Rundreise durch KwaZulu-Natal: Abenteuer zwischen Tugela Canyon und Oribi Gorge - Südafrika
Undurchdringlich: Oribi Gorge im Süden von KwaZulu Natal
Leopard Rock über der Oribi Gorge: Reisefoto von

Rundreise durch KwaZulu-Natal

Abenteuer zwischen Tugela Canyon und Oribi Gorge

Erst kann man sich am Indischen Ozean vom Nachtflug erholen. Dann geht es über eine ehemalige deutsche Missionsstation in ein privates Wildreservat am Büffelfluss. Übernachtet wird in Bee Hives, ähnlich den traditionellen Strohhütten der Zulus. Jenseits des Tugela eröffnet sich eine andere Welt: Die Lodge am Spioenkop war einst Hauptquartier der britischen Generalität. Die landschaftlichen Höhepunkte stehen am Schluss: eine Wildfarm am Fuß der Drakensberge und die spektakuläre Schlucht des Oribi Flusses. Der Vorteil dieser Reise: Die Wege sind kurz, so dass viel Zeit für Aktivitäten bleibt.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Von Durban nach Salt Rock

Mietwagenannahme

Mietwagenannahme

Vermieter: AVIS South Africa
Fahrzeug: Toyota RAV 2x4 o.ä. Automatik (IFAR)
Tarif: premium cover
Station: Durban, Airport

Von Durban nach Salt Rock

27 km | 25 Minuten

Zulu­land

Viehkr­aals und tradi­tionelle Lebens­formen
Die Zulus waren der mäch­tigste Stamm in Süda­frika. Isizulu ist bis heute nach Englisch die zweitwich­tigste in Süda­frika. Zu einem Volk wurden die Zulus um 1820 unter dem berühmt-berüc­h­tigten König Shaka, dessen Armee gefürchtet war. die erste Begeg­nung mit Eurpäern fand in den 1830er Jahren, als die Buren mit Wagenburg und Feuerwaffen die Zulu am Blood River besiegten. Ihre Selb­stän­digkeit büßten sie aber erst im Anglo Zulu War ein, der allerdings für die Engländer extrem verlu­st­reich war. Besonders auf dem Land ist die typi­sche Zulu­kultur noch recht verbreitet: vor allem Ahnen­kult, Hexerei, das tradi­tionelle Heil­wesen und die typi­sche Sied­lungs­struktur sind überall anzu­treffen.
A

Dolphin Coast

Badestrände und Delfine nördlich von Durban

Der Küsten­ab­schnitt nörd­lich von Durban trägt seinen Namen nach einer Kolonie von etwa 500 Delfinen, die dort ganzjährig an der Küste leben.

Im August, wenn die Sardi­nenschwärme von Süden kommen, versammeln sich dort über 10.000 Delfine zum Festschmaus. Mit viel Glück kann man sie am frühen Morgen in den Wellen spielen sehen. Darüber hinaus gehört die Dolphin Coast zu den belieb­testen Bade­plätzen Süda­frikas. Die schier endlosen Sand­strände werden mit wach­sender Entfer­nung von Durban immer einsamer. Viele Bade­orte liegen an der Küste. Wegen des vom Äquator kommenden warmen Meer­es­stroms am West­rand des Indi­schen Ozeans kann hier das ganze Jahr über gebadet werden, auch wenn es im süda­fri­ka­ni­schen Winter eher kühl ist (circa 18° C). Das hüge­lige Hinter­land ist von wogenden Zuck­er­rohrfel­dern geprägt. Dazwi­schen finden sich immer wieder kleinere Natur­re­servate, in denen der ursprüng­l­iche Küsten­regen­wald mit seiner eigen­tüm­li­chen Fauna und Flora erhalten ist.

Zu Gast in einer Apparita in Salt Rock

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Villa in Salt Rock ist der perfekte Ort zum Entspannen und gleichzeitig eine gute Ausgangs­basis, um die vielfäl­tige und pulsierende Provinz KwaZulu Natal kennenzulernen. Das Design orien­tiert sich am toska­ni­schen Vorbild der „L'Appa­rita“, wie man dort die großzügigen Villen auf den Landgütern nennt. Gelungen ist dem Architekten die offene Bauweise mit fließenden Übergängen von Drinnen nach Draußen. Auch die Zimmer haben große Panora­ma­fenster, durch die man in den Palmen­garten schaut. Ein Pool mit Sonnen­deck ist vorhanden. Das Einkaufs­zentrum mit Geschäften und Restau­rants ist in etwa zwei Minuten mit dem Auto erreichbar. Zum Strand geht man zehn Minuten.



KwaZulu-Natal

Vielfäl­tige Provinz am Indi­schen Ozean
Die Provinz am Indi­schen Ozean gehört kulturell, landschaft­lich und ethnisch zu den viel­sei­tigsten Regionen Süda­frikas. Bereits der Name deutet darauf hin, dass sie aus dem früheren Home­land der Zulu und den Gebieten der euro­päi­schen Siedler hervor­gegangen ist. Der Name Natal geht auf Vasco da Gama zurück, der das Land als erster Weißer am Weih­nach­tstag (dies natalis) 1497 betreten hat. Neben den Zulu, die etwa 85 Prozent der Bevöl­ke­rung ausma­chen, ist die Bevöl­ke­rung vorwiegend englisch­spra­chig. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden Inder als Arbeiter auf den Zuck­er­rohr­plan­tagen ange­worben. Ihre Nach­fahren stellen den Groß­teil der Hindus und Moslems Süda­frikas. Durban ist die Stadt mit der größten indisch­stäm­migen Bevöl­ke­rung außer­halb Indiens. Daneben ließen sich auch deut­sche Einwanderer in der Gegend um Wartburg, Harburg und Hermannsburg nieder.

