettet. Nach eigenen Angaben konnten davon über 85% der großen Katzen wieder ausgewildert werden. AfriCat betreibt das größte Raubtier Save-and-Release-Programm der Welt. Raubkatzen, die nicht mehr in die Freiheit entlassen werden konnten, fanden ihr zu Hause bei der AfriCat Foun­da­tion auf der Farm Okonjima. Ein Besu­cher­zentrum klärt über die Bedeu­tung des Natur­schutzes und eines funk­tio­nierenden Ökosys­tems auf. Ein Besuch schließt auch eine kurze Rundfahrt über die Farm und einen kleinen Snack ein.

Okahandja

Herero-Tradi­tion und Kunst­handwerksmärkte
Die kleine Stadt 70 Kilometer nörd­lich von Windhoek ist noch heute das wich­tigste kulturelle Zentrum der Herero. In Okahandja liegen auch ihre großen Führer, Samuel Maha­rero, Hosea Kutako und Clemens Kapuo, begr­aben. Alljähr­lich im August findet hier der tradi­tionelle Here­rotag statt – zum Gedenken an die Vernich­tung der Herero am Waterberg unter General von Trotha. An die Kolo­ni­alzeit erin­nern die 1876 errich­tete Rhei­ni­sche Missi­ons­kirche, das älteste Gebäude Namibias über­haupt, der Bahnhof (1901) und das alte Fort. Besonders beliebt bei den Touristen sind die zwei großen Kunst­hand­werkermärkte mit Holzschnitze­reien am Orts­ein­gang und Orts­ausgang von Okahandja.
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Windhoek

Deutsches Kolonialerbe in Namibias Haupstadt

Bei der Landung auf dem Flughafen gewinnt man den Eindruck, Windhoek sei eher ein deut­sches Provinz­städt­chen als eine Haupt­stadt.

Wenn man dagegen auf der Rück­reise nach Windhoek kommt und zuvor die Leere und Weite des Landes erfahren hat, verwandelt sich Windhoek in der Wahr­neh­mung in eine Welt­stadt. Cha­rak­te­ris­tisch für das Stadt­bild ist das Gemisch aus deut­scher Kolo­ni­al­ar­chitektur und modernen Zweckbauten. Sehens­wür­digkeiten sind vor allem die evangelisch-luthe­ri­sche Christus­kirche, die alte Feste der deut­schen Schutz­truppe von 1890 und neuerdings der Heroes Acre, das Denkmal der Unabhängigkeit. Die andere Seite von Windhoek heißt Kattutura, zu deutsch: wo niemand wohnen will. Das Town­ship von Windhoek gehört zwar nicht zur schlimmsten Kategorie, erin­nert aber daran, dass in Namibia erste und dritte Welt Tür an Tür wohnen.

Zu Gast in einem Boutique-Hotel in Windhoek

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das kleine Gäste­haus der geho­benen Klasse liegt zentrumsnah in einem stillen Vorort von Windhoek. Jedes Zimmer hat einen Zugang zur Veranda.

Die Open-Air-Lounge und der Garten mit kleinem Pool und Sonnenliegen laden zur Entspan­nung unter freiem Himmel ein. Das Innere der Lodge und die rund zehn Zimmer überzeugen durch schlichte Eleganz in einem kolo­nial anmu­tenden Landhaus­stil, ohne jedoch auf Annehm­lichkeiten wie Klima­anlage und Minibar zu verzichten. Morgens wird ein gutes Früh­stück im Buffet­stil ange­boten.

Windhoek-Zentrum

Zwischen Kolo­ni­al­ar­chitektur und Unabhängigkeit
Das poli­ti­sche und kulturelle Zentrum der Stadt ist bis heute von der deut­schen Kolo­ni­al­ar­chitektur geprägt. Im Süden wird der Central Busi­ness District vom histo­risch wich­tigen Ausspann­platz begrenzt, wo bis 1900 die Pferde und Ochsen ausge­spannt wurden. Bedeu­ten­dste Sehens­wür­digkeit und Wahrzei­chen von Windhoek ist die evangelisch-luthe­ri­sche Christus­kirche von 1910 im neoroma­ni­schen Stil. Daneben stand das Denkmal des Südwester Reiters, das an die Kolo­ni­al­kriege des deut­schen Kaiser­reichs gegen die Herero von 1903 bis 1907 erin­nern soll. 2009 wur­de das Denkmal abge­baut und hundert Meter weiter südlich wieder aufge­baut. Es steht nun vor der Alten Feste, die im Krieg der Nama gegen die Herero 1890 errichtet wur­de. Auf den Türmen und Mauern stehen noch Geschütze aus der Zeit des Baus.

Katutura

Town­ship von Windhoek
Die Vorstadt vor den Toren von Windhoek ist als Town­ship für schwarze Arbeiter in den 1950iger Jahren entstanden. Schulen, Kran­ken­häuser und Einkaufs­zentren wurden aus dem Boden gestampft, um den Bewoh­nern keinen Anlass zu geben, das „weiße“ Windhoek zu betreten. Der Name stammt aus der Sprache der Herero und bedeutet soviel wie „der Ort, an dem wir nicht leben möchten“. Dennoch leben in der riesigen Well­blechhüt­ten­masse heute über 67.000 Menschen. Das Leben ist bunt und afri­ka­nisch: Zahl­lose Straßenver­käufer, Bars und Gemüse- und Obst­stände prägen das Ortsbild. Über allem liegt der Geruch von gebra­tenem Fleisch. Wer Katutura besich­tigen will, sollte dies nicht ohne Führer tun.

Daan-Viljoen-Wild­park

Steile Berge, Hoch­landsavanne
Der 40 Quad­ratki­lometer große Wild­park liegt west­lich von Windhoek im Khomashoch­land. Steile Bergen, tiefe Täler, Hoch­land-Savanne und Dornbü­sche machen den besonderen Reiz der Land­schaft aus, die bekannt ist für die vielen Vogel­arten. Wande­rungen und Rundfahrten im eigenen Wagen sind möglich. Dabei kann man Wild­tieren begegnen, darunter Kudu, Oryx, Strei­fengnu und Bergzebra.

Windhoek

Mietwagenabgabe

Windhoek

45 km | 34 Minuten

Mietwagenabgabe

Station: Windhoek, Airport

21 Tage
ab 2.269,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)
  • AVIS-Permit für Namibia (vor Ort zu zahlen)

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Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–November

Die Preise können je nach Saison variieren.
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3. Buchung
Bei Buchungswunsch füllen Sie einfach unser Formular aus. Anschließend buchen wir alle Leistungen für Sie.

4. Zahlung & Unterlagen
Sie erhalten die schriftliche Bestätigung mit Reiseplan. Nach Eingang der An- und Restzahlung schicken wir Ihnen die Reiseunterlagen per Post.

5. Reise
Wir wünschen eine entspannte und interessante Reise. Genießen Sie Ihren Urlaub!

6. Reiseeindruck
Nach der Reise freuen wir uns über Ihre Rückmeldung. So können wir unser Produkt ständig verbessern.
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