Durban

Mehr als eine Bade­me­tro­pole
Die Bade­me­tro­pole Süda­frikas genießt ganzjährig warmes Wetter. Aufgrund des Mozambique Stroms, der vom Äquator her an der Ostküste Afrikas nach Süden fließt, ist auch das Meer immer warm. Doch Durban ist mehr als seine Golden Mile am Indi­schen Ozean. Die drittgrößte Stadt Süda­frikas hat den größten Hafen Afrikas und Indu­s­trie. Vor allem aber ist sie die indischste unter den Städten Süda­frikas. Heute geht von der ursprüng­lich briti­schen Sied­lung ein kosmo­poli­ti­scher Reiz aus. Inder, Zulus und Weiße leben dicht gedrängt beiein­ander und sorgen für ein buntes Völker- und Kulturgemisch.

Thompson's Bay

Meer­es­schwimm­be­cken im Indi­schen Ozean
Norma­lerweise ist es nicht ungefähr­lich, im Indi­schen Ozean zu schwimmen. Nur an besonderen Stränden an der Dolphin Coast gibt es Hainetze. Hinzu kommen gefähr­liche Unter­strö­mungen, daher sollte man immer einen Strand­ab­schnitt mit Life­guards wählen. Ein gute Möglichkeit, im Salz­wasser zu schwimmen, bietet das geschützte Meer­es­schwimm­be­cken in der Thompson's Bay bei Shaka's Rock. Von dort kann aus man auch schöne Strandspa­ziergänge machen.

Von Salt Rock nach Manyoni Private Game Reserve

261 km | 3:30 h
Zuck­er­rohrfelder säumen die Straße in den Norden. Ab und an sieht man Reste des ursprüng­l­i­chen Küsten­regen­waldes und den Indi­schen Ozean der blau in der Ferne schimmert.

iSimangaliso Wetland Park

Tropi­sche Wälder, Mangrovensümpfe
Der ehema­lige Lake St. Lucia Wetland Park ist eines der größten und bemerkens­wer­testen Wasser­schutzgebiete Afrikas. In den 64 Kilometer langen See münden mehrere Flüsse. Tropi­sche Wälder, Mangrovensümpfe und hohe Sand­dünen umgeben das kaum erforschte Biotop. Das seichte Wasser bietet etwa 700 Nilpferden und 2.000 Krokodilen Lebens­raum. Am östli­chen Ufer findet man Wasserbüffel, Antilopen, Hyänen und die seltenen Geparden. Berühmt aber ist das Gebiet besonders als Vogel­pa­ra­dies mit mehr als 400 Arten. Wegen seiner einzig­ar­tigen Land­schaft und einer Tier- und Pflanzenwelt, die an Viel­falt den Krüger Park über­trifft, ist der iSimangaliso Park/Greater St. Lucia Wetland Park zur Jahr­tausendwende von der UNESCO zum Welt­natur­erbe erklärt worden.

Dlinza Forest

Große Viel­falt im Küsten­regen­wald
Vor Mitte des 19. Jahrhunderts war die Küste von KwaZulu-Natal über hunderte von Kilome­tern dicht bewaldet. Zwar war der Küsten­regen­wald nur wenige Kilometer breit, dafür beheima­tete er die größte Arten­viel­falt des Subkon­tin­ents.  Als die euro­päi­schen Siedler kamen, musste der Wald den Zuck­er­rohrfel­dern weichen. Nur wenige Flecken sind unbe­rührt geblieben, darunter der Dlinza Forest bei Eshowe. Vögel und Chamäleons, Schne­cken und Schmetter­linge, dazu Frösche, Motten und Käfer bevöl­kern den Wald bis heute. Ein Bohlenweg führt heute durch den Urwald, zum Teil sogar auf Baumkro­nenhöhe.

Mtunzini

Verträumter Feri­enort zwischen Lagunen, Strand und Urwald
Der idylli­sche Ort liegt zwischen Zuck­er­rohrfel­dern und einer ursprüng­l­i­chen Küsten­landschaft, die seit 1948 unter Natur­schutz steht, am Indi­schen Ozean. Das lang­ge­streckte, neun Quad­ratki­lometer große Umlalazi Nature Reserve schützt eine viel­sei­tige Biosphäre aus Dünen- und Mangrovenwäl­dern, Seen und Lagunen. Der Duiker, eine der kleinsten Antilo­pen­arten, ist hier zu Hause, ebenso  Krokodile, Krebse und endemi­sche Schlan­gen­arten.
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Wildparks im Zululand

Artenvielfalt zwischen Ozean und Bergsavanne

Die Parks im Norden von KwaZulu Natal sind zwar weniger bekannt als der Krüger Park. Da sie vom Indi­schen Ozean bis hoch in die Berge reichen, sind sie dafür abwechs­lungs­rei­cher und vielfäl­tiger.

Der bekann­teste und größte Park ist der Hluhluwe-iMfo­lozi-Park, der aus dem das Jagdgebiet von König Shaka hervor­gegangen ist.
Vor allem in den tiefer gelegenen Gebieten sind Tempe­raturen von über 38°C im Sommer keine Selten­heit. Während die Land­schaft dann von üppiger Schön­heit ist, ist der Winter wegen der redu­zierten Wasser­stellen die bessere Zeit zur Wildbe­ob­ach­tung. Im Sommer sollte man sich dazu sehr früh am Morgen oder abends auf den Weg machen. Von verschiedenen Camps aus werden Wande­rungen mit Wildhütern durch die ursprüng­l­iche Wildnis ange­boten.

Zu Gast in einem privaten Wildreservat im Zululand

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Mahlzeiten & Aktivitäten wie angegeben | 2x Conservation Fee pro Person

Die mehr­fach ausgezeichnete Game Lodge liegt in einem 23.000 Hektar großen privaten Reservat im wenig besiedelten Norden des Zulu­landes. Jenseits des Zaunes beginnt das Jagd­revier des Zulukö­nigs. In der weiteren Umge­bung konzen­trieren sich alle bedeu­tenden Wild­re­servate von KwaZulu Natal: Umfo­lozi, das für seine vitale Nashorn­popu­la­tion bekannt ist, das gebirgige Hluhluwe, die Feuchtgebiete von St. Lucia und das wald­reiche Mkuze. Die Unter­kunft ist daher gut geeignet für einen längeren Aufent­halt.

Das Besondere an der Lodge ist ihre spekta­kuläre Lage: Von einer Anhöhe über einem mäandrie­renden Fluss schaut man kilome­terweit über die unbe­rührte Berg­savanne bis zu den Lebombobergen von Swazi­land. Alle Gästecha­lets und das Hauptgebäude teilen diese großar­tige Aussicht. Zwei Pirschfahrten (früh morgens und nach­mit­tags) durch das Reservat, in dem seit 2010 wieder alle Big Five beheimatet sind, sind einge­schlossen, ebenso eine Fahrt zum Hide am Wasserloch. Fußwande­rungen sind zusätz­lich vor Ort buchbar oder können mit der Buchung ange­meldet werden. Der Service und die Mahlzeiten (Früh­stück, Pick­nickkorb, Dinner) in der famili­en­be­triebenen Lodge sind erstklassig. Etwas abseits liegt ein Spabe­trieb, in dem verschiedene Massagen und Thera­pien ange­boten werden.

Hluhluwe-iMfo­lozi-Park

Berg­savanne und Heimat der Nashörner
Mit knapp tausend Quad­ratki­lome­tern ist der aus Umfo­lozi (heute: iMfo­lozi) und Hluhluwe zusam­menge­legte Park zwar wesent­lich kleiner als der Krüger Park, steht ihm aber, was die Viel­sei­tigkeit der Land­schaft, Pflanzen- und Tierwelt angeht, um nichts nach. Während Hluhluwe im Nordwesten bergig und bewaldet ist, wird Umfo­lozi von offenem, weitem Bushveld geprägt. Im Park leben alle  Big Five. Bekannt wur­de Umfo­lozi wegen seiner Rolle bei der Rettung des Breitmaul­nashorns (White Rhino). Anfang der 1960iger Jahre gab es nur noch wenige Dutzend Exem­plare welt­weit – die meisten von ihnen in Umfolzi. Dank strenger Schutz­maß­nahmen ist die Popu­la­tion wieder auf über tausend allein in Umfo­lozi ange­stiegen. Jähr­lich können über­schüs­sige Tiere in andere Parks ausge­siedelt werden.
Spekta­kulär liegt das Hilltop Camp von Hluhluwe mit weiter Aussicht über die Berg­savanne, die man vom Besu­cher­zentrum oder dem Restau­rant aus genießen kann.

Manyoni Private Game Reserve

Privates Reservat in der Berg­savanne
Das private Natur­re­servat in der reizvollen Berg­savanne rund um den Leopard Moun­tain wur­de 2004 gegründet. 15 Land­be­sitzer haben ein 25.000 Hektar großes, zusam­men­hän­gendes Gebiet geschaffen, in dem Wild und Raubkatzen unge­hindert von Zäunen migrieren können. Ein mehrere Hundert Meter breiter Korridor zum Hluhluwe Park ist geplant, um vor allem Elefanten das Wandern wieder zu ermög­li­chen. Im Rahmen eines vom WWF unter­stützten Projekts werden bedrohte Tier­arten wie die Säbelan­tilope heimisch gemacht. Das Reservat ist nur für Über­nach­tungs­gäste in einer der Lodges geöffnet.

Mkhuze Game Reserve

Kontra­st­rei­cher Park in Küsten­nähe
Der Park im abge­legenen Nord­osten von KwaZulu Natal schützt auf 40.000 Hektar eine über­ra­schend viel­sei­tige und kontra­st­reiche Land­schaft – von den Abhängen des Lebombo Gebirges im Westen über die sanft hüge­lige Savanne bis zum Wald- und Sumpf­land in der Nähe der Küste. Besonders schön sind zwei natür­liche Feuchtbiotope, die von Wasser­li­lien und Fever Trees (Gelbrin­den­aka­zien) gesäumt werden. Nicht weniger als 600 Vogel­arten sind hier verzeichnet, mehr als in ganz Europa! Große Popu­la­tionen von Fluss­pferden und Krokodilen lassen sich von mehreren Hoch­ständen aus beob­achten, ebenso Breit- und Spitzmaul­nas­hörner, Elefanten, Giraffen und Leoparden sowie Gnus und verschiedene Antilo­pen­arten.

Von Manyoni Private Game Reserve nach Dundee

275 km | 4:30 h
Die Strecke führt zunächst bis zum Pongola Damm kurz vor der Grenze nach Swais­land. Danach geht es durch Nord-Natal am Ithala Park und der Stadt Vryheid vorbei.

Ithala Game Reserve

Berg­savanne mit reicher Tierwelt
Das 30.000 Hektar große Wild­re­servat im nörd­li­chen Teil des Zulu­landes beein­druckt durch seine außergewöhn­liche Viel­falt und Schön­heit. Von den Höhen der Ngotshe Berge sieht man tausend Meter tiefer eine weite und sanft gewellte Savannen-Land­schaft. Hoch­pla­teaus werden von tief einge­schnit­tenen Flus­stälern unter­bro­chen. Ele­fanten, Breit- und Spitzmaul-Nashörner bevöl­kern den Park, ebenso Büffel, Zebras, Giraffen und Warzenschweine, dazu große Herden von Antilopen, vor allem Gnus und Kudus, Eland, Impala und die seltenen Tses­sebe. Löwen gibt es keine, weshalb Antilopen gejagt und im Veld liegen­ge­lassen werden, was wiederum die Popu­la­tion der Aasfresser – vor allem Hyänen, Weißrü­ckengeier, Ohrengeier und Kapgeier – erheb­lich gestei­gert hat. Ein weiterer Vorteil ist, dass man auf bestimmten Wegen alleine wandern darf.

Blood River Heri­tage Site

Süda­frikas packende Geschichte hautnah
Die Schlacht am „Blutfluss“ 1838 ist eines der folgenreichsten Ereig­nisse in der süda­fri­ka­ni­schen Geschichte. 472 Buren besiegten spekta­kulär mehr als 20.000 Krieger der Zulu. Nachdem deren Häupt­ling, Dingan, eine Verhand­lungs­delega­tion unter Piet Retief ermorden ließ, bewegten sich die Buren mit ihren Ochsenwagen langsam aber ziel­strebig auf das Königslager zu. Die Zulu wollten einem Angriff zuvor kommen und die Wagenburg der Buren über­rennen. Nach über 3.000 Toten auf Seiten der Zulus brach Dingan die Schlacht ab. Bei den Voort­rekkern gab es nur drei leichte Verwundungen. Der Sieg wur­de im weißen Süda­frika bis 1994 als Geloftedag (Tag des Gelübdes) gefeiert. Heute ist er durch den Reconcilia­tion Day ersetzt.

Im Blood River erin­nert ein Denkmal an die Schlacht. Die 64 Planwagen der Voort­rekker wurden origi­nalge­treu nach­ge­baut und mit einer Bronze­schicht überzogen. Das Ncome Museum befindet sich am gegenüber­liegenden Ufer des Ncome Flusses. Es hat die Form der Zulu Kriegs­forma­tion, wie sie von König Shaka eingeführt wur­de. Im Inneren dieser Gedenk­stätte gibt es eine umfang­reiche Ausstel­lung zur Kultur und der Mili­tär­technik der Zulu.

Rorke’s Drift

Denkwür­dige Schlacht zwischen Zulus und Briten
1879 drangen engli­sche Kolo­ni­al­truppen von Natal aus in das Reich König Cetshwayos ein und erlitten bei Isandhl­wana eine katastro­phale Nieder­lage. Keiner der 1.300 briti­schen Soldaten über­lebte die Schlacht. Am glei­chen Tag wur­de die nahegelegene Missi­ons­sta­tion von Rorke's Drift von 4.000 Zulu-Kriegern angegriffen. Dort waren nur 139 briti­sche Soldaten statio­niert. Der Kampf dauerte über zehn Stunden. Am Ende zogen sich die Zulus zurück. Sie hatten über 350 Mann verloren – und die Briten 17. Dafür wurden elf Briten mit der höchsten Tapferkeits­medaille, dem Victo­ria­kreuz, ausgezeichnet – mehr als in jeder anderen Schlacht des Empires.
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Battlefields

Geschichtsträchtige südafrikanische Erde

In den 1870er Jahren führten die Zulus unter Häupt­ling Cetshwayo mehrere Aufstände gegen die Kolo­ni­alherr­schaft, die die Engländer nur mit allergrößter Mühe nieder­schlagen konnten. Trotz mili­täri­scher Über­legen­heit waren die briti­schen Einheiten fast aufge­rieben, was vor allem an der Tapferkeit der Zulu-Krieger und der Genialität ihrer Gene­räle lag. In einer Schlacht hockten die Krieger beispiels­weise 24 Stunden mit ihren Speeren im Gras und warteten, bis die engli­sche Kavallerie über sie hinweg­ritt, um diese dann von unten anzu­greifen. Erst nach der erfolg­losen Bestür­mung von Rorke's Drift durch die Zulus wendete sich das Geschick.

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Zu Gast in einem B&B bei Dundee

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das B&B liegt auf einer Farm bei Dundee – ruhig inmitten der idylli­schen Land­schaft und dennoch nahe genug am Zentrum, um dessen Einrich­tungen, Geschäfte und Restau­rants schnell errei­chen zu können.

Im Haupt­haus sind vier verschieden gestal­tete Gäste­zimmer unter­ge­bracht; zwei weitere sowie eine Lounge befinden sich in einem Anbau. Morgens wird das Früh­stück im Esszimmer serviert; abends kann man auf Vorbe­stel­lung ein dreigängiges Menü genießen (außer sonn­tags). In der Lounge finden Gäste eine Honesty Bar mit Softdrinks und einer Auswahl an alko­holi­schen Getränken zur Selbstbedi­e­nung. Auf dem Gelände gibt es zudem ein Cottage zur Selbst­ver­pfle­gung mit Küche, Wohnzimmer, Essbe­reich und Veranda. Aufgrund seiner Lage eignet sich die Unter­kunft als Basis für zahlreiche Ausflüge im Nort­hern KwaZulu-Natal; die Gastgeber sind bei der Planung und Buchung gerne behilf­lich.

Talana Museum und Heri­tage Park

Vom Leben der Buren, Inder und Zulus vor 100 Jahren
Talana nennen die Zulus einen Ort, an dem sie wertvolle Gegen­stände aufbe­wahren. Inso­fern ist der Name für das 20 Hektar große und didak­tisch intel­ligente Frei­lichtmuseum gut gewählt. In den 23 Häusern und Hütten geht es um unter­schied­liche Themen, darunter der Buren­krieg, die indi­sche Einwande­rung in Süda­frika, aber Themen des Alltags wie Land­wirt­schaft, Bergbau, Indu­s­trie und Wohnen.

Von Dundee nach Grey­town

138 km | 2:30 h
Man fährt abseits aller Touris­tenpfade durch herr­liche Berg­savanne. Weiter west­lich liegt der Weenen National Park, ein kleiner, aber schöner Wild­park.
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Hermannsburg

Unter deutschsprachigen Südafrikanern

Mitte des 19. Jahrhunderts landeten zwölf Missio­nare aus der Lüne­burger Heide in Port Natal, dem heutigen Durban.

Von einem deutsch­stäm­migen Banker – dem Gründer der heutigen Stan­dard Bank – erwarben sie ein riesiges Stück Land am Hlimbitwa River. Dort grün­deten sie eine Missi­ons­sta­tion, die sie nach ihrem Heima­tort Hermannsburg nannten. Die Kirche und die Schule stehen noch heute. Das ehema­lige Missi­ons­haus ein Heimatmuseum, das über die ungewöhn­liche Geschichte informiert. Die Bewohner der Ortes – sie sind meist Nach­fahren der Auswanderer – spre­chen immer noch Deutsch.

Zu Gast auf einer ehemaligen Missionsfarm

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Halbpension | 1x Picknickkorb pro Person

Das alte Farmhaus steht auf dem riesigen Gelände der ehema­ligen deut­schen Mission zwischen Maisfel­dern und Akazi­en­plan­tagen.

Quanta, die als Modede­si­g­nerin in Durban eine Boutique betrieben hat, hat mit künst­le­ri­schem Gespür ihr Eltern­haus in ein entzü­ckendes B&B umge­wandelt. Die deutsch­spra­chige Süda­fri­ka­nerin ist eine hervor­ra­gende Gesprächs­part­nerin für Gäste, die mehr über das Land, den Alltag und das bis heute spannungs­reiche Zusam­menleben von Schwarzen und Weißen in Süda­frika erfahren möchten. Das Früh­stück ist reichhaltig, das Cand­le­light Dinner kreativ und origi­nell.

Ausflug (OPTIONAL)

Besuch einer deutschsprachigen Farmersfamilie (halbtägig, deutsch)

Rings um Hermannsburg gibt es eine Reihe riesiger Farmen, wo Zuck­er­rohr, Holz oder Mais ange­baut wird. Die Besitzer sind oft Nach­fahren deut­scher Emigranten in fünfter Gene­ra­tion und halten die Sprache der Väter in hohen Ehren – ein Phänomen, das es sonst nur in manchen Gegenden Südame­rikas und in Namibia gibt.

Sie freuen sich daher besonders, Besu­cher aus Deutsch­land zum Kaffee­trinken einzu­laden. Bei der anschließenden Farm­be­sich­tigung erfährt man viel über den Betrieb, die Geschichte, aber auch über das Zusam­menleben von weißen Farmern und ihren schwarzen Ange­stellten. Ein Sundowner beendet den Nach­mittag.

Grab von Sarie Marais

Die legendäre Voort­rekkerfrau starb im Ochsenwagen bei der Geburt ihres elften Kindes.
Am 10. Mai 1840 starb die Voort­rekkerfrau Sara Johanna Adriana Maré bei der Geburt ihres elften Kindes in einem Ochsenwagen. Sie wur­de an Ort und Stelle beer­digt. Bald jedoch rankten sich Geschichten und Mythen um die schöne Frau. Während des Buren­kriegs entstand ein anrüh­r­endes Voks­lied, das bis heute unter weißen Süda­fri­kanern bekannter ist als die Natio­nalhymne und in andere Spra­chen über­setzt wur­de. Auf deutsch wur­de es von Helmut Lotti gesungen. 
Im Lied geht es um Sarie Marais, die von ihrem Geliebten, einem Burenkämpfer, vermisst wird. Er hatte sie vor Ausbruch des Kriegs in Mooi River getroffen. Nun will er sie endlich wieder­sehen und zwar im alten Transvaal. Doch da sind die Briten, die heimtü­cki­schen Krokodilen ähneln und ihn gefangen nehmen wollen.

Kwasizabantu

Von der Missi­ons­sta­tion zum „christ­li­chen Konzern“
In den 1980iger Jahren spal­tete sich der deutsch­stäm­mige Süda­fri­kaner, Erlo Stegen, von seiner luthe­ri­schen Gemeinde ab und begann eine evangelikale Mission unter den Zulu. Er nannte sie Kwasizabantu, zu deutsch: „Wo dem Volk geholfen wird“. Es entstanden land­wirt­schaft­liche Produk­ti­ons­be­triebe, in denen die Bekehrten Arbeit fanden. Eine Molkerei stellt Joghurt nach deut­schem Rezept her, der inzwi­schen in ganz Süda­frika verkauft wird. Auch das landes­weit begehrte Mine­r­al­wasser Aquelle stammt aus Kwasizabantu. Aus der kleinen Missi­ons­sta­tion ist ein Konzern geworden. Der evangelikale Bekeh­rungs­an­spruch ist geblieben. Die Sonn­tagsgot­tesdi­enste finden in einer Halle statt, die mehr als 1.000 Menschen fasst. Kritiker werfen Kwasizabantu allerdings sektenhafte Prak­tiken und einen totali­tären Anspruch auf das Leben seiner Arbeiter vor. Wer auf der R74 land­einwärts fährt, sieht den Ort auf der rechten Seite liegen. Man kann dort Kaffee trinken und die Anlagen besich­tigen.

Kranskop

Großar­tige Aussicht über den Tugela-Canyon
Der kopfar­tige Berg ist 1.175 Meter hoch und kaum bekannt. Dabei bietet er einen der großar­tigsten Ausblicke südlich des Kili­man­dscharos: rund tausend Meter tiefer sieht man den Tugela durch einem gewal­tigen Canyon fließen. Zwar ist der Kranskop nur sehr schwer zu besteigen, jedoch bietet sich fast die gleiche Aussicht auch vom Ende des Pfades, den man vom Park­platz aus gehen kann. Oft sieht man Adler unter sich kreisen. In der Zulu-Mytho­logie spielt der Berg eine wich­tige Rolle. Demnach gibt es dort eine verbo­tene Höhle, die sich öffnet und Schutz vor Kanni­balen bietet, nur um sich wieder zu schließen und die einzu­sperren, die er angelockt hatte.

Ausflug

Führung durch Hermannsburg und Umgebung (halbtägig, deutsch)

Mit einer deutsch­spra­chigen Süda­fri­ka­nerin werden die kleinen und großen Sehens­wür­digkeiten der Umge­bung erkundet.

Je nach Wetter geht es zum Kranskop, einem Berg über dem Tugela-Tal mit gewal­tiger Aussicht, in einen Zulu-Kraal der Umge­bung oder nach Hermannsburg, wo weiße und schwarze Kinder gemeinsam an einer deut­schen Schule lernen. Ein span­nender Tag, bei dem man Menschen aller Haut­farben in ihrem Alltag begegnet.

Von Hermannsburg nach Himeville

234 km | 3:30 h

Bis Mooi River werden Whattles ange­baut, eine Akazi­enart aus Australien, die sich in Südafrika besser gedeihen als in ihrer Heimat und inzwi­schen ein ökologi­sches Problem sind.

Nach Pieterma­ritzburg fährt man durch zuneh­mend ursprüngli­chere Gegenden, hinter denen bereits die Drakensberge sichtbar werden.

Wartburg

Deut­sche Sied­lung in KwaZulu Natal
Die kleine Ortschaft 30 Kilometer nord­öst­lich von Pieterma­ritzburg liegt idyllisch inmitten großer Zuck­er­rohr­lände­reien. Sie wur­de im 19. Jahr­hun­dert von Auswanderern aus dem Hannover­schen gegründet. Die meisten waren zweite Söhne, die nach nieder­säch­si­chem Erbrecht keinen Anspruch auf den elter­li­chen Hof hatten, und Arbeits­lose. In Natal kamen die deut­schen Siedler in der Regel schnell zu Land von unge­ahnter Größe, so dass die deut­sche Gemeinde von Wartburg und Umge­bung florierte. Zwei luthe­ri­sche Kirchen schmü­cken den Ort, sonn­tags findet in der Kirchdorf Gemeinde sogar noch ein deutsch­spra­chiger Gottesdi­enst statt (um 09:00 Uhr). Die heutigen Bewohner sind größ­ten­teils Nach­fahren der Siedler in der 7. Gene­ra­tion und spre­chen immer noch Deutsch.

Howick Falls

Sagen­umwobene Wasser­fälle
Nahe dem Ort Howick in den Midlands von Natal stürzt der Mngeni River 119 Meter eine senk­rechte Felswand hinab. Für viele Zulu ist kwaNogqaza, wie sie die Howick Falls nennen, ein magi­scher Ort voller Gefahren. Im Becken unter­halb hält sich nämli­ch das Inkany­amba auf, eine Riesen­schlange und entfernte Verwandte vom Loch Ness Monster. Nur der Sangoma darf sich dem Becken nähern. Alle anderen laufen Gefahr gefressen zu werden. Die Touristen scheint das wenig zu beein­dru­cken. Sie verbinden die Besich­tigung der Wasser­fälle mit einem Besuch des angrenzenden Umgeni Valley Nature Reserves, wo es Zebras, Antilopen und Giraffen gibt.

Pieterma­ritzburg

Britisch anmu­tende Haupt­stadt von KwaZulu Natal
Die Stadt wur­de 1839 von Voort­rekkern gegründet und nach Piet Retief und Gerrit Maritz benannt. Kurz danach wur­de sie von Briten übernommen, was man an Parks, Gärten einigen gut erhal­tenen Kolo­ni­al­bauten merkt. Auf seiner Fahrt von Durban nach Johan­nesburg wur­de Gandhi 1893 bei Pieterma­ritzburg aus dem Zug geworfen, weil er als Inder in einem für Weiße bestimmten Abteil Platz genommen hatte. Dieses Ereignis hat ihn entschei­dend geprägt. Ihm zu Ehren wur­de eine Statue vor dem Colo­nial Building errichtet, Während des Ersten Welt­kriegs befand sich in Pieterma­ritzburg ein Konzent­ra­ti­ons­lager für deut­sche Gefan­gene aus Deutsch-Südwest-Afrika.
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Drakensberge

Wunderwelt und Wanderparadies

Die Drakensberge von Natal bilden den drama­tischsten Abschnitt der Abbruchkante vom süda­fri­ka­ni­schen Hoch­land zum Tief­land.

Saftige Wiesen, schroffe Felswände und bizarre Gipfel schaffen ein maje­s­tä­ti­sches Hoch­ge­birgspan­orama, das völlig verschieden ist von dem der durch Flus­stäler und Gebirgsketten geprägten Alpen. Fast überall hat man einen grandiosen Weit­blick in das afri­ka­ni­sche Tief­land. Die Drakensberge waren über Jahrhunderte Rückzugs- und Fluch­torte der San. In Höhlen und an Fels­über­hängen haben sie tausende von Zeich­nungen und Gravuren hinter­lassen. Die UNESCO hat die Drakensberge daher als Welt­natur- und als Welt­kultur­erbe einge­stuft. Der uKhahl­amba-Drakensberg  Park ist von einem Netz herr­li­cher Wander­wege unter­schied­li­cher Länge und Schwie­rigkeit durch­zogen. Die längsten gehen über mehrere Tage. Über­nachtet wird teilweise in Höhlen, die schon von den San bewohnt waren.

Zu Gast im in einem Country Hotel bei Himeville

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das famili­en­geführte, stil­volle Landhotel liegt nahe der Ortschaft Himeville an der Straße zum Sani Pass.

Die acht komfor­ta­blen Zimmer sind großzügig und sorgfältig einge­richtet. Vor allem haben sie eine Fußbo­den­heizung, was man besonders in den kalten Nächten schätzen lernt.  Im Winter werden die Betten mit Wärmfla­schen vorge­wärmt. Jede Einheit hat einen Blick auf den kleinen See. Morgens wird ein Früh­stück mit vielen lokalen Produkten serviert. Das Abend­essen ist ausgezeichnet und wird in einem ange­nehmen Ambi­ente serviert.

Ausflug (OPTIONAL)

Sani Pass Tour (ganztägig, englisch)

Die Tour auf das „Dach des südli­chen Afrikas“ gehört zu den eindrucksvollsten Erleb­nissen jeder Süda­fri­ka­reise.

Das gilt insbe­sondere für die Zufahrt von Süden über den spekta­kulären Sani Pass – über hunderte von Kilome­tern die einzige Verbindung zwischen Süda­frika und Lesotho. Die Staub­piste windet sich in abenteuer­li­chen Serpen­tinen durch die Wildnis der Drakensberge. Von oben hat man dann einen Ausblick, der dem vom Kili­man­dscharo kaum nach­steht.
Nach einer etwa zwei­stün­digen Passfahrt passiert man die Grenze und befindet sich in einer anderen Welt. Im Bergkö­n­ig­reich der Sothos sucht der Führer ein Dorf auf, deren Bewohner noch sehr tradi­tionell leben.

Lesotho

Mittel­alter­liche Lebens­formen auf dem „Dach Süda­frikas“
Der selb­stän­dige Zwerg­staat inmitten der Republik Süda­frika begeis­tert mit seiner Bergwildnis, die bis 3.500 Meter hoch aufragt. Auf dem schwer zugäng­li­chen „Dach Süda­frikas“ haben sich mittel­alter­liche Lebens­formen erhalten. Das König­reich, das 1966 seine Unabhängigkeit erhielt, war über Jahr­tausende vom Volk der San bewohnt, wovon viele Höhlen- und Felsma­le­reien Zeugnis ablegen. Unter dem Druck der vordrän­genden Zulus haben dann Nguni Völker die San verdrängt. Für die Durch­que­rung des Berg­lands im Osten und Süden ist ein Gelände­wagen unumgäng­lich. Besonders im Sommer (Oktober bis März) können manche Pisten zeitweilig unpas­sierbar werden. Wer sich aber dem (kalkulierbaren) Abenteuer einer Lesotho Reise aussetzt, wird seine Bergwildnis in unver­gess­li­cher Erin­ne­rung behalten.

Giant's Castle Reserve

Lebens­raum für Elen­an­tilopen und Bartgeier
Das Wild­re­servat in den zentralen Drakensbergen besteht seit 1904 und 7000 Hektar groß. Es wur­de vor allem zum Schutz der letzten Herden von Elen­an­tilopen geschaffen, Afrikas größter Antilo­penart. Heute ist das Reservat auf über 35.000 Hektar ange­wachsen und sichert zudem den Lebens­raum für Kapgeier und Raubvögel. Regelmäßig sieht man auch die Bartgeier – auch Lämmergeier genannt –  kreisen. Einst waren die Riesenvögel mit einer Flügelspannweite von über zwei­einhalb Metern im ganzen südli­chen Afrika verbreitet. Heute nisten in diesem Teil der Drakensberge über 200 Paare. Über dem Reservat thront der mäch­tige Giant's Castle (3.314 Meter).

Südliche Drakensberge

Einsame Natur­re­servate an der Grenze zu Lesotho
Der südliche Teil der Drakensberge liegt west­lich von Pieterma­ritzburg und ist unzugäng­li­cher und weniger erschlossen als der Norden. Dabei ist er kaum weniger viel­seitig. In den einsamen Natur­re­servaten wie dem Loteni Nature Reserve oder der Mzimkul­wana Wilder­ness Area sind bedrohte Pflanzen und Tiere heimisch. Eine besondere Attrak­tion ist der Sani Pass, der über viele Hundert Kilometer der einzige Grenzübergang zwischen Süda­frika und Lesotho ist.

Rund um das Gxalin­genwa-Tal

Weite Blicke, schat­tige Wälder und ein Wasser­be­cken im Fluss
Die Wande­rung beginnt am Sani Pass Hotel und geht zunächst bergab zur Sani Lodge. Von dort steigt man auf einen Berg­rü­cken gen Westen, der schöne Aussichten auf den Sani Pass bietet. Schließ­lich führt der Weg an den Gxalin­genwa-Fluss, wo man sich in einem Wasser­be­cken erfri­schen kann. Der Rückweg (hier nicht eingezeichnet) führt über einen schmalen Pfad fluss­abwärts durch einen Wald bis zum Sani Pass Hotel. (Entfer­nung: 13,7 Kilometer, Zeit: 5 Stunden, auf und ab: 500 Meter)

Von Himeville nach Oribi Gorge

247 km | 3:30 h
Die Route führt südlich von Pieterma­ritzburg durch ländli­ches Gebiet, das zunächst von großen Farmen der Weißen und ab Ixopo von der klein­tei­ligen Land­wirt­schaft der Zulus geprägt wird.

Kokstad

Land der Griqua
Die Stadt an der Grenze zwischen dem Eastern Cape und Kwazulu Natal heißt nach Adam Kok, einem Anführer der Griqua, wie man die Mischlinge weißer Buren und schwarzer Sklavinnen nannte. Nach Konflikten mit den Weißen im heutigen Free State zog er mit Tausenden von Griqua über die Drakensberge und ließ sich 1861 auf dem damals unbe­siedelten Gebiet von Kokstad nieder. Viele verarmten jedoch, verfielen dem Alkohol oder verkauften ihre Farmen an weiße Farmer. Verzweifelt über diese sozialen Miss­stände, baten die Griqua die Londoner Missi­ons­ge­sellschaft, eine Missi­ons­sta­tion zu eröffnen. In den Folgejahren stabili­sierte sich die Situa­tion um Kokstad. Mit dem Zuzug von wohlha­benderen weißen Sied­lern erlebte der Ort einen Aufschwung. 1874 wurden ein Hotel eröffnet und eine Lokalzei­tung herausgegeben. Die Geschichte der Stadt ist im East Griqua­land Museum doku­men­tiert.
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Oribi Gorge

Undurchdringlicher Canyon vor der Mündung des Mzimkulu Rivers

West­lich von Port Sheps­tone hat der Mzimkulu River im Laufe von Millionen Jahren einen grandiosen Canyon gegr­aben.

Geologen feierten es als kleine Sensa­tion, als auf der Talsohle Gestein gefunden wur­de, das über eine Milli­arde Jahre alt ist; Archäo­logen entde­cken in den Höhlen und unter den Fels­über­hängen immer wieder Zeich­nungen der San aus der Zeit der Jäger und Sammler, die in diesem Teil der Welt erst vor hundert Jahren zu Ende ging. Das Natur­re­servat ist eher klein und noch ein Geheim­tipp. Nur wenige Touristen kommen, um den grandiosen Blick in die Schlucht zu genießen oder auf dem Baboon-Weg durch den afromon­tanen Wald zu wandern.

Zu Gast im Oribi Gorge Nature Reserve

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Lage ist kaum zu überbieten: Die Lodge thront hoch über der Abbruchkante und genießt einen schwindel­er­regenden Blick über den Umzimkulu River.

Die vier hübsch einge­rich­teten und mit einer kleinen Küche ausge­stat­teten Chalets bieten nur wenigen Gästen Platz, die dadurch umso persön­li­cher von den Gastgebern Sue und Andries bewirtet werden. Auf der Terrasse des Coffee­shops – über der Schlucht – wird jeden Morgen das Früh­stück serviert. Tags­über werden haus­gemachte Mahlzeiten von Steak bis Burger ange­boten, die man auch später im eigenen Chalet aufwärmen oder zubereiten kann. Dort steht im Außenbereich zudem ein Grill bereit; in der Küche findet man neben Kaffee und Tee auch diverse Gewürze.

Eastern Cape

1.000 Kilometer Küste zwischen Storms River und Natal
Süda­frikas Eastern Cape Provinz beginnt östlich des Storms River und reicht bis zum Mtamvuna River an der Grenze zu KwaZulu-Natal. Dazwi­schen liegen rund 1.000 Kilometer Küste mit zahl­losen Stränden, Dörfern und Seebädern sowie die Indu­s­trie­me­tro­polen Port Eliza­beth und East London. Im Norden reicht die Provinz bis weit in das Karoo-Hoch­land. Mit 170.000 Quad­ratki­lome­tern ist die Provinz fast halb so groß wie Deutsch­land, aber nur spär­lich besiedelt. Die rund sieben Millionen Einwohner gehören vor allem zum Stamm der Xhosa.

Seilru­t­schen in der Oribi-Schlucht

Einblicke in die unweg­same Schlucht
Im Lake Eland Reserve werden so genann­te Zip Rides über die Schlucht ­ange­boten. Die Seilru­t­schen bestehen aus einem festen Stahlseil, das zwischen zwei Podes­ten ge­spannt ist. Mithilfe einer Rolle, einem Gurt und mehreren Karabin­er­haken geht die Fahrt über insge­samt sieben Seile bergab, von denen das längste über 500 Meter lang ist. Obwohl dabei beacht­liche Geschwin­digkeiten von über 50 Stun­denki­lometer erreicht werden, verliert man schnell die Angst und freut sich an den außergewöhn­li­chen Einbli­cken in die spekta­kuläre Gorge - ein völlig ungefähr­li­cher ­Spaß für Menschen zwischen vier und 84 Jahren. Wer sich nicht traut und lieber seinen Angehö­rigen von unten zu­schauen möchte, kann durch das Reservat spazieren.

Margate

Bei Süda­fri­kanern beliebter Badeort
Die Stadt wur­de 1908 von einem briti­schen Stadt­planer ange­legt und nach dem engli­schen Badeort Margate in der Graf­schaft Kent benannt. Bis heute ist Margate vor allem als Badeort bekannt. Die Strände und Freizeitmög­lichkeiten ziehen vor allem Süda­fri­kaner an, die hier in Feri­en­zeiten, zu Ostern, Weih­nachten und an Feier­tagen preisgünstig Urlaub machen. Rund um Margate befinden sich einige bekannte süda­fri­ka­ni­sche Surfspots.

Von Oribi Gorge nach Durban

Mietwagenabgabe

Von Oribi Gorge nach Durban

183 km | 2:30 h
Sugar Coast heißt der Küsten­ab­schnitt südlich von Durban wegen des inten­siven Zuck­er­rohr­anbaus. Heute reihen sich zahlreiche Seebäder aus den 1970iger Jahren an der Küste entlang.

Südküste

Bade­strände zwischen Durban und Port Edward
Die Küste zwischen Amanzimtoti und Port Edward besteht aus einer Reihe von Sand­stränden, die ideal zum Baden sind. In den 1960iger Jahren wurden dort Bade­orte aus dem Boden gestampft, die man besser vermeidet. Zwischendurch gibt es aber immer wieder schöne Stellen, wo man allein am Strand spazieren kann. Gesäumt wird die South Coast von weiten Zuck­er­rohrfel­dern, immer­grünen Wäldern, Bananen- Mango- oder Papa­ya­pfl­anzungen. Die wich­tigsten Strände sind mit Haifischnetzen versehen und werden von Lebens­ret­tern betreut.

uShaka Marine World

Aqua­rium und Freizeit­park
Der Freizeit­park in Durban ist das touris­ti­sche Zentrum der Stadt. Dort gibt es eines der größten Aqua­rien der Welt mit 32 Becken, in denen von Seepferdchen bis zu Haien die unter­schied­lichsten Meerestiere zu sehen sind. Nebenan ist der Village Walk, ein (kommer­ziali­sierter) Rundweg durch einen Afrika-Themenbereich mit Restau­rants, Cafés und anderen Läden. Dort kann man auch Wal- und Delfin Safaris per Boot buchen.

Mietwagenabgabe

Station: Durban, Airport

14 Tage
ab 1.659,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

Auf Wunsch buchen wir auch die passenden Flüge für Sie.

Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: September–Mai

Die Preise können je nach Saison variieren.
Ihre Beratung
Das Afrika Team

Tel.: +49 (0)2268 92298-61

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  • Von der afrikanischen Buschlodge bis zur sizilianischen Olivenmühle erwarten Sie besondere Unterkünfte.
  • Dort, wo man nicht selbst ein Auto fahren sollte, werden Sie von geschulten Führern begleitet.
